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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Buchstabe und Geist

von geli am 01.11.2019 20:38

Merciful: Dies ist nur eine kleine Auswahl seiner positiven Aussagen zum Gesetz.

Ja, das Gesetz ist ja auch "positiv" - und nicht nur positiv, sondern es ist sogar laut Paulus "heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut." - Rö. 7,12

Das Dilemma liegt also nicht beim Gesetz oder bei den Geboten, sondern beim Menschen. 

Ich zitiere einfach mal Paululs - der kann es nämlich gut erklären, besser als ich  , und hat sich wohl die gleiche Frage gestellt wie wir das gerade tun:

Rö. 7, ab Vers 9:

"Ich lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, wurde die Sünde lebendig, ich aber starb. Und so fand ichs, dass das Gebot mir den Tod brachte, das doch zum Leben gegeben war.
Denn die Sünde nahm das Gebot zum Anlaß und betrog mich und tötet mich durch das Gebot.
So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.
Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, damit die Sünde überaus sündig werde durchs Gebot.
Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft."

Ich denke, dass wir ohne ein Gesetz, das vollkommen ist, und ohne Gebote, die gut sind, gar nicht erkennen könnten, dass wir Sünder sind. So ähnlich, wie wenn man ohne Spiegel lebt - ohne Spiegel kann man nie erkennen, wie man wirklich aussieht. Erst ein Spiegel zeigt unser Gesicht und unsere Gestalt.

Aber erst dann, wenn wir erkennen konnten, dass wir Sünder sind - wenn wir uns also in dem vollkommenen und heiligen "Spiegel" des Gesetzes sehen, dann erst begreifen wir, dass Jesus recht hat: Nämlich, dass wir eine Wiedergeburt nötig haben, um ins Reich Gottes hinein zu kommen.

Vielleicht können wir uns auch erst dann so richtig an den Geboten "erfreuen"?
Denn wenn wir wiedergeboren und gerettet sind, haben die Gebote den "Schrecken" verloren, sie können uns nicht mehr "töten", weil wir schon ewiges Leben geschenkt bekamen.

Ich hab jetzt mal eine andere Farbe genommen - kann man die besser lesen?

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Gnadensonne

-, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 177

Re: Lieder, die mir am Herzen liegen…

von Gnadensonne am 01.11.2019 19:25

Ich steh in meines Herren Hand , und will drin stehen bleiben; 

nicht Erdennot noch Erdentand , soll mich daraus vertreiben .

Und wenn zerfällt die ganze Welt , wer sich an IHN  und wen er hält 

wird wohl behalten bleiben .

Karl  Johann  Philip  Spitta 

 Darum lasst uns dem nachstreben , was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander .

 Römer 14,19

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2534

Re: Buchstabe und Geist

von Merciful am 01.11.2019 18:20

Mir stellen sich zwei schwerwiegende Fragen.
 
1) Ist der Tod ein natürlicher Prozess, der der ersten Schöpfung naturgemäß eigen ist? Oder ist der Tod der Sünde Sold?
 
2) Wenn der Tod der Sünde Sold ist - folgt der Tod dann der Sünde direkt oder indirekt (per Rechtsurteil)?
 
Beispiele
 
Wenn ein Mensch, der täglich sehr viele Zigaretten raucht,
nach einiger Zeit an Lungenkrebs erkrankt und daran stirbt,
so hat die Sünde den Tod direkt verursacht,
wenn das Rauchen die Krankheit verursachte.
 
Hat ein Mensch in den USA ein Kind ermordet
und er wird infolge dessen zum Tode verurteilt,
so hat die Sünde den Tod indirekt verursacht.
 
Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.11.2019 18:25.

Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2534

Re: Gesetz=Gesetz?

von Merciful am 01.11.2019 15:40

Ja, Gott gab seine Gebote einem Volk für ein Leben in der Freiheit.
 
Darum überschrieb ich kürzlich einen Thread mit 'Freiheit und Leben durch Gottes Wort und Gebot'.
 
Gottes Werk an Israel und an der Menschheit geschah und geschieht noch immer durch sein Wort.
 
In Jesus wurde das Wort Person, es wurde Mensch.
 
Gottes Werk zielte und zielt von Anfang bis Ende auf Freiheit und Leben.
 
Freiheit und Leben werden durch den Glauben und die Liebe bewahrt.
 
Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.11.2019 15:41.

pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Gebetsanliegen für einen Drogensüchtigen

von pray am 01.11.2019 15:21

Burgen: ...Menschen mit und ohne Hund (e) ? Inklusive Obdachlose.

Liebe Burgen,

 

ich bin auch ein grooooßer Tierfreund. Ich glaube, viele lieben Tiere mehr als Menschen, weil sie von Menschen enttäuscht sind. Und so sucht der Mensch nach etwas, was er lieben kann und von dem er geliebt wird - und er nicht alleine ist.

Allerdings glaube ich nach 1 Mose 2,18-20 nicht, dass diesen Anspruch ein Tier erfüllen kann.

1. Mose 2,18-20:
Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. 1Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Vögel unter dem Himmel, brachte er sie zu dem Menschen, daß er sähe, wie er sie nennte; denn der wie Mensch allerlei lebendige Tiere nennen würde, so sollten sie heißen. Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.

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nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 773

Re: Gesetz=Gesetz?

von nusskeks am 01.11.2019 11:34

Danke für diese Zeilen. Sie sind sehr informativ!

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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pausenclown
Gelöschter Benutzer

Gesetz=Gesetz?

von pausenclown am 01.11.2019 09:59

Eine kleine Einführung zur Torah/Gesetz, aus jüdischer Sicht.

 

Einmal besuchte ein Nichtjude Hillels Zeitgenosse Schammai und sagte: „Ich möchte Jude werden, aber unter einer Bedingung: Lehre mich die ganze Tora, während ich auf einem Bein stehe."

Schammai war empört über die Frechheit des Mannes, denn ein Mensch kann ein Leben lang die Tora studieren und immer noch dazulernen. Also jagte er den Nichtjuden mit einem Stock aus der Synagoge.

Kühn ging der Mann zu Hillel und sagte: „Ich möchte Jude werden, aber unter einer Bedingung: Lehre mich die ganze Tora, während ich auf einem Bein stehe."

Hillel sah ihn an und antwortete: „Gut, das werde ich tun."

Der Mann stellte sich auf einen Fuß, und Hillel belehrte ihn: „Was dir zuwider ist, das tu keinem anderen an. Das ist die ganze Tora. Geh jetzt und lerne alle Gebote, damit du weißt, was du tun sollst und was du nicht tun darfst."

Was dir zuwider ist, das tu keinem an, klingt ja fast nach einem Zitat von Jesus.

In allen Zeiten wurde, liebe Gott und deinen nächsten wie dich selbst als die Zusammenfassung für die Torah, die 613 Gebote/Verbote sind die Auslegung dazu.

Die Bedeutung von Torah ist vielfältig, zu einem, meint man die Gesamtheit der 5 Bücher Mose, die neben den Geboten, auch die Erzählungen enthalten und die Prophetien.
Das Wort Torah, wird oft mit, Weisung oder Lehre die zum Ziel führt übersetzt.
Auf Hebräisch gibt es auch z.b. das Wort Eltern, Horim oder das Wort Lehrer, Morah dass mit dem Wort Torah verwandt ist.
Eine Beobachtung dazu, es geht um Beziehung zwischen Gott und Menschen und Beziehungen zwischen Menschen untereinander, wie diese gestaltet werden sollen und zum Ziel führen.

Ca 250 v.ch.wurde das alte Testament ins griechische übersetzt. Da es im griechischen keine wörtliche Übersetzung für Torah gab, nahm man das Wort Nomos/Gesetz.
Deshalb kommt es oft zu Verwechslungen und Verwirrungen, im neuen Testament. Leider ist es oft nicht klar welches Gesetz gemeint ist, z.b. im Römerbrief werden verschiedene Gesetze nebeneinander gestellt und nicht immer ist die Torah gemeint. Zb Gesetz der Sünde usw.

Zusammengefasst, was steht in der Schrift, was lehren die Rabbis und was bezeugt Jesus selber in den Evangelien dazu,
liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst.

5 Mose 6. 4-5.
3 Mose 19,18
Markus 12.30-31
Lukas 10.27

Oft oft bekommt man den Eindruck dass die Torah nicht gut ist, man müsste Juden davon befreien, eigentlich.
Aber wenn das die Zusammenfassung der Torah ist liebe Gott von ganzem Herzen usw. Wie soll man nun davon jemand befreien?
Das Verhältnis von Juden zu Tora ist eigentlich im ersten Gebot der 10 Gebote gut ausgedrückt.
ich bin dein Herr und Gott der dich aus Ägypten geführt hat und aus der Sklaverei befreit hat.
Erst die Befreiung aus der Knechtschaft und Sklaverei aus Ägypten und als freie Menschen haben sie die Torah empfangen.
Sollte Gott jetzt sein Volk befreien, um
es dann wieder in eine Knechtschaft zu stellen,wie es oft dargestellt wird?
Würde man einen Rabbi fragen wäre vermutlich seine Antwort wie folgt, ich kann wählen zwischen zwei Joche, einmal das Joch der Knechtschaft, der irdischen Herrschaft, oder das Joch der Freiheit die Torah.


LG und wer mag Shalom

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2534

Re: Buchstabe und Geist

von Merciful am 01.11.2019 08:50

Hallo, geli,
 
die Sätze zum Gesetz in dieser Gegenüberstellung klingen jedoch sehr negativ.
 
Der Psalmschreiber schreibt hingegen:
 
Ich danke dir mit aufrichtigem Herzen, dass du mich lehrst die Ordnungen deiner Gerechtigkeit.
Ich habe Freude an deinen Satzungen und vergesse deine Worte nicht.
Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.
Meine Seele verzehrt sich vor Verlangen nach deinen Ordnungen allezeit.
 
(Psalm 119, 7+16+18+20; Lutherbibel 2017)
 
Dies ist nur eine kleine Auswahl seiner positiven Aussagen zum Gesetz.
 
Merciful


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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (6) Gott sprach und spricht heute: Ich will mit dir sein ...

von Burgen am 01.11.2019 08:31



November - Monatsspruch 

A b e r  ich weiß, dass mein Erlöser lebt. __ Hiob 19,25 

Losung 

Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, die da groß ist ! __ Psalm 25,11 

In Jesus Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, 
die Vergebung der Sünden,
nach dem Reichtum seiner Gnade. __ Epheser 1,7

Jeremia 17,13-17
Tobias 8,1-21 (1-23)     oder     Hiob 14,1-22


Verleih, dass wir dich lieben, o Gott von großer Huld,
durch Sünd dich nicht betrüben, vergib uns unsre Schuld,
führ uns auf ebner Bahn, hilf, dass wir dein Wort hören
und tun nach deinen Lehren:
Das ist recht wohlgetan.
(Georg Werner)  


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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Buchstabe und Geist

von geli am 31.10.2019 14:41

Heute stand bei mir im Bibelleseplan ein schöner Vergleich zwischen Gesetz/Buchstabe und Gnade - ich finde, es passt gut hierher und deshalb stelle ich es mal hier ein:

"Charakter und Aufgabe des Gesetzes und des Evangliums

Das Gesetz lehrt und unsere Sünden erkennen,
das Evangelium gibt uns das Heilmittel dafür.

Das Gesetz kündigt uns das Gericht an,
das Evangelium die Erlösung.

Das Gesetz ist das Wort von Gottes Zorn,
das Evangelium das Wort von Gottes Gnade.

Das Gesetz bringt uns zur Verzweiflung,
das Evangelium gibt uns Frieden.

Das Gesetz sagt: Bezahle, was du schuldig bist!
Das Evangelium verkündigt: Christus hat für dich bezahlt.

Das Gesetz ruft uns zu: Du bist ein elender Sünder, stirb unter deinem Urteil!
Das Evangelium predigt: Deine Sünden sind vergeben; Gott schenkt dir ewiges Leben.

Das Gesetz lehrt: Du musst die Strafe für deine Sünden tragen.
Das Evangelium predigt: Christus hat die Strafe, die du verdient hast, auf sich genommen.

Das Gesetz sagt: Gottes Zorn ruht auf dir.
Das Evangelium lehrt: Christus hat dich mit Gott versöhnt durch sein Blut.

Das Gesetz fragt: Wo ist deine Gerechtigkeit, wo sind deine guten Werke, wo ist die Bezahlung, die du Gott anbieten kannst?
Das Evangelium antwortet: Christus hat für dich bezahlt, Er ist deine Gerechtigkeit, deine Heiligkeit, dein völliges Genüge."

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