sündigt ein Christ nicht mehr?

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: sündigt ein Christ nicht mehr?

von Burgen am 02.09.2019 08:47


hallo 

ich möchte es mal so sagen; Jesus ist in die Welt gekommen Sünder zu suchen und zu finden, um sie mit Gott zu versöhnen. 
Er ist nun derjenige, der am Kreuz die  g a n z e  Schuld, Trennung, Verdammnis, Krankheit, Verdorbenheit, alles was von Gott naturgemäß trennt, auf sich genommen hat. Das war ein geistlichleiblicher Vorgang, sehr sehr schwer und ungemein dunkler schwerer und schmerzlicher sowie, weil Verlassenheit von Gott, seinem und unserem Vater erlebt. 
Niemand anders wäre dazu in der Lage gewesen. 
Bevor Jesus uns erlöste, lebten wie  v o r  dem Kreuz. Jetzt stehen und leben wir  n a c h  dem Kreuz. 
Heißt, wer von neuem geboren ist, in demjenigen lebt derselbe Geist Gottes, der Jesus hat auferstehen lassen. 
Und dieser Geist in uns ist es, der die unmittelbare Verbindung mit Jesus/Gott im Gottesreich ist. Im Himmel. 

Das heißt aber nicht, dass unserer menschlicher Geist samt körperliche und Emotionale Empfindungen völlig losgelöst von dem neuen Menschen in uns ist. Wir lernen durch Jesus seine Gedanken, seiner Führung, seinen Schriftworten - seinem Kommunikationsmittel - umzusetzen, anwenden. 
In der neuen Geburt stehen wir gerechtfertigt in Jesus im Glauben vor Gott. Wie Vater Abraham und Mutter Sara. 

Sünde tuende Werke sind von Gott aus betrachtet nicht mehr, weil Gott Jesus sieht. Er allein ist die Vollkommenheit schlechthin. 
Jedoch Sünde tuende Werke werden unter Menschen nicht einfach unsichtbar. Da braucht es Erkenntnis, etwas von Gott trennendes getan zu haben, was dann im Gebet vor ihn gebracht werden sollte und kurz - oder langfristig die falsche Wurzel ausgedörrt wird. Und das macht, dass wir sagen können, damals und heute sind völlig gegensätzlich. ZB aus einem ängstlichen harten Herzen wird ein mutiger, liebevoller Mensch. Das Licht Gottes strahlt aus so einem Menschen. Er ist viel gelassener usw. Und das, was früher ihm wichtig war hat heute an Bedeutungslosigkeit gewonnen.

Es heißt ja auch oft; den Weg an der Hand Jesus gehen, auf Jesus die Augen richten.
Das schützt vor falschen Wegen und vor falschen Handlungen, weil Neues geschieht. Das ist zunächst meist im Inneren, fast unmerklich, wie bei einer Zwiebel - von innen nach außen.  

Hoffentlich werden nun die obigen Sätze nicht der 'Zerpflückung` unterworfen.

Gruß
Burgen

 

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Cleopatra
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sündigt ein Christ nicht mehr?

von Cleopatra am 02.09.2019 07:27

Hallo ihr lieben,
 
in einem Thread nebenan kam folgender Gedanke auf:
 
Cleopatra schrieb: Der Mensch sündigt ja leider ständig.

Merciful schrieb: Welcher Mensch sündigt leider ständig? Es gibt Menschen, die Buße taten und es gibt Menschen, die noch nicht Buße taten. Biblisch betrachtet geht es um Umkehr. In Christus ist der Mensch eine neue Kreatur. Christus spricht von einer Gerechtigkeit, die weit besser ist als jene der Pharisäer. Wären Christen Menschen, die noch immer ständig sündigen, so hätten sie nicht wahrhaft Buße getan.
Nun, ich denke schon, das der Mensch Buße getan hat, leider aber immerwieder sündigt.
 
Das ist wirklich schade, ja.
 
Aber:
 
1. Johannes 1, 8 Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. 10 Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
Römer 7, 13 Ist nun das Gute mir zum Tod geworden? Auf keinen Fall! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde erschiene, indem sie durch das Gute mir den Tod bewirkte, damit die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot.
14 Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft;
15 denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht2; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus.
16 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, dass es gut ist.
17 Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
18 Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt3; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht.
19 Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
21 Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist.
Ich denke schon, dass ein Christ nicht weiter sündigen möchte.
 
Aber sind wir mal ehrlich- sündigen wir garnicht mehr?
Wer kann von sich aus behaupten, garnicht mehr zu sündigen?
 
Ein falscher Gedanke schon reicht aus, Sünde ist allgegenwärtig.
 
Genau das ist ja eben das Schlimme. Definiert man mal die Sünde, dann wird uns bewusst, wie oft wir trotzdem sündigen.
 
Dieser Thread soll auf keinen Fall einen Christen runterziehen, ich erhoffe mir hier mehr eine Sensibilisierung zu diesem Thema.
 
Denn ich denke schon, dass wir bei jeder Sünde Gott enttäuschen, traurig machen.
 
Und das wollen wir ja nicht mehr, wir wollen unser Leben ja Gott ganz widmen und ihn mit unserem Leben ehren, anstatt ihn traurig zu machen.
 
Ich glaube, dass wir vieles unbewusst tun und daher ist es hilfreich, es erstmal ins Bewusstsein zu rufen.
 
Das Thema kam in einem anderen Thread auf aber ich finde, dieses Thema kann man gut als eigenes Thema mal anschauen und besprechen.
 
Liebe Grüße, Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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