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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslese (14) Es ist der HERR, der meine Seele erquickt und mich durch das tiefe, dunkle Tal hindurchführt, ... Ps 23

von Burgen am 06.10.2021 09:39



Der HERR ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und es reut ihn bald die Strafe.  Joel 2,13  

Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn,
sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist.  1.Thess 5,9-10   


Kl: Hoheslied  8,4-7  
Bl: Hebräer   11,23-41 


Wir können nimmermehr dazu kommen, des Vaters Huld und Gnade zu erkennen, ohne durch den Herrn Christus. 
Er ist ein Spiegel des väterlichen Herzens.                                                          (Martin Luther)  



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pausenclown
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 14, 22-33

von pausenclown am 06.10.2021 09:08

Hallo Cleo.

 

Es gab zur Zeit jesu sowas wie ein Aberglaube, Volksglauben.
Man sah stehendes Gewässer als den Abgrund an, da wo das Böse wohnt.
Matthäus berichtet im Kapitel 8, ja von den Dämonen die, in die Schweine fahren und im See ertrinken.
Damals dachten bestimmt einige, OK, da die gehen Heim.

Die Jünger kannten diesen Aberglaube, gut möglich dass in dem Augenblick sie dachten, oha, dieser Mist stimmt.

Die Jünger.....
Vielleicht liest man schnell über das Wort jünger schnell hinweg, vielleicht hat man Jünger durch Christ ersetzt.
Vielleicht ersetzt man die Anforderung, Berufung an einen Jünger usw heute in, ein Christ, ein jünger Jesu, Betet, liest in der Bibel, geht in den Gottesdienst....
Gegen diese Punkte gibt nichts einzuwenden.

Aber.
Durch die jüdische Brille gesehen, ist ein Jünger ein Talmid, Schüler eines Rabbiners. Einfach gesagt ein jünger macht das gleiche wie sein Rabbi. Alles tun was der Rabbi tut, überspitzt geschrieben, kratzt sich sein Rabbi am Ohr, kratzt sein Jünger am Ohr.

Umgekehrt glaubt der Rabbi an seinen Jünger, er kann es schaffen.

Daher meine alternative Sicht auf Petrus, als er aus dem Boot stieg, alles tun was mein Rabbi tut.

Egal welche Sichtweise am Ende für einen passt.

Vers 33.
Die aber in dem Boot waren, warfen sich vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!

Shalom pausenclown

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5517

Re: Matthäus 14, 22-33

von Cleopatra am 06.10.2021 07:32

Guten Morgen, 

danke pausenclown zu deiner kleinen Expedition wieder in die jüdischen Hintergründe.
Das hilft sehr viel.


pausenclown. Jetzt habe ich Fragen an dich bezüglich dem Text. Vers 26, die Jünger schrien vor Angst, ein Gespenst. Hätten sie auf einem Fluss, ebenso reagiert?


Das weiß ich nicht.
Ich weiß, dass der See eigentlich für einige der Jünger sehr bekanntes Gewässer ist, tägliches Arbeitsfeld.
Aber einen Zusammenhang zu einem Gespenst, so dass sie wirklich starke Angst hatten, kenne ich nicht.
Gab es vielleicht zu der Zeit Gerüchte oder Märchen darüber...?
Sicher weißt du das, wenn du schon so fragst, oder?



pausenclown: Hat Petrus den Glauben an Jesus im dem Augenblick verloren, oder gibt es evtl weitere Faktoren... die mit dem Judentum zusammenhängen?


Also, wenn du so fragst, dann gab es sicherlich noch mehr Faktoren, da bin ich aber mal gespannt ;-D

Allerdings glaube ich nicht, dass der Glauben an sich ins Wanken geriet, Paulus stieg erstens auf das tobende Wasser, er schlug es von sich aus vor und er rief sofort Jesus um Hilfe, weil er wusste, dass er retten kann.


Liebe Grüße, Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 14, 22-33

von geli am 05.10.2021 21:43

Burgen: Zum Thema Gott straft, gibt es im Buch Jesaja eine eindrückliche Stelle:

Burgen: Ich glaube, wir sollten jeder für sich, sehr vorsichtig damit sein , Gott als strafenden Gott darzustellen.

Ich glaube, wir müssen vorsichtig damit sein, Gott einseitig darzustellen.

Er ist weder ein nur "strafender" Gott, als auch ein nur "liebender" Gott.

Ich meine sogar, dass Gott gerade in unserer heutigen Zeit zu stark und einseitig als der "Gott der Liebe" gepredigt wird. 

Aber Gott ist auch Richter - Jesus Christus wird als Richter zurück auf diese Erde kommen.
Wer dann seine Liebe und seine Vergebung nicht angenommen hat, den erwartet Gericht und Strafe.

Die Jünger - oder auch wir, die wir sein Angebot der Vergebung angenommen haben und ihm vertrauen - haben aber keine Strafe zu erwarten. Die hat schon jemand für uns getragen...

Das Thema: "straft Gott" wäre vielleicht ein eigenes Thema.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.10.2021 21:45.

Andreas

75, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 896

Re: Tägliches Danken vertreibt das Wanken

von Andreas am 05.10.2021 20:53

13 Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Wenn wir total auf den Herrn vertrauen, dann sind Dinge möglich, die wir uns nie erträumt hätten. Wir sind herzlich eingeladen, uns auf dieses Abenteuer einzulassen.

Danke Herr, dass Dir nicht unmöglich ist und Du noch viele Überraschungen für uns bereit hältst.

Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.

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pausenclown
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 14, 22-33

von pausenclown am 05.10.2021 12:46

Hallo Cleo.

 

Jetzt habe ich Fragen an dich bezüglich dem Text.

Vers 26, die Jünger schrien vor Angst, ein Gespenst.
Hätten sie auf einem Fluss, ebenso reagiert?

Hat Petrus den Glauben an Jesus im dem Augenblick verloren, oder gibt es evtl weitere Faktoren... die mit dem Judentum zusammenhängen?

Shalom pausenclown

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 14, 22-33

von Burgen am 05.10.2021 10:12



Vielen Dank, pausenclown. 

-------- 

Ich denke nochmal an das Wort 'Strafe', bezogen auf Petrus und Kameraden nachdem sie taten, was Jesus ihnen gesagt hatte. Nämlich ins Boot zu steigen und auf die andere Seite zu rudern. 
Und dann kam ein Sturm auf, sie bekamen Angst, riefen nach Jesus und er  kam auf dem Wasser zu ihnen. (Oder verwechsle ich die Ereignisse gerade?) Jedenfalls, Petrus bat, zu ihm auf dem Wasser kommen zu dürfen. Er durfte. Also stieg er aus dem Boot. 
Dann jedoch schaute er von Jesus weg aufs Wasser und begann Angst vor dem Versinken zu haben und schrie. Und Jesus streckte seine Hand aus und half ihm. 

Nirgends ist in diesem Zusammenhang von Strafe zu lesen. Im Gegenteil. Jesus sagt nur: Du Kleingläubiger! Das bedeutet doch, dass er sein Vertrauen auf Jesus verloren hatte, als er ihn am meisten brauchte, oder 

Und zu diesem Text finde ich beim Hebräerbrief K 11 in der Glaubensruhmeshalle keine Antworten bezogen auf Strafe, Strafe kommt nicht vor. ZB Abraham und Sara: Sie werden nicht bestraft, sondern ihnen wird Glaube bescheinigt. Auch so die anderen alttestamentlichen wichtigen Persönlichkeiten. 

Genau wie wir erlebten sie ähnliche Probleme, und logen sogar, wie Abraham. Und Sara lachte zB als sie hörte, in ihrem Alter noch ein Kind zu bekommen. Oder Noah, der sich mit Wein volllaufen ließ. 

Ich glaube, wir sollten jeder für sich, sehr vorsichtig damit sein , Gott als strafenden Gott darzustellen. 
Vor einigen Tage wurden auf dem Spaziergang einige Blätter ausgelegt, die gerade diese strafende Gottesseite und Opfermentalität Gottes durch die Kirche im Blick hat. Und dazu nutzt, die Botschaften der Schrift umzudeuten. 
Manche Dinge werden die Menschen leider nicht verstehen in der uns überlieferten Schrift. Dennoch ist sie wahr und überaus lebenswichtig für die Menschen. 
Aber jetzt haben wir es mit Gott Vater zu tun, der die Menschen damals und heute liebt. Dafür hat Jesus der Christus sein Leben geopfert, damit wir leben können und nicht verloren gehen. Der, der an ihn glaubt und vielleicht seine eigene Glaubenshalle lebendig werden lässt. Denn dort finden wir Trost und Vorbild zur Orientierung des eigenen Lebens, denke ich. 

Falls der Beitrag hier nicht herpasst, liebe Cleo, kannst du ihn gerne löschen. 
LG 
Burgen 


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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslese (14) Es ist der HERR, der meine Seele erquickt und mich durch das tiefe, dunkle Tal hindurchführt, ... Ps 23

von Burgen am 05.10.2021 09:13



Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.  Jeremia 31-34 

Von Jesus bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.  Apg 10,43 


Kl: Markus   3,31-35  
Bl: Hebräer 11,8-22  


Wir trauen deiner Macht und sind doch oft in Sorgen. 
Wir glauben deinem Wort und fürchten doch das Morgen. 
O Herr, nimm unsre Schuld, mit der wir uns belasten, 
und führe selbst die Hand, mit der wir nach dir tasten. 
(Hans-Georg Lotz) 



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pausenclown
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 14, 22-33

von pausenclown am 05.10.2021 08:59

Hallo und OT.

 

Was unterscheidet mich von den Jüngern jesu?
Um diese Frage zu beantworten gehen ich mal in die Zeit der Bibel zurück.
Dabei möchte ich die Fragen beantworten wie, Erziehung, Schulbildung, Glauben, eines typischen Kindes zur Zeit von Jesus.

5 Moses 6.7
Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst.

Das ist ein Auftrag der innerhalb der Familie wahrgenommen durch die Eltern. Die Vermittlung der Thora war ebenso die Pflicht der Eltern, wie das Kind ernähren.
Auf Hebräisch gibt es auch z.b. das Wort Eltern, Horim oder das Wort Lehrer, Morah dass mit dem Wort Torah verwandt ist.
In einem Satz zusammengefasst:
Die Eltern waren die ersten Lehrer.

Zwei weitere Säulen, die Synagoge und Bet Sefer, Haus des Buches, in etwas mit der Grundschule zu vergleichen.

Ab ca 5 lernte ein Kind die Thora auswendig. Zwischen 10 und 14 lernte ein Kind seine restliche Bibel auswendig.

Dazu eine jüdische Quelle
Der Mishna Avot 5.21
Mit fünf Jahren [ist man geeignet] für das [Studium der] Schrift, mit zehn
Jahren für [das Studium] der Mischna, mit dreizehn für [das Erfüllen] der Gebote,
at mit fünfzehn für den Talmud, mit achtzehn für das Brautgemach, mit zwanzig für die Verfolgung [einer
Berufung], mit dreißig für Autorität, mit vierzig für das Urteilsvermögen, mit fünfzig für den Rat, mit sechzig als
Ältester

Die Frage was unterscheidet mich von den Jüngern?
Ich hoffe das die Frage sich von alleine beantwortet hat.

Zum Schluss ein kleiner Ausflug in die Synagoge.
In jeder Synagoge wurde ein Thora Abschnitt vorgelesen und ausgelegt.
Der Zuhörer war angehalten darüber nachzudenken und reflektieren.
Selbst für den besten Ort dafür hatten die Rabbiner einen Rat, unter einem Feigenbaum.

Johannesevangelium 1.45ff

Shalom pausenclown

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5517

Re: Matthäus 14, 22-33

von Cleopatra am 05.10.2021 07:21

Guten Morgen, 

Burgen:Hallo Cleo, dieses habe ich wirklich noch nie so gehört und auch nicht gelesen. Es lässt erinnern an die Jünger, die fragten Jesus, wer gesündigt hat - der blinde Mann, den Jesus geheilt hatte, oder seine Eltern. Jesus sagte, dass niemand gesündigt habe.


Das ist schön, dass du sowas bisher noch nicht gehört hast, denn wenn man schon in einem Sturm drinne ist, der bekanntlich nicht angenehm ist, dann können nämlich solche vorschnellen Aussagen sehr verletzen.

Ja, interessant, dass diese Gedanken aber auch schon bei den Jüngern bekannt waren. 
Ich denke, dass das daher rührt, weil Gott ganz oft Israel Verheißungen gegeben hat, die Segen beinhalteten. Fällt dieser dann weg, oder es wird eben noch zusätzlich unangenehm, ist die Gedankenfolge demnach auch umgekehrt, sprich- anstelle von Segen gibt es Fluch ode Strafe.


Burgen: Eigentlich erlebten die Jünger Wachstum während der drei Jahre Wanderschaft mit Jesus. Vielleicht ähnlich bei uns auch, wenn jemand zum Glauben kommt und Nachfolger:in wird, dauert es oft mehrere Jahre, bis jemand die zB Gleichnisse und Geschehnisse während der Wanderung im eigenen Leben spiegeln kann.

Ja, das stimmt.
Ich sehe es auch so wie das Gleichnis vom Töpfer, wie in Jesaja beschrieben. Der Klumpen Ton wird mehr und mehr zu einem nützlichen Gefäß.

Und so machen wir ja auch mit der Zeit immer mehr Erfahrungen mit Gott und lernen mehr und mehr dazu.

Liebe Grüße, Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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