Gott zeigt durch Jesaja 66,18-24 was kommen wird/gerade geschieht ?

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Burgen

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Gott zeigt durch Jesaja 66,18-24 was kommen wird/gerade geschieht ?

von Burgen am 11.01.2019 12:34

Hallo ihr Lieben, 

untenstehender Text ist aus der Schlachter 2000 und die Tageslese in der Landeskirche der Losungen. 

Die beigefügten Parallelstellen sollen hier verdeutlichen, dass AT und NT zusammengehören, gegenseitig aufeinander Bezug nehmen. Dies dient der prophetischen Verständlichkeit, finde ich. Gerade die letzten ca 20 Kapitel in dem Jesajabuch stellen die Verbindung zu Jesus her. Zeigen, dass schon im AT Jesus die eigentliche Hauptperson ist, um die sich alles dreht, wie man so schön sagt. 

Und besonders der Hinweis zur Offenbarung ist hervortretend. 
In einem anderen Thread sprachen wir davon, dass Jesus die ganzen atlichen Gesetze erfüllt hat. Nun geht es hier um den Abschluss dessen, was wir hier auf Erden jeden Tag sehen und erleben. Da steht jeder Christ besonders in dem Spannungsfeld von dem was ist, was gewesen ist und was sein wird. 

Und betrachtet man die nachfolgenden Bibelverse, ist zu erkennen, dass alles miteinander verwoben ist, ähnlich der Rückseite eines handgewebten riesigen Teppichs. Da schaut man auch nach dem "roten" Faden, der für den Zusammenhalt sorgt. 
So sehen wir hier in den Versen das Altertum, Gottes Arbeit und seine Liebe sowie Erwartung an seine Menschen. Besonders einerseits seinen Augapfel, das damalige Volk Israel, das sein Prototyp gegenseitiger Liebe sein sollte. 

Aber auch die Erkenntnis, dass Menschen immer ungehorsam, Gesetze übertretende Verhaltensweisen haben werden. Das sieht man ja auch heute noch, auch im Straßenverkehr oder im Umgang miteinander. 

Jedoch Gott sammelte damals immer wieder sein Volk zusammen. Selbst heute, nach zwei Weltkriegen und viele andere Kriege, sammelt er die versprengten seines Bundesvolks. Das lesen wir unten, bis hin zu den Inseln. 

Und da kommen eben jetzt dann noch die Christen dazu. Die Evangeliumsbotschaft, Visionen, Gesichte, Träume von Jesus gehen über die ganze Welt, wie wir sie heute so kennen. Und diese Sammlung, das Erkennen Jesus Christusnim Leben der Menschen und seiner Schöpfung geht dem Ende entgegen. Denn wir sind jetzt, nach Jesaja, Daniel und andere, in der herrlichen und wunderbaren Situation, dass wir darauf warten, eine freudige Erwartungshaltung haben sollten, dass Jesus jeden Moment wiederkommen kann. 

Die Christen warten auf die Entrückung durch Jesus. 
Die Israeliten warten darauf, dass der ihrige Messias kommt. 
Und dann erst werden die meisten erkennen, dass er schon längst dagewesen ist. 

Das finde ich durchaus sehr spannend. Ihr auch? 

*******

Aus Jesaja 66,18-24 (Schl 2000 mit wenigen Parallelstellen)

15 Denn siehe, der HERR wird im Feuer kommen und seine Streitwagen wie der Sturmwind,
um seinen Zorn in Glut zu verwandeln und seine Drohungen in Feuerflammen.
(ua: Mt 22,7; 2 Th 1,8)

 

16 Denn mit Feuer und mit seinem Schwert wird der HERR alles Fleisch richten;
und die vom HERRN erschlagenen werden eine große Menge sein.
(Schwert: 34,5-6; Hes 38,21; / Erschlage: Offb 19,17-21)

...

18 Ich aber [kenne] ihre Werke und Pläne.
Es kommt die Zeit, alle Nationen und Sprachen zusammenzubringen,
und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen.

19 Und ich will ein Zeichen an ihnen tun
und aus ihrer Mitte Gerettete entsenden zu den Heidenvölkern nach ...
und nach den fernen Inseln, die noch nichts von mir gehört haben
und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben;
und sie werden meine Herrlichkeit unter den Heidenvölkern verkündigen.

20 Und sie werden alle eure Brüder aus allen Heidenvölkern dem HERRN als Opfergabe
herbeibringen auf Pferden und auf Wagen uns Sänften, auf Maultieren und Dromedaren,
zu meinem heiligen Berg, nach Jerusalem, spricht der HERR,
gleichwie die Kinder Israels das Speisopfer in einem reinen Gefäß zum Haus des HERRN bringen.

21 Und ich werde auch von ihnen welche als Priester und leviten nehmen, spricht der HERR.
(ua Offb 1,6)

22 Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor meinem Angesicht
bleiben werden, spricht der HERR, so soll auch euer Same und euer Name bestehen bleiben.

23 Und es wird geschehen, dass an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch
sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.
(Psalm 22,28; Sach 14,16)

24 Und man wird hinausgehen und die Leichname der Leute anschauen, die von mir abgefallen sind;
denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht erlöschen: und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.

*******
Das liest sich teilweise ziemlich alttestamentlich, den Gesetzen unterworfen.
Jedoch auch als eine Konsequenz der konsequenten Liebe Gottes zu den Menschen.

Vielleicht ist das auch ein Abbild der Vorkommnisse des tausendjährigen Reiches mit
Bezug eben auf die ersten Kapitel der Offenbarung über die Gemeinden und ihr Ende.

Jedenfalls sehe ich uns heutige in die Pflicht genommen, für uns selbst und viele andere,
Jesus Christus immer besser kennenzulernen, was nur in der Nachfolge geschehen kann.

Mehr denn je sein Evangelium zu lieben und darin zu leben.

Wir danken Gott allezeit für euch alle, wenn wir euch erwähnen in unseren Gebeten, indem wir unablässig gedenken ... 1.Thess 1,2

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geli

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Re: Gott zeigt durch Jesaja 66,18-24 was kommen wird/gerade geschieht ?

von geli am 28.01.2019 15:52

Burgen: Das finde ich durchaus sehr spannend. Ihr auch?

Ja, das alles ist sehr spannend!
Das neue Testament ist meiner Meinung nach die Erfüllung dessen, was im Alten Testament vorausgesagt wurde.
Ich habe schon öfters mal die Aussage gehört: "Der Gott des AT ist ein Rachegott, ein strafender Gott, der Gott des NT ist ein Gott der Liebe".

So, als wäre es im NT ein anderer Got als im AT.

Das liest sich teilweise ziemlich alttestamentlich, den Gesetzen unterworfen.

Ja, das liest sich "alttestamentlich" - nach dem "Gott der Rache". 
Aber der Lohn der Sünde ist der Tod - Sünde erfordert Gericht und Strafe. Das hat sich im NT nicht geändert - mit dem Unterschied, dass Gott im NT die Strafe, die jedem galt, der das Gesetz übertreten hat, bereits vollzogen hat.
Der berechtigte Zorn Gottes hat sich über Jesus entladen - deshalb können die, die das glauben und dankbar annehmen, von Gottes Liebe profitieren - sie erleben quasi einen "Gott der Liebe".
Für diejenigen, die sein Angebot allerdings ablehnen, bleibt Gottes Zorn, den wir im AT oft erleben können, weiterhin bestehen.
Diese werden den Gott es AT erleben, der gerecht richtet und Sünde bestraft - sie werden Gott als den "Gott der Rache" erleben.

LG, geli



Ich bin dabei, durch Gottes Gnade das zu werden, was ich seit meiner Wiedergeburt schon bin

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pray

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Re: Gott zeigt durch Jesaja 66,18-24 was kommen wird/gerade geschieht ?

von pray am 28.01.2019 20:33

Geli: Ja, das liest sich "alttestamentlich" - nach dem "Gott der Rache". Aber der Lohn der Sünde ist der Tod - Sünde erfordert Gericht und Strafe. Das hat sich im NT nicht geändert - mit dem Unterschied, dass Gott im NT die Strafe, die jedem galt, der das Gesetz übertreten hat, bereits vollzogen hat.

Liebe Geli,
das hast du sehr, sehr gut beschrieben. Hab' ich mir auf einen Zettel abgeschrieben, um damit die immerwährenden Fragen manches Ungläubigen in dieser Hinsicht perfekt zu beantworten.

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Weateyd

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Re: Gott zeigt durch Jesaja 66,18-24 was kommen wird/gerade geschieht ?

von Weateyd am 29.01.2019 15:34

Schön klingt das ja nicht.
Burgen deine Zitate aus Jesaja finde ich ja ziemlich furchteinflössend. Wenn das noch kommt; Dann freue ich mich aber nicht darauf. Auf welcher Seite der Liebe willst du denn stehen?
Besser wir kehren noch heute um. Eher der Herr uns mit seinen Schwert richten wird. Und unsere brennende Leichname von nie sterbenden Würmen durchsetzt, begutachtet werden den lebenden zu Warnung...
In Vers 22: Spricht der Herr jemanden an mit "Euch". Damit meint er wohl die zu Jesaja Zeit lebenden in Juda und Israel.
Jesaja 66,19 sollte nachprüfbar sein, wie weit wir schon sind: A) Kennen die Orte Tarsis, Pul, Lud und auch Tubal, Jawan (Griechenland) und deren Inseln denn Herrn schon?  B) Sind dort die geretten hingegangen?
Und einige in den genannten Orten wählt er dann als Leviten und Priester aus. Und Opfergaben aus den Orten werden dann nach Jerusalem gebracht.  (C) Ist das schon geschehen?)
Ich habe mal grob die genannten Orte nachzuvollziehen: Zumindest einige durften weiträumig an einen Gott Abrahams glauben oder kennen. Ich gehe davon aus das alle genannten Regionen den einen Gott Abrahams kennen (Christentum, Islam). Wie es dann weitergeht wissen wir ja...

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Burgen

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Re: Gott zeigt durch Jesaja 66,18-24 was kommen wird/gerade geschieht ?

von Burgen am 29.01.2019 22:31

Hallo Weateyd,

vielen Dank für deine mitgeteilten Gedanken.

Ja, der Text liest sich nicht leicht.
Und ja, es ist unglaublich wichtig, sich die Frage zu stellen, wem will ich mein Herz, mein Leben schenken, übereignen.

Manches ist uns Christen erschreckend, wenn wir lesen, was auch schon von Jesus selbst in den Evangelien mitgeteilt worden ist.
Ich denke da an die „Geschichte“ des reichen Mannesund dem armen Lazarus, dem Bettler, aus dem Lukasevangelium glaube ich.

Da wird ganz klar unterschieden, dass zwischen dem Paradies (vor der Kreuzigung und Auferstehung Jesu) und der Hölle ein Graben ist.
Dieser Graben kann von beiden Seiten aus nicht übersprungen werden. Beide Seiten sehen jedoch, was auf der anderen Seite vor sich geht.

Ich denke, dieses trifft genau das, was du schreibst: Nämlich: Heute, wenn du seine Stimme hörst, verstocke nicht dein Herz.
Jetzt ist der Tag des Heils.
Entscheide dich f ü r Jesus und lebe m i t IHM. d u r c h ihn. Er ist allein der Retter. Der Erlöser. Und der HERR.

Wir lesen ja auch öfter: Der Glaube kommt durch das Hören.
Das Evangelium sollte also die frohe Botschaft durch die Ohren in das Herz des Menschen bringen, sodass sie es langfristig lieben und immer mehr
davon haben wollen. Nur so werden die „Würmer“ vorher schon gerettet werde können.

Diese ganzen Texte jedenfalls machen deutlich, dass es niemals eine „All-Versöhnung“ geben wird, wie manchmal gewünscht wird.

LG
Burgen

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Cleopatra
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Re: Gott zeigt durch Jesaja 66,18-24 was kommen wird/gerade geschieht ?

von Cleopatra am 30.01.2019 07:16

Ich denke, der Gedanke dazu ist passend, den ich gestern im "Leben ist mehr Kalender 2019" gelesen habe:
 
Wenn wir ein Puzzle puzzlen und das letzte entscheidene Puzzlestückchen fehlt, dann war all die Mühe umsonst.
 
So ist es auch mit unserem Leben. Wir setzen unterschiedliche Erfahrungen, Zeiten, Situationen zusammen. Wir erleben immer mehr und so nimmt unser Leben immer mehr "Bild" an.
 
Aber ganz am Ende geht es darum, ob wir auch das letzte Puzzleteilchen haben oder ob es verloren ist: Die Erlösung, die Errettung vor unseren Sünden.
 
Wenn dieses letzte Puzzleteilchen fehlt, war das ganze puzzlen umsonst.
 
Den Gedankan dazu fand ich interessant.
 
Dieser Graben kann von beiden Seiten aus nicht übersprungen werden. Beide Seiten sehen jedoch, was auf der anderen Seite vor sich geht.
Ehrlich gesagt glaube ich das nicht. Nur eine kleine Anmerkung, weil es sonst zu ssehr vom Thema ablenken könnte: Der reiche Mann sah Lazerus, aber Lazerus sah den reichen Mann nicht, so denke ich. Es wird jedenfalls nirgens geschrieben und es würde ja bedrücken und traurig machen und das in der Herrlichkeit....?
 
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Burgen

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Re: Gott zeigt durch Jesaja 66,18-24 was kommen wird/gerade geschieht ?

von Burgen am 30.01.2019 08:57

Dieser Graben kann von beiden Seiten aus nicht übersprungen werden. Beide Seiten sehen jedoch, was auf der anderen Seite vor sich geht.

Der reiche Mann sah Lazerus, aber Lazerus sah den reichen Mann nicht, so denke ich. Es wird jedenfalls nirgens geschrieben und es würde ja bedrücken und traurig machen und das in der Herrlichkeit....?

Wir sollten sehen, dass Jesus zu dem Zeitpunkt als er dieses vom reichen Mann und Lazarus erzählte, noch als Mensch auf Erden lebte. Damals, zur Zeit des Anfangs, waren das Paradies und die Hölle, die geretteten und die ungeretteten, durch einen Graben getrennt. 
Nach der Auferstehung sind die Geretteten in den Himmel geholt worden. Das ehemalige Paradies ist leer. Jetzt sind die Glaubenszeugen bei Jesus. Das wird im Brief an die Hebräer mitgeteilt. 
Die Glaubenszeugen sehen uns, können jedoch nicht eingreifen. Das tut Jesus samt den Engeln, Gott durch Jesus aufgrund der Kraft des Heiligen Geistes. 

Im Sprachgebrauch wird immer noch vom Paradies gesprochen. Das war damals der Aufbewahrungsort der Heiligen. 
Jetzt sind sie im Himmel. Dem neuen Pardadies. Wir sprechen ja manchmal glücklich davon, sich zu fühlen, als sei das Paradies auf Erden. 

Der neue Bund ist der Bund, den Gott mit uns nach der Auferstehung Jesu und der Ausgießung des Heiligen Geistes geschenkt hat. 
Der Gnadenbund. 

Es ist eben nach wie vor wichtig für jeden Menschen Jesus Christus kennen zu lernen, und das eschieht meist durch andere Menschen, die über ihren Glauben an Jesus sprechen wie durch Predigt und Bibellesen, auf Gott achten usw. Das lebt und wisst ihr ja auch selbst. 

Diesen "Graben" spüren wir ja in unserem täglichen Leben mehr oder weniger täglich selbst, oder nicht? 

Gruß 
Burgen 





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