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Re: Moderne Verführung - Evangelium light?
von solana am 14.09.2018 12:12Liebe Burgen, auf deine Anregung hin habe ich auch noch mal zurück geblättert und bin gleich beim Eingangsbeitrag und der dort vorgestellten Problematik hängen geblieben.
Es geht ja um die vielen "Namenschristen"/Mitläufer oder einfach nur falsch informierte Menschen, die das Evangelium gar nicht oder völlig falsch verstanden haben und gar nicht wissen, worauf es eigentlich ankommt. Und die in Gemeinden sitzen und keiner sagt ihnen, dass sie auf dem Holzweg sind.
Von da ausgehend ist dann die Diskussion immer mehr in Richtung "richtige Evangelisation" gekommen.
Aber - wird das der Problematik wirklich gerecht?
Ist es nicht eigentlich Aufgabe der Predigt und des Gemeindelebens, Anleitung und Korrektur zu geben?
Eine Evangelisationsveranstaltung oder auch ein persönliches Zeugnis kann das doch gar nicht leisten, das kann doch nur eine erste Einladung sein.
Und die neu Bekehrten sind dann (wie Paulus so schön sagt) "wie die neugeborenen Kindlein" - die erst einmal viel Milch brauchen und zunehmen müssen zu ihrem Heil.
Diese Fütterung kommt erst nach der Bekehrung und man kann nicht alles auf einmal verabreichen, Wachsen und Zunehmen kommt nach und nach. Erst mal muss das Aufgenommene"verdaut" und verinnerlicht werden, Menschen müssen ihre praktischen Erfahrungen damit machen, es muss "vom Kopf ins Herz wandern", damit es nicht graue Theorie bleibt.
Und in diesem Lernprozess kommen dann viele Fragen auf, denen man sich dann stellen muss als "Begleiter" - auch unangenehme und schwierig zu beantwortende.
Hier ist der Platz für das, was - wenn es gleich zu Beginn mit in die Einladung gepackt wird - wie ein abschreckender Holzhammer wirkt. Weil es den Eingeladenen überfordert.
Und dieser Lern- und Erkenntnisprozess geht ein Leben lang weiter, unterstützt von der Gemeinde und immer wieder angeregt durch Predigten.
Und das ist es, was in vielen Gemeinden fehlt.
Das Wachstum und die Begleitung dabei.
Das kann durch keine Evangelisation erreicht werden, dass dadurch kleine "fertige" Christen entstehen, die nichts mehr dazu lernen müssen ....
Deshalb finde ich es ganz wichtig, dass in Gemeinden regelmässig Schulungen angeboten werden.
Es gibt Organisationen, die sich gerade darauf spezialisiert haben und die in die Gemeinden eingeladen werden können. Eine gute Sache, besonders dann, wenn der Pfarrer es allein nicht schafft, seine "Schäflein" aus dem Schlaf der Selbstzufriedenheit zu wecken.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Pal am 14.09.2018 11:11... und auch ihren ganzen Beitrag...
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Cleopatra am 14.09.2018 10:21Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Leah am 14.09.2018 10:17Hallo Pal,
Du schreibst:
Nun, die Schrift ist eindeutig und siebenfach geläutert. Daher ist definitiv Klarheit gegeben. Und das ist auch so, wie ich ja schon schrieb.
Du begründest das Gebabbel mit dem Pfingstwunder, aber gerade da ging es um Sprachen, ja sogar um Mundart, also eine so übernatürliche saubere Aussprache, dass die Zuhörer sich wunderten, dass so gesprochen wurde von Menschen, die die Sprache nicht von klein auf gelernt haben.
Wie kann denn Gebbabel eine Mundart sein?
Apg.2, 1 Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen.
2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen.
4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation unter dem Himmel.
6 Als aber dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder Einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte.
7 Sie entsetzten sich aber alle und wunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer?
8 Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind:
9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien
10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als auch Proselyten,
11 Kreter und Araber - wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?
12 Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein?
13 Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines.
Es geht aber weiter, Paulus erklärt ja, Was dies wohl sein mag. Und da sagt er unter anderem, dass der Geist zum Weissagen befähigt. Weissagen ist ein klarer Begriff, der beeinhaltet, die Schrift auszulegen oder Gottes Wort richtig weiterzugeben. Dazu braucht man SPRACHE!
Apg.2, 14 Petrus aber stand auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Männer von Judäa und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnt, dies sei euch kund, und hört auf meine Worte!
15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, denn es ist die dritte Stunde des Tages;
16 sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist:
17 "Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden in Träumen Visionen haben;
18 und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen.
Da steht nichts von Gebabbel, aber schon rein gar nichts. Lediglich die SPÖTTER gegen Gott!!!!!! redeten davon, dass da jemand betrunken wäre....
Leah
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von solana am 14.09.2018 09:33Ich kann mit Zungenrede nicht viel anfangen, dafür bin ich vielleicht zu nüchtern 😉.
Dennoch kann ich es nicht ganz so sehen, nach biblischem Zeugnis, dass es damals immer ganz nüchtern darum ging, das Evangelium in fremden Sprachen zu verkündigen und so überhaupt nichts dabei war, das irgendwie in Richtung "Extase" ging.
Auch schon im AT wird ja von David berichtet (und auch von anderen, die in Extase gerieten, ergriffen vom Geist Gottes), dass er kaum bekleidet so tanzte, dass sogar seine Frau Anstoss nahm.
Und so, wie die Äusserungen im NT darüber gehalten sind, schon allein die Tatsache, dass Paulus sich genötigt sieht, den unguten Übertreibungen bei den Korinthern entgegen zu treten, zeigt doch, dass es hier nicht nur um Dolmetschen ging.
Das kann man nicht darauf herunterbrechen, nicht auf der Grundlage des biblischen Zeugnisses.
Ja, bei der ersten Ausschüttung des Heiligen Geistes an Pfingsten war es so, dass jeder die Botschaft in seiner Sprache hörte.
Jeder, der dafür ein offenes Herz hatte ....
Wenn es um reines Dolmetschen beim Zungenreden ginge, dann bräuchte es doch gar keine Ausleger mehr.
An Pfingsten hat auch niemand ausgelegt und jeder hörte die Botschaft in s e i n e r Sprache, ganz ohne vermittelnde Auslegung.
Aber uns nüchternen Mitteleuropäern liegt so etwas meistens nicht so.
Und wenn man es dann trotzdem macht, besteht die Gefahr, dass es irgendwie "herbeigezwungen" wirkt, weil man meint, das gehört eben dazu und man ist um so geistlicher, je mehr man sich da mitreissen lässt - und dann kommt es mir vor wie eine Mischung aus Gruppendynamik und Krampf ... (bei dem wenigen, was ich erlebt habe und das ich nicht als repräsentativ ansehe).
Andererseits sehnen sich gerade Menschen, deren Leben normalerweise so sehr von Kontrolle, Disziplin und Nüchternheit geprägt ist, auch nach einem Raum, in dem sie diese "Fesseln" mal ablegen können und sich ganz öffnen auf Gott hin. Ohne ständig alles mit dem Verstand zu analysieren und zu kontrollieren, sondern einfach alles loslassen und empfangen, sich ergreifen lassen und mitgehen.
Jeder hat wohl dieses Bedürfnis mehr oder weniger.
Ausgelassene Partystimmung, angeheizt von Alkohol, ist da eben ein Ventil, um das rauszulassen.
Das gab es damals auch schon; Pauls mahnte: "Sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes".
Nicht als "Ersatz" für Saufgelage.
Aber weil eben das Bedürfnis in uns allen steckt nach dieser Offenheit und danach, die Kontrolle durch den Verstand nicht allbeherrschend werden zu lassen, so dass gar nichts mehr durchkommt, was dieser nicht nach gründlicher Prüfung für gut befunden hat.
Der Geist Gottes lässt sich aber nicht allein mit dem Verstand erfassen und ordnet sich ihm auch nicht unter.
Deshalb auch die Aufforderung: "Den Geist dämpfet nicht."
Und das tut man definitiv, wenn man ihm den Verstand vorschaltet als kritische Instanz.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Pal am 14.09.2018 08:57Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Leah am 14.09.2018 08:46Hallo Pal,
Da steht im Kontext:
1. Korinther 14,15 im Kontext
12 So auch ihr: Da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr sie im Überfluss habt und so die Gemeinde erbaut.
13 Wer also in Zungen redet, der bete, dass er's auch auslegen könne.
14 Denn wenn ich in Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Verstand bleibt ohne Frucht.
15 Wie soll es aber sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand.
16 Wenn du Gott lobst im Geist, wie soll der, der als Unkundiger dabeisteht, das Amen sagen auf dein Dankgebet, da er doch nicht weiß, was du sagst?
17 Dein Dankgebet mag schön sein; aber der andere wird nicht erbaut.
18 Ich danke Gott, dass ich mehr in Zungen rede als ihr alle.
In Vers 12 ermahnt Paulus, dass wir die Gaben zur Erbauung der Gemeinde nutzen sollen.
Danach nennt er "Negativbeispiele": In Zungen reden ohne Ausleger erbaut nicht (V.13), auch nicht den, der redet, weil sein Verstand ohne Frucht bleibt (V.14),
Dann stellt er eine "rhetorische Frage danach, wie es nun (richtig) sein soll (V. 15): Richtig ist es, wenn der Verstand dabei ist und somit gewusst wird, was man sagt, bzw. was der Geist der Gemeinden sagt.
Dann kommt eine Gewissensfrage: Durfen wir wirklich "Amen" (so sei es, so ist es) sagen, ohne zu wissen wozu? (V.16) Ich würde sagen nein.
Auch ein Dankgebet ist nichtig, wenn nicht ein anderer erbaut wird.(V.17)
Dann sagt Paulus, dass er Gott dankt dafür, dass er mehr als andere in Zungen redet (V.18). (redet nicht babbelt!!!) Zunge und Sprache ist im Hebräischen, Aramäischen und Griechischen und in weiteren Sprachen das selbe Wort. Paulus reiste in der ganzen damaligen Welt herum, um das Evangelium zu verkündigen, daher musste er viele Sprachen und Dialekte können. Er konnte in Sprachen reden, die er nicht gelernt hatte. Und ja, dank sei dem Herrn.
Leah
Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?
von Pal am 14.09.2018 08:42Kann ich das verstehen? Brauche ich erst einen Urtext? Wozu? - Um etwa das, was ich hier deutlich verstehe umzumodulieren? -
...was braucht es jetzt den Urtext? Verändert der Text in der Ursprache den ganzen Sinn? -
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Tageslosung (1) wir sind geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken Eph 2,10
von Burgen am 14.09.2018 08:26Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen. Psalm 17,7
Sollte Gott nicht Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen! Lukas 18,7
1.Korinther 7,17-27
Prediger 3,1-15
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie geht es euch nach großen charismatischen Gottesdienst-Events?
von Burgen am 14.09.2018 08:22Hallo ihr Lieben ,
mit Charismatischen Gottesdiensten sind für mich in den Anfangszeiten nur zwei Pastoren „hängengeblieben“. Der eine war zu hören in Hamburg, da war ich selbst mal im GD, den anderen kannte ich nur vom Hörensagen.
Das einzig hängen gebliebene aller GD, ist, dass gewarnt wurde ohne Unterlass, bis heute. Und bis heute lernte viele GD von etlichen Gemeinden oder Einladungen zum Abend, verbunden mit Lobpreis und Musik kennen, die sich etwa einmal im Monat trafen.
In meinem Leben alles auch Höhepunkte zu einem gestressten Alltag.
Und dort, wo es eben nicht so genehm und konform ging, war ein Unwohlsein vorhanden. Auf diese Weise allerdings war halt die „Besucherposition, bez. Beobachtungsposition“ vorherrschend. Und irgendwann für mich der Besuch bei ihnen vorbei.
Bei einer ganz normalen Zusammenkunft in einer Nachmittagsveranstaltung merkte ich dann aber, dass es an mir lag, dort nicht warm werden zu können.
Vom Rückblick her, ist das Vertrauen in Jesus sehr groß, mich zu beschützen vor anderen Einflüssen.
So einem anderen Einfluss kann man nämlich überall ausgesetzt sein.
Wir sind ja aufgefordert die göttliche Waffenrüstung täglich anzuziehen.
Und ja, die Endlosschleifen mancher Gesänge gehen wirklich ins unendliche und damit ganz nüchtern empfunden, auf den Senkel.
Auch im TV bei manch einem Gesang, die ja auf CD zu hören sind, bemerkt man, dass die Leute zwar Freude am Singen haben, denke ich mir, sie aber den Mund nicht richtig aufmachen. Sie singen aus einem verkrampften im Rachen geschlossenen Mund, und das hört sich überhaupt nicht gut an.
Sie singen so, wie zB ein Halbstarker läuft, wenn man das mal als Vergleich herbeiziehen kann. Bei Fahrradfahrern kann man dies auch beobachten, wie sie den Oberkörper, Schultern und Arme am Lenker haben.
Dies finde ich alles hochinteressant.
Und ja, der Heilige Geist wirkt bei jedem Menschen anders, die wir ja eigentlich nur Gefäße sind. Jeder „tickt“ eben anders. Jedoch, selbst Hingabe kann diszipliniert werden. Meine, wenn die Beine weich werden, setzt man sich bestenfalls hin, bevor man umfällt. Der Lobpreis Gottes „fährt“ ja nicht in die Beine, kann aber in geballter Wucht den Menschen einfach umhauen. Denn auf der anderen Seite wissen wir aus der Bibel, dass allein durch IHN das Wasser getrennt wurde, sodass die Israeliten Ägypten hinter sich lassen könnten, und das trockenen Fußes. Oder eben im NT die buchstäblichen Ketten gesprengt und Gefängnistüren geöffnet wurden.
Vielleicht in etwa vergleichbar mit der Kraft der im TV zu sehenden Tornados und Hurrikans. Mit gestern 320 km/std .
Ja, was ist der Mensch, dass du dich ihm entgegenstellen willst. ...
Wir sind halt ganz strukturierte GD und so bewohnt, weil weil das keine Angst macht. Das kennen wir dann so. Und darin können wir uns frei bewegen. Innerhalb dieser Grenzen. Und das ist ja auch gut so.
Burgen


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