Wen sollen wir wählen?

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Micro

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Re: Wen sollen wir wählen?

from Micro on 05/01/2019 09:28 AM

Hallo Merciful,
also  bist du für eine Wahlpflicht, falls ich dich recht verstehe?
Solange diese jedenfalls nicht besteht, wird es auch Nichtwähler geben (aus unterschiedlichsten Gründen). Eine Regierungsbildung ist dadurch nicht gefährdet, weil die Mandats-bzw. Sitzverteilung prozentual auf der Basis der gültig abgegebenen Stimmen erfolgt.
Übrigens ist eine Wahl (Wahl einer Partei) nicht unbedingt für eine Regierungsbildung erforderlich, es gäbe andere Systeme die demokratisch legitimiert wären. Es existiert auch keine Mindestgrenze einer Wahlbeteiligung laut Bundeswahlgesetz bzw. Europawahlgesetz die eine Wahl ungültig machen würde.
In der Schweiz und den USA liegen die Nichtwähler steigend bei über 50%, d.h., mit anderen Worten, nur knapp die Hälfte aller Wahlberechtigten entscheiden über den Wahlausgang. Obwohl dies nicht exakt so stimmt, denn eigentlich werden auch die Wechsler ins Lager der Nichtwähler die einzelnen Parteien mit der größten Fluktuation schwächen.
PS:
Es geht doch darum, eine Regierung auf den Weg zu bringen, die stellvertretend die Interessen des Volkes wahrt.

Nun ja, ein frommer Wunsch der von den Parteien wohl immer wieder geweckt wird, in der Realität aber nicht zum Tragen kommt.

Reply Edited on 05/01/2019 09:38 AM.

pray

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Re: Wen sollen wir wählen?

from pray on 05/01/2019 02:26 PM

Und können wir nicht mit der Wahl einer christlichen Partei ein  Z e i c h e n  setzen, dass nocht Gottesfurcht gefragt ist?
Im AT gibts einen Vers, dass ein König gottesfürchtig sein muss.

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Micro

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Re: Wen sollen wir wählen?

from Micro on 05/01/2019 04:25 PM

Hallo pray,
auch für mich wären die Wahlfaktoren Popularität oder Gewichtung (das, was die meisten wählen) zu sehr mit untragbaren Kompromissen behaftet.
Dein Vorschlag, Bündnis C zu wählen, um ein Zeichen für Gottesfurcht zu setzen, klingt interessant. Ich kannte die Partei nicht, eigentlich ja Kleinstpartei, und würde die Entscheidung für eine Beteiligung ausfallen, dann wäre das sicher eine Option.
Die Bundesvorsitzende Karin Heepen engagiert sich im sog. Wächterruf, ein Gebetsnetz für Deutschland. Hier weiß ich allerdings nicht so recht, was ich davon halten soll, da dort auch Mitteilungen durch prophetisch begabte Personen verfasst werden. Auch müßte untersucht werden, ob die Inhalte der Gebetsinitiativen biblisch haltbar wären.

Reply Edited on 05/01/2019 04:26 PM.

Bonito

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Re: Wen sollen wir wählen?

from Bonito on 05/02/2019 11:19 AM

Wen sollen wir wählen? Jesus!!

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Micro

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Re: Wen sollen wir wählen?

from Micro on 05/02/2019 03:04 PM

Hallo Bonito,
sicherlich die naheliegendste Wahl für einen Christen. Die lange Geschichte der Menschheit zeigt, auf Menschen braucht man keine Hoffnung legen.

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Bonito

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Re: Wen sollen wir wählen?

from Bonito on 05/02/2019 05:47 PM

Ja Micro, da muss ich Dir eindeutig Recht geben! Denn auf die gesamte Menschheit ist kein Verlaß. Sondern nur auf Jesus kann man sich ganz verlassen, da ER für immer und ewig SEIN Wort hält. Aber leider steht auf den gesamten Wahllisten SEIN NAME JESUS nicht oben. Man kann aber dafür beten, dass die richtigen Leute nach GOTTES WILLEN an die Macht kommen.

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Cleopatra
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Re: Wen sollen wir wählen?

from Cleopatra on 05/03/2019 07:36 AM

pray schrieb:......Liebe Cleo, genau d a s, was ich von dir mal in "fett gedruckt" gemacht habe, habe ich ja auch immer gedacht, aber wenn a l l e so denken, hat eine christliche kleine Partei ja nieeee eine Chance..........Deshalb wähle ich ab jetzt nur noch christliche Parteien.

Ja, und das war eben auch mein gleichzeitiger Gedanke.
 
Deshalb will ich auch trotzdem eine christliche Partei wählen. Man muss sich aber gut auskennen, denn nicht alle Parteien, die den Begriff "christlich"  benutzen, sind auch wirklich christlich in den Auswirkungen.
 
Lieber Hyperion, den Wahl-o-mat kenne ich.
Und weißt du, was das "witzige" dabei ist?
Wenn ich ihn benutze, kommen Parteien heraus, die ich niemals wählen würde aufgrund ihres Auftretens und ihrer Aussagen in der Öffentlichkeit (und im Geheimen, was dann so langsam rauskommt).
 
Der Wahl-o-mat kann hilfreich sein, aber mir hat er nur immer geholfen, wenn ich am Ende die Parteien miteinander verglichen habe.
 
Mirco schrieb: Wie die Erfahrung zeigt, wäre dies ja absurd, denn natürlich bleibt die Äußerung von Kritik für Wähler und Nichtwähler erhalten.
Hm.... ne, da bin ich anderer Meinung.
Ich verstehe, was du in diesem Zusammenhang meinst, aber ich persönlich sehe es für mich so, wenn ich garkeine Meinung äußere in diesem Hinblick und nichts für eine Richtung tue, dass ich mich dann auch nicht beschweren darf.
Ich würde es bei einem anderen nicht so sehen, also niemanden verurteilen, der nicht wählt, nur eben so bei mir.
 
Auf der anderen Seite muss ich auch ehrlich gestehen, wenn ich jemanden ständig schimpfen hören würde und dann erfahren würde, dass er nicht gewählt hat, würde ich vermutlich mich schon fragen, warum er nur schimpft und nicht versucht, etwas dagegen zu tun, indem er eben wählt.
 
Ist so eine innerliche Einstellung, vielleicht auch, weil ich es grundsätzlich nicht so mag, nur zu schimpfen, sondern immer dann nach Lösungsmöglichkeiten suche, denn nur schimpfen macht die Laune mies.
 
pray schrieb: Und können wir nicht mit der Wahl einer christlichen Partei ein Z e i c h e n setzen, dass nocht Gottesfurcht gefragt ist?
Ja, auf jeden Fall, nur weißt du, wovon es abhängig ist?
Von vielen anderen. Und das ärgert mich ein bisschen.
Eine Person- was kann sie schon ausrichten?
 
Würden jetzt alle Christen eine christliche Partei wählen, dann gäbe es bestimmt ein Zeichen.
 
Bonito schrieb: Wen sollen wir wählen? Jesus!!
Definitiv, nur steht er leider nicht mit auf dem Stimmzettel
 
Bonito: Man kann aber dafür beten, dass die richtigen Leute nach GOTTES WILLEN an die Macht kommen.
Und hier sprichst du vielleicht unbewusst etwas wichtiges an: Das Gebet. Ja, wir können und sollten auch dafür beten.
 
Aber manchmal dürfen wir eben auch aktiv werden. Im Gebet.
 
Lg Cleo

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Micro

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Re: Wen sollen wir wählen?

from Micro on 05/03/2019 08:59 AM

Hallo Cleopatra,
nur fällt mir auf, dass diejenigen am meisten Kritik äußern oder schimpfen die eine Partei gewählt haben. Warum? Weil sie Erwartungen hatten, die nicht erfüllt wurden und nun frustriert sind. Ich könnte also im Gegenzug sagen, wer diese Partei gewählt hat, braucht sich anschließend auch nicht beschweren oder als Verschärfung, er hätte kein Recht zu schimpfen. Ein gültiges Argument? Nein, sicher nicht. Gefühlt mag das aber anders sein, aber grundsätzliche Kritik an Wahlen oder politischen Parteien darf es auch von Seiten der Nichtwähler (und ebenso der Wähler) geben, denn das Recht auf Meinungsfreiheit und Meinungsäußerung kann man nicht durch eine passive Wahlentscheidung verlieren. Deine persönliche Einstellung dazu ist mir fremd und ich versuche sie zu verstehen, kann sie aber noch nicht nachvollziehen.

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Cleopatra
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Re: Wen sollen wir wählen?

from Cleopatra on 05/03/2019 04:31 PM

Hm, wie kann ich versuchen, es zu erklären...?
 
Ich rede natürlich nicht gegen Meinungsfreiheit und grundsätzlich ist es ja eben auch so, dass es keine Wahlpflicht gibt, sondern Wahlrecht.
 
Ich denke gerade vor zwei Wochen, als ich im Wartezimmer im Krankenhaus auf die Vorgespräche zur OP gewartet habe.
Im Warteraum saß ein Mann, der die ganze Zeit über dieses Krankenhaus schimpfte und erzählte, was da so alles schief gelaufen sei (sehr ermutigend vor der ersten OP).
 
Ich habe ihn irgendwann dann auch gefragt, wieso er denn dann hier in diesem Krankenhaus sei und nicht in ein anderes Krankenhaus gehe, welches seiner Meinung nach besser sei (nicht falsch verstehen, es war ein gute-Laune-Gespräch).
 
Ich mag es grundsätzlich nicht, wenn man "meckert", aber nichts versucht dagegen zu tun.
 
Wahrscheinlich kommt diese Einstellung daher.
 
Vielleicht kannst du es so besser nachvollziehen?
 
Falls nicht, ist es auch nicht schlimm, man kann schließlich auch unterschiedlicher Meinung sein, da habe ich gar kein Problem damit.
 
Lg Cleo

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Micro

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Re: Wen sollen wir wählen?

from Micro on 05/03/2019 05:17 PM

Ich mag es grundsätzlich nicht, wenn man "meckert", aber nichts versucht dagegen zu tun.

 

Ja, Cleopatra,

diese Motivation verstehe ich, gut, dass ich noch mal nachgehakt habe. Es fehlt der konstruktive Ansatz, der natürlich besonders prägnant bei der Kombination Nichtwählen aus Gleichgültigkeit zutage tritt. Meine Mutter würde sagen, 'den eigenen Hintern nicht hochkriegen, aber den Mund aufreissen' oder mit 'Küchentischrevolutionäre' eine treffende Charakterisierung bringen.

Die Politikverdrossenheit ist jedoch im allgemeinen recht hoch und die Einstellung 'man kann sowieso nichts machen' lähmt so manchen Gestaltungs-und Beteiligungswillen. Da ist das Meckern wenigstens ein gewisser Ausgleich und eine Verarbeitungsstrategie.

 

 

 

 

 

Reply Edited on 05/03/2019 05:17 PM.
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