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nobse

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Beiträge: 174

Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM

von nobse am 19.03.2018 08:41

Hallo Thomas,

nennmichdu: Die Bibel kennt keine mehr oder weniger große Nähe zu Christus. Entweder wir sind "In Christus" - und damit Christ, oder wir sind noch kein Christ, sind noch nicht in Christus. Können noch nicht sagen, nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.

Es mag sein, dass das in der Bibel nicht ausdrücklich thematisiert wird.

Doch betrachte das Gleichnis vom Weinstock und von den Reben. Nicht alle Reben bringen gleich viel Frucht. Diejenigen, die mehr Fruchtsaft aus dem Weinstock entnehmen, bringen auch mehr Frucht. Und diese werden vom Herrn auch stärker in Anspruch genommen, wenn es gilt, etwas für IHN zu tun.

nennmichdu: Ein wenig Sünde trennt hier genauso stark von Gott wie sehr große und viele Sünden. Nach dem Motto, knapp vorbei ist auch daneben.

Au weia. Dann kann ja keiner von uns mit Gott eine Verbindung haben. Oder glaubst du allen Ernstes, du begingest nicht hie und da eine "kleine" Sünde?

nennmichdu: In der Bibel wird aber nun von einem Erkennen, von einem Eins Werden berichtet. Und dies geschieht dort, wo ein Mensch sein selbstbestimmtes altes Leben loslässt und ganz von Gott ergriffen wird. Von seinem Geist erfüllt wird. Ein neues Herz und einen neuen beständigen Geist erhält - in der Wiedergeburt.

Selbstbestimmung widerspricht nicht dem Erfüllen von Gottes Willen. Gott läßt uns unser Leben leben. Er möchte nur, dass wir es in der Gemeinschaft mit IHM leben. Und die Wahrheit wird uns frei machen, so zu leben, wie wir es möchten. Gott macht uns keine Vorschriften, er möchte nur, dass wir Liebe leben.

nennmichdu: Das klingt nach einer rein geistigen intellektuellen Anstrengung, die dann zu einer "geistigen Verbundenheit" führt.

Nein, es ist das immerwährende Gebet, das in die Verbindung mit Gott und Christus führt. Und unreine Gedanken behindern die Wirkung von Gebet. Ob wir beten, ist aber eine Willensentscheidung.

Herzlichen Gruß,
Nobse

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JeanS

70, Männlich

  Neuling

Beiträge: 97

Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM

von JeanS am 19.03.2018 08:30

Hallo liebe solana
Und wieder hast Du geschrieben, was mit meinen Überlegungen vollkommen übereinstimmt.

Folgende Worte von Dir wiederhole ich sehr gerne:

Er hat die Menschen zu sich gerufen, dass sie sich erquicken und satt trinken sollen am lebendigen Wasser und Ruhe finden für ihre Seelen, Trost und Kraft schöpfen - und dann von ihm lernen. Sein "sanftes Joch" aufnehmen und die "leichte Last" tragen. Nicht mit Forderungen und Leistungsdruck. Sondern so wie ein Licht ganz natürlich leuchtet und alles um es herum hell macht, weil das ganz einfach seine Natur ist und es gar nicht anders kann. Genauso wird das neue Leben eines "neugeborenen Christen" immer heller und strahlender, je mehr er freudig und genussvoll die "Milch" in sich aufnimmt und wächst in seinem neuen Leben. Darauf würde ich eher den Fokus legen, dann kommt der Rest von allein. Je mehr sich die Reben am Weinstock halten und seinen Saft aufnehmen und in sich hinein strömen lassen, um so mehr gute Frucht bringen sie ganz zwanglos und automatisch. Sie müssen sich nicht unter Leistungsdruck setzen, um möglichst viele Trauben zu produzieren ....

Denn sie entsprechen vollkommen Jesus Worten in:
Matthäus 11.28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

Johannes 8.12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. 

Von andern Mitmenschen oder sich selbst auferlegter Leistungsdruck ist fehl am Platz im Weinberg Gottes. Egal wie lange jemand dort wirkt oder wie intensiv, der Lohn ist immer derselbe. Denn ich glaube, Gott freut sich schon, wenn man sich für das Arbeiten im Weinberg gewinnen liess und beherzt umsetzt was er jedem je nach Zeit und Begabung aufgibt.

Und wenn man mit dem Weinstock wahrhaftig verbunden ist, wie Du ja auch treffend schriebst,  dann kann er uns befähigen gute Frucht zu bringen. Und wenn dann Nutzniesser unserer Liebeswerke nach seinem Willen nach dem Ursprung unserer Freude unserer Kraft fragen, dann kann man säen und trifft eventuell gerade dann auf guten Nährboden. 

Mit wahrhaft christlichem Verhalten,im Sinne Jesus Christus, wie es im Buche steht   kann man aufgrund meiner Erfahrung Menschen eher auf den Geschmack bringen, Jesus Christus näher kennenlernen zu wollen (man will ja auch wissen, wem man künftig die Führung des Lebens übergeben will) Nachfolger Christi zu werden, als allen gleich zu unterstellen sie seien so oder so allesamt Sünder vor Gott also auch, wenn ihnen keine Sünde vorzuweisen ist, sie von Jesus zu den Gerechten zählen würde.

Dem Evangelium dienstbar ist nach meinem Empfinden,  wenn man Schätze im Himmel sammelt, also sich unter der Regie durch den Hl. Geist Gottes nurmehr geistlich gesinnt ist und entsprechend geistlich reagiert, wirkt oder wie Paulus sagte, dass die Jesus angehören ihr Fleisch -ihm und seiner Aufopferung zuliebe- in tiefer Dankbarkeit kreuzigen.

Das gefällt dem Vater im Himmel, und natürlich freut sich der Himmel auch über jeden Sünder der sich künftig von aller Bosheit fern halten will um sich  zum Gerechten zu bekehren. Denn wo der  Wille des Vaters Jesu auf Erden wie im Himmel geschieht,kann sein Reich sich auf Erden ausbreiten. Im Reich Gottes herrscht Frieden, Freude, Liebe, Barmherzigkeit, Versöhnungsbereitschaft, und der Arge hat dort keine Angriffsfläche mehr, ist er entmachtet, in die Wüste geschickt worden oder wo der Pfeffer wächst oder fussballerisch hat man dem Widersacher Gottes die rote Karte gezeigt = Platzverweis.

Gruss Hans


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Cleopatra
Administrator

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Beiträge: 5503

Re: Frage zu Lk. 1,17: Johannes der Täufer in Geist und Kraft Elias

von Cleopatra am 19.03.2018 07:57

Johannes kleidete sich auf jeden Fall wie Elia (2.Könige1,8) und sprach über die Notwendigkeit der Sündenvergebung.

Dies zeigt auch schon Ähnlichkeiten auf.

Elia war ein sehr großer Prophet, der auch als Vorbild galt in Sachen Rebellion.
In Maleachi wird er angeküdnigt als der Vorbote.

Und Johannes ist ja der Vorbote von Jesus.

Jesus selbst sagt, dass es keinen größeren Propheten gab als Johannes der Täufer.

Obwohl er unscheinbar klang, war er es eben nicht. Wir sehen auch, dass die Menschen zu Johannes hinausgingen, nicht er ging zu denen.

Zu der Zeit waren die Israeliten ja alle in einer Wartehaltung und haben gespannt darauf gewartet, dass sie wieder erlöst werden von den Römern.

Sie kannten die Verse von Maleachi und haben die ganze Zeit Ausschau nach Elia gehabt,. Jesus sagt ihnen später "da ist er doch."

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.03.2018 08:06.

solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM

von solana am 18.03.2018 23:46

JeanS schrieb:

Tägliches Bibellesen ja, aber vor allen andern Texten, prioritär Jesus Lehren und dann das was die Jünger und Apostel in Jesus Sinn weiterlehrten.

Hallo Hans
Ja, so wie die "neugeborenen Kindlein":

1. Petr 2, 1 So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede
2 und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil,
3 da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.
4 Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.
5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

Daran erinnert auch die Bezeichnung des ersten Sonntags nach Ostern, dh des ersten Sonntags nach dem traditionellen Tauftag "Quasimodogeniti" (wie die neugeborenen Kindlein).

Diese Aufforderung ist getragen von Freude und Begeisterung, nicht mit einem erhobenen moralischen Zeigefinger.
Sie erinnert die frisch Bekehrten daran, dass sie schon "geschmeckt" haben, dass der Herr freundlich ist.
Und trinken sollen sie wie Neugeborene eben trinken: begierig nach dem, was ihnen gut tut, mit Freude und Genuss.
Als Mutter habe ich das erlebt und habe beim Lesen des Textes dieses Bild vor Augen; es ist eine Freude, zu sehen, wie ein Säugling mit vollen Zügen trinkt und geniesst.

Und das finde ich besonders wichtig, zu vermitteln, diese Begeisterung am neuen Leben und an dem, was Gott uns schenkt.
Nicht die frisch Bekehrten gleich mit Pflichtübungen und Drohungen verändern zu wollen.

Das hat Jesus auch nicht getan.
Er hat die Menschen zu sich gerufen, dass sie sich erquicken und satt trinken sollen am lebendigen Wasser und Ruhe finden für ihre Seelen, Trost und Kraft schöpfen - und dann von ihm lernen. Sein "sanftes Joch" aufnehmen und die "leichte Last" tragen.
Nicht mit Forderungen und Leistungsdruck.
Sondern so wie ein Licht ganz natürlich leuchtet und alles um es herum hell macht, weil das ganz einfach seine Natur ist und es gar nicht anders kann.
Genauso wird das neue Leben eines "neugeborenen Christen" immer heller und strahlender, je mehr er freudig und genussvoll die "Milch" in sich aufnimmt und wächst in seinem neuen Leben.

Darauf würde ich eher den Fokus legen, dann kommt der Rest von allein.
Je mehr sich die Reben am Weinstock halten und seinen Saft aufnehmen und in sich hinein strömen lassen, um so mehr gute Frucht bringen sie ganz zwanglos und automatisch.
Sie müssen sich nicht unter Leistungsdruck setzen, um möglichst viele Trauben zu produzieren ....

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Frage zu Lk. 1,17: Johannes der Täufer in Geist und Kraft Elias

von geli am 18.03.2018 21:22

Also - warum Elia mit Johannes verglichen wird - auch Jesus tut das ja - das weiß ich nicht. Vielleicht weil Elia - wie auch Johannes - zur Entscheidung aufgerufen hat? Elia hat die Menschen, wie auch später Johannes, die Menschen zur Umkehr gerufen.
Elia ruft: "Erhöre mich, Gott... damit dies Volk erkennt, dass du, Herr, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst" - 1. Könige 18,37

Deine andere Frage wegen dem Tag des Herrn - ich denke, es wird ein Tag (oder auch eine Zeitspanne) des Gerichts sein. Ein Tag des Gerichts für die, die sich gegen das Angebot Gottes zur Rettung entschieden haben, aber ein Tag der Gnade und der Freude für diejenigen, die Jesus als ihren Retter angenommen haben.
Denn Rettung - das bedeutet ja, dass wir durch Jesus vor dem kommenden Zorn Gottes gerettet sind. Sein Zorn wird uns nicht treffen, denn durch Christus sind wir mit Gott versöhnt.

Über den anderen Menschen bleibt der Zorn Gottes bestehen - ich denke da z.B. an Rö. 2,5:
"Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes..."

Oder auch Hebr. 10,31: "Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen" - schrecklich für die, die ihren Retter nicht kennen und ihn abgelehnt haben.


Ich weiß nicht, ob Dir das hilft?

LG, geli

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JeanS

70, Männlich

  Neuling

Beiträge: 97

Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM

von JeanS am 18.03.2018 20:16

18.03.2018 17:02 - solana
JeanS schrieb:

 

Hallo solana, da hast Du natürlich meine volle Zustimmung.  Egoismus passt ebensowenig zu einem Leben als JüngerIn Jesu Christi, wie auch Egozentrismus. Jesus stellte ja die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten vor die Liebe zu sich selbst, genauer sollte die Liebe zum Nächsten und sich ausgwogen sein, werte ich die Worte Jesu, betreffend dem höchsten Gebot. Also den Nächsten nicht mehr und nicht weniger lieben wie mich selbst und Gott am Allermeisten. Gott ist ja die Liebe 

 

18.03.2018 17:02 - solana JHallo Hans Ich meinte, von diesem falschen Denken loszukommen. Das steckt so tief in uns drin, und ebenso der falsch Freiheitsbegriff - die Illusion, der Mensch wäre nur dann frei, wenn er niemandem verpflichtet ist, niemandem dienen muss, ausser sich selbst und seinem eigenen Wohl.
Dass die wahre Freiheit für den Menschen nur darin liegen kann, sein Leben in Übereinstimmung mit dem Plan seines Schöpfers zu leben, dass er nur so ein erfülltes, reiches und wirklich freies Leben haben kann, das muss man erst einmal verstehen und sich trauen, ganz auf dieser Grundlage zu leben.
Ohne Kompromisse mit dem Denken "der Welt" und ohne zwischen beiden Lebensanschauungen hin und her zu schwanken, je nachdem ob man sich in christlicher Gemeinschaft befindet und sich gegenseitig bestärkt und ansteckt oder ob man sich bspw am Arbeitsplatz in einem nichtchristlichen Umfeld befindet und da sein Denken und Reden den anderen anpasst und deren Werte "regieren" lässt. Gruss Solana

Es heisst ja, wie Du sicher auch weisst, dass wer in Christus eine neue Schöpfung/Kreatur geworden ist, alsdann in den Guten Werken wandelt, die Gott einem jeden davon vorbereitet hat. (je nach Begabung und Zeitmöglichkeit)
Es gibt wohl keine bessere Grundlage als: 

1.Korinther 3.9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue.

Gelebte Nächstenliebe gewichtet auch Paulus sehr stark, wie man hier sieht: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Galater 6.2

Das Evangelium Jesus Christus vom Nahen  Reiches Gottes  (durch Umkehr der Sünder zu gottgefälligem Verhalten) bedingt,  dass der Willen des Vaters Jesu wie im Himmel so auch auf Erden immer mehr getan wird, was ja bei jenen Evangelisationen ausserhalb des Internet und auch darin aus meiner Sicht nachweislich vernachlässigt wird, dies Gottsuchenden, respektive Frischbekehrten ans Herz zu legen beizubringen. Tägliches Bibellesen ja, aber vor allen andern Texten, prioritär Jesus Lehren und dann das was die Jünger und Apostel in Jesus Sinn weiterlehrten.

Gruss Hans


 

 

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pray

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von pray am 18.03.2018 19:50

ui, danke geli. Jetzt haben wir aber wieder viel gelernt. Mein Kommentar Mc. Donald sieht noch aus wie neu. *gg* , gut, dass du nachgesehen hast.
Aber ja, das könnte wirklich dann einer der ersten Hinweise auf stellvertretende Fürbitte sein und Opfer und leidender Jesus.

Und....dann will ich lieber auch nicht so vorschnell mehr sein mit dem Mutmaßen über Gottes Führungen. ....den Ratschluss Gottes verdunkeln

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von geli am 18.03.2018 19:41

Liebe pray,
das Buch Hiob wird sehr früh datiert - noch vor der Zeit Abrahams. Laut William Mc. Donald - Kommentar - ist die wahrscheinlichste Zeit, in der das Buch Hiob einzuordnen wäre, die Zeit der Patriarchen oder die Zeit Salomos. In die Zeit der Patriarchen würde gehören, dass es "Familien-Priesterschaften" gab, wie ja auch Hiob für seine Familie geopfert und gebetet hat.
Zumindest gab es wohl  noch kein Gesetz und noch keine Opfervorschriften, so wie sie durch Mose dann angeordnet wurden.

pray: . Also waren die FREUNDE die Übeltäter nicht Hiob mit einem versteckten Groll. Was meinst du geli??

Ja, natürlich waren die Freunde die "Übeltäter" - sie sind an Hiob schuldig geworden. Das hat Gott ja auch gesagt, und deshalb sollten sie ja auch ein Opfer bringen.
Aber wir Menschen - und auch Hiob war ja ein Mensch - reagieren ja meistens mit Ärger oder Groll auf Unrecht, das man uns antut.
Ich kann mir vorstellen, dass Hiob schon "sauer" war auf die Freunde, die ihn noch "gestoßen haben, als sein Fuß schon wankte..."

William Mc. Donald sieht Hiob ein Stück weit als Vorbild, als "Vorschattung" auf Jesus hin - als der "Mittler", der "Fürsprecher".
Auch meint er, das Buch Hiob würde die Juden auf einen "leidenden" Messias hinzuweisen.

SMart: Hiob lehrt mich, vorsichtig zu sein! Gott ist Gott! Ich bin nur ein Hauch.

Ja, mich auch... wie oft redet man Dinge - wie Hiob - die "den Ratschluss Gottes verdunkeln".

LG, geli



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pray

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Frage zu Lk. 1,17: Johannes der Täufer in Geist und Kraft Elias

von pray am 18.03.2018 19:35

Wir wissen ja, dass vor dem Tag des Herrn der Prophet Elia gesandt werden soll. (Mal. 3,17)

Jesus sagte ja, dass diese Prophezeiung über das Kommen des Elia mit Johannes dem Täufer erfüllt ist.

Hier steht es in Mt. 17,10-13:

Doch ich sage euch: Elia ist schon gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben mit ihm getan, was sie wollten. So wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.  Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte.

Und in Lk 1,17 wird es weiter erklärt: Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia...

Wir wissen weiter, dass Johannes ja der Wegbereiter für Jesus war. So waren die Leute schon auf Jesus vorbereitet, wenn er Seinen Dienst antrat.


Meine Fragen:
Ich verstehe aber nicht, warum der Geist und die Kraft von Johannes dem Täufer mit Elia verglichen wird. Elia hat zwar gegen den Baal und dessen Anhänger gestritten und eine große Auseinadersetzung mit der götzendienerischen Isebel gehabt, die ihn völlig auslaugte.
Aber die anderen Propheten waren ja auch ganz schön kraftvoll!!! Sie stritten auch mit dem Volk wegen Götzendienst und mussten teils viel erleiden.

Ich möchte gern wissen (weil es in der Bibelstunde einer suchenden Frau nicht beantwortet werden konnte), warum ausgerechnet ELIAs Geist und Kraft erwähnt ist.

Und wie erklärt man einem Nicht-Bibel-Kenner den großen und schrecklichen Tag des Herrn? ( Mal 3,17)

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von pray am 18.03.2018 19:13

Liebe Geli, lieber SMart,

das sind nun 2 verschiedene Ansätze. Geli schreibt siinngemäß , das Hiobs Fürbitte seinen eigenen etwaigen Groll gegen die Freunde besiegte und SMart schreibt sinngemäß, dass Gott nur die Fürbitte des gerechten Hiobs und nicht die der Freunde, die sich so verschuldet haben mit ihren verkehrten Mutmaßungen, hören wollte.

o.k. ...mal weiter nachdenken: Es waren die FREUNDE, denen Gott das Opfer befahl - nicht Hiob sollte das Opfer bringen. Also waren die FREUNDE die Übeltäter nicht Hiob mit einem versteckten Groll. Was meinst du geli??

Nun wundert mich aber total, dass das Opfer nicht durch die Priester gebracht werden sollte. Oder gab es da mal wieder keinen Priesterdienst, weil Israel sich von Gott abgewandt hatte?  Der Priester brachte doch das Opfer dar und war ein Mittler zwischen Gott und dem Menschen.  Also hat Hiob vielleicht sogar in dieser Weise den Priesterdienst übernommen. In Kap. 1,5 lesen wir das auch, dass Hiob quasi den Priesterdienst mit den Opfern für seine Kinder tat.


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