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Re: Wurde Jesus wirklich verlassen?
von Pal am 08.11.2016 17:02@Tagwandler, das ist auch ein sehr schöner Beitrag von dir! Thanx!
Der "Kreuzgang der Allmacht" in seiner Schwere musste schon deshalb "durch ein (unvorstellbares) Nadelöhr" führen, nicht dass auch nur ein Mensch es "schwerer gehabt haben oder haben könnte".
Re: Buße ?? Metanoia heißt aber den Sinn verändern
von Bithya85 am 08.11.2016 15:25vielleicht ist das Problem mit Buße das Wort selber. Wenn wir heute sagen "Das wirst du mir büßen" meinen wir wirklich was ganz anderes als die Bibel mit Buße meint. Jedenfalls nach meinem Verständnis. Buße in der Bibel, so wie ich sie verstehe, hat was ganz starkes in Richtung Paradigmenwechsel, also grundsätzliche Überzeugungen korrigieren (lassen). Klar, dass das nicht immer angenehm ist, wer sagt schon gerne von sich, dass er ein falsches Weltbild hat? Aber etwas Sadistisches wie das Wort Buße vom heutigen Sprachgebrauch vermuten lässt, ist es mit Sicherheit nicht.
Gemig-Blog Schaut gerne mal vorbei 
Tagwandler
Gelöschter Benutzer
Re: Wurde Jesus wirklich verlassen?
von Tagwandler am 08.11.2016 15:19Hallo Beroeer,
schöner Beitrag.
Der "Kreuzgang der Allmacht" in seiner Schwere musste schon deshalb "durch ein (unvorstellbares) Nadelöhr" führen,
nicht dass auch nur ein Mensch es "schwerer gehabt haben oder haben könnte".
Die (erlebte) Verlassenheit gereicht, wie ich schon andeutete, in jeder Weise zur "Menschwerdung" des Sohnes Gottes,
in der die "Kreuzesschwere" und der Kreuzestod gleichzeitig Weg und Voraussetzung war,
zur Vergebung der Sünden "aller Erwählten/Aufrichtigen" vor und zurück zu den Stammesvätern bis hin zu Adam.
DerArme
Gelöschter Benutzer
Buße ?? Metanoia heißt aber den Sinn verändern
von DerArme am 08.11.2016 14:58Hallo
Ich lasse mich gerne korrigieren ( habe keine Unterlagen die das bestätigen würden ) . Ich schreibe nur aus dem Gedächtnis .
In einer Übersetzung heißt es : " Tut Buße , denn das Reich Gottes ist nahe . "
Andere Stelle : " Werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes ."
Meines Wissens steht hier für Buße metanoia . Das heißt aber - nach meinem Gedächtnis - den Sinn verändern .
Falls jemand einen fachkundigen Kommentar dazu geben könnte wäre ich dankbar .
Naja , Buße tun ist was ganz anderes als den Sinn zu verändern .
Buße tun wiederspricht eigentlich dem Geist dessen , was Jesus am Kreuz getan hat . Tue ich Buße versuche ich meine
Schuld irgendwie zu sühnen . Ob daraus die Ablaßbriefe hergeleitet wurden ?
Was heißt es den Sinn zu verändern ?
Dazu müßen wir uns erst mal anschauen , welche Möglichkeiten wir als Christen ( wiedergeboren ) haben .
Warum ich wiedergeboren so betone - weil dadurch eine neue Komponente in uns lebendig geworden ist .
Als "natürlicher" Mensch haben wir natürlich unser körperlichen Sinne : Hören , sehen , riechen , fühlen ( Haut ) ,
Gleichgewicht . Für mich scheiden diese Sinne aus weil Gott damit nicht zu erfassen ist , seine Schöpfung schon .
Eine Lehrmeinung ist den "Sinn meines Verstandes" zu verändern , indem ich ihn mit dem Wort füttere und ausrichte .
Meine Meinung ist , das mein Sinn dahin gehen sollte den wiedergeborenen Teil meiner Person kennenzulernen und zu
"praktizieren" und auf dieser Basis zu leben . Das ist ein ganz andere Lebensstil .
Gruß
DerArme
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Gebet ohne Erhörung
von Wintergruen am 08.11.2016 14:26
Kein mit Glauben und in Demut verrichtetes Gebet wird vergeblich verrichtet
Wir müssen auch darum beten, dass Gott Selbst uns die Gabe des Gebetes schenkt. Denn das wahre Gebet (das reine Gebet) ist eine Gabe Gottes.
LG
Re: Gebet ohne Erhörung
von solana am 08.11.2016 14:23Als ich den Psalmvers (37, 4) im Bibelserver aufgeschlagen habe, um ihn hier zu zitieren, bin ich auf eine sehr interessante Stelle gestossen.
Es geht um die Gabe des "Zehnten" - nicht nur als Pflichtabgabe, sondern richtiggehend als ein Fest:
5. Mose 14, 22 Du sollst Jahr für Jahr den Zehnten abgeben von allem Ertrag deiner Saat, der aus dem Acker kommt, 23 und sollst davon essen vor dem Herrn, deinem Gott, an der Stätte, die er erwählt, dass sein Name daselbst wohne, nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf dass du fürchten lernst den Herrn, deinen Gott, allezeit. 24 Wenn aber der Weg zu weit ist für dich, dass du's nicht hintragen kannst, weil die Stätte dir zu fern ist, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse, wenn der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat, 25 so mache es zu Geld und nimm das Geld in deine Hand und geh an die Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, 26 und gib das Geld für alles, woran dein Herz Lust hat, es sei für Rinder, Schafe, Wein, Bier oder für alles, was dein Herz wünscht, und iss dort vor dem Herrn, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus 27 und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe mit dir. 28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt. 29 Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sättigen, auf dass dich der Herr, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.
Mit anderen Worten: Nicht alles, was du verdienst und erwirtschaftest, sollst du wieder investieren oder auf die hohe Kante legen.
Nimm einen Teil (Zehnten) und mache damit ein fröhliches Dankfest, freue dich daran und danke Gott dabei. Und gib davon dejenigen ab, die nichts haben.
Gott will nicht, dass wir ihm dienen und opfern mit der Miene eines Verzichtenden.
Das, was wir für ihn tun und ihm bringen, soll uns ein Freudenfest sein, bei dem wir andere an unseren Gaben und unserer Freude daran teilhaben lassen.
Ich denke, das steckt auch mit in der Aufforderung: Ps 37,4 Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.
Ganz schlichte Menschen, wie du sie beschreibst, haben sicherlich leichter Zugang zu dieser Geisteshaltung.
Je intellektueller, um so schwerer macht man es sich oft ....

Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Oase (35) Seine Barmherzigkeit, Gnade und Liebe lässt die Herzenssonne aufgehen ...
von solana am 08.11.2016 13:54Ja, das ist wirklich ermutigend zu hören, liebe Adi, wir freuen uns mit dir!
Auch der Herbst hat seine schönen Seiten, auch wenn im Moment die Kälte und Nässe schon zu schaffen machen können.
Die Maisfelder werden jetzt abgeerntet; dann habe ich beim Fahren einen viel weiteren Blick über die Landschaft.
Hier ist eine einzelne Pflanze stehen geblieben - sieht lustig aus:
Im Garten kann ich immer noch Tomaten ernten, es hängen noch ganz dicke grüne und hellrote in den Sträuchern. Die leichte Abdeckung in den frühen Frostnächten hat ihnen als Schutz gereicht.Auch ein paar Butternu-Kürbisse hängen noch an den Pflanzen, die schon ziemlich verwelkt (erfroren) sind.
Heute morgen kam die Frau, die mich neulich angesprochen hat, doch noch mit einer Tüte Nüsse .... jetzt bin ich sehr gut eingedeckt;
überall stehen Tabletts und Körbe mit trocknenden Nüssen; ich freue mich schon auf die ersten Linzer Torten und Plätzchen ....
Ich wünsche allen einen schönen Tag und dass ihr die vielen kleinen schönen Dinge überall sehen und geniessen könnt.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Gebet ohne Erhörung
von Burgen am 08.11.2016 13:44Ich stelle mir gerade einen ganz schlichten Menschen vor, vielleicht jemanden, der gerade den Entschluss fassen muss, sein Haus zu verkaufen, um den Rest seines Lebens vielleicht in einer sog. Seniorenresidenz zu verbringen.
Ist die Person nun voller Begierden, wollüstig, voller Wut und so weiter?
Vermutlich nicht.
Oder jemanden, der merkt, dass seine Kraft nachlässt, er nicht mehr selbst in der Lage ist, allein seinen Einkauf zu erledigen für die Woche oder für den Tag.
Ist er nun von Gott getrennt und sein Gebet wegen Sünde um Hilfe nicht erhört?
Vermutlich nicht.
Gruß
Burgen
Re: Gebet ohne Erhörung
von Pal am 08.11.2016 12:56Eine weitere "Regel" / Grundgesetz für das "rechte Kämpfen" oder das "richtigen Gebet" - das dann mit Erhörung "gekrönt" wird sehe ich hier =>
Das ist dann auch zu beachten in dem wichtigen Vers, den Solana bereits zitierte und den ich hier noch einmal, in seinem gesamt Zusammenhang anfüge:
Was sollten nun geistliche "Ehebrecher" / Lüstlinge des Fleisches von einem hochheiligen Gott, in Hinsicht auf ihre Bitte, erwarten?
Wäre es gut und billig, ihnen ihre Gebete zu beantworten?
Nein, es wäre ein folgendschweres Verderben und zu niemandes Nutzen!
Diese Sünder würden dann noch mehr und übler sündigen. Das wäre aller Erfolg!
mM
Re: Gebet ohne Erhörung
von Pal am 08.11.2016 11:52Salomon liebte viele ausländische Frauen ... , darin liegt der Hase mM. begraben. Er säte ungute Saat, die ihn einholte, aufging.
Man wird für die Nichterhörung des guten Gebetes von König David, - für seinen Thronfolger - niemals David oder Gott die Schuld geben können. Salomo selbst war natürlich die Ursache dafür, das sozusagen aus der Erhöhrung "nichts wurde". -
Die "Regel", die ich darin sehe, wäre so etwas, wie das Gebete nicht den (bösen) Eigensinn, die freiwillige Entscheidung des Menschen, wegfegen können und sollen. Salomo wurde, durch die wunderbaren Gebete seines Vaters, also keinesfalls zu einer "Marionette dieser Gebete" - aber Salomo hätte diese Gebete, von denen er ja sicher auch wußte - sich sehr positiv zu Herzen nehmen können, um sich eben gerade davor zu hüten, was dann tatsächlich über ihn kam.


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