Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

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Beroeer

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Beroeer am 03.06.2018 06:48

von pray
Hier kommt eine Ausarbeitung zu der Frage von einem Mitchristen aus meinem Bibelkreis.
Ich denke, Gott ließ Lot gewähren damit er selber erkennen soll, das Gottes Wege raus aus der Stadt hin in die Berge die besten sind. Schließlich ging Lot nach einer Zeit doch in die Berge. siehe Kap.19,30. Er fürchtet sich in der Stadt zu bleiben. Vielleicht trieben sie es dort auch schlimm und Lot hatte Angst vor Gericht über Zoar genauso wie über Sodom. Vielleicht waren die Leute dort auch wieder schlecht zu ihm. Schließlich gab es ja dort keine Gottesfürchtigen. Nehme ich an, weil Zoar ja vernichtet werden sollte.
Ja, das ist nicht unwahrscheinlich, dass es so gewesen war.
Die Gedanken sind auch aus meiner Sicht vernünftig und

logisch dargelegt.
Der ganze Vorlauf, wie es dazu überhaupt kam, dass Lot
in Sodom Ansässig wurde, passt gut dazu.

 

Zur anderen Frage, wo sich nun die von Herodes ermordeten Kinder befinden,
entsteht für mich eine kleine Zwickmühle.
Das führt immer weiter weg, vom Thema, welches ich aus meiner Sicht beleuchten
wollte: Vorherbestimmung, Freier Wille usw.

Aber ich will mich auch nicht um eine Antwort drücken - die aber dann, wenn sie
fundiert sein soll, nicht aus zwei drei Sätzen bestehen kann.

Ich versuche es mal ganz kurz.

Grüße
Beroeer

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Beroeer

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Beroeer am 04.06.2018 20:08

von Pal
Bero: Das dürfte wohl Nicht der Himmel sein.
Pal
Es gibt laut Bibel nur zwei Möglichkeiten, wo ein Toter endet. (Himmel oder Hölle) Also meinst du. die unschuldigen Kinder seien bei der Ermordung durch Herodes Soldaten in die Hölle gekommen? -Das denke ich nicht.
Wenn man in der Sprache, in der die Bibel geschrieben wurde bleibt, dann kamen die Kinder,
erstmal entweder in den Scheol oder Hades oder in die géenna.

 

In die géenna kamen/kommen vorsätzliche Sünder, wie z.B. die Pharisäer, die genau wussten,
dass Jesus von "oben" kam, ihn bewusst ablehnten, und andere auch noch hinderten zu ihm
zu finden:
Matth 23.33
Ihr Schlangen, ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis [géenna] entrinnen?

Dort sind die Kinder wohl nicht.

Wie ist es dann mit dem Scheol oder dem Hades?

Aus einem Vergleich von Apostelgeschichte 2,27 mit Psalm 16,10 wird deutlich, dass Hades
die griechische Übersetzung von hebräisch Scheol ist.
Apostelgeschichte 2 (Elberfelder)
27 denn du wirst meine Seele nicht im Hades zurücklassen noch zugeben, dass dein Frommer
Verwesung sehe.
Psalm 16  (Elberfelder)
10 Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, dass dein Frommer
die Grube sehe.

In welchem Zustand befinden sich dann diejenigen, die im Scheol/Hades sind?

Prediger 9 (Elberfelder)
10 Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft! Denn es gibt weder Tun
noch Berechnung, noch Kenntnis, noch Weisheit im Scheol, in den du gehst.
Luther
10 Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu; denn im Totenreich,
in das du fährst, gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.
9:
5 Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts;

 

Wie lange bleiben dort die Toten, auch die Kinder?

Offensichtlich eine sehr lange Zeit, denn Johannes verlegt den Zeitpunkt der "Öffnung" des Hades'
(von seiner Warte aus) weit in die Zukunft.
Offb 20,13 (Elberfelder)
13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten,
die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.

Bis hierher würde ich es so sehen, dass die Kinder sicher nicht "augenblicklich" in den Himmel
kamen, sondern in den Hades. Wohin sie dann - sehr viel später - kommen ist wieder ein anderes Thema.
Da müsste dann mMn die Frage lauten, kamen sie in die Hölle, den Himmel oder
auf die neue Erde.

Dies vorerst mal meine Antwort.

Als nächstes versuche ich das ursprüngliche Thema zu Ende zu bringen, denn das
gerade eben angeschnittene Thema könnte sehr umfangreich werden.

Grüße
Beroeer

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Burgen

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Burgen am 04.06.2018 20:41

Hallo Beröer, 

dein letzter Beitrag ist sehr interessant. Wäre eigentlich "schade" wenn er hier in diesem Thread "verloren" ginge.
Daher frage ich dich, ob du zu dem Thema einen neuen Thread eröffnen würdest?
Du könntest ja deinen letzten Beitrag dahinein kopieren.

Fragende Grüsse
Burgen


 

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

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pray

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von pray am 04.06.2018 20:59

Liebe Burgen,
ich kann bei Beroers Beitrag nicht so mitgehen. Er hat den Aufenthaltsort für die nicht erwähnt, die im Herrn gestorben sind und nun schon bei ihm sind.Das ist für die Gläubigen zunächt mal das Paradies.
Da Beroer Zeuge Jehovas ist, soll sein Beitrag darauf hin hinauslaufen, dass nach dem Tod nichts mehr ist - Vernichtung derer die nicht errettet sind - nach Lehre der Zeugen Jehovas. Er wendet als Beleg dazu das Buch Prediger an.
Du musst aber wissen, dass sich das Buch Prediger die rein irdische Sichtweise beschreibt, das was unter der Sonne und unter dem Himmel ist, d.h.  alles ist vergänglich, wenn man Gott ausblendet.
Lieber Beroer,
die meisten hier wissen nicht, dass du Zeuge Jehovas bist. Du weißt, dass ich dem Mailaustausch mit dir gut gesonnen gegenüberstehe und dich mag. Aber ich finde, man muss fair sein und deine Bibelauffassung klar stellen.

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Cleopatra
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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Cleopatra am 05.06.2018 07:44

Danke liebe pray für deinen Einwand.

Das Thema verändert sich gerade auch sehr stark.
Daher bitte ich euch, hier beim Thema zu bleiben.
Und auch, wenn ein neuer Thread eröffnet wird, bitte ich darum, die gemeinsamen Werte, die wir in den AGBs festgelegt haben, zu beachten.
Liebe Grüße, Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Burgen

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Burgen am 05.06.2018 09:44


Hallo pray, 

deinen Einwand verstehe ich.
Mein Eindruck war und ist, dass in einem Beitrag, den spontanen Gedanken, nicht die 'ganze' Schrift abgebildet werden kann.
Manchmal entwickelt sich ja erst ein Gedanke weiter nachdem man selbst weiterhin darüber nachdenkt.
Speziell zu dem obigen dachte ich auch, dass er eher alttestamentlich erklärt worden war.
Und weil er betonte, dass das für ihn ein weiter, grosses Gebiet ist, bat ich um einen  euen Thread.
Das deshalb, weil das ein wirklich grosses Thema ist oder werden kann. Je nach Beteiligung natürlich.  
Viele Themen bleiben ja in der Einleitung stecken.
Dieses entl. Thema könnte jedoch vielen Menschen Trost und Hoffnung einläuten.

Grüsse
Burgen


 

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

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Burgen

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Burgen am 05.06.2018 09:46

Das eigentliche Thema erscheint mir schon seit geraumer Zeit "fertig und ausgeschöpft" hier sein. 

LG
Burgen  

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Ich will, HERR hilf!  

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Beroeer

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Beroeer am 11.06.2018 19:35

Cleo
Danke liebe pray für deinen Einwand.
Das Thema verändert sich gerade auch sehr stark.
Daher bitte ich euch, hier beim Thema zu bleiben. Und auch, wenn ein neuer Thread eröffnet wird, bitte ich darum, die gemeinsamen Werte, die wir in den AGBs festgelegt haben, zu beachten.
Liebe Grüße, Cleo
Liebe Cleo,
Ich möchte Deinen Einwurf natürlich beachten.

 

Es gibt hier eine gewisse „Gesinnungsbreite" derer, die sich hier äußern oder mitlesen,
Und so mag der eine oder die andere auch meine Gedanken in einem gewissen
Maße nützlich finden.
Das ist vermutlich auch beim Thema Vorherbestimmung der Fall.
Obwohl ZJ - gibt es hier manchmal auch Schnittmengen. Ich spreche gern über biblische
Themen und halte das gut aus, wenn jemand anderer Meinung ist und bedränge
hoffentlich niemand.

Cleo
Das Thema verändert sich gerade auch sehr stark. Daher bitte ich euch, hier beim Thema zu bleiben.

ganz mein Gedanke

von Beroeer
Als nächstes versuche ich das ursprüngliche Thema zu Ende zu bringen, denn das gerade eben angeschnittene Thema
könnte sehr umfangreich werden.
Diese „Abzweigung" wollte ich eigentlich auch nicht und werde
das in einem kurzen Gedanken zu Ende bringen.

Liebe Grüße
Beroeer

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Beroeer

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Beroeer am 11.06.2018 19:38

Pray
Lieber Beroer, die meisten hier wissen nicht, dass du Zeuge Jehovas bist. Du weißt, dass ich dem Mailaustausch mit dir gut gesonnen gegenüberstehe und dich mag. Aber ich finde, man muss fair sein und deine Bibelauffassung klar stellen.
Liebe Pray,
ich habe zu Beginn meiner Beteiligung hier schon erwähnt, dass ich Zeuge Jehovas bin.
Aufgrund der Themen an denen ich mich beteilige und an der Art meiner Gedanken
sollte ersichtlich sein, wer ich bin - dachte ich.
Aber es ist schon gut, dass Du es jetzt nochmal ansprichst.
Ich bin auch Dir übrigens weiterhin gut gesonnen.

 

Zu unserem PN-Austausch noch ein Wort - damit nicht ein falscher Eindruck betr. meiner
Aktivitäten hier aufkommt:
Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Du zuerst mich angeschrieben hast mit der Frage,
ob ich ein ZJ sei, was ich kurz bejaht habe. Erst nach Deinem (freundlichen) nachbohren
habe ich Antworten auf Deine Fragen gegeben.

Nicht, dass jemand hier auf die Idee kommt, ich wolle einzelne hier per PN mit meinen
Gedanken indoktrinieren.

Zum Deinem Einwand betr. Prediger 9 schreibe ich ggf. noch ganz kurz was,
ohne den Gedanken in die Ecke zu bringen, die Du ansprichst.

Liebe Grüße
Beroeer

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Burgen

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Burgen am 16.06.2018 10:08


Hallöchen 

gerade hörte und sah ich eine Bibelarbeit zum Philippsbrief, den 4. und letzten Teil. 
Das ist ja Paulus sein Brief zur Freude an seine Gemeinde, die die einzige war, deren finanziellen Gaben er gerne annahm, 
ohne von ihnen abhängig geworden zu sein. Er war völlig frei, nur an Jesus gebunden. 

Ja und zum Schluss sagte der Pastor über Hiob: 
Hiob wird entblaettert wie eine Eiche. 
Es bleibt nichts mehr vom einstigen Hiob mehr da. 
Und dann schafft Gott Neues. Das finde ich grandios. Der überaus reiche Gott Schrift Neues, da, wo alles den Bach runter zugehen scheint 
und abgestorben erscheint. 

Er sagte dann noch: der Philipperbrief, und Hiob's Geschichte (finde ich), ist eine Demutsschule.  
Gott sorgt für einen Ausgleich. Er bedeckt uns, damit wir nicht nackend vor ihm stehen und wir uns fragen, 
was bleibt nach dem irdischen Leben? 

Hiob und die Philipperbrief von damals lehren uns heute und machen Mut den Weg mit Jesus ebenfalls zuende gehen wollen. 
Galater 5 ist die Erfüllung der Verheißungen Gottes in uns. Liebe, Friede, Freude, Sanftmut ... 

Das alles erfuhr Hiob und lebte es bis in die Zeit der Kindeskinder hinein .... 



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