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Burgen

-, Weiblich

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Burgen am 18.04.2026 08:05


Ja, Argo, das hast du mMn gut herausgearbeitet. 

Die um die 50 Autoren des obigen Buches sind allesamt Juden der heutigen Zeit und lassen uns einen Blick in das Schriftverständnis von damals bis in unsere Zeit tun.  

Dies zu lesen, zu bedenken und miteinander im Leben verbinden war und ist noch nie ganz leicht gewesen. Wir können mMn Gott dankbar und froh sein, dass die Heilige Schrift es so gut und fast unbeschadet in unsere Zeit und in die Zukunft geschafft hat, uns zu gut und Gott Jesus zu Ehre. 


Gruss 
Burgen 



 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

-, Weiblich

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Re: Der schmale Weg

von Burgen am 18.04.2026 07:59


Geist-Licht schrieb: 

Der Psalm selbst kommt aus der alten Welt. In den acht Versen finde ich keine ethische Tugend und das WORT Liebe fehlt.

Ja, warum sollte das Wort Liebe denn dort geschrieben sein? 

Die ganze Heilige Schrift IST Grundlagenausdruck der Liebe Gottes zu seinem Volk im AT sowie als Weiterführung des NT. Sie, die Schrift wird zur Einladung Gottes für alle Menschen, sofern diese Jesus glauben. Es geht um Jesus. 

Dabei nicht nur einfach um logisches Verständnis, sondern um 'das Leben'. 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Argo

85, Männlich

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Beiträge: 289

Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Argo am 17.04.2026 23:27


   Unterschiede gibt es genug aber die Hauptsubstanz von beiden Religionen ist die Gleiche. Sie glauben beide an einen allmächtigen, allwissenden, allgegenwärtigen, ewigen und unendlichen Gott. Beide Religionen glauben an einen heiligen und gerechten, zugleich aber auch liebenden, vergebenden und barmherzigen Gott. Christentum und Judentum teilen die Hebräischen Schriften (das Alte Testament) als authentisches Wort Gottes, wobei das Christentum zusätzlich das Neue Testament einschließt.

   Wir alle sind für Versöhnung und Nächstenliebe, ungeachtet des Geschlechts, der Rasse, der Religion oder der sozialen Klasse, sowie für die Akzeptanz des Fremden und des Andersartigen, für Unterstützung und Solidarität mit allen Opfern der Geschichte und müssen wir Kompromissbereitschaft zeigen.

   Dialoge zwischen Christentum und Judentum, gibt es seit 2.000 Jahren. Die christliche Kirche und das Judentum gehen zwei unterschiedliche Wege , die trotz ihres gemeinsamen Ausgangspunktes parallel verlaufen und keine Aussicht auf ein Wiedersehen haben, da sie in verschiedene Richtungen führen.  Diese Trennung führte oft zur Isolation der beiden religiösen Traditionen deswegen wird heute eine Zurückhaltung registriert. Im Wesentlichen wird aber bestätigt, dass sich die beiden Wege nie vollständig trennten.

   Die ersten Jahrhunderte der gemeinsamen Geschichte von Christentum und Judentum bezeugen, dass die Menschen in ihrem Alltag immer Wege des friedlichen Zusammenlebens fanden. In jedem Fall greifen die beiden religiösen Traditionen auf gemeinsames kulturelles Material zurück.

   In der Lehre Jesu spiegelt viele theologische Fragen wider, die seine jüdischen Zeitgenossen beschäftigten: das Verhältnis von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Vergebung, die Bedeutung wahrer Gottesverehrung, die Merkmale eines wahren Mitglieds des Volkes Gottes usw.

   Jesus ist nicht gekommen, um das Gesetz als überflüssig abzuschaffen, sondern um es zu erfüllen, die Antwort auf die Erwartungen der Propheten zu geben. Für Christen aller Jahrhunderte ist sein Tod ein weiterer Aspekt seines messianischen Status, während Jesus für Juden zum zeitlosen Symbol des jüdischen Volkes wird, das blinde Gewalt erfährt und ungerecht furchtbares Leid erträgt. Jesus Christus wird somit auf paradoxe Weise zum gemeinsamen Bezugspunkt von Christentum und Judentum.

   Heute wenden sie sich sowohl Juden und Christen in den wichtigsten Momenten ihres Lebens, in Freude, Trauer und Leid, und an ihren wichtigsten religiösen Feiertagen dem Alten Testament zu und lesen darin.

   Was Paulus im 11. Kapitel des Römerbriefs sagt, ist bezeichnend: Er vergleicht Israel mit einem zahmen Ölbaum und die heidnischen mit den wilden Ölzweigen, die auf diesen zahmen Baum aufgepfropft wurden. Es ist Gottes Wille, dass die Völker ein organischer Teil seines Volkes werden, so wie es auch  ohne Umkehr die Gaben und die Berufung Gottes (11,29) ist, und somit Paulus bekräftigt, dass letztlich ganz Israel gerettet werden wird.

   In der Vision des Paulus, teilen Christen und Juden eine gemeinsame glorreiche Zukunft und haben gemeinsam Anteil an Gottes Heilswerk.

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Geist-Licht

77, Männlich

  Neuling

Beiträge: 85

Re: Der schmale Weg

von Geist-Licht am 17.04.2026 12:09

Gott zum Gruß
Merciful
 
Es gab mal einen Philosophen, Zaratustra?
Der sprach:
Was du nicht willst, was man dir tuh, das füg auch keinem andern zu.
 
Die moderne Form ist so wie Jesus Christus es sagt:
"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
 
Der Psalm selbst kommt aus der alten Welt.
In den acht Versen finde ich keine ethische Tugend und das WORT Liebe fehlt.
 
Heute ist der Spruch:
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und unseren Himmlischen Vater über alles. 
 
In der Liebe sind alle ethischen Tugenden enthalten und die Zehn Gebote Gottes.
Damit wird der "schmale Weg" zu einem silbern leuchtenden Pfad, der durch die Dunstwolken dieser Welt hinaus,
hinauf ins Himmelreich unseres uns liebenden Himmlischen Vates leitet.

Alles was zu Christus lenkt, bringt den Geist und lebendiges Leben.

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pausenclown

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 525

Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 17.04.2026 08:28

Hallo.

Meine blöde Frage, wie wäre unsere Welt, unser Umfeld, unsere Gemeinden, würde man diese Punkte nicht nur beachten, sondern auch Leben???

Anerkennung Gottes: „Ich bin der Ewige, dein Gott.“.

Verbot des Götzendienstes: Keine fremden Götter oder Bilder verehren.

Verbot des Gotteslästerung: Den Namen Gottes nicht missbrauchen.

Heiligung des Schabbat: Ein wöchentlicher Ruhetag für alle.

Ehre von Vater und Mutter: Respekt gegenüber den Eltern.

Mordverbot: „Du sollst nicht morden.

Ehebruchsverbot: Treue in der Ehe.

Diebstahlsverbot: Schutz des Eigentums.

Lügenverbot: Kein falsches Zeugnis gegen den Nächsten.

Begehrensverbot: Nicht nach dem Besitz oder Partner des anderen verlangen.

Schutz von Witwen und Waisen: Es ist streng verboten, diese schutzlosen Gruppen zu bedrängen oder auszunutzen.

Fremdenrecht: Man soll den Fremden lieben und nicht unterdrücken, „denn ihr seid selbst Fremde im Land Ägypten gewesen“ 
Armenpflege:
Nachlese: Ein Teil der Ernte (Ecken des Feldes, herabgefallene Trauben) muss für Arme und Fremde liegengelassen werden.

Zehnt: Ein Teil des Ertrags ist für Bedürftige und die Leviten (die kein Land besaßen) bestimmt.

Zinsverbot: Es ist verboten, von einem bedürftigen Volksgenossen Zinsen zu verlangen.

Ehrlichkeit im Handel: Betrug durch gefälschte Gewichte oder Maße ist untersagt.

Schuldenerlass (Schmitta): Alle sieben Jahre sollen Schulden erlassen werden, um eine dauerhafte Verarmung zu verhindern.

Rechtssicherheit: Richter dürfen nicht parteiisch sein und keine Bestechung annehmen 

Lohnzahlung: Der Lohn eines Tagelöhners darf nicht zurückgehalten werden und muss noch am selben Tag ausgezahlt werden 

Nächstenliebe: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ 

Verbot von Rache und Groll: Man soll keine Rache üben oder nachtragend.

Verbot der Nachrede: Es ist untersagt, Gerüchte zu verbreiten oder den Nächsten öffentlich bloßzustellen 

Hilfeleistung: Wenn man das Tier seines Feindes unter einer Last zusammenbrechen sieht, ist man verpflichtet zu Helfen.

Das sind Auszüge aus den 613 Geboten und mir fällt kein Grund ein, weshalb es uns trennen sollte, oder?
Shalom 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.04.2026 08:30.

pausenclown

-, Männlich

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Beiträge: 525

Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 17.04.2026 07:15

Hallo Burgen.

Danke für deine Antwort.
Eins sein in Christus ist die "Theorie".
Die Realität sieht nicht danach aus.

Wie ich geschrieben habe, für jüdische Gelehrte, die auch das Neue Testament studiert haben, ist Jesus nicht der Messias und zweitausend Jahre Christentum haben es nicht besser gemacht.
Für uns messianischen Juden ist er es.
Trotzdem haben wir mit Christen wenig gemeinsame Berührungspunkte.
Und bestimmt nicht weil wir was besseres sind oder oder.

Auf ein offenes Wort:
Ich kenne einige messianische Juden, die mit dem Begriff Judenchristen Probleme haben. 
Ich kenne viele die sagen, lasst mich in Ruhe mit vielen Vorurteilen uns gegenüber und nein ich möchte nicht vom Gesetz befreit werden usw.
Ich bewundere Juden ob messianisch oder nicht, die christlich-judischen Dialog tätig sind,
Diese Geduld habe ich nicht.

Aus meiner Sicht ist Einheit nur dann möglich, wenn man die Identität des anderen akzeptiert.
Messianische Juden die nach der Torah leben, weil es unser Messias getan hat und wir akzeptieren und befürworten, dass Heiden, die zum Glauben kommen es nicht müssen.

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.04.2026 07:16.

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 2806

Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 17.04.2026 06:42


Freitag  

Gott, du holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde. 
Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.   Psalm 71,20-21 

Jesus sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! 
Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, 
und Jesus gab ihn seiner Mutter.   Lukas 7,14-15 


Gebet: 

Herr, unser Gott, lass nicht zuSchanden werden die, so in ihren  
Nöten und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen  
und zu dir rufen.  

 ((c) Johann Heermann)


TagesL: Offenbarung 7,13-17 ... Die Erlösten aus Israel und allen Nationen  
fortlL: Epheser 2,11-22  Juden und Heiden - eins in Christus    
 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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Burgen

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Burgen am 17.04.2026 06:29


Hallo Pausenclown, 

Hatte mir gedacht, dass es vielleicht hilfreich sein könnte einen wichtigen Text beider Bibelbücher parallel zu betrachten. 
Der obige Erklärungstext im Epheserabschnitt von Judenchristen und der untere Text von Christen erklärt. 

In beider Betrachtungsweise liegt, zumindest oben, die ganze Last oder Erkenntnis der jewiligen Glaubensgemeinschaft zugrunde, denke dies gerade. 

Während ab V11 Epheser 2,ab 11 explizit als Überschrift besser einzuordnen: Juden und Heiden - eins in Christus, die Aussage des Textes ist. 
Liegt doch die Wurzel durch Jesus Christus, dem Messias, durch Gott in den Schriften und Glauben, und Tun im Alten Bund. 

Der alte Bund ist ja nicht gerade unwichtig - aber durch Jesus und in Jesus enthält er das vollbrachte Werk für beide, Juden und Christen. 
Dies zu verstehen, anzunehmen und wertzuschätzen kann eigentlich nur in die Anbetung führen und dazu beitragen, alles besser für das eigene Leben lebbar machen. 


So ähnlich denke ich: eins in Christus. 
Der eigentliche Bibeltext im Epheserbrief spricht deutliche Worte ;)  





 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 16.04.2026 16:26

Hallo.

Um ehrlich zu sein, ich verstehe den Thread überhaupt, nicht einmal das Ziel.

Shalom 

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pausenclown

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Beiträge: 525

Re: Clownis Welt

von pausenclown am 16.04.2026 16:23

Hallo und herzlich willkommen in Clownis Welt.

Bevor ich über jüdische Streitkultur schreibe und zum Konflikt zwischen “Pharisäer” und Jesus komme, Schreibe ich etwas über das Verhältnis zwischen Sadduzäer und Pharisäer und Essener.

Dazu greife ich die Frage auf, welche Ziele die Pharisäer eigentlich verfolgten.
Wie schon öfters geschrieben, suchten und versuchten die Pharisäer, die Bibel in den Alltag zu integrieren.
Es ging um die praktische Auslegung der Gebote und was es im Alltag bedeutet, z.b was ist erlaubt und was ist verboten. 

Jetzt gibt es wieder verschiedene Lesarten: 
Sie wollten dem Volk Knechten und Lasten auferlegen….
Eine weitere Lesart stammt aus den Qumranrollen und den Essenern: 
Pharisäern, als „Sucher nach glatten Dingen.
Vielleicht ist das für einige Leser ein seltsamer Vorwurf, es bedient nicht die übliche Sicht auf Pharisäer.
Die Essener kritisierten, dass die Pharisäer „glatte“ oder „schmeichelhafte“ Interpretationen lieferten, die das Gesetz aufweichten oder Lücken suchten, um es für die breite Bevölkerung praktikabler zu machen.
Die Essener gingen soweit das sie Pharisäer mit einem Wortspiel veralberten.
Während die Pharisäer ihre Auslegungen als Halachot (Rechtsvorschriften) bezeichneten, nannten die Essener sie verächtlich Chalakot (glatte/schlüpfrige Dinge).
Aus Sicht der Essener waren diese Auslegungen eine Form von religiöser Korruption und Irreführung. Sie empfanden die pharisäische Lehre als zu kompromissbereit gegenüber dem Zeitgeist (Hellenisierung) und der politischen Führung.
Hä, wie bitte??
Mal ehrlich, ist das nicht ein Unterschied zu vielen Predigten, in denen Pharisäer vorkommen?

Das Verhältnis der Sadduzäer zu den Pharisäern:
Zur Zeit Jesu war das Verhältnis zwischen den Sadduzäern und den Pharisäern von tiefem Misstrauen und religiös-politischen Spannungen geprägt. Die Sadduzäer, die sich primär aus der wohlhabenden Priesteraristokratie und Oberschicht zusammensetzten, betrachteten die Pharisäer oft mit einer Mischung aus Geringschätzung und politischer Notwendigkeit. 
Dazu lehnten sie die mündliche Torah ab und glaubten nicht an die Auferstehung der Toten und nicht an Engeln und Dämonen.
Diese Sichtweise der Sadduzäer quittierten die Pharisäer auf diese Weise: 
In der Mishna Traktat Sanhedrin wird explizit festgehalten, dass diejenigen, die sagen, die Auferstehung der Toten stehe nicht in der Torah, haben keinen Anteil an der kommenden Welt.

Ein kleiner Gruß an die Sadduzäer.

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.04.2026 16:25.
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