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Burgen

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Re: Tageslese (30) Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ps 84,11

von Burgen am 15.02.2026 09:12


Dies íst ein Test:
bezüglich des Bibelübersetzers William Tyndale, geboren ca 1494: hingerichtet 1536  Übersetzung unten. 

Acts of the Martyrs. Legal documents recounting the judicial decisions giving death sentences to Christians. The historical documents detailing the trials and legal procedures surrounding the death of the martyrs are known as the "Acts of the Martyrs," or simply "Acts." Similar documents titled "Passions" or "Martyria," which are often more narrative and describe the final days and death of the martyrs, also existed within the church, though these were less focused on the legal elements. A characteristic of these Acts was the inclusion of dialogue between the judicial authority and the Christian or group of Christians on trial. Some of these Acts were composed by official scribes to maintain government records of the events, while others were recorded by eyewitnesses who watched the trials unfold. For the Christian communities, these Acts served to remind the community of God's faithfulness in persecution, as well as to encourage them to remain faithful themselves in the face of persecution.

 

Jordon H. Edwards, „Acts of the Martyrs", in The Essential Lexham Dictionary of Church History, hg. von Michael A. G. Haykin (Bellingham, WA: Lexham Press, 2022).  


Akten der Märtyrer. Rechtliche Dokumente, die die gerichtlichen Entscheidungen zur Verhängung der Todesstrafe gegen Christen wiedergeben. Die historischen Dokumente, die die Prozesse und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Tod der Märtyrer detailliert beschreiben, sind als „Märtyrerakten" oder einfach als „Akten" bekannt. Ähnliche Dokumente mit dem Titel „Passionen" oder „Martyria", die oft eher erzählerisch sind und die letzten Tage und den Tod der Märtyrer beschreiben, gab es ebenfalls innerhalb der Kirche, obwohl diese weniger auf die rechtlichen Aspekte fokussiert waren. Ein Merkmal dieser Akten war die Aufnahme von Dialogen zwischen der Justizbehörde und dem angeklagten Christen oder der Gruppe von Christen. Einige dieser Akten wurden von offiziellen Schreibern verfasst, um die Ereignisse für die staatlichen Aufzeichnungen festzuhalten, während andere von Augenzeugen aufgezeichnet wurden, die die Prozesse mitverfolgt hatten. Für die christlichen Gemeinschaften dienten diese Akten dazu, die Gemeinschaft an die Treue Gottes in Zeiten der Verfolgung zu erinnern und sie zu ermutigen, selbst angesichts der Verfolgung treu zu bleiben.

Jordon H. Edwards, „Acts of the Martyrs", in: The Essential Lexham Dictionary of Church History, hrsg. von Michael A. G. Haykin (Bellingham, WA: Lexham Press, 2022).

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)  

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: 

SONNTAG VOR DER PASSIONSZEIT - (Sei mir ein starker Fels!  Psalm 31,3)   

Lukas 18,31  
Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.  

Ev: Markus 8,31-38   Ep: 1.Korinther 13,1-13   AT: Amos 5,21-24   Predigt: Lukas 18,31-43   Psalm 31  

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::   

Josephs Brüder baten ihn: Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters!    1.Mose 50,17   

Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.  Epheser 4,32    


(Gebet:Ilse Weisgerber): Auszug: 
Mit ausgeruhten Augen sind wir wieder fähig, genau hinzuschauen und zu sehen, wie Menschen leben. 
Gott, unsere Zuversicht, hilf uns, einander zu tragen, mutig sein, uns ins Unbekannte zu wagen. Lass deinen Geist in uns fließen. 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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nusskeks

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Re: Clownis Welt

von nusskeks am 15.02.2026 08:20

Hallo pausenclown,

pausenclown: Ich weiß nicht, wie es euch mit den Postings geht.

Mir ist noch immer klar, dass von Deiner Seite kein Austausch mit mir erwünscht ist und Du meine Beiträge überliest. Vielleicht ist es für die anderen Leser hier nett zu lesen.

@Alle,
die Dinge die pausenclown schreibt sind weitgehend alle korrekt wiedergegeben. Als jemand der kein (biologischer) Jude ist, jedoch durch das Erbarmen des Ewigen in das eine Volk Gottes berufen wurde, kann ich die Juden nur um Entschuldigung bitten. Denn auch wenn man das was pausenclown geschrieben hat noch ergänzen und erweitern kann, fehlen mir für die Gräueltaten derer, die im Namen meines Erlösers (nicht nur) gegen Juden unterwegs waren, schlicht die passenden oder auch nur ausreichenden Worte.

Nun zu meine Gedanken auf die oben zitierte Aussage. Ich empfinde Scham. Selbst habe ich zwar nichts derartiges getan oder auch nur im Sinn, aber ich bin Jesusnachfolger und die von pausenclown beschriebenen Menschen waren im Namen des Erlösers unterwegs. Mir stellt sich die Frage, wie es dazu hat kommen können. Vermutlich werde ich eine Antwort nur finden, wenn ich mich in die damalige Lebenswelt mit Wissen und Gefühl hineinversetze. Aber auch wenn ich Erklärungen finden sollte, werde ich keine Rechtfertigung für diese Taten finden.

Schaue ich auf mein direktes Umfeld und auf Deutschland, so bin ich sehr erschrocken. Juden leben wieder in Angst. Sie tun dies in einem Land, in dem eine solche Angst nie wieder hätte vorkommen dürfen. In meiner direkten Umgebung gibt es keine Juden. Ich müsste etliche Kilometer fahren, um eine jüdische Gemeinde zu finden. Daher habe ich keinen direkten Kontakt zu ihnen, was ich sehr schade finde. Da mein Schöpfer meinen Weg bestimmt, könnte sich das natürlich noch ändern. So bleibt mir Gebet und mein Zeugnis als jemand, der die Schriften kennt und dem es schon dadurch zu wider ist, wenn Juden Ungerechtigkeit, pauschale Verurteilungen oder Leid angetan wird, nur weil sie Juden sind.

Ergänzung: Alle Aussagen, man würde ja nur die israelische Regierung kritisieren, scheitern an der Realität. Wäre es so, und stünde dahinter kein Antisemitismus, müssten die Menschen Israels und die Juden hier in Deutschland keine Angst um ihr Leben haben. Schaut euch um. Schaut euch an, was passiert. Das ist keine legitime Kritik an Fehlentscheidungen einzelner israelischer Politiker. Diese Kritik ist viel zu oft nur ein Vorwand, um eine difuse Wut gegen alles Jüdische ausdrücken zu können. Denn sonst... müsste kein Jude Angst um sein Leben haben.

ACHTUNG: Dies hier ist KEIN Diskussionsbeitrag. Es ist der Thread von pausenclown und ich habe auf seine Beiträge reagiert. Sucht euch bitte einen anderen Thread oder erstellt selbst einen, wenn ihr über den Inhalt meines Beitrags diskutieren wollt.

gruß
nk

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 15.02.2026 07:05

Hallo.

Ja, ein sehr verstörender Thread, oder?
Trotzdem dienen diese Fakten, um den Juden Hass heute zu verstehen.
Viertes Laterankonzil (1215)
von Papst Innozenz III. einberufen, schrieb Juden bestimmte Kleidungsvorschriften vor, damit sie in der Öffentlichkeit als Juden erkannt und gemieden werden konnten.
In der Folgezeit wurden in europäischen Ländern den Juden ein gelber Fleck oder ein Ring aus Stoff vorgeschrieben, der deutlich sichtbar zu tragen war. Die Farbe „Gelb" symbolisiert Neid, Missgunst und Bösartigkeit.
Kleine Anmerkung: Der Vorläufer des gelben Davidsterns.

Es Folgen die Vertreibung der Juden aus Spanien (1492) und Portugal (1496/97) war ein zentrales Ereignis der frühen Neuzeit.
Mit dem Aufkommen der Pest 1348/49 wurde Juden der Vorwurf der „Brunnenvergifter" gemacht und sie damit als verantwortlich für Seuchen hingestellt.
Die Geburtsstunde der Verschwörungserzählungen, die Juden sind schuld. Der Sündenbock-Mechanismus.

Antijudaismus und Antisemitismus in der Neuzeit: Martin Luther
Von anfänglich freundlichen Äußerungen zu Juden positionierte sich Luther im Laufe seines Lebens zunehmend judenfeindlich.
Seine Schrift „Von den Juden und ihren Lügen" (1543)

Zitat:
„Erstlich, das man jre Synagoga oder Schule mit feur anstecke und, was nicht verbrennen wil, mit erden uber heuffe und beschuette, das kein Mensch ein stein oder schlacke davon sehe ewiglich. Und solchs sol man thun, unserm Herrn und der Christenheit zu ehren damit Gott sehe, das wir Christen seien und solch oeffentlich liegen, fluchen und lestern seines Sones und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilliget haben."
(Martin Luther, WA 53, 523)
Kleine Anmerkung: 
Es ist ziemlich erschreckend, wie viel davon eingetroffen ist.

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.02.2026 07:06.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 14.02.2026 18:23

Hallo Argo.

Ich fasse hier die Geschichte des Antijudaismus etwas zusammen, dein Posting hat was damit zu tun?
Deine Meinung in allen Ehren, sie ersetzen nicht Fakten.
Meinungen, die wiederholt werden, bleiben, was sie sind, Meinungen.
Deshalb fällt es mir schwer, einen Dialog zu führen, Fakten vs. Meinung.

Wir haben hier Meinungsfreiheit, du kannst sie unabhängig vom Thema schreiben, das ich mich an Fakten halte und nicht deiner Meinung bin, bin ich deshalb ein schlechter Mensch, oder ich bin für Krieg?

Du schreibst:
Der Glaubens-Dialog zwischen Christen und Juden besteht seit Entstehung,

Die Geschichte widerspricht deiner Meinung.

Aber wie immer Argo, es ist unser Fehler , wir sind nicht Kompromissbereit, nicht Dialogbereit usw, natürlich unser Fehler.
Weißt du, was die meisten Juden eigentlich wollten und wollen?
In Ruhe leben, in Ruhe lieben, in Ruhe Familien gründen, in Ruhe ein Zuhause/Heimat haben, in Ruhe in die Synagoge…
Für meine Familie: nicht vertrieben zu werden, immer und immer werden, nicht verfolgt, keine Shoa. 
Die Zeit für Dialogbereitschaft war selten vorhanden und an keinem Punkt der Geschichte hätte Verfolgung und Vertreibung und Tod, hätte Dialog uns gerettet.

 
LG 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.02.2026 18:24.

Argo

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Re: Clownis Welt

von Argo am 14.02.2026 16:20

Die Welt sollte volle Kompromisse sein. Wie? mit Dialog und Bereitschaft!

   Der Dialog über Friedensbewegungen oder wirtschaftliche Zusammenarbeiten ist der Trend der im Moment die Welt bewegt.

   Der Dialog zwischen Religionen scheint keinen Erfolg zu haben. Die Ursache ist die Materie des Problems.

   Auf der einen Seite haben wir mit materiellen Gütern die messbar und sichtbar sind zu tun die das Leben besser machen könnten – die das Gute fördern – und auf der anderen Seite haben wir auch mit materiellen Gütern die sichtbar und messbar sind, die das Leben aber schlechter machen könnten – die das Böse fördern. Beide führen zu sichtbaren Ergebnissen und sind korrigierbar.

   Der Glaubens-Dialog zwischen Christen und Juden besteht seit Entstehung... der Menschheit, hat aber zu keine Annäherung gebracht. Wo die Seele spricht gelten andere Regeln. Sie sind nicht sichtbar, wie sie selber nicht sichtbar ist.

   Man freut sich aber über das Kennenlernen von Menschen die das gleiche im Kopf haben, nämlich versuchen gute Menschen zu sein und die anderen nicht mit unnötigen Belehrungen zu bombardieren.

   Aber wie unter Menschen immer passiert, dass sie anders denken, aber willig sind das Fremde oft anzunehmen, auch wenn sie es nicht wollen.

   Wenn man versucht das ganze zwischen Judentum und Christentum zu analysieren, stoßt man immer auf menschliches Versagen. Würde ich als Christ versuchen einen Juden das Christliche – oder umgekehrt - beizubringen würde ich keinen Erfolg oder selten einen haben.

   Es ist auch nicht notwendig, für einen der beiden Dialogteilnehmer den anderen zu überzeugen oder seine Einzigartigkeit zu beweisen, sondern es spiegelt vielmehr den angeborenen menschlichen Wunsch wider, den anderen zu verstehen, Kompromisse einzugehen und sich zu versöhnen.

   Das gleiche gilt mit dem Dialog zwischen anderen Religionen.

   Wir alle Menschen von allen Kontinenten der Erde die heute auf diese neue Welt leben – die Welt die inzwischen über das Leben des Menschen vieles mehr entdeckt hat – sollten wir glauben, dass ein einziger Gott die Menschheit erschaffen hat. Warum? Weil wir alle gleich sind. Weil wir alle einen Körper und eine Seele haben.

   Über den Körper haben die Menschen nie gestritten, sie haben sich sogar gegenseitig geholfen. Gestritten haben und streiten immer noch über die Seele des Menschen. Warum? Weil sie, sie bis jetzt weniger als der Körper erforscht haben. Sie sind noch nicht einig, was nach dem Tod des Menschen passiert. Gott war aber inzwischen nicht untätig und hat den Menschen gezeigt wie sie ihre Seele behandeln sollten damit sie ein gutes Leben auf der Erde führen können.

   Der Tod ist kein Mysterium mehr, ist ein Teil von seinem ewigen Leben. Wie konnte anders sein?

   Ewiger Gott erschafft ewige Menschen.

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Burgen

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Re: Tageslese (30) Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ps 84,11

von Burgen am 14.02.2026 08:46


Samstag   Sabbat   


Psalm 97,10  
Der das Leben seiner Getreuen behütet, wird sie retten aus der Hand der Frevler.   

Apostelgeschichte 9,31   
So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa 
und Galiläa 
und Samarien und baute sich auf 
und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich  
unter dem Beistand des Heiligen Geistes.   







Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 13.02.2026 11:42

Hallo.

Mal ein kleines Zwischenfazit von mir. 
Ich weiß nicht, wie es euch mit den Postings geht.
In zahlreichen Diskussionen, in denen ich verwickelt war, kamen reflexartig Sätze wie: Haja, gerade die Kreuzzüge, waren keine richtigen Christen. Ich kann diesen Reflex verstehen, aber ich finde das nicht zu Ende gedacht.
Es impliziert die Frage: Was ist ein richtiger Christ und wurde es in jeder Epoche anders verstanden und definiert?

Wo die Reise hingeht, wird immer deutlicher.
Im Laufe der Zeit wurde der theologische Rahmen verlassen und die Aspekte Gewalt, Verfolgung und Tod kamen dazu.
Und ehrlich, ich kann das nachvollziehen, was es nicht bedeutet, zu tolerieren. 
Wenn die Identitätsbildung des Christentums in Abgrenzung zum Jüdischen passierte und zum Fundament dazugehört.
Dieses Fundament wurde ja über die Jahre verfestigt. 
Bevor ich falsch verstanden werde, ist die Abgrenzung als Merkmal ein Teil der Identitätsbildung.

Shalom Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.02.2026 11:42.

Burgen

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Re: Tageslese (30) Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ps 84,11

von Burgen am 13.02.2026 08:11


Freitag   

1.Samuel 12,15  
Werdet ihr der Stimme des HERRN nicht gehorchen, so wird  
die Hand des HERRN gegen euch sein wie gegen eure Väter.  

Kolosser 2,6-7  
Wie ihr nun Christus Jesus, den HErrn, angenommen habt,  
so lebt nun auch in ihm: 
verwurzelt in ihm und aufgebaut auf diesem Fundament,  
gefestigt im Glauben, 
so wie ihr unterrichtet worden seid.  





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 13.02.2026 06:53

Hallo

Nachdem das Christentum im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion aufgestiegen war, änderte sich der Status der Juden grundlegend.
Das Konzil von Nicäa überspringe ich und die weitreichenden Maßnahmen wurden gegen die damaligen Juden getroffen zusammen.
Diese lassen sich in drei Bereiche unterteilen.

1. Rechtliche Degradierung: 
Ausschluss von Staatsämtern.
Verbot von Mischehen.

2. Religiöse Unterdrückung.
Um die Ausbreitung des Judentums zu verhindern und Übertritte zum Christentum zu fördern, wurden drakonische Strafen eingeführt.
Christen, die zum Judentum konvertierten, verloren ihr Erbe und ihre bürgerlichen Rechte. Der Bau neuer Synagogen wurde untersagt.

3 Soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung. 
Sklavenverbot, Juden war es untersagt, christliche Sklaven zu besitzen.
Durch die Predigten der Kirchenväter wurden Juden gesellschaftlich als „Gottesmörder“ gebrandmarkt, was zu einem feindseligen Klima und gelegentlichen Übergriffen wie Synagogenbränden führte, die oft straffrei blieben.
Kleine Anmerkung von mir.
Die Gesetzgebung zielte darauf ab, das Judentum in einem Zustand der Schwäche und Erniedrigung zu halten, um die Überlegenheit des Christentums sichtbar zu machen. Die Juden sollten nach der Zeugnistheorie des Augustinus zwar überleben, aber als gedemütigtes Beispiel für die Folgen des Unglaubens dienen.

Mit dem ersten Kreuzzug um 1096 fingen zahlreiche Pogrome gegen Juden in Europa an. Das eigentliche Ziel des Kreuzzuges war die Befreiung Jerusalems von den Muslimen.
Paradoxerweise fingen gleichzeitig massivsten Ausschreitungen, bekannt als Gezerot Tatnu, konzentrierten sich auf das Rheinland. Besonders betroffen waren die Städte Speyer, Worms und Mainz sowie Köln, Trier und Xanten.
Weitere Regionen: Auch in Prag und in jüdischen Siedlungen entlang des Weges nach Ungarn kam es zu Massakern.
Die geschätzten Opferzahlen belaufen sich
Auf 2000 bis 12000 Juden. Viele Juden wählten den Freitod (Kiddush HaShem), um der Zwangstaufe oder Ermordung zu entgehen.
Die Zahl der zerstörten jüdischen Gemeinden in der Zeitspanne der Kreuzzüge beläuft sich auf ca. 500, darin eingeschlossen auch die Pestpogromen.

Tut mir leid, aber das wird insgesamt erst einmal nicht besser.
Shalom Pausenclown

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.02.2026 06:54.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 12.02.2026 09:57

Hallo.

Woher kommt eigentlich dieser ganzer Wahnsinn? 
War das schon immer so?

Zurück zu den Anfängen, der Blick zurück zeigt, wie lange es schon seltsame Ansichten über das Judentum gibt. Dass das Fundament so tief ist, wundert es mich nicht, dass es in vielen Köpfen und Herzen noch aktuell ist.
Starten möchte ich mit einem Überblick und den Hauptknackpunkten in der Entwicklung der frühen Kirche seit dem 2. Jahrhundert.

Im 2. und 3. Jahrhundert werden kirchliche antijüdische Dokumente veröffentlicht. Es entstand eine „Adversus-Judaeos-Literatur". Dem Judentum wird vorgeworfen:
1. Ihre eigene hebräische Bibel würde von Juden falsch verstanden.
2. Die Heilszusagen Gottes an die Juden seien auf die Kirche als „das neue Israel" übergegangen. (Betrifft das ganze Thema Substitutionstheologie oder Ersetzungstheologie genannt)
3. Das Alte Testament (die Tora) sei durch das Neue Testament überholt und ersetzt.

Weiter zitiere ich Aussagen und Gedanken der Kirchenväter, die meisten stehen für sich alleine.
Frühe Kirche: Ignatius (110-117 Bischof in Antiochia)
Ignatius verwandte in seinen Briefen erstmals die Bezeichnung „Christentum", das er dem „Judentum" entgegensetzte. Es ging dem Bischof um eine Identitätsbildung des Christlichen in scharfer Abgrenzung zum Jüdischen.
Hier wird ein Mechanismus der Ausgrenzung ersichtlich, der in der Identitätsbildung gegen
Kleine Anmerkung: Bis heute begegnen mir solche Ideen, die ihren Ausdruck darin finden: Bei uns Christen ist es so und bei den Juden so. Nicht als Unterschied, sondern Abgrenzung, Wir haben Gnade und ihr Gesetz.


Melito von Sardes (Bischof 161-180)
erhebt erstmals den Vorwurf des „Gottesmordes" als Kollektivschuld der Juden. Aus einer Osterpredigt zitiert:
Höret es, alle Geschlechter der Völker und sehet: Unerhörter Mord geschah inmitten Jerusalems.
 Gott ist getötet, der König Israel ist durch Israels Rechte beseitigt worden.”

Kleine Anmerkung: Hier kommen zwei Aspekte zusammen, die Kollektivschuld und Mord muss gesühnt werden. 
Aus Ausgrenzung wurde Hass.
.
Johannes Chrysostomos (ca. 354-407)

Johannes Chrysostomos kämpfte gegen die in seiner Gemeinde in Antiochien aufkommende Sympathie für Juden. Die Synagoge sei der Ort des „Götzendienstes": „Wenn sie [die Juden] tatsächlich den Vater nicht kennen, den Sohn kreuzigten, die Hilfe des Geistes ausschlugen, wer würde es da nicht wagen zu sagen, der Ort sei ein Unterschlupf der Dämonen? Nicht Gott wird dort angebetet. Vielmehr ist es ein Ort des Götzendienstes."
In der 6 Spricht er uns direkt an: Weil ihr Christus getötet habt , weil ihr gegen den Herrn die Hand heroben habt, weil ihr sein kostbares Blut vergossen habt, deshalb wird es für euch keine Verbesserung mehr, keine Verzeihung und keine Entschuldigung mehr.
(Chrysostomos, Acht Reden gegen die Juden, Erste Rede)

Weitere gravierende Einschnitte in dieser Beziehung: Das Christentum wurde im römischen Reich zur Staatsreligion erklärt und die ersten Kreuzzüge.
Davon das nächste Mal.

Shalom Pausenclown.

P.S. beim Schreiben ist mir ein Gedanke gekommen, viele mögen heute noch das mit, Amen stimmt doch beipflichten.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.02.2026 09:59.
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