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Argo

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Re: Der schmale Weg

von Argo am 15.04.2026 13:33


Psalm 119: wenn man es genau betrachtet, ist ein Gebet eines hebräischen Autors an Gott, der eine tiefe Liebe zum Wort Gottes hatte, konnte aber dieses nicht anwenden. Der Psalm handelt von der Beziehung dieses Menschen zu Gott.

Der Psalmist ist hier stellvertretend für alle Menschen. Wie z.B. Apostel Paulus für alle gepredigt und gebetet hat und nicht für sich allein.

In fast jedem Vers werden Synonyme für das Wort Gottes verwendet.

Die Verse 33-40 z.B. darstellten ein Gebet, da der Wunsch, Gottes Wort zu lesen, sehr schwach war. Wie auch heute genau das gleiche ist. Unsere Herzen müssen sich ändern, aber wir können aus eigener Kraft keine Liebe zu Gottes Wort entwickeln. Wir müssen uns Gott zuwenden. Und Gott durch den Heiligen Geist erweckt in uns seine Gesetze die er in unsere Seele bei der Geburt gespeichert hat. Unser Herz (oder auch Gewissen) der die Gesetze Gottes kennt meldet sich bei uns. Somit machen wir das was unser Herz uns empfiehlt. Paulus in Seiner Römerbrief beschreibt genau diesen Effekt.

33 Lehre mich, HERR, den Weg deiner Anweisungen, dass ich ihn einhalte bis ans Ende.
34 Gib mir Verständnis, so will ich dein Gesetz bewahren und es befolgen von ganzem Herzen.
35 Lass mich wandeln auf dem Pfad deiner Gebote, denn ich habe Lust an ihm.
36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habgier!
37 Halte meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen; belebe mich in deinen Wegen!
38 Erfülle an deinem Knecht dein Wort, das denen gilt, die dich fürchten.
39 Wende von mir die Schmach, die ich fürchte; denn deine Bestimmungen sind gut!
40 Siehe, ich sehne mich nach deinen Befehlen; belebe mich durch deine Gerechtigkeit!

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nusskeks

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Re: Clownis Welt

von nusskeks am 15.04.2026 09:58

Immer interessant zu lesen. Danke.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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Merciful

55, Männlich

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Re: Der schmale Weg

von Merciful am 15.04.2026 09:56

Der Psalm 119 wird häufig missverstanden.
 
Das eigentliche Thema dieses Psalms ist nicht das Gesetz oder die Tora.
 
Vielmehr ist dieser Psalm das ausführlich ausformulierte Gebet eines Menschen auf dem Weg.
 
Der Psalm handelt von der Beziehung dieses Menschen zu Gott.
 
Der Psalmdichter beschreibt, was die Tora ihm bedeutet und was er in Zuversicht in und bei dieser sucht.
 
Der Psalmdichter lebt in Beziehung zu Gott, weil dieser durch die Tora zu ihm gesprochen hat.
 
Der Psalmdichter erfährt Gottes Gnade, dessen Zuwendung, Hilfe, Trost durch das Hören auf die Tora.
 
Er weiß sich gefährdet durch mancherlei Gefahr, er sucht, er bittet um Rettung und bekennt Gottes Wahrheit und Treue.
 
Der Psalmdichter beschreibt sich selbst als einen Pilger auf Erden, einen Diener Gottes.
 
Er wurde (von Gott) gedemütigt und zur Umkehr geleitet, er fand Einsicht in die Wege Gottes durch die Tora.
 
Er hat sich bewusst zum Gehorsam der Tora entschieden, da er in ihr und durch sie die Gnade des Gottes Israels erfährt.
 
In der Gemeinschaft mit Gott kennt und erlebt er beides, sowohl Gewissheit als auch Furcht.
 
Die Tora ist seine ganze Freude, sein Trost, seine Zuversicht.
 
Sein Gebet bringt diese Liebe zur Tora, aber auch seine Bitte um Beharrlichkeit und Treue zur Tora zum Ausdruck.
 
Immer wieder neu bittet er um Belebung, Einsicht in die Zuverlässigkeit der Tora.
 
Er wird angefeindet auf Erden, er hält stand durch die Bitte um Bewahrung des Leibes und der Seele gleichermaßen.
 
Er ist auf dem Weg, noch nicht am Ziel, er hat gefunden und bleibt doch ein Suchender.
 
Sehnsucht und Zuversicht, Freude an der Tora und Traurigkeit angesichts der Anfeindungen stehen nebeneinander.
 
Der Psalmdichter empfängt die Tora in Gnaden, das Gebot ist ihm nicht Forderung, sondern belebende Gabe.
 
Nicht der Ruhm des Tüchtigen, die Ehre des Gehorsams bilden seine Beweggründe.
 
Nicht der Gehorsam stellt die zu belohnende Leistung dar, aber durch die Tora erlebt er die helfende Kraft Gottes.
 
Darum wird ihm das Gebot zur Leiter, hinauf, und zur Brücke, hinüber zur Gerechtigkeit Gottes in Gottes Reich.
 
Merciful

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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 15.04.2026 09:41

Hallo und herzlich willkommen in Clownis Welt.

Ich habe ja im Thread neben Wörtern wie schwierig und Konflikt benutzt.
Ich bin mir ja bewusst, dass es übliche Erzählungen über Juden, Judentum und vor allem über Pharisäer gibt.
Ein Kapitel könnte lauten, wie Jesus das Judentum überwunden hat….
Ich gehe nun bald 30 Jahre auf dem Weg meine Wurzeln und Identität zu verstehen.
Einen Aspekt daraus möchte ich hervorheben.

Es ist unmöglich, die Bibel als Lehrbuch für das jüdische Leben zur Zeit Jesu zu nutzen.
Sätze wie die Juden damals, was oft mit den Pharisäer gleichgesetzt wird.
Es sind unterschiedliche Perspektiven, die Bibel gibt eine Draufsicht und meine Perspektive und ich schreibe über die Innenansicht.
Meistens verzichte ich auf Streitgespräche, sie bringen nichts. 
Natürlich kann man diese Innenansicht ablehnen und als Unfug abtun, das ist für mich kein Problem.

Zum Thema…
Allein, ob ein Jude damals in Israel lebte oder in der Diaspora, macht einen Unterschied.
Selbst die Frage nach: Wo lebte er in Israel, machte einen Unterschied.
Die vier Hauptgruppen (religiös) zur Zeit Jesu: Die Pharisäer, Sadduzäer, Essener und die Zeloten.
Diese vier Gruppen hatten weder eine einheitliche Theologie, noch glaubten sie an dieselben Dinge, bzw interpretierten die Bibel auf ihre weiße, neudeutsch: Divers.

 Natürlich gab es auch Überschneidungen, dennoch habe ich ein Herz für Pharisäer und möchte etwas über die damalige Gruppe etwas mehr schreiben, ein paar Sätze habe ich in dem Thread Nikodemus geschrieben.
Leider gibt es keine genauen Zahlen über die damaligen Pharisäer. Der Historiker Josephus Flavius schätzte die Gesamtzahl auf ca 6000.
Die Pharisäer organisierten und lebten in Genossenschaften (Chaverim) zusammen.
Vielleicht vermutet man aufgrund der Evangelien, dass die Zahl höher war, trotzdem hatten sie einen großen Einfluss auf das Volk und waren beliebt und anerkannt. 

Also, erstmal eine Selbstauskunft der Pharisäer:
Der Schulter-Pharisäer (Schikmi): Er trägt seine guten Taten bildlich gesprochen auf der Schulter, damit jeder sie sieht. Er handelt aus Geltungssucht statt aus Überzeugung.

Der Zögernde Pharisäer (Nikpi): Er bittet ständig um Zeitaufschub („Warte ein wenig“), bevor er eine gute Tat vollbringt, oder findet Ausreden, um Pflichten zu verzögern.

Der Blutende oder Geprellte Pharisäer (Kizai): Um den Anblick einer Frau zu vermeiden, schließt er so fest die Augen, dass er gegen Wände läuft und sich blutige Verletzungen zuzieht. Er misst seine Frömmigkeit an der Zahl seiner blauen Flecken.
Der Mörser- oder Stößel-Pharisäer (Meducheja): Er trägt seinen Hut wie einen Mörser tief im Gesicht oder geht mit extrem gebeugtem Rücken, um künstliche Demut zur Schau zu stellen.

Der Pflicht-Pharisäer: Er fragt ständig: „Was ist meine Pflicht, damit ich sie erfüllen kann?“, als ob er eine Liste zum Abhaken führt, um Gott gegenüber ein Guthaben aufzubauen.

Der Pharisäer aus Furcht: Er erfüllt die Gebote nur aus Angst vor Gottes Zorn oder der Hölle, nicht aus echter Zuneigung.

Der Pharisäer aus Liebe: Dies ist die einzige positive Kategorie. Er dient Gott aus aufrichtiger Liebe, ähnlich wie Abraham, und findet Freude an der Erfüllung der Gebote.
Und in den Evangelien findet man jeden Charakter der 7 Arten von Pharisäer.

Shalom Pausenclown.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2026 09:44.

Burgen

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Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 15.04.2026 09:38


Mittwoch   


Vor dem HERRN her kam ein großer und gewaltiger Sturmwind, 
der Berge zerriss und Felsen zerbrach, 
in dem Sturmwind aber war der HERR nicht.  
Und nach dem Sturmwind kam ein Erdbeben, in dem Erdbeben  
aber war der HERR nicht.  
Nach dem Erdbeben kam ein Feuer, in dem Feuer war der HERR  
nicht. 
Nach dem Feuer aber kam das Flüstern eines sanften Windhauchs.   
1.Könige 19,11-12  

Johannes 1,18  
Kein Mensch hat Gott jemals gesehen.  Nur der Eine, der selbst Gott ist  
und mit dem Vater in engster Gemeinschaft steht, hat uns gesagt und  
gezeigt, wer Gott ist.   


Lied: BG 234,1 
Jesus wurde Mensch für mich; dessen freut mein Herze sich,  
weil ich armes Menschenkind Heil und Leben darin find.  
(c) Christian Gregor  

TagesL: Jesaja 66,6-13 (14)    fortlL: Epheser 1,12-23  




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Burgen am 15.04.2026 09:25



Hallo Nusskeks 

untenstehend war meine Frage zu dem Unterschied gestellt. Und das war die Antwort der smarten Suche. 
Das entsprechende Buch ist in meiner Bibliothek. 

Allerdings habe bisher noch nicht mehr als die Einleitung dessen gelesen. So wie ich es bisher verstanden habe, fußt das Buch auf Beiträgen zwischen Juden und Christen. Um mehr daraus verarbeiten könnte, müsste ich es erstmal lesen ;).  

:::

Antwort der smarten Suche: 

Der Unterschied zwischen Juden und Christen lässt sich auf mehreren Ebenen verstehen, wobei die zentrale Frage die Person Jesu Christi betrifft. Die entscheidende Differenz liegt in der Frage um Jesus Christus1: Das Christentum sieht in Jesus die Erfüllung alttestamentlicher Messiasweissagungen1, während das Judentum nicht glaubt, dass Jesus der Messias war1. Das Christentum geht darüber hinaus und lehrt, dass Jesus Gott in menschlicher Gestalt war1.

 

Diese unterschiedliche Christologie führt zu weiteren grundlegenden Unterschieden. Das Judentum bekennt sich zur absoluten Einheit Gottes, während das Christentum an die Dreieinigkeit glaubt2. Bei der Heilslehre divergieren die Ansichten erheblich: Das Judentum lehnt die Erbsündenlehre ab und betont stattdessen, dass durch Umkehr die böse Neigung überwunden werden kann2, während das Christentum davon ausgeht, dass Adams Fall die gesamte Menschheit betroffen hat und nur durch Jesu Blut geistige Umwandlung möglich ist2.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Fokussierung: Christen konzentrierten sich auf die Heilsbotschaft von Jesus und der durch ihn ermöglichten Erlösung, während Juden, die der Tora folgten, eher auf die Bundesgemeinschaft Israels als auf ein Individuum fokussiert blieben3. Im rabbinischen Judentum hat sich Gott stattdessen in der Tora inkarniert; durch die schriftliche Tora in Verbindung mit der mündlichen Tora manifestieren sich der göttliche Wille und die Gegenwart Gottes3.

Trotz dieser grundlegenden Unterschiede teilen beide Religionen bedeutende Gemeinsamkeiten: Beide glauben an einen allmächtigen, allwissenden und ewigen Gott, der heilig, gerecht und zugleich liebevoll, vergebend und barmherzig ist1.

1
Got Questions Ministries, GotQuestions.org: Fragen zur Bibel beantwortet, 2025. [Siehe hier, hier, hier, hier, hier.]
2
Michael L. Brown, 60 Questions Christians Ask About Jewish Beliefs and Practices (Chosen, 2011). [Siehe hier, hier, hier.]
3
Jacob Neusner, „ÜBERLEGUNGEN AUS JÜDISCHER SICHT ZUM CHRISTLICHEN SELBSTVERSTÄNDNIS", in Das Neue Testament – jüdisch erklärt, hg. von Wolfgang Kraus, Michael Tilly, und Axel Töllner, übers. von Monika Müller und Jan Raithel (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2021), 790. 


Nachtrag - Zitat der Einleitungsbeschreibung: 
Und tatsächlich hat das Studium des Neuen Testaments viele Juden – auch die Herausgeber dieses Buchs – zu besseren, umfassender informierten Juden gemacht. Die Vertrautheit mit dem Neuen Testament hilft dabei zu erkennen, welche verschiedenen Optionen für Juden im ersten Jahrhundert möglich

Amy-Jill Levine und Marc Zvi Brettler, „VORWORTE ZUR ORIGINALAUSGABE", in Das Neue Testament – jüdisch erklärt, hg. von Wolfgang Kraus, Michael Tilly, und Axel Töllner, übers. von Monika Müller und Jan Raithel (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2021), xvii.


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2026 09:46.

nusskeks

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von nusskeks am 15.04.2026 07:45

Wird in diesen Büchern auch beschrieben, wie messianische Juden die Unterschiede beschreiben? 

Wie bei allen Sachbüchern rund um die Bibel ist es wichtig zu schauen, wer da wie auf ein Thema schaut. Kaufe ich beispielsweise einen biblischen Kommentar, so achte ich darauf, ob der Autor oder die Autoren Jesusnachfolger sind. Denn liberaler bzw. historisch-kritische Perspektiven sind oftmals deutlich zu Ungunsten des Wahrheitsgehalts der Bibel vorgeprägt und versuchen, das Vertrauen in das Wort Gottes zu schwächen.

Mir sind zum Thema des Threads ebenfalls unterschiedlichste Bücher / Vorträge begegnet. Nicht nur von Seiten derer die sich "Christen" nennen gibt es abenteuerliche und abgrenzende Aussagen. 

Hoditai, Mensch des Weges 
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Argo

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Re: Der schmale Weg

von Argo am 14.04.2026 23:21



                                                          דֶּרֶךְ  der Weg Gottes, der Weg des Lebens.

 

Der Psalm 119 dient in erster Linie der Verherrlichung des Gesetzes und des Wortes Gottes und stellt sie als Richtschnur für das Leben dar.

Diese besteht aus dem Prozess, das Lernen und die Erfahrungen auf dem Weg zum Ziel die wichtiger im Leben sind, als das eigentliche Endergebnis.

Der Prozess besteht aus Zusammenhängende, meist wiederkehrende Arbeitsschritte die aus den Gesetzen Gottes entstehen.

Das Lernen der Gesetzen Gottes ist wichtig.

Die Erfahrungen die man im Leben bei der Anwendung oder nicht den Gesetzen Gottes macht, ist ein Grund sich zu erfreuen oder sich zu verbessern.

Psalm 119 ist das längste Kapitel der Bibel und gilt als religiöse Hymne, die der Größe des Wortes Gottes gewidmet ist. Im hebräischen Text verwendet der Psalmist systematisch verschiedene hebräische Synonyme für Gottes Gebote, die mehrmals vorkommen.

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pausenclown

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Re: Der schmale Weg

von pausenclown am 14.04.2026 16:22

Hallo Mericful.

Das ist deine Sicht, damit habe ich kein Problem, trotzdem teile ich sie nicht.
Shalom Pausenclown 

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Merciful

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Re: Der schmale Weg

von Merciful am 14.04.2026 16:09

pausenclown schrieb: Was ist jetzt der Unterschied?

Hallo, pausenclown,
 
die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten.
 
So in etwa beschreibt Johannes in seinem Brief die Liebe zu Gott.
 
Für den Psalmdichter (Psalm 119) waren die Gebote Gottes Freude, Trost und Leben.
 
Jene Satzungen zur Zeit Jesu, die den Alltag bis in kleinste Vorgänge hinein regelten,
 
bedeuteten für nicht wenige Menschen des Volkes hingegen eine schwere Last.
 
Die Satzungen richteten den Fokus auf die äußeren Vorgänge.
 
Die innere Gesinnung, die die Taten motivierte, trat in den Hintergrund.
 
Die Leistungen des Gehorsams bedeuteten für den Menschen Ruhm und Ehre.
 
Die Übertretung der Satzung hingegen ließ den Menschen in Schuld und Schande versinken.
 
Aber auch die gewissenhafte Befolgung der Satzung konnte die Seele der Gerechten nicht beruhigen.
 
Von jener Last, die das Volk bedrückte, hat Jesus seine Jünger frei gemacht.
 
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
 
(Evangelium nach Matthäus 11,28-30; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Jesus hat seine Jünger nicht zu Schülern des Talmud gemacht.
 
Das Alte Testament aber, die Tora, die Propheten und die Schriften,
 
Gottes Gebote und Verheißungen, die Bundesgnade und Bundesgemeinschaft,
 
bilden die bleibende Grundlage auch der christlichen Gemeinde.
 
Es gibt im Psalm 119 einen Vers, der sowohl für Christen als auch für Juden besonders bedeutsam ist:
 
Halte fern von mir den Weg der Lüge und gib mir in Gnaden dein Gesetz.
 
(Psalm 119,29; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Ich meine hier insbesondere den zweiten Teil des Verses.
 
Gib mir in Gnaden dein Gesetz - das heißt doch auch:
 
Lass mich dein Gebot bewahren als einer, der aus Gnaden durch Glauben nach der Gerechtigkeit des Reiches Gottes trachtet.
 
Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.04.2026 16:12.
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