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geli
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von geli am 21.03.2018 19:29Hio 42:6 Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche! (Elberfelder)
Ja, es gab dafür eine Ursache, sicher.
Allerdings glaube ich nicht, dass Hiob sein bisheriges Leben, das er ja in Gottesfurcht und Frömmigkeit gelebt hatte, bereut hat. Sein bisherhiges Leben wurde ja selbst von Gott, der einen absolut durchdringenden Blick hat, so bewertet:
"Hast du (als er zu Satan sprach) achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse".
Was Hiob allerdings verabscheut, und worüber er bereut, das drückt er in Hiob 42,3 aus: "Darum habe ich unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. ...nun will ich dich (Gott) fragen, lehre mich!
Vor dem Leid, das Gott über ihn hereinbrechen ließ, hatte er ein ganz bestimmtes Bild von Gott - eben das, was er vom "Hörensagen" vernommen hatte.
Dieses Bild war - wie wir ja auch schon vorher erwähnt hatten - so, dass er dachte, wenn ein Mensch ein gottesfürchtiges Leben führen würde, dieser Mensch automatisch von Gott vollen Segen erwarten könnte.
Dieses Bild geriet natürlich total ins Wanken, nachdem er soviel Leid erleben musste. Nicht nur für ihn - auch für seine Freunde.
Gott handelte nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte - wie man es sich wohl auch allgemein vorstellte, denn auch die Freunde versuchten ja, Hiob um jeden Preis irgendeine Schuld unterzuschieben, um das erlebte Leid zu rechtfertigen - wohl auch, um ihr festgefahrenes Bild von Gott nicht in Frage stellen zu müssen.
Hiob dagegen war bereit, sein altes, falsches Bild von Gott und die damit verknüpften Erwartungen loszulassen, er war bereit, zu erkennen, dass Gott so ganz anders ist... so viel größer, so unverständlich in seinem Handeln.
"Nun hat mein Auge dich gesehen" - nun wußte er, wie Gott in Wirklichkeit ist: Hoheitsvoll, majestätisch, souverän in seinem Handeln, aber auch unverständlich und vielleicht auch ein bisschen angsteinflößend.
Nun tat es ihm leid er bereute es, Gott so in seine kleine "Schublade" gepresst zu haben und ihm Vorwürfe gemacht zu haben, weil er ihn so gar nicht verstehen konnte und er so ganz anders handelte, als er es erwartet hatte.
Ich denke, worüber er Busse tat, war dieses falsche Gottesbild, seine falschen Erwartungen, seine Anklagen, sein ganzes Reden, das den "Ratschluss Gottes verdunkelt" hatte.
Sein bisheriges Leben war tadellos - das hat ihm ja selbst Gott bescheinigt. Denn gerade das war ja auch das Unverständliche für Hiob.
LG, geli
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Auslegung/Austausch zur Offenbarung des Johannes
von nennmichdu am 21.03.2018 17:16Offenbarung 4
1 Nach diesem sah ich: Und siehe, eine Tür, geöffnet im Himmel, und die erste Stimme, die ich gehört hatte wie die einer Posaune, die mit mir redete, sprach: Komm hier herauf! Und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.
2 Sogleich war ich im Geist: Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war von Ansehen gleich einem Jaspisstein und einem Sarder, und ein Regenbogen war rings um den Thron, von Ansehen gleich einem Smaragd.
4 Und rings um den Thron sah ich vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, bekleidet mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Siegeskränze.
5 Und aus dem Thron gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner; und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall; und inmitten des Thrones und rings um den Thron vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten.
7 Und das erste lebendige Wesen war gleich einem Löwen und das zweite lebendige Wesen gleich einem jungen Stier, und das dritte lebendige Wesen hatte das Angesicht wie das eines Menschen, und das vierte lebendige Wesen war gleich einem fliegenden Adler.
8 Und die vier lebendigen Wesen hatten, eines wie das andere, je sechs Flügel und sind ringsum und inwendig voller Augen, und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der war und der ist und der kommt!
9 Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 10 so werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, und werden ihre Siegeskränze niederwerfen vor dem Thron und sagen:
11 Du bist würdig, unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.
Offenbarung 1 stellt uns Jesus Christus in seiner Person, seinem Wirken seinem Erscheinungsbild als verherrlichter Messias - zur Rechten Gottes im Himmel -vor.
Offenbarung 2-3 gewährt einen Einblick in die Heraufforderungen, Nöte und den Status von 7 ausgewählten beispielhaften Gemeinden, die uns auch einen zeitgeschichtlichen Spiegel der letzten 2 Tausend Jahre Gemeindegeschichte geben. Von den ersten Christen bis zur Endzeitgemeinde - kurz vor Jesus Wiederkunft - bzw. kurz vor der Entrückung der Gemeinde. Mit Ende Kapitel 3 taucht das Wort Gemeinde dann auch nicht mehr weiter auf.
Offenbarung 4 eröffnet nun Johannes einen Blick in den Himmel, wo Gott, der Vater, selbst thront. Hier zu einem Zeitpunkt, wo das Zeitalter der christlichen Gemeinde abgeschlossen erscheint.
Der Thron selbst erscheint umgeben von Blitzen und Stimmen und Donner und verweist somit auf einen Ort des Gerichts und auch auf einen Ort der Reinigung.
Das Aussehen Gottes wird verglichen mit dem Aussehen von einem Jaspisstein und einem Sardisstein (auf dem Brustschild des Hohepriesters stand der Jaspisstein für Ruben, Jakobs erstgeborenen Sohn und der Sardis stand für Benjamin, den Letztgeborenen). Der Name Ruben bedeutet "Siehe, ein Sohn" und Benjamin bedeutet "Sohn meiner Rechten". Dieses kann darauf schließen lassen, das diese beiden Edelsteine alle anderen 10 Söhne einschließen und damit ein Bild für Gottes gesamtes Volk veranschaulichen (Wir in Christus - EIN Sohn - Sohn meiner Rechten).
Der Regenbogen, offensichtlich ein grünes Licht "gleich einem Smaragd" um den Thron herum, ist ein Pfand dafür, dass Gott seinen Bund trotz des kommenden Gerichtes halten will.
Die 24 Ältesten stehen meiner Meinung nach für die Vollzahl der Vertreter/Überwinder (Siegeskronen) aus den Heidenvölkern und aus den Stämmen Israels.
Das gläserne Meer - gleich Kristall - könnte auf reines -100 prozentiges - Gold verweisen, was es in dieser Reinform auf Erden nicht gibt (99,99 % hier maximal) und welches - hab ich mal gehört - in dieser Reinheit dann durchsichtig erscheinen würde. Gold hier immer auch ein Symbol für die Liebe. Für die reine göttliche Liebe hier - durch keinerlei Sünde mehr verunreinigt.
Die 4 lebendigen Wesen vor dem Thron erinnern nun an die Darstellung aus Hesekiel 1. Verweisen mit auf die Wesenszüge von Gott - von Jesus Christus - wie sie auch in den 4 Evangelien betont werden.
Markus - Stier - Diener. Matthäus - Löwe - König. Lukas - Mensch - Menschensohn. Johannes - Adler - Gottessohn.
Die Flügel verweisen auf die ausfüllende Macht in der sichtbaren sowie unsichtbaren (himmlischen) Spähre. Die vielen Augen auf die Allwissenheit Gottes.
Die Selbstoffenbarung und der zugesprochene Lobpreis beinhaltet hier die Allgegenwart Gottes - In Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft (der das ist, der da war und der da kommt) in Heiligkeit - in Absonderung und Aussenvorstellung/Vorrangstellung.
Die 4 lebendigen Wesen können auch als Engelwesen gesehen werden, die hier in ihrem äußeren Erscheinungsbild schon von dem Wesen Gottes Zeugnis geben.
Die Anbetung der 24 Ältensten - als Beispiel der Überwinder, der Kinder Gottes, die aus allen Menschen aller Völker hier für diesen Anbetungsdienst auserwählt worden sind, zeigt dann, das diese nicht auf sich selbst schauen, nicht bei sich selbst Ehre und Würde (trotz ihrer goldenen Siegeskränze) suchen und nehmen, sondern allein diese Ehre Gott - und damit letztendlich auch dem Lamm Gottes (Diener, Menschensohn, Gottessohn, König) zuteil kommen lassen, durch den und in dem (Jesus) alles geschaffen wurde, was war und was ist. Er - Jesus Christus - allein ist würdig, zu nehmen alle Ehre, allen Dank, alle Macht und allen Lobpreis.
Re: Oase (43) Siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit ... Offb 1,18
von Cosima am 21.03.2018 16:32
Danke liebe Burgen für die Losungen jeden Tag! Darüber freue ich mich sehr.
Danke Solana für deinen Frühlingsgruß. Hast du die Blüte vor dem Frost retten können?
Und die Wolken sind wirklich gegantisch - ein echtes Schauspiel!
Heute war ich in meiner kleinen Stadt und habe mich gefreut, dass es endlich nach
Frühling aussieht.

Die Eis-Saison ist schon eröffnet!

Es ist einfach schön, wenn die Sonne scheint und die Vögel musizieren, weil sie sich auf den Frühling freuen, genau wie ich.
Gott hat die Welt so schön gemacht - darüber freue ich mich.
Herzliche Grüße von Cosima.
Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB
Re: Bibelübersetzung
von Burg1 am 21.03.2018 15:44Ist ja auch nicht verkehrt zum Studium noch eine textnahe Übersetzung zu haben.
Ich nutze auch die Elberfelder Studienbibel wenn ich etwas tiefer ergründen möchte.
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Pal am 21.03.2018 15:38Ich sehe Hiobs Vollkommenheit eindeutig in den ersten 2 Kapiteln.
In den darauf folgenden erkenne ich sein stolzes Egowesen deutlich, und das mußte sterben und es starb am Ende!
Oder meinst du, es gab keine Ursache für =>
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Burgen am 21.03.2018 14:53
Siehst du die anfänglichen Kapitel, in der Selbstgerechtigkeit, als Ego und Weizenkorn?
Schade, dass du das nur so mit einem Satz als Unterschied schreibst. Das stoppt einen fruchtigen Dialog, jedenfalls für mich.
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von Cleopatra am 21.03.2018 14:42Sprüche 3,5 Verlass dich auf den Herrn mit ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.
Was nicht heißt das wir als Gläubige den Verstand an der Garderobe abzugeben hätten. Nur wird das, was wir in der Bibel durch den heiligen Geist von Gott eröffnet bekommen, was uns an Verheißungen gegeben wird, nicht einem gesunden Menschenverstand entgegen stehen. Was auch bedeutet, das die Lehren und Wahrheiten Gottes sich vom Verstand logisch und schlüssig nachvollziehen lassen.
Hallo nennmichdu,
ich muss zugeben- als ich den von dir zitierten Vers dazu las, musste ich lachen und war mich auch echt unsicher, ob das dein Ernst ist.
Ich fühle mich auch von dir nicht richtig verstanden.
Es ging in meinem Post doch nicht um das Thema, auf wen wir uns verlassen sollen.
Man kann ja nicht einfach irgendwelche Verse aus dem Zusammenhgang reißen, weil dort das Wort "Verstand" benutzt wird.
Sonst würde ich jetzt kontern mit Mt 22,37 Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand."
Dann würde sich ja dementsprechend die Bibel wiedersprechen.
Nein, es ging um Themen, die in der Bibel nicht besprochen werden, dass wir eben auch noch den Verstand haben und auch der ist von Gott gegeben.
Dein Vers bezieht sich auf einen ganz anderen Vers.
Auch zum Thema Logik: Eine Beziehung, die immer gleich ist, ist in meinen Augen unlogisch. Denn wir sehen es (wie ich bereits schon Beispiele gegeben habe) ja schon in dieser Welt so (und komm jetzt bitte nicht mit dem Vers, dass wir nicht von dieser Welt sind, weil dies auch wieder ein ganz anderes Thema beinhaltet
)Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Pal am 21.03.2018 12:35Ich schon! Aber so sind unsere Perspektiven halt unterschiedlich...
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Burgen am 21.03.2018 12:19
Hallo pal,
ja, Gott führt uns in die Tiefe, Breite und Höhe. Jedoch nicht so, dass es nur um den Verstand des Menschen geht.
An Hiob kann ich nicht erkennen, dass er sein Ego streichelte oder dass Gott forderte, als Weizenkeim sterben zu sollen.
Schon gar nicht auf Jesus bezogen.
Dein Einwurf führt mE in eine ganz andere Richtung für Hiob.
Ich könnte eher Abraham neben die Betrachtung des Hiobbuches stellen.
Allerdings habe darüber noch nicht weiter nachgedacht 
Vielleicht tun wir es ja noch.
Gruss
Burgen
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von solana am 21.03.2018 11:32Noch klarer wird der Zusammenhang, an solchen Aufforderungen:
1. Kor 6,19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.
Wir sind teuer erkauft und gehören nicht mehr uns selbst.
Und es ist der Heilige Geist, der in uns wohn und seine Frucht bringt, der ein Gott wohlgefälliges Leben in uns schafft.
Deshalb kann ein wiedergeborener Christ eigentlich gar nicht anders leben als entsprechend Gottes Willen und zu seiner Ehre - es sei denn, er widersetzt sich dem Wirken des Heiligen Geistes in ihm und wendet sich von Gott ab und sucht seine eigenen Wege ...
Aber er muss es auch wollen, Gott stülpt ihm das nichts gegen seinen Willen über. Und sich einbringen, sich mit dem, was er ist und hat zur Verfügung stellen, ihm dienen.
So zu leben, ist unsere Bestimmung, die uns von unserem Schöpfer gegeben ist.
Nur so finden sinnvolles und erfülltes Leben, dauerhaften Frieden und Freude dabei - denn dann sind wir mit der Quelle des Lebens verbunden und erfahren ihre sprudelnde Kraft.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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