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Weateyd

30, Männlich

  Neuling

Beiträge: 93

Re: Gott hilft durch Übung?

von Weateyd am 09.04.2026 20:43

Ich muss aktuell noch darüber nachdenken, deshalb nur ein paar weitere Gedanken.
Einer dieser Sprüche in meinen Eingangspost, soll wohl auch in einem Film vorgekommen sein. Aber ich habe ihn auch schon so gehört.

 

Was mich stutzig macht bzw. was mein Misstrauen weckt, ist folgender Gedanke:
Bei solchen Sätzen schwingt mit (so empfinde ich es):
- Du musst was lernen
- Der Weg ist das Ziel
- Ich zeige nicht die Lösung, sondern nur den Weg (im Sinne: gib den anderen kein Fisch, sondern bringe ihn bei zu fischen)

Wenn ich etwas brauche und Gott um Hilfe bitte, sagt dann Gott wirklich, ich gebe es dir nicht aber ich bringe dich in Situationen, wo du das dann üben und lernen kannst? Ich finde das irgendwie sehr menschlich. Wie ein Lehrer oder weißer Guru. Aber das ist nicht Gott.

Das oben sind jetzt nur einfache Beispiel im Eingangspost.
Wenn ich Gott um Hilfe bitte für meine Drogensucht, wird Gott mich dann in Versuchung führen? Das ist für mich nicht vorstellbar.

Außerdem: beinhalten die Aussagen ja schon fast eine Vorgabe, wie Gott handeln wird/soll.

Was mir jetzt spontan einfällt:
- Als Jesus seine Jünger erfolglos beim fischen vorfand. Jesus sagt ihnen gleich, sie sollen das Netz auf die andere Seite werfen um Fische zu fangen. Er hatte vorher keine Lektion erteilt. (Johannesevangelium)
- Wenn die Leute zu Jesus gegangen sind wegen Krankheit, dann hat Jesus sie geheilt und gesagt sie sollen nicht mehr sündigen. Er hat nicht erst gesagt sündige nicht mehr und mach dieses und jenes bevor er sie geheilt hat.
- Btw. 1. Könige 19,6: Elija hat hier wohl wirklich aus dem nichts Brot von Gott bekommen.

@pausenclown
"Ich bin mir nicht sicher, ob deine Fragestellungen richtig verstanden habe.
Deshalb formuliere ich die Frage in meinen Worten.

Ist Gott für mein Wohlbefinden zuständig, oder ist es nicht die Frage?"

Nein. Mir geht es darum, ob die Aussage "Wenn du zu Gott betest: Mach mich geduldiger, dann wird Gott nicht zaubern das ich geduldiger werde, sondern Situationen geben, in denen ich Geduld trainieren kann." biblisch begründet werden kann.

Es ist mehr eine Frage, wie Gott Gebete erhört. Und ich frage mich, bei dieser Aussage: Antwortet Gott direkt auf die Gebete oder geht er Umwege? bzw. bringt mich Gott bewusst in solche Situationen in denen ich das dann üben kann?

Ich weiß nicht, ob es so besser verständlich ist?

So Aussagen klingen sehr klug. Aber ist es auch biblisch?

 

 

Edit:
Nochmal ich.... Angeregt durch Argo seinen Vers, fällt mir noch der in Matthäus ein

- Psalm 37,4 (aus der Bibel) sagt: Freue dich am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz begehrt.
- Matthäus 6,31: Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn nach alldem streben die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.

Da kann man solche weißen Aussagen ja fast als heidnisch ansehen?!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.04.2026 20:51.

libertyinjoy

62, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 11

Re: Chat-Anmeldung

von libertyinjoy am 09.04.2026 17:43

Bis jetzt noch nicht geklappt.
Wird schon. Kein Problem 🌺💛

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libertyinjoy

62, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 11

Re: Impulse

von libertyinjoy am 09.04.2026 16:20

Amén💖🌸

Mit Gott sprechen ist etwas heiliges und intimes.
Oftmals der Öffentlichkeit preisgegeben, was nicht immer I.O. ist ...
Halten wir unsere persönliche Beziehung heilig zu IHM.
Alles Liebe 🌸 Euch allen und einen frohen Tag 💖🩷🌸

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nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 701

Re: Impulse

von nusskeks am 09.04.2026 13:58

Sollen wir nicht viel und ständig beten?

Prediger 5,1:"Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, dass du hörst. Das ist besser, als wenn die Toren Opfer bringen; denn sie wissen nichts als Böses zu tun. Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen, etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden; darum lass deiner Worte wenig sein."

Prediger 5 steht nicht gegen ein beständiges Leben vor Gott. Der Abschnitt warnt vor etwas anderem: vor unbedachtem, leichtfertigem, religiös geschwätzigem Reden vor Gott. Der Zusammenhang ist wichtig. In Prediger 5,1–6 geht es um den Weg zum Haus Gottes, um Opfer, um das Hören, um unüberlegte Worte und um vorschnelle Gelübde. Der Punkt ist also nicht: „Rede nur selten mit Gott." Der Punkt ist: „Wenn du vor Gott trittst, vergiss nicht, wer Gott ist und wer du bist."

Das merkt man besonders an der Aussage, man solle mehr bereit sein zu hören als Opfer der Toren darzubringen, und dann: „Sei nicht schnell mit deinem Munde." Das ist keine Verurteilung inniger Zwiesprache, sondern eine Mahnung gegen oberflächliche Frömmigkeit. Menschen können sehr viel von Gott reden und sehr wenig wirklich vor ihm leben. Sie können Worte machen, ohne Ehrfurcht, ohne Wahrheit, ohne inneres Hören. Genau davor warnt Prediger.

Wenn unser Reden mit Gott aus Vertrauen, Dank, Abhängigkeit und echter Gemeinschaft kommt, dann ist das nicht das Gegenteil von Prediger 5, sondern kann gerade in seinem Sinn geschehen. Denn Prediger 5 verbietet nicht Nähe, sondern Gedankenlosigkeit. Es verbietet nicht Gebet, sondern fromme Wortfülle ohne Herz und ohne Ehrfurcht.

Man könnte es so sagen: Die Bibel kritisiert nicht das häufige Reden mit Gott, sondern das leere Reden vor Gott. Das passt auch zu anderen biblischen Aussagen. Die Psalmen sind voller beständiger Anrede Gottes. David redet immer wieder spontan mit dem Herrn. Im Neuen Testament heißt es, man solle „ohne Unterlass beten". Das kann kaum bedeuten, dass man möglichst wenig mit Gott reden soll. Es bedeutet vielmehr: ein Leben in dauernder Ausrichtung auf Gott.

Worauf Prediger 5 aufmerksam machen will, ist: Auch ein reiches Gebetsleben braucht nicht nur Reden, sondern auch Hören. Nicht nur Bitten, sondern auch Stillwerden. Nicht nur spontane Worte, sondern auch ehrfürchtiges Verweilen vor Gott. Nicht nur „Herr, ich sage dir etwas", sondern auch: „Herr, lehre mich. Herr, prüfe mich. Herr, ich will hören."


Wenn du dich fragst, woran man merkt, ob das eigene Gebetsleben gesund ist, dann wären wohl solche Fragen hilfreich: Rede ich mit Gott nur aus Gewohnheit oder wirklich zu ihm? Werden meine Worte achtlos, mechanisch oder fromm-routiniert? Höre ich auch auf sein Wort? Bin ich ehrlich vor ihm? Will ich ihn wirklich suchen oder nur meine Gedanken loswerden? Führt mein Reden mit Gott auch zu Gehorsam?

Wenn das Herz sagt: „Herr, ich will mit dir leben, ich will dir danken, ich will dich in allem suchen", dann ist das kein Missstand, sondern etwas Schönes. Prediger 5 ruft dich dann nicht weg von der Zwiesprache, sondern hinein in eine tiefere Ehrfurcht innerhalb dieser Zwiesprache.

Du darfst viel mit Gott reden. Aber du sollst nie vergessen, dass du mit Gott redest. Gerade beides zusammen macht ein reifes Gebetsleben aus: kindliche Nähe und heilige Ehrfurcht.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.04.2026 13:59.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 701

Re: Woher kommt wahrer Friede?

von nusskeks am 09.04.2026 12:23

libertyinjoy: Wenn wir alle, die wir Wiedergeborene aus Gott sind, dies immer und überall praktizieren und auch darum bemüht sind, brauchen wir niemanden auf die Nase zu binden, daß wir Christen sind und uns womöglich besser fühlen dadurch, denn an unseren Früchten sollen wir erkannt werden.

Da der Glaube aus der Predigt kommt, alles Sein aus dem Wort Gottes entsteht und Jesus selbst das Wort Gottes ist, würde ich dezent anmerken, dass unser Bekenntnis zu Jesus schon noch wichtig ist. Den Auftrag, den Jesus uns für die Welt gab, völlig ohne Worte ausführen zu wollen, halte ich für wenig praktikabel.

Das fängt schon bei Kolosser 3,12-14 die uns klar machen, dass Paulus nicht ohne Worte in der Stadt gelebt hat und rein durch sein Verhalten das Evangelium hatte predigen wollen.

Auch sonst legt Gott in der Schrift ausgesprochen viel Wert auf das Wort und wie sich Jesusnachfolger danach in ihrem Tun richten. Natürlich sollte unser Bekenntnis zu unserem Tun und zu unseren Worten passen. Weder sollte die Jesusnachfolge nur durch Worte noch nur durch Taten bezeugt werden. Das ist dieses Pferd, von dessen beide Seiten man herunterfallen kann.

gruß
nk

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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libertyinjoy

62, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 11

Re: Woher kommt wahrer Friede?

von libertyinjoy am 09.04.2026 11:54

Cleo, Nur IHM gehört die Ehre 👑👑👑

Alles Liebe und Freude 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.04.2026 11:55.

libertyinjoy

62, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 11

Re: Woher kommt wahrer Friede?

von libertyinjoy am 09.04.2026 11:49

Cleo, Nur IHM gehört die Ehre 👑👑👑

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pausenclown

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 502

Re: Gott hilft durch Übung?

von pausenclown am 09.04.2026 10:42

Hallo Weateyd.

Ich bin mir nicht sicher, ob deine Fragestellungen richtig verstanden habe.
Deshalb formuliere ich die Frage in meinen Worten.

Ist Gott für mein Wohlbefinden zuständig, oder ist es nicht die Frage?

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.04.2026 10:43.

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 2772

Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 09.04.2026 09:47


Donnerstag   


Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen, 
etwas zu reden vor Gott; 
denn Gott ist im Himmel und du auf Erden; 

darum lass deiner Worte wenig sein.   Prediger 5,1  

Jesus spricht: 
Euer Vater weiß´, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.  Mt 6,8  


Gebet Aussage Erinnerung : 

Das Gebet ist ein wortloses Atmen der Liebe in der unmittelbaren Gegenwart Gottes.  

(c) Jeanne Francoise Fremont de Chantal  


TagesL: fortlL:  Johannes 21,1-14 
Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern am See Tiberias   

                       zum dritten Mal erschienen im neuen Leib! 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 2772

Re: Gott hilft durch Übung?

von Burgen am 09.04.2026 09:31



Vorhin in der Küche habe gedacht, ob zB in den drei ersten Evangelien  
zB eigentlich von Jesus uns der Gehorsam zu ihm und Gott Vater in gewisser Weise  demonstriert, ausgeführt wird.  
Vielleicht anhand der Zehn Gebote ausgeführt? 

Es wird ja gesagt, Gott Vater und Jesus sind eins - das Gebet Jesu ist mehr als nur das Aussprechen der Worte. Es heißt ja auch, Gott hört jeden Ton, jedes Seufzen.   

Das zu tun - und gleichzeitig bewusst den inneren Blick auf Jesus ausrichten - versuche zB beim draußen spazieren über Tag. Allerdings zum Abend hin 'verblasst' dieses und greife dann zum gut schmeckenden Tüteninhalt, schlecht für die Figur ;)   




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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