Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele
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Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele
von Argo am 17.07.2026 19:24Hallo liebe Leute.
Ich möchte – nach einer langen Pause – wieder meine Sommergedanken mit euch teilen. Diesmal geht es um die Unsterblichkeit der Seele und wie man etwas über sie erfahren kann.
Der Mensch besitzt die geistige Fähigkeit, die Folgen seines Handelns zu verstehen. Er erkennt Veränderungen in Natur, Tieren und Pflanzen als natürliche Prozesse mit spezifischen Ursachen. Ebenso muss er erkennen, dass es nach seinem biologischen Ende eine metaphysische Kontinuität gibt.
Viele Menschen weigern sich zu akzeptieren, dass die menschliche Seele mit dem Tod nicht verloren geht, sondern als immaterielle Entität weiterbesteht, so wie vor unserer Geburt. Diese Menschen sind in einer rein materialistischen Weltsicht gefangen. Sie glauben, dass alles – selbst das menschliche Gewissen – aus materiellen Prozessen mit Anfang und Ende entsteht.
Wer behauptet, Materie sei die einzige primäre Substanz des Universums, verkennt eine grundlegende Wahrheit: Der Mensch besteht aus zwei völlig unterschiedlichen Elementen, die miteinander in Verbindung stehen: dem vergänglichen Körper und der immateriellen, unsterblichen Seele. Leider führt diese Illusion ihre immaterielle Entität nach dem Tod in ein unbekanntes Dasein.
Diese immaterielle Entität wirkt ständig in uns. Unsere täglichen Erfahrungen beweisen es:
– Wenn wir lügen, verspüren wir ein inneres, immaterielles Unbehagen.
- Wenn wir etwas Schlechtes tun, werden wir von einer inneren Stimme kontrolliert.
- Wenn unsere Gedanken gleichzeitig auf die Gedanken eines anderen Menschen treffen, entsteht offenbar ein immaterieller Kommunikationskanal.
- Wenn wir eine Ungerechtigkeit sehen, reagiert unsere immaterielle Natur automatisch.
Da wir dieses Wesen weder isolieren noch seinen Anfang und sein Ende bestimmen können, können wir es nur als physischen Teil von uns selbst erfahren. Dieses uns innewohnende, immaterielle Wesen beweist, dass es von einer höchsten Macht erschaffen wurde. Was der Mensch nicht vermag, das vermag Gott, der größte Schöpfer unserer Seele.
Gott zu leugnen ist logisch und existentiell unmöglich, denn Gott ist für jeden Menschen eine innere Erfahrung. Wer die Wahrheit nicht erkennen will und sich hinter Illusionen verbirgt, lässt auch sein Gewissen verkümmern. So begeht er Böses, ohne es zu merken. Wir müssen daher erkennen, dass unsere Seele ewig ist und der Tod sie nicht besiegen kann, denn dies ist ihre göttliche Bestimmung. Nach dem Tod setzt sich die Existenz unverändert fort. Die Identität des Menschen bleibt dieselbe, frei von den Beschränkungen des Körpers.
Die Tatsache, dass unsere Seele nach dem Tod weiter existiert, erfüllt uns mit Verantwortung für unser Leben. Je mehr wir unsere Seele im irdischen Leben entwickeln, desto erfüllter und stabiler wird ihre Existenz im Jenseits sein.
Tatsächlich verlässt das immaterielle Wesen des Menschen nicht sofort die Umgebung, in der es lebte. Nach dem Tod sendet es geistige Zeichen seiner Anwesenheit an die Menschen, mit denen es die engste Verbindung hatte. Diese Anwesenheit ist so deutlich, dass diejenigen, die sie annehmen, sie nicht in Frage stellen können. Die menschliche Erfahrung ist reich an solchen Beispielen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unser Leben nicht mit den Grenzen des materiellen und vergänglichen Körpers endet. Unser Gewissen, unsere moralischen Anliegen und unsere geistige Erfahrungen beweisen, dass wir eine unsterbliche Seele besitzen, die mit ihrem Schöpfer vereint ist. Die Annahme dieser Wahrheit bringt auch eine große Verantwortung mit sich. Da unsere Seele ewig ist, müssen wir bewusst leben und sie täglich pflegen, damit sie für ihre ewige Reise zum Licht bereit ist.
Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele
von Cleopatra am 18.07.2026 07:08Guten Morgen,
so, wie ich deinen Text lese Argo, scheint einiges aus der Bibel zu sein, anders erinnert mich an andere Religionen und Weltanschauungen.
Als ich den Titel des Threads las, dachte ich an Prediger 3,11; Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt, nur dass der Mensch das Werk nicht ergründet, das Gott getan hat, vom Anfang bis zum Ende.
Hattest du auch daran gedacht?
Zu anderen Punkten habe ich Anmerkungen und Gegenfragen:
Das hast du ja schon ganz oft geschrieben. Meine Gegenfragte bleibt immernoch offen: Hier in Europa wird Lügen als schlecht angesehen durch Erziehung, nicht aus "von Natur aus". In anderen Ländern und Kulturen, in denen Lügen Mittel zum Zweck sind (zB Nahrungsbeschaffung, Überleben)- meinst du wirklich, dass diese Menschen ein Unbehagen verspüren?
Ich habe dir schon oft das krasse Beispiel von der IS geschildert. Selbst die, die bei den IS groß werden. Würdest du da wirklich das Gleiche behaupten?
Auch das ist meiner Meinung nach typisch "verwöhnt europäisch". Was meinst du, wie es den Menschen in den ärmsten Ländern geht, die nur durch Ausbeutung überleben? Wie es damals den Sklaven erging? Ich glaube, dass die Psyche oft Dinge verdrängt und nicht wahrnimmt, um etwas zu "überleben". Damals, als auch noch nach Hautfarbe unterschieden wurde- haben da alle dieses Gefühl der Gerechtigkeit gehabt, oder war es für soie "normal", weil sie so großgeworden sind?
Diesen Satz unterstreiche ich voll und ganz. Genau das ist der Grund, wieso wir hier auf Erden im Leben die Entscheidung für Jesus treffen sollten.
Dieser Satz erinnert mich an den Hinduismus, die Kasten- je besser wir waren, desto besser geht es nach den Tod weiter.
Oder habe ich das falsch verstanden?
Denn davon sehe ich in der Bibel nichts. Da müsste ja der andere Gekreuzigte neben Jesus ganz schlecht darstehen, wovon wir nichts lesen, im Gegenteil- Jesus bestätigte, dass er noch am gleichen Tag mit ihm im Paradies sein wird.
Was ich in der Bibel finde sind die Beschreibungen im großen Thronsaal, in dem das Buch des Lebens geöffnet wird, dort wird geschaut, ob man drin steht und demnach wird entschieden, ob man ins Paradies kommt oder nicht.
Es wird auch der Siegeskranz beschrieben, aber ich weiß von keiner besseren Existenz als sonst, je nachdem, wie mehr wir uns auf Erden entwickelt haben.
Die armen ungeborenen Babys...
Habe ich da etwas anders verstanden, oder meintest du es wirklich so? Und wenn du es so meintest- auf welche Bibelstellen stützt sich diese These? Dann kann ich es evtl besser zuordnen.
Diese These finde ich so auch nicht in der Bibel.
In Lukas gibt es ein Beispiel, wie es nach dem Tod aussieht- der Reiche und der arme Lazerus. Kennst du die Begebenheit? Da wird einiges beschrieben.
Von einem "der Reiche war erstmaln ne zeitlang noch dort und hat den Geschwistern Zeichen gegeben (wie in diversen Filmen) steht da nichts. Im Gegenteil- der Reiche leidet enorm und möchte gerne seine Geschwister warnen, dass diese nicht auch so leiden müssen. Doch es gibt ein "zu spät", weshalb nochmal die Verantwortung eines Jeden, die Entsciedung auf Erden zu treffen, umso stärker bewusst sein sollte.
Liebe Grüße, Cleo
PS: Ich bin kurz nach einem Umzug- deshalb kann es noch sein, dass manche Antworten verzögert kommen, ich habe jetzt erstmalig den Laptop ausgepackt und habe noch einiges um die Ohren, bis hier Ordnung ist
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele
von Burgen am 18.07.2026 09:30
Hallo Argo,
grüsse dich zurück hier bei uns.
Dein Beitrag ist flüssig (für mich) - gut durchdacht.
Aber - Jesus Christus, Gott Vater und Heiliger Geist kommen mehr oder weniger ausschließlich als Randfigur vor.
Vielleicht, weil du in einem christlichen Forum schreibst?
Wie dem auch sei.
Schön, dass du wieder da bist.
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele
von Cleopatra am 18.07.2026 09:43Hallo Burgen
wenn du schreibst, dass es für dich flüssig und durchdacht klingt- was denkst du denn über meine Gegenargumente?
Liebe Grüße, Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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