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Burgen

66, Weiblich

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Re: Jesus verstehen

von Burgen am 28.04.2017 21:37

Hallo Pal

der Segen Gottes im AT zeigte sich oft durch Reichtum wie Schafe, Rinder, Gold und Kinder

Und alles ist auch geistlich zu verstehen.

Und deswegen sind ebenso geistlich wie praktisch die nachfolgende Verse aus Hebräer.

.............................

Hebr. 10, 23 u. 35
Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken;
denn er ist treu, der sie verheißen hat;

Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Geduld aber habt ihr nötig, aufdass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt (36)

.....................

In diesen Versen strahlt das Evangelium auf. Und ist Jesus zu verstehen? Das war ja ursprünglich das Thema.
Vielleicht tragen die drei Verse dazu bei. Natürlich kommen auch wieder neue Fragen auf und lassen die Schrift
durchforsten.

Nachtrag:
Gerade las ich die Themenfrage der ersten Seite von blueocean.
Mein Beitrag scheint nun etwas deplaziert zu sein, lasse ihn aber trotzdem hier.
Vielleicht kommt @blueocean ja auch mal wieder vorbei....

Gruß Burgen 

Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes, Jesus Christus.
1. Korinther 1,9 /  Luther Bibel 2017

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.04.2017 21:43.

Burgen

66, Weiblich

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Beiträge: 1996

Re: Kirchenaustritt = Sünde?

von Burgen am 28.04.2017 21:11

Hallöchen,

für mich zum besseren Verständnis möchte ich hier auch den Text von Hebr. 10, 25-26 zitieren.

... und lasst uns aufeinander achthaben
und einander anspornen zur Liebe und guten Werken

und nicht verlassen unsere Versammlung,
wie einige zu tun pflegen,
sondern einander ermahnen,
und das umso mehr,
als ihr seht, dass sich der Tag naht.

Im weiteren Verlauf wird die Sünde in Bezug zum Opfer Jesu gesetzt,
und entfaltet was Sünde nach sich zieht. Es wird für die Erklärung
Worte aus dem AT genommen.

Es stellt sich nun neu die Themenfrage:
Ist Kirchenaustritt Sünde?
Es gibt etliche Menschen, die teilweise bekannt sind,
die im Monat z.B. hierhin und dorthin eine Gemeinde besuchen und das für sich richtig finden.
In jeder Gemeinde gibt es andere Schwerpunkte.
Aber inwieweit leidet Verbindlichkeit?

In der heutigen Zeit ist Verbindlichkeit nicht selbstverständlich.
Und manchmal ist Verbindlichkeit echt schwer.
Frag,e sich jeder selber inwieweit Verbindlichkeit gelebt wird.

Gruss
Burgen


 

Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes, Jesus Christus.
1. Korinther 1,9 /  Luther Bibel 2017

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Pal

58, Männlich

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Re: Jesus verstehen

von Pal am 28.04.2017 20:25

Thomas: Wirken tut aber alles Gott selbst.

Genau hier liegt der Kern dessen, was mein Glaube mir bestätigen sollte: Ich armseliger Mensch kann die (erste) Liebe gar nie so erwidern, wie es sich gehört, - für so einen unbeschreiblich liebenswerten Heiland - und nun ist meine einzige Lösung der Glaube an die Liebe "ausgegossen durch den Hl.Geist".
Dann steht mein Glaube auf dem Fundament von:
1Ch 29:14 Denn was bin ich? Was ist mein Volk, daß wir sollten vermögen, freiwillig so viel zu geben? Denn von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir's gegeben.

Also dann übertragen auf das geistliche Gebiet.
Wenn man das begriffen hat, hat man ein Geheimnis der unverdienbaren Gnade verstanden.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.04.2017 20:26.

nennmichdu

52, Männlich

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Re: Jesus verstehen

von nennmichdu am 28.04.2017 19:53

Hallo Pal,

nach der Liebe sollen wir streben, uns danach ereifern in Geduld gute Werke zu bringen - durch Gott, der uns in den Werken wandeln lässt, die er vor Grundlegung der Welt für uns bereitet hat.

Insofern sind wir gefragt und gefordert uns immer wieder in Gottes Willen hineinzubegeben. Ihm Raum zu geben. Uns gegenseitig darin zu ermuntern.

Wirken tut aber alles Gott selbst. Und wenn ich jemand rühmen kann, dann nur Gott allein dem alle Ehre gebührt.

liebe Grüße

Thomas

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nennmichdu

52, Männlich

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Re: Jesus verstehen - vom Baum der Erkenntnis

von nennmichdu am 28.04.2017 19:50

Da der Baum der Erkenntnis von gut und böse von Gott als unberührbar erklärt wurde,



Wurde er nicht. Gott sagt ausdrücklich, von allen Bäumen des Gartens dürft ihr essen.

Vom Baum des Erkennens Gutes wie Böses heißt es dann,  - und Menschen mit hebräischen Sprachkenntnissen werden mir hier noch mehr und schneller zustimmen, denn im Deutschen kann es missverstanden werden ---

werdet ihr nicht essen können ---- wird dieser Baum euch nicht satt machen können ...

denn wenn ihr davon esst, müsst ihr unwiederbringlich sterben. Ist der Tod nicht aufzuhalten (sie starben ja nicht sofort...).

Und das Erkennen mit dem Teufel und seiner "Philosophie" - seid euer eigener Gott -- beschreibt hier ein Einswerden mit der Einstellung des Teufels. Und dieses Einswerden (Erkennen) umfasst halt mehr als nur das Eindringen von Geschlechtsteilen, wie du es beschreibst.



ist der Baum ein Sinnbild für Gottes Recht, zu entscheiden was „gut" (Gott wohlgefällig) und was „böse" (von Gott verurteilt) ist.


So nach dem Motto : Hopp oder Topp?  -- mit einer 50-50 Chance für Adam und Eva und Gott wartet ab was passiert?

Nein - so ist Gott nicht und so hat er sich das wohl nicht gedacht - als Gott, dem dann der Mensch in seiner Freiheit zu entscheiden nun entglitten ist und jetzt Gott nachbessern musste - über Jesus....

Gott legt nicht fest, was gut und böse ist. Gott lässt den Menschen es erfahren. Und der Mensch erfährt es, was Gott dann auch feststellt:


Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.

Und warum tut er das?

Damit der Mensch, den Gott sich dann in Christus schafft, uns als Christen, zur Sohn/Kindschaft gelangt. Jesus seinen Freund und Bruder nennen kann und in eine Freiheit gelangt und in einer Erfahrung kommt, die Adam und Eva vor dem Sündenfall nicht kannten.



Wenn dies eine so schwere Übertretung war, dann müssten auch die Folgen dramatisch sein, denn zur Verantwortung wird der gezogen, der in echter Willensfreiheit und daher auch in voller Verantwortung steht.



Adam und Eva wurden nicht aus dem Garten Eden verwiesen, weil sie von dem Baum der Erkenntnis aßen. Sie wurden aus Eden verwiesen, damit sie in ihrem gefallenen Zustande nicht auch noch vom Baum des Lebens essen und dann in ihren Sünden ewig leben müssten.

1. Mose 3,22

...Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! 

Das Problem war auch nicht das Essen selbst, sondern das nicht zugestehen ihrer Tat (die Schlange war schuld, die Frau war schuld, du warst schuld...)
Da es aber noch kein Opfer für Schuld gab (das kam erst in Jesus) konnte man ihnen das leugnen auch nicht zur Last legen. Das war nur natürlich.

Für uns heißt es aber nun:
 1. Johannes 2,

1 Meine Kinder, dies schreibe ich euch,Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.  
2 Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

das heißt, es ist uns möglich nicht zu sündigen, weil Vergebung da ist. Weil ein Fürsprecher da ist. Jesus Christus. Anders als bei Adam und Eva. ..


Darüber hinaus wird auch erkennbar, dass ihr von Gott verliehenes Prädikat in "seinem Bilde geschaffen" zu sein, einen vollständigen (vollkommenen) Menschen meint,


Vollkommenheit gibt es nur in Christus. Und in Christus waren Adam und Eva nicht. Hatten nicht vom Baum des Lebens (Jesus ist dieser Baum) gegessen.
In seinem Bilde heißt nur in Bezug auf ihn. Gott zum Bilde - zum Vorbilde - zu haben.



Adam war voll zurechnungsfähig, im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten und deshalb auch für sein Tun verantwortlich.


Verantwortlich ja, insofern das er die Folgen seines Handelns zu tragen hatte. Das er aber nur so und nicht anders handeln konnte habe ich versucht aufzuzeigen.


Die Bibeltexte, die aussagen, dass beim Tod der "Geist zu Gott zurückkehrt", beziehen sich lediglich auf die unpersönliche Lebenskraft, die Gott bei der Schöpfung verliehen hatte.



von unpersönlicher Lebenskraft schreibt die Bibel nichts. Es gibt den Odem Gottes (nefesch), der den Menchen zu einer lebendigen Seele macht. Diese lebendige Seele ist dann entweder von Gottes Geist inspiriert, oder steht unter der Herrschaft des Teufels. Bzw. hier zeitweise auch im Spannungsfeld - dazwischen. Das menschliche Denkvermögen oder der menschliche Geist ist dann - und das wird bei Adam und Eva sichtbar - Umständen - ausgesetzt, die ihn nur so und nicht anders handeln lassen. 

Von daher stellt sich die Frage gar nicht, was passiert wäre, wenn Adam und Eva nicht vom Baum der Erkenntnis gegessen hätten. Dann wären sie noch in Eden - als reine Geschöpfe Gottes - noch nicht in der Stellung zu Gott Vater sagen zu können. Jesus müsste nicht auf die Erde kommen und es gebe auch keinen neuen Himmel und keine neue Erde. Aber so ist es nun mal nicht. Gott hatte in seiner Allmacht einen anderen Plan verfolgt. Der dem Menschen letztendlich dienlicher ist und der dem Menschen die Gnade und Größe Gottes umso herrlicher machen wird.

Thomas

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Pal

58, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 1971

Re: Jesus verstehen

von Pal am 28.04.2017 19:37

Thomas:
Der uns dieses Vollbringen -- und das tut Gott durch uns -- mit unserem Einverständnis natürlich nur. Und insofern war weder Jesus, noch sind wir, ein reines Sprachrohr oder Medium Gottes, das nicht anders kann als so zu leben, sondern wir sind mit unserem menschlichen Willen gefragt hier in Übereinstimmung mit Gott zu bleiben. Und ich sage nicht zu kommen.

So sehe ich es auch.
Wobei die große Denkbarriere ist, das ich geneigt bin mir meine freiwillige Liebe als Eigenprodukt auf meinen Banner zu schreiben. In Wirklichkeit ist aber auch sie ein Produkt des guten Gottes, was ich IHM glaube und so auch auslebe - eben weil ich es IHM zutraue und nicht mir selbst.

Thomas:
Wenn sie (die Sünde) nun bei Adam und Eva sichtbar wurde, durch das Gebot, dann war sie auch vorhanden schon. Oder zumindest geweckt. Darin unterscheiden wir uns grundsätzlich nicht von Adam und Eva vor dem Sündenfall.

sehr richtig!

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nennmichdu

52, Männlich

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Jesus verstehen - vom Sprachrohr des Teufels und von der Freiheit der Gottes Kinder

von nennmichdu am 28.04.2017 19:19

Hallo Beroor,

danke für deine ausführliche Stellungnahme zu diesem, wie ich finde nicht nur sehr interessantem, sondern auch sehr wichtigem Thema - um zu verstehen, warum Menschen so und nicht anders handeln können und handeln wollen.


ich fange mal bei deinem ersten Beitrag an mich mit deiner letzten Fragestellung an  - Pal hat diesbezüglich schön hilfreiche Hinweise gegeben, doch möchte ich jetzt versuchen, die Verbindung aufzuzeigen, die zwischen der einen Position -- "alles ist vorherbestimmt"  und der anderen Position - "es liegt an uns, wohin unser Weg führt".

du schreibst:


Nur, irgendwann zuvor muss ich mich doch auch mal für oder gegen Christus entscheiden. Wie soll das gehen, wenn ich erst in Christus wirklich frei wäre mich so oder so zu entscheiden?



Gott selbst muss uns die Augen öffnen, damit wir uns entscheiden können. Er steht an der Herzenstür und klopft an. Gott muss uns auch hier die Ohren öffnen. Und erst wenn wir geöffnete Augen und geöffnete Ohren haben, sind wir frei uns für Gott zu entscheiden. Zuvor sind wir ja unter der Herrschaft des Teufels und der Sünde, welcher unseren Sinn als Fürst dieser Welt verfinstert. Und unter der Herrschaft unserer Begierden, die uns immer wieder nötigen/treiben, Gottes Gebote zu verletzten. Also von Natur aus kann kein Mensch Gott gefallen. Und auch Noah war nicht besser als alle anderen Menschen. Denn von ihm heißt es, das er Gnade fand vor Gott. Fand er also Gnade, waren es nicht seine eigenen Anstrengungen im frommen Lebenswandel, der ihn als einziger (mit seiner Familie) vor dem Gericht Gottes bewahrte. Und im Römerbrief heißt es ja, das alle Menschen von Grund auf Böse sind. Des Ruhmes bei Gott mangeln.

Also gegen Gott entscheide ich mich von Natur aus. Ich kann nicht anders als gegen Gott zu sein. Um mich dann geöffnete Augen zu haben, greift Gott ein. Und auch hier habe ich dann noch die Möglichkeit mit gegen Gott zu entscheiden. Und jeder Mensch wird hier von Gott auch angesprochen. Im Buch Hiob heißt es bei den Reden von Elihu das Gott jeden Menschen mindest 2-3 mal im Traum oder in Visionen auch warnt. So das letztlich keiner sagen kann, ich habe nie von Gott gehört. Ich konnte mich nicht für ihn entscheiden.

Das wir uns aber dann für ihn entscheiden, dazu muss Gott auch helfen. Und hier spricht die Bibel nun mehrfach und wiederholt davon, das Gott auserwählt. Nach seiner Gnadenwahl. Nicht nach Verdienst der Werke. Er als Töpfer, wir als seine Gefäße. Letztendlich die einen zum ehrenvollen Gebrauch und die anderen zum unehrenvollen Gebrauch (Römer 9-11 behandelt diese Thematik).




Sicherlich ist nur Gott "absolut" frei in seinem Willen. Daraus nun den Umkehrschluss zu insinuieren ein Geschöpf sei unfrei in seinen Willensentscheidungen vor die er aber immer und immer wieder gestellt wird, ist mM nach im biblischen Kontext nicht belegbar.


Du hast recht, das ich hier nicht automatisch den Umkehrschluss ziehen kann. Doch ist es nun einmal so, und das belegt die Bibel sehr wohl und sehr gut, das der Mensch immer im Spannungsfelder lebt. Auf der eine Seite den Geist der Welt, den Zeitgeist, die geistige Prägung die er erhält. Auf der anderen Seite kommt nun Gott mit seinem heiligen Geist ins Spiel. Möchte den Menschen herausführen - was er selbst nicht kann - aus der Prägung des Fürsten dieser Welt (Satans). Also kein Mensch denkt sich selbst. Und auch das Gehirn selbst ist so angelegt (das stellen Hirnforscher sogar fest) das es "gedacht wird".

Der Freie Wille, so wie ihn Gott inne hat, ist also eine Illusion. Eine gewisse Freiheit gibt es aber trotzdem. Und zwar dort, wo Gott den Menschen in eine Freiheit stellt. Und diese Freiheit sieht so aus, das ich als Christ nicht genötigt bin, meinen (sündigen) Begierden Folge zu leisten. Und darin nun die Möglichkeit habe, durch den heiligen Geist zu leben und dann auch (in Liebe) die Gebote Gottes erfülle. Das macht mich frei in Verantwortung das zu erwählen, was ich für gut heiße. Es zu erwählen und dann auch zu tun. 

Denn in Römer 7 endet Paulus mit der Feststellung -- des alten Adams ---der auch in Eden schon hier versagte --- das gute zu wollen, das habe ich schon, aber zu vollbringen, das schaffe ich nicht.

Und dann kommt hier für uns Christen aber der heilige Geist ins Spiel. Der uns dieses Vollbringen -- und das tut Gott durch uns  -- mit unserem Einverständnis natürlich nur. Und insofern war weder Jesus, noch sind wir, ein reines Sprachrohr oder Medium Gottes, das nicht anders kann als so zu leben, sondern wir sind mit unserem menschlichen Willen gefragt hier in Übereinstimmung mit Gott zu bleiben. Und ich sage nicht zu kommen. Denn sind wir in Christus geht es nur noch darum, hier nicht wieder herauszufallen, bzw. dort wo wir durch Fehltritte schuldig geworden sind, wieder in die Gemeinschaft mit Gott hineinzugeraten. Um dann dem heiligen Geist Raum geben zu können. Und um dann in Verantwortung das tun zu wollen, wozu uns der heilige Geist treibt/inspiriert.


Den Ungehorsam Gott gegenüber als Möglichkeit zu beschreiben, stimmt zwar mit meinen Gedanken überein, denn eine Möglichkeit beschreibt, dass etwas geschehen kann aber nicht muss"... Aber dann passt es nicht in Deine Beschreibung, denn da musste es geschehen.


Bei Adam und Eva vor dem Sündenfall bestand - wie bei uns - die grundsätzliche Beschaffenheit des Menschen - sich gegen Gott entscheiden zu können. Das dieses dann unvermeidbar war, zeigt uns die Bibel aber auch auf. Denn im Römerbrief wird hier ausführlich beschrieben, wie ein Gebot oder ein Gesetz Gottes dazu dient, das Sünde sichtbar wird. Und Sünde wurde sichtbar. Wenn sie nun bei Adam und Eva sichtbar wurde, durch das Gebot, dann war sie auch vorhanden schon. Oder zumindest geweckt. Darin unterscheiden wir uns grundsätzlich nicht von Adam und Eva vor dem Sündenfall. Der Unterschied ist nur, das wir nun in dem Zustand leben und hineingeboren werden, nicht mehr in Eden zu sein. Unter dem Fluch zu leiden, der Adam und Eva ereilte. 


JEDER sündige Nachkomme Adam und Evas konnte es sich erwählen, welchem Gott er gehorsam sein wollte und welchem nicht und viele haben diese Wahl für Gott getroffen, selbst, wenn sie das mit großen Schwierigkeiten oder mit ihrem Leben bezahlen mussten. Dafür wurden oder werden sie noch sehr gesegnet. (z.B. Noah und seine Familie) Andere, die diese Wahl anders trafen wurden von Gott dafür zur Rechenschaft gezogen. (z.B. die Zeitgenossen Noahs)


Auf Noah bin ich schon zu sprechen gekommen. Weiterhin gilt zu bedenken, das im Buch Prediger erwähnt wird, das kein Mensch nur Gutes tut. Auch der beste Christ dann nicht. Also ist es allein die Gnade Gottes die erretten kann. Nicht der Blick auf die eigenen Werke. Denn bei Gott gibt es kein Abwiegen von guten und bösen Taten. Denn worin ich befunden werde - am Ende - das wird mich entweder als Kind Gottes auszeichnen oder als Kind des Teufels. Anders gesagt, wenn ich versuche nach dem Gesetz oder den Geboten Gottes gerecht vor Gott zu werden, bin ich aufgefordert das ganze Gesetz zu erfüllen und zu halten. Denn so wie Gott ganz und gar heilig ist muss ich auch ganz und gar makellos sein und befunden werden, um letztendlich es bei Gott "aushalten" zu können. Denn Finsternis - und sei es noch so wenig - hat bei Gott keinen Platz. Ebensowenig die kleinste Sünde die noch an uns haften sollte. Deswegen sagt Jesus auch so streng, wenn dich Hand oder Auge zum Abfall verführen, reiß es aus/schlag sie ab, damit nicht der ganze Leib der Hölle übergeben werde.


Man beachte auch das Beispiel Josuas, ein Mann, der sich sein Leben lang zum Gehorsam für Gott entschieden hatte, obwohl ihn das viele Opfer kostete, empfahl den Israeliten folgendes: Josua 24:15 15 Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseits des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen. War das eine echte Willensentscheidung die er getroffen hatte und die er den Israeliten empfahl oder war das alles eine Sinnestäuschung?


Josua war ähnlich wie Noah von Gott ausgesondert und erwählt diesen Dienst zu tun und zeichnete sich durch Mut und Glauben aus. Glaube ist aber - wie wir immer wieder auch im neuen Testament lesen - ein Geschenk Gottes:


Eph 2,8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,

Die Israeliten dann zeigten nur , das sie am Gesetz und den Forderungen Gottes immer wieder scheiterten. Gott sich immer wieder neu erbarmen musste. Um dann wieder zu erleben, wie sie nach kurzer Zeit (Buch Richter zum Beispiel) wenn ihre Führer verschwanden die positiven Einfluss auf sie ausübten,  in Götzendienst verfielen.


Thomas

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geli

61, Weiblich

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Re: Jesus verstehen

von geli am 28.04.2017 16:19

Beroeer:
Folglich stelle ich mal neben Deine Deutung des "Erkennens"
...Erkennen weist also auf ein Einswerden mit dem anderen hin.
Hier auf ein Einswerden mit dem Bösen - mit dem Teufel.
.... eine andere Version:
Da der Baum der Erkenntnis von gut und böse von Gott als unberührbar
erklärt wurde, ist der Baum ein Sinnbild für Gottes Recht, zu entscheiden
was „gut" (Gott wohlgefällig) und was „böse" (von Gott verurteilt) ist.
Hiervon zu essen ist damit gleichbedeutend, in dieses Recht -
festzulegen was gut und böse ist - einzudringen, es an sich zu reissen.
Das darf nicht mal der vollkommene Mensch.

Danke, Beroeer, für diese Erklärung! Eigentlich war mir nie so wirklich klar, warum der Sündenfall solch schlimme und gravierende Auswirkungen hatte, wie wir heute sehen.

Aber das, was Du schreibst, läßt mir persönlich "ein Licht aufgehen", wie man so schön sagt.

Ja, der Baum der Erkenntnis wurde von Gott als "unberührbar" gestempelt - weil er es sich ganz alleine vorbehält, die Massstäbe für "gut und böse" festzulegen.
Adam und Eva hatten mit der Übertretung gezeigt, dass sie Gottes Massstäbe nicht anerkennen wollten - im Gegenteil: Sie stellten nun den Anspruch, dass sie eigene Massstäbe dafür aufrichten wollten, was gut und böse wäre.

Das sieht man ja in heutiger Zeit sehr deutlich: Jeder will "nach seiner Facon" selig werden - jeder stellt für sich eigene Massstäbe auf und lebt danach. Schließlich sind wir heute "tolerant" - Gottes Massstäbe werden abgelehnt, als "intolerant" beschimpft.

Adam war voll zurechnungsfähig, im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten

Ja, das denke ich auch - denn sonst wäre ja Gott ungerecht, wenn er ihn dann für seine Sünde zur Verantwortung gezogen hat.

Wenn Gott den Adam (und Eva) mit einem "versteiften Lenkgestänge" erschaffen hätte, dann wäre es sehr unfair, wenn er dafür für seine fehlende Möglichkeit zu "lenken" zur Verantwortung gezogen worden wäre und dazu noch eine Strafe bekommen hätte...

Lg, geli


Ich bin dabei, durch Gottes Gnade das zu werden, was ich seit meiner Wiedergeburt schon bin

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Cleopatra
Administrator

31, Weiblich

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Forenleitung

Beiträge: 2188

Re: Kirchenaustritt = Sünde?

von Cleopatra am 28.04.2017 14:19

Lieber Thomas, in diesem Thread geht es nicht um den Inhalt des Gottesdienstes, sondern um die Fragestellung, ob ein Kirchenaustritt Sünde ist.

Danke für den Bibelvers, der passt zum Thema.

LG cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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nennmichdu

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Re: Die Kraft des Evangeliums - Gedanken zum Römerbrief

von nennmichdu am 28.04.2017 13:02

Hallo Kowalski,

nun habe ich die Zeit gefunden, dir ein wenig ausführlicher zu antworten.

einmal abgesehen davon, dass es meistens relativ unklar ist, was du uns mit deinen Texten eigentlich sagen möchtest



Das es DIR unklar ist.....rede bitte nicht für andere  .... --- dann frag mich einfach dazu.... 

Auch von Paulus hieß es, das einiger seiner Texte schwer zu verstehen waren. Und manche theologische Themen  kann man halt nicht in Kurzformeln fassen.

Wenn ich dich nicht zum Nachdenken oder zum Gespräch angeregt habe, ist das eine Sache. Du stellst hier Fragen und bekommst Antworten, die dich mehr oder weniger zufrieden stellen. Ich stelle meine Gedanken und Fragen und Ansichten hier in den Raum. Dir ist es freigestellt darauf zu antworten.

Aber mach anderen Teilnehmern hier dies dann bitte nicht zum Vorwurf, wenn sie Gedanken äußern, die du nicht nachvollziehen kannst. Soviel Respekt untereinander sollte schon möglich sein, den anderen in seinen Überlegungen auch stehen lassen zu können.


u.a. auch, weil du keine direkten Fragen stellst


aber schon Bezug nehme zu den Gedanken anderer.... - also was stört dich wirklich?


möchte ich zum oberen Satz antworten: nein


Das ist ein guter Anfang für eine Diskussion. Du hälst eine getroffene Aussage von mir für falsch. Siehst sie nicht im Einklang zu dem, was Du aus deinem Verständnis der Bibel hierzu feststellen würdest. Weiter so...


Zum Richter erhebst du dich erst, wenn du auch eine Strafe verhängst.



Und hier sagt die Bibel uns aber etwas anderes, wenn es - am Beispiel des Römerbriefes - ums richten geht. Und hier verhängt der Mensch keine Strafe, wenn er feststellt: Du bist in dem was du tust Böse.   

Denn im Römerbrief wird nun festgestellt, das alle Menschen böse sind --- Jesus sagte einmal, das nur Gott, der Vater selbst, gut ist (auf die Anrede eines Menschens hin- "guter Meister") und von daher nicht das Recht ---INNE -- haben, bei anderen über ihr Verhalten ein URTEIL zu fällen.

Und ein Urteil fällen ist nicht gleichbedeutend mit einer Strafe verhängen.

Denn in dem Moment, wo ich ein (schlechtes) Urteil über einen Menschen gefällt habe, sehe ich ihn auch aus ganz bestimmten Augen. Aus einem ganz bestimmten Blickwinkel. Habe ein (Vor)Teil. Was mich befangen sein lässt.

Gott dagegen sieht nicht die Person an. Richtet gerecht. 

In der Bergpredigt greift Jesus dieses Thema vom Richten auf. -- Wenn jemand zu einem anderen Menschen sagt - du Gottloser ... oder du Dummkopf...oder oder...

hier wird eine Lieblosigkeit letztendlich deutlich, die den Menschen schuldig werden lässt vor Gott. Deswegen sollen wir nicht richten.

Antworten
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