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solana

-, Weiblich

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Beiträge: 4164

Re: was versteht ihr darunter:glückselig sind die jenigen, die ihre Kleider waschen .... Offb 22,14

von solana am 10.03.2018 16:34

Nennmichdu schrieb:

Und wenn es um das Ablegen geht, das geschah eigentlich vor der Wiedergeburt, bevor wir die neuen Kleider des Heils erhalten hatten, das wir die alten Kleider dafür ablegen müssen.

Denn es gibt keine Wiedergeburt und keinen heiligen Geist in einen Körper, der hier noch seinen alten Begierden frönt. Daher die notwendige Taufe, das in den Tod geben des alten Adams mit all seinen Begierden.


Das Ausrichten auf Gott, mit dem Blick auf Jesus als den Anfänger und Vollender unseres Glaubens ist dann aber weiterhin unabkömmlich und notwendiger Bestandteil unserer Heiligung. Uns mit all dem Guten erfüllen zu lassen, was Gott uns schenken tut. Dem heiligen Geist immer mehr Raum in unserem Leben zu geben.


Das Waschen der Kleider im Blut des Lammes ist also auch ein ständiger Prozeß:

Ja, Thomas, ich hatte diesen Zusammenhang auf der Grundlage  des Textes von Kol 3 formuliert, weil es dort so schön zusammengefasst dargestellt wird und mit dem "ab/anlegen" die Kleidersymbolik/alterAdam anklingt.

Und - was ich besonders wichtig finde - auch die Beziehung zwischen beiden An/Ablegevorgängen:
Das Ab/Anlegen bei der Taufe ist die Voraussetzung dafür, dass wir das im Heiligungsprozess tun können.
Und das An/Ablegen bei der Taufe bedingt auch die Notwendigkeit, dass wir nun nicht mehr im "Alten"verweilen können, weil das unsem neuen Leben nicht mehr angemessen ist. ("legt ab/an, denn ihr habt ja ausgezogen/angezogen ....")

Zum Vorgang der Heiligung bei der sich der Mensch ganz Gott zur Verfügung stellt und aussondert als "Gottesdienst" auch diese Stelle:

Röm 12,1 Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Hier wird auch wieder deutlich, wie wichtig es ist, die "Gesinnung" zu erneuern; erst so können wir überhaupt erst Gottes Willen erkennen und ihn tun.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Faszination Jesus

von nennmichdu am 10.03.2018 15:01

seine Schafe --- die er vor Grundlegung der Welt dazu bestimmt hat, Gottes Kinder zu sein (zu werden) -- die (er)kennen halt sogleich die Stimme des guten Hirtens....

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Faszination Jesus

von nennmichdu am 10.03.2018 15:00

Tja, gute Frage, warum folgten viele Menschen Jesu sofort nach seinem Aufruf nach und ließen alles andere zurück -


Aber wie ist es denn bei uns - dort wo uns das Wort Gottes erreicht - lebendig wird - wir Gottes Stimme hören  ... und im Nachhinein auch wissen, das Gott uns an diesen Punkt über lange Jahre führen musste, das wir überhaupt soweit kommen konnten, alles für Jesus liegen und stehen zu lassen um ihn nachzufolgen ..---?

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5503

Faszination Jesus

von Cleopatra am 10.03.2018 14:55

Matthäus 4, 18 Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer.
19 Und er sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.
20 Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.
21 Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Boot mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze flickten. Und er rief sie.
22 Sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach.

Markus 2, 14 Und als er vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach

Es hat auch sein Gutes, wenn man krank ist, dann kommt man mal zum Lesen ;-D

Mir ist schon letztens aufgefallen und heute beim Lesen des Markusevangeliums auch nochmal:

Zu Jesu Zeiten gab es ja viele Wanderprediger. Das war nichts Ungewöhnliches damals.
Auch an den Synagogen wurde gelehrt und gepredigt.

Nun kommt also eine völlig neue Gestalt in die Stadt, sagt zu beruflichen Arbeitern "Komm mit mir mit und lass dein Leben wie es ist so stehen" und sie taten es..?
Sie kannten Jesus doch noch garnicht.

Da muss Jesus wirklich eine heftige Ausstrahung gehabt haben, oder die ersten Jünger hatten schon von Wundern und Heilungen von ihm gehört, sonst wären sie doch nie mit einem fremden Mann mitgegangen, oder..?

Habt ihr euch mal darüber Gedanken gemacht?

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Schönheit - oder der Schmuck der Frau, am Beispiel von Esther

von nennmichdu am 10.03.2018 13:51

Ich möchte mal ein neues Thema anfangen und hierzu das Buch Esther betrachten, wo es um Schönheit, Reinheit, Gottesfurcht und Hingabe geht.

Eigenschaften, mit denen sich Esther im Harem des Königs und auch später von allen anderen Frauen unterschied. 


Und wenn es um Attraktivität und Schönheit geht, schneide ich hier sicher ein Thema an, das viele interessieren wird.


Neutestamentlich fällt uns zum Thema innerer Schönheit meist nur diese Verse ein:

1. Tim. 2
9 ebenso, dass auch die Frauen sich in anständiger Haltung mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung,
10 sondern mit dem, was Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen, durch gute Werke.


Und nicht selten wurde dann ganz puritanisch von der Frau erwartet, auf äußeren Schmuck und schöner Kleidung gänzlich zu verzichten und sich "nur" noch durch gute fromme Werke auszuzeichnen.

Im Buch Esther wird dann erstmal die Königin Wasti vor Augen gestellt, die sich durch (in erster Linie?) körperliche Schönheit und Makellosigkeit auszeichnete:

Esther 1
11 die Königin Wasti mit dem königlichen Diadem vor den König kommen zu lassen, um den Völkern und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war von schönem Aussehen.

Mit einen königlichen Diadem schön geschmückt und von schönem Aussehen.
Da sie sich aber durch Ungehorsam dann die Gunst des Königs verspielte, kam Esther ins Spiel:

Esther 2
9 Und das Mädchen gefiel ihm (war schön in seinen Augen - des Obereunuchen)  und erlangte Gnade vor ihm. Und er beeilte sich, ihr die nötigen Schönheitsmittel und die gebührende Verpflegung zuteil werden zu lassen und ihr die sieben auserlesensten Mädchen aus dem Haus des Königs zu geben. Dann ließ er sie mit ihren Mädchen in den besten Flügel des Frauenhauses umziehen.

Also auch hier wird das Heraus Arbeiten und Verbessern eines hier wohl schon von Natur aus schönem Menschen durch die entsprechende Kosmetik und Verpflegung weiter (ein halbes Jahr lang) vorangetrieben. Was ja dann auch für die christliche Frau nicht so ganz verkehrt sein kann.

Was Esther dann weiter auszeichnete, war ihr Vertrauen auch in den Rat von anderen. Sie war nicht selbstbeschaulich. Nicht eingebildet. 

Und was dann noch dazu kam:

Esther 2
16...Und Ester erlangte Gunst in den Augen aller, die sie sahen.

Etwas was nur Gott schenken kann.
17 Und der König gewann Ester lieb, mehr als alle Frauen, und sie erlangte Gunst und Gnade vor ihm, mehr als all die andern Jungfrauen. Und er setzte das königliche Diadem auf ihr Haupt und machte sie an Wastis Stelle zur Königin.

Worin sich Esther dann aber ganz besonders auszeichnete, war, das sie bereit war ihr eigenes Leben zurückzustellen (notfalls zu sterben als sie ungebeten vor den König trat), um für ihr Volk Fürsprache zu halten.

Was dann das ganze Ausmaß an Esther innerer Schönheit offenbar werden lässt und für uns Christen ein Hinweis ist, das wir dort, wo wir ganz unser Leben in Gottes Hände legen, auch Großes und Gutes von ihm erfahren werden.


Und eigentlich habe ich das Thema schon wieder fast abschließend behandelt. Wenn ich mich frage, wie könnte ein Mensch mich begeistern, wenn ich als Vorbild auf die Person Esther sehe.


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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: was versteht ihr darunter:glückselig sind die jenigen, die ihre Kleider waschen .... Offb 22,14

von nennmichdu am 10.03.2018 13:25

Vielleicht müsste ich zum besseren Verständnis noch ergänzen:


Der alte Mensch und der Neue Mensch (neue Adam - Christus in uns) betreffen die Gesinnung. Das Wesenhafte. Der entweder gute Baum der auch dann gute Frucht bringt oder der "schlechte" Baum, der nur schlechte/faule Früchte hervorbringen kann. 

Die Kleidung ist dann das von aussen sichtbare, dieser Wesensart. Der Christ ist mit den weißen (unbefleckten) Kleidern des Heils geschmückt.

Der Nichtchrist in seiner alten fleischlichen gesinnten Adamsnatur mit Lumpenkleider - die von den Taten und Werken des Fleisches gezeichnet sind.

Das alles sollen wir mit der Taufe ablegen. Und auch später dann als Christ verabscheuen. Uns hier nicht wiederum in den Schmutz der Welt hineinziehen zu lassen. Uns unbefleckt zu bewahren. Im Weg der Heiligung. Hier immer wieder auch auf Reinigung im Bekenntnis von Schuld, wo sie uns ereilt, bedacht zu sein.

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: was versteht ihr darunter:glückselig sind die jenigen, die ihre Kleider waschen .... Offb 22,14

von nennmichdu am 10.03.2018 13:13

Hallo Solana,


danke für deine Hinweise auf die Reinheitsgebote im Alten Testament (3. Mose u.a ist dort viel zu lesen), die dann natürlich hier das beschreiben, was für das Gottes Kind unter dem neuen Bund nun für Rein erklärt werden - dem Reinen ist ALLES rein..... mir ist alles erlaubt...

- dort, wo es eine neue Gesinnung, ein neues fleischernes Herz und einen neuen beständigen Geist in der Wiedergeburt von Gott geschenkt bekommen hat.

Von daher hätte ich dies am Anfang sagen müssen. Dort wo wir den Nächsten lieben, dort erfüllen wir auch das ganze Gesetz und können dann auch gar nicht mehr sündigen:

1. Johannes 2

10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist in ihm.
11 Wer aber seinen Bruder hasst, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen verblendet hat.

und jetzt geht es gleich mit dem Thema Reinigung dann schon weiter:

1. Joh. 3

2 Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es1 offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
3 Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie auch jener rein ist.


Und nun kommen Verse, die ich lange Zeit auf das dauerhafte, zwanghafte Sündigen (müssen) bezogen haben:


6 Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht; jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen noch ihn erkannt.
7 Kinder, niemand verführe euch! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie er gerecht ist.

8 Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Hierzu ist der Sohn Gottes offenbart worden, damit er die Werke des Teufels vernichte.
9 Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.
10 Hieran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels: Jeder, der nicht Gerechtigkeit tut, ist nicht aus Gott, und wer nicht seinen Bruder liebt.


Und Angesichts Vers 9  bleibt jetzt natürlich die Frage im Raume stehen, kann denn dann ein Gottes Kind, das durch den heiligen Geist lebt und geleitet ist überhaupt noch sündigen?

Und dein aus dem Römerbrief zitierter Vers beantwortet diese Frage:

Röm 6, 1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?

... Wie können wir noch --- bzw. wie sollten wir noch dies wollen...
wie können wir es überhaupt dann noch vollbringen.... -

eine rhetorische Frage, die hier Klar mit Nein beantwortet wird. Wie können und wollen es nicht mehr. Und wir tun es auch nicht. Und wir werden darin auch nicht befunden werden, in der Gruppe, die du erwähnst hast, die das Reich Gottes nicht erben werden:


1Kor 6,9 Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder



Und wenn es um das Ablegen geht, das geschah eigentlich vor der Wiedergeburt, bevor wir die neuen Kleider des Heils erhalten hatten, das wir die alten Kleider dafür ablegen müssen.

Denn es gibt keine Wiedergeburt und keinen heiligen Geist in einen Körper, der hier noch seinen alten Begierden frönt. Daher die notwendige Taufe, das in den Tod geben des alten Adams mit all seinen Begierden.


Das Ausrichten auf Gott, mit dem Blick auf Jesus als den Anfänger und Vollender unseres Glaubens ist dann aber weiterhin unabkömmlich und notwendiger Bestandteil unserer Heiligung. Uns mit all dem Guten erfüllen zu lassen, was Gott uns schenken tut. Dem heiligen Geist immer mehr Raum in unserem Leben zu geben.

Das Waschen der Kleider im Blut des Lammes ist also auch ein ständiger Prozeß:

Off. 22
11 Wer Unrecht tut, tue noch Unrecht, und der Unreine verunreinige sich noch, und der Gerechte übe noch Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich noch!


12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.
13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

14 Glückselig, die ihre Kleider waschen, damit sie ein Anrecht am Baum des Lebens haben und durch die Tore in die Stadt hineingehen!

15 Draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.


Hier werden dauerhafte Zustände beschrieben, die von einer grundsätzlichen Lebensart berichten. Der Lebensart des Christen in der Heiligung. Und dem Leben der Menschen, die Gott nicht kennen - den Kindern des Teufels (1. Joh. 3,10)

Kleider zu waschen in Vers 14 bezieht sich also auf Vers 11. Ich wasche meine Kleider dort, wo ich mich heilige. Und Heiligung ist der sich stets neu auf den Herrn ausrichtende Blick, in allen Lebenslagen hier meinen Glauben immer wieder neu in Erwartung auf Gottes Hilfe auszurichten.

Dort wo ich in Übertretungen gerate, weil ich zwar vom Zwang, sündigen zu müssen, befreit worden bin und von Jesus für ganz rein (vom Haupte her) erklärt werde, aber ich dann, der ich noch nicht vollkommen bin,  immer wieder noch von Fehltritte ereilt werden kann, die dann ein Bekenntnis meiner Schuld nötig machen, auf das ich Reinigung und Erneuerung erfahre. 

Reinigung und Erneuerung die mich  HEILIGT - die mich wieder in ein heiles - für Gott abgesondertes - Verhältnis zu ihm bringt.


Was dann mein täglicher Gottesdienst ist:

Jak 1,27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten.


Gruss,
Thomas

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: was versteht ihr darunter:glückselig sind die jenigen, die ihre Kleider waschen .... Offb 22,14

von Burgen am 10.03.2018 11:09

Ja, es ist so leicht in der Theorie auf schriftlicher Basis zu bleiben.
Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Wäre es alles einfach, bräuchte es nicht das dicke Buch der Heiligen Schrift in vielfachen Übersetzungen und Übertragungen.
Gott sei gedankt für die Vielfalt.

Jedoch der einzelne Mensch kann an seinem eigenen Leben und gegebenenfalls der Auswirkungen feststellen,
wie komplex der Mensch, die menschliche Seele, geschaffen worden ist.

Da fällt mir gerade ein, was letztens in den Nachrichten kam:
Eine junge Frau mit einem Downsyndrom veränderte ihren Ausweis, den sogenannten Behindertenausweis, um in eine
positive Formulierung. Das hatte zur positiven Folge, dass die Behörden dieses Geschehen aufgriffen und
den Ausweis vieler offiziell änderten.

Und ebenso ähnlich oder anders könnte, sollte das Leben eines Heiligen sich auswirken und verändern.
Das kann durchaus etliche Jahrzehnte brauchen bei einem einzelnen Menschen.

Jedoch heißt es: dranbleiben und nicht aufgeben!
Gottes Liebe ist schmackhaft.
Und je mehr das alte Kleid abgelegt werden kann, desto Lichter ist das Ergebnis. Manchmal wie ein Aquarellbild.

Gruß
Burgen

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solana

-, Weiblich

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Re: was versteht ihr darunter:glückselig sind die jenigen, die ihre Kleider waschen .... Offb 22,14

von solana am 10.03.2018 10:50

Guten Morgen, Thomas

(Zuerst - abweichend vom eigentlichen Thema - eine Bemerkung zu dem, was "alles erlaubt" ist:

Aber grundsätzlich ist es so, das dem Reinen alles Rein ist und er hier unter keinem Gesetz steht, was ihm nun wieder vorschreiben tut, was erlaubt ist und was „verboten“ - was Sünde ist.

Ganz so einfach ist es nicht, auch an der von dir zitierten Stelle sagt Paulus nicht, dass es gar keine Regeln mehr gibt. Das "alles", was erlaubt ist, bezieht sich ja auf das Essen  und die Beachtung der Speisegebote.

Die Aussage geht ja weiter: 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichtemachen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe.
....18 Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außerhalb seines Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Das ist also keineswegs erlaubt und  macht auch den reinen Körper unrein.

Ebenso weiter oben im Kapitel schreibt Paulus:

9 Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder 10 noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben.

Das sind alles Dinge, die nicht erlaubt sind - auch nicht dem "Reinen".

Im Römerbrief nimmt Paulus gerade dieses Missverständnis in seine Argumentation auf, dass wir weiter in Sünde leben könnten, weilwir nicht mehr unter dem Gestz stehen, sondern unter der Gnade: 

Röm 6, 1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?

Das aber nur zur Kärung am Rande.)

Eigentlich geht es hier ja auch gar nicht um das, was uns erlaubt ist, sondern um das, was wir ablegen sollen.
Und das wird auch in dem Vers Röm 6,1 gut begründet.

Das ist der 2. praktische Punkt, auf den ich hinaus wollte.
Und hier stimmen wir ja auch wieder überein:

Denn seine - unsere - Grundgesinnung ist die Liebe Gottes. Ist zu lieben. Und wer den Nächsten liebt kann gar nicht sündigen, kann nicht gegen das Gesetz, gegen die Gebote Gottes verstoßen. Dort wo wir den anderen lieben, erfüllen wir das -ganze- Gesetz.

Das sehe ich auch so.
Und hier wird der "Ansatzpunkt" deutlich, wie das "Ablegen" von falschem Verhalten funktionieren kann.

Nicht, indem man sich auf das konzentriert, was konkret falsch gelaufen ist, sich vornimmt, das ja nicht wieder zu tun und mit eiserner Disziplin daran arbeitet.

Sondern indem die dahinter stehende Gesinnung geändert wird. 
Denn aus der falschen Gesinnung können auch nur falsche Taten erwachsen (Lk 6,45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen.). Also muss jede Änderung, die nachhaltig sein soll, hier ansetzen.

Und unser Herz wird in der Hauptsache von dem bestimmt, was uns "am Herzen liegt" (Lk 12,34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.)

Daher ist es so wichtig, wohin wir uns "ausrichten" mit unseren Gedanken und Gefühlen, was wir als oberste Priorität in unserem Leben haben.
Denn von daher bestimmt sich auch unser Tun.

Und ein weiterer wichtiger Punkt spielt da auch hinein: Wir selbst können keine grundlegenden Veränderungen in unserem Herzen zustande bringen - das kann nur Gott. Das können wir nur erreichen, indem wir uns an IHN halten, denn er hat zugesagt:

Hes 36,26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.

Gruss
Solana


angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.03.2018 10:51.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (43) Siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit ... Offb 1,18

von Burgen am 10.03.2018 10:50

Losung

Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Jesaja 53,7

Wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein:
wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Johannes 12,24


Galanter 6, (11-13) 14-18
Johannes 13, 21-30


Folge ihm auf allen Schritten seiner Leidenswege nach; denk an das, was er gelitten und was ihm sein Herze brach.
Lass dir seinen Spott und Hohn, Geißelung und Dornenkron, seinen Schmerz und seine Wunden wichtig sein zu allen Stunden.
(BG: Christian Gregor)


*****
Einen gesegneten Wochenausgang allen Heiligen.
Auf Bibeltv gibt es heute Abend Teil 2 von dem Spielfilm: Bernadette von Lourdes, für den, der es interessiert.
Wer keinen Fernseher nutzen will, kann sein mobiles Endgerät nutzen, Livestream oder später Mediathek.

LG
Burgen

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