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chestnut
Administrator

63, Weiblich

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Chatleitung

Beiträge: 717

Re: Hauskreis-Miteinander aktuell

von chestnut am 19.04.2026 12:42

Wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten. 
Psalm 103,13

Erbarmen, Fürsorge, Hilfe, Versorgung: All das möchte uns Gott schenken. 
Gute Väter kümmern sich um ihre Kinder, es ist ihnen nicht egal, wie es ihnen geht. Das möchte Gott und sein, so ein Vater, ein Versorger für Geist, Leib und Seele.

Herzliche Einladung zum Hauskreis im Raum hauskreis-miteinander, Sonntag 19. April 2026, 20.00 Uhr.

Chestnut und Team



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nusskeks

56, Männlich

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Beiträge: 717

Re: Impulse

von nusskeks am 19.04.2026 09:59

Vorsehung


Wenn wir von Vorsehung sprechen, meinen wir nicht zuerst ein theologisches System, sondern eine Wirklichkeit: Gott handelt. Nicht irgendwann, nicht nur im Großen, sondern jetzt – in allem.

Die Bibel verwendet dieses Wort nicht direkt, aber sie ist von Anfang bis Ende durchzogen von dieser Realität. Gott sieht nicht nur – er sorgt. Er weiß nicht nur – er führt. Was für uns wie ein Nebeneinander von Zufall, Entscheidung und Chaos aussieht, ist in Wahrheit eingebettet in einen Ratschluss, der „von Anfang an das Ende verkündigt" (Jes 46,10).

Dabei ist entscheidend: Vorsehung ist mehr als bloße Souveränität. Gott kann nicht nur alles tun, er tut auch alles zielgerichtet. Seine Herrschaft ist nicht statisch, sondern tätig, nicht mechanisch, sondern persönlich. Man könnte sagen: Vorsehung ist Gottes lebendige, gegenwärtige Regierung seiner Schöpfung, durch die er alles erhält, lenkt und zu seinem Ziel bringt.

Das umfasst das Große und das Kleine. Jesus spricht davon, dass kein Sperling zur Erde fällt ohne den Vater und dass selbst die Haare unseres Hauptes gezählt sind (Mt 10,29–30). Das ist keine poetische Übertreibung. Es ist eine Einladung, die Welt anders zu sehen: nicht als ein in sich geschlossenes System, sondern als eine von Gott durchwirkte Wirklichkeit.

Genau hier beginnt aber auch die Spannung. Denn dieselbe Bibel, die sagt, dass Gott alles lenkt, zeigt uns eine Welt voller Leid, Schuld und Dunkelheit. Joseph wird verkauft. Hiob verliert alles. Christus wird gekreuzigt. Und doch sagt die Schrift nicht: Gott hat das nur zugelassen, weil er es nicht verhindern konnte. Sie geht weiter: „Ihr gedachtet es böse zu machen; Gott aber gedachte es gut zu machen" (1Mo 50,20).

Das ist schwer. Es bleibt in gewisser Weise eine „sperrige Wahrheit". Aber genau hier liegt die Tiefe der Vorsehung: Gott ist so souverän, dass selbst das Böse ihn nicht aus seinem Plan drängen kann. Und zugleich so heilig, dass er selbst niemals Urheber der Sünde wird.

Der Mittelpunkt dieser Vorsehung ist das Kreuz. Dort sehen wir am klarsten, was Vorsehung bedeutet. Menschen handeln aus Hass, Angst und Schuld – und genau darin erfüllt sich „Gottes festgesetzter Ratschluss" (Apg 2,23; 1. Petrus 1,19–20). Das größte Unrecht wird zum größten Heil. Nicht trotz, sondern durch Gottes Handeln.

Und damit wird Vorsehung persönlich. Es geht nicht nur um Weltgeschichte, sondern um dich. Wenn Gott seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, dann ist nichts in deinem Leben außerhalb seiner Hand. Nichts ist zufällig, nichts bedeutungslos. Auch das, was du nicht verstehst, steht nicht neben Gott, sondern unter seiner Herrschaft.

Das Ziel dieser Vorsehung ist nicht zuerst unser bequemes Leben, sondern Gottes Herrlichkeit – und gerade darin unser Heil. Denn wir sind dafür geschaffen, ihn zu erkennen, ihm zu vertrauen und in ihm zur Ruhe zu kommen.

Vielleicht kann man es so sagen: Vorsehung bedeutet nicht, dass wir alles erklären können. Aber sie bedeutet, dass wir allem vertrauen dürfen.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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Burgen

-, Weiblich

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Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 19.04.2026 09:12


2.Sonntag nach Ostern  Miserikordias Domini  

(Die Erde ist voll der Güte des HERRN. Psalm 33,5 - von 1-11)   

.........................................................................................   

Christus spricht: 
Ich bin der gute Hirte.  
Meine Schafe hören meine Stimme,  
und ich erkenne sie und sie folgen mir;  
und ich gebe ihnen das ewige Leben.   Johannes 10,11a.27-28a  

Wochenlied: 274 Der Herr ist mein getreuer Hirt ... oder 
          358 Es kennt der Herr die Seinen und hat sie stets gekannt  

Ev: Johannes 10,11-16 (27-30)  
      Pr/Ep: 1.Petrus 2,21b-25   
AT: Hesekiel 34,1-2 (3-9) 10-16.31   

Psalm 75  Verdirb nicht = Ein prophetischer Psalm 
in dessen Mittelpunkt Gottes gerechtes Gericht steht  
und mit einem Eröffnungslob beginnt ,... 

Auch Psalm 33 von oben beginnt mit einem Aufruf : 
Jubelt, ihr Gerechten, über den HERRN; 
zu den Aufrichtigen passt Lobgesang, 
V5 Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Gnade des HERRN. 

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

LOSUNG des Tages: 

Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirte zurückbringen  
und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken.   
Hesekiel 34,16  


Ihr irrtet umher wie Schafe, doch jetzt seid ihr zurückgekehrt  
zum Hirten, zum Beschützer eurer Seelen.    1.Petrus 2,25    




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

-, Weiblich

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Burgen am 18.04.2026 16:43


Hallöchen, 

Thalia und Bibelgesellschaft geben einen Überblick , wie es gemeint ist. 

NT jüdisch erklärt  

Es sind zwei Teile  
 a) dieses welches Diskussionsgrundlage und Einführung sein kann = für 38 €  
 b) das ganze Set, Bibel und der Diskussionsbuchteil = 99 €  

Denke, diesen ganzen 'Umfang' werden wir wohl nicht gerecht werden und abbilden können. 
Einfach deshalb, weil niemand von uns dieses ganz lesen und begreifen wird. 

Jedoch finde ich dies nach wie vor wichtig, sich in umfassender Weise, soweit es geht, 
sich Wissen dessen, was wahr, ist und sein könnte, anzueignen. 

Gerade in einer Zeit in der die allgemeinen Glaubens- und Wissensgrundlagen nicht mehr  
allgemein in den einzelnen Menschen durch den Glauben Gottes und Jesus abrufbar ist. 

Wir leben ja inzwischen wieder oder immer noch, in einem Umfeld, wo zB die Wiedergeburt  
durch den Heiligen Geist mehr oder weniger nicht erlebt wird und somit nicht flächendeckig  
verkündet wird.  

Ich habe auch schon mal gelesen, dass zumindest der Anspruch des AT der Bibel nicht  
durchblickt wird. Eher wie eben einfach nur zur Kenntnis genommen, aber nur die 
Glaubensrosinen geglaubt und genutzt werden. 

Das ist schade und irgendwie auch wie eine Amputation.  
Im Alltag am Gesamt daran zu denken und dranzubleiben ist nicht so einfach. 

Und ohne hinlänglich zu 'verstehen' was es mit dem Heiligen Geist aufsichhat, 
ist der Glaube Jesus eben nicht vollständig 'umgesetzt' einzuordnen. 

Jedenfalls gibt es mehr als nur mit dem logischen Teil zu be- und verarbeiten. 
Und deswegen ist es granios, dass es dieses 
Buch Teil 1 - Bibel und Teil 2 - Diskussionsteil gibt.  

Der Bibelteil verwendet manche Worte anders, als wir es gewohnt sind. 






Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Merciful

55, Männlich

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Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 18.04.2026 12:33

 
(Clemens Bittlinger, YouTube)
 
Merciful

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pausenclown

-, Männlich

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 18.04.2026 09:57

Aber in Deutschland gibt es ein paar Konferenzen mit messianischen Juden und Christen, diese kommen meistens aus der Israel freundlichen Ecke.

Und jeder ist dazu herzlich eingeladen.
Shabbat Shalom 

P.S. Nusskeks, natürlich und Gott sei Dank ist Versöhnung möglich.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.04.2026 09:59.

nusskeks

56, Männlich

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von nusskeks am 18.04.2026 09:53

Krass. Mir ist völlig unverständlich, wie Herr Chrysostomos auf solche Aussagen kam. Hat er die Schrift denn nicht gelesen? Ich hoffe, er hat Zeit seines Lebens noch Fortschritte gemacht und sich, zumindest innherlich, von solchen Gedanken und Worten distanziert. Spätestens wenn er vor dem Ewigen gestanden ist, wird er darüber erneut nachgedacht haben. 


Was Menschen die sich "Christen" nennen, im Laufe der Jahrhunderte so alles gemacht haben, lässt mich ziemlich erschüttert zurück. Da kann man nur hoffen, dass Versöhnung trotzdem irgendwie möglich ist und in dem einen Volk Gottes nicht solch krasse Differenzen fortbestehen. Im Einzellfall scheint es ja, mit messianischen Juden, zu möglich zu sein.

Bei so einigen vermeintlichen Christen habe ich darüberhinaus den Verdacht, diese könnten unter falscher Flagge unterwegs gewesen sein. Ein Schibbolet gibt es da nicht. Ab und an bedauere ich das etwas.

gruß
nk


Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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nusskeks

56, Männlich

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Re: Der schmale Weg

von nusskeks am 18.04.2026 09:39

Die Bergpredigt ist nicht als Leiter in das Reich Gottes gemeint, sondern als Offenlegung der Gerechtigkeit, die Gott in den Seinen wirkt. Jesus beschreibt darin nicht bloß äußere Gebote, sondern das Herz, die Gesinnung und das Verhalten von Menschen, die unter der Herrschaft des Messias stehen. In diesem Sinn ist sie eher Zustandsbeschreibung und Zielbeschreibung des erneuerten Menschen und kein Katalog von Leistungen zur Erlangung des Heils.

Interessant fand ich, dass Arnold Fruchtenbaum, ein messianischer Jude, die Schlusswarnungen in Matthäus 7 als vier Gegensatzpaare liest: zwei Wege, zwei Bäume, zwei Bekenntnisse, zwei Häuser.

Nach Herrn Fruchtenbaum läuft alles auf dieselbe Grundfrage hinaus: Welche Gerechtigkeit ist echt, und welcher Lehrer führt wirklich in Gottes Willen? Der schmale Weg steht also nicht isoliert für ein diffuses Gefühl religiöser Strenge, sondern für den einen richtigen Weg der von Jesus gelehrten Gerechtigkeit. Die beiden Häuser zeigen dann dasselbe Bild noch einmal: Man kann weiter auf der pharisäischen Auslegung bauen, dann baut man auf Sand; oder man baut auf Jesu Auslegung der Gerechtigkeit Gottes, dann baut man auf Fels.

gruß
nk

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 18.04.2026 08:57

Hallo Argo.


Ein kleiner Realitätscheck, ein 2000 jähriger Dialog?

Johannes Chrysostomos (ca. 349–407)
Adversus Judaeos :„Die Synagoge ist nicht nur ein Bordell und ein Theater, sie ist auch eine Räuberhöhle und eine Unterkunft für wilde Tiere... eine Behausung von Dämonen.“
Über die Juden: „Gott hat sie verlassen... Warum soll man sie nicht hassen? Sie haben das Heil von sich gestoßen... sie sind das gemeinsame Feindbild der ganzen Welt.“

Wie hätten wir darauf reagieren sollen?

LG 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.04.2026 08:58.

Burgen

-, Weiblich

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Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 18.04.2026 08:19


Samstg   Sabbat   

Der HERR, dein Gott, 
ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.   5.Mose 4,24   


Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert 
wird, lasst uns 
dankbar sein und so Gott dienen mit 
Scheu und Furcht, 

wie es ihm gefällt.   Hebräer12,28   


Lied 281,5 

... Kommt, heiligt seinen Namen! 
Sein Auge hat uns stets bewacht, 
ihm sei Anbetung, Ehr und Macht. 
Gelobt sei Gott! 
Ja, Amen. 

( (c) Matthias Jorissen   

TagesL: Apostelgeschichte 8,26-39   Der Kämmerer aus Äthiopien / Taufe  
fortlL: Epheser 3,1-13   Des Apostels Dienst für die Nationen aus den Heiden  




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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