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Re: Leben im falschen Körper ?
von Cleopatra am 17.02.2018 08:30Ich bin froh, dass dieses Thema hier eröffnet wurde.
Ich hoffe im Nachhinein, dass meine Worte da nicht zu hart waren.
So sehr habe ich mich damit noch nie befasst, weil ich eben in meinem Umfeld tatsächlich keine betroffene Person kennengelernt habe, auch als Kind hatte ich diese Berührungen tatsächlich nicht, weshalb ich eben auch davon ausging, dass es eher "neumodisch" ist, vielen dank für die Verbesserung hierzu.
Ich habe die Tage den Fernseher angehabt und es lief eine Vorschau von einer Sendung, die genau dieses Thema betrifft.
Ein Satz ist mir irgendwie nicht mehr aus dem Sinn gekommen.
Ein Mann war kurz vor der OP.
Er sagte "ich mache das ganz bestimmt nicht, weil ich Spaß dran habe."
Das hat mir zu Denken gegeben.
Wenn wir vor einer OP sind, dann sind wir doch immer erstmal unsicher, oder? Jede Narkose hat seine Risiken.
Und diese Menschen nehmen eben mehrere OPs auf sich.
Liebe solana, dein Beitrag hat mich auch sehr angesprochen.
Diese Menschen brauchen Hilfe, Unterstützung, vor allem emotional. Wir können uns nicht vorstellen, wie es in den Herzen dieser Menschen zugeht.
Ich bin froh dass ich nicht betroffen bin, ganz ehrlich, denn ich würde mich glaube ich nicht umoperieren lassen.
Ja, es gibt viele Krankheiten und Genfehler. Und ja, mir fällt auch auf, wenn schon ein Genfehler dafür sorgt, dass ein Mensch mehr Testesteron in sich hat als üblich, dann macht alleine dieses Hormon ja schon enorm viel aus.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
SMart
Gelöschter Benutzer
Re: Leben im falschen Körper ?
von SMart am 17.02.2018 06:01Ist nicht die von Gott geschaffene Realität die, "Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau (1Mo1,27)."
Und ist dann nicht die Diversität gewissermaßen ein Kind unserer modernen Zeit, die es Menschen schwer macht, ihre Geschlechterrolle zu finden, die es im Zuge des Gender-Mainstreaming gar nicht geben darf, weil die Geschlechterrolle fälschlicherweise anerzogen wird.
Und wäre dann die Intersexualität eine genetisch bedingte Abweichung von der "Normalität" bzw. biblischen Vorgabe?
Die Realität hat viele Gesichter, Abweichungen und Krankheitsbilder. Ist sie aber auch von Gott her so gedacht oder eröffnet die Freiheit, in der wir leben, dass wir jede Vielfalt ausleben wollen?
Ich möchte niemandem mit diesen Fragen zu nahe treten, weil ich keine Ahnung davon habe, wie es sich anfühlt, im falschen Gewand unterwegs zu sein. Aber die Auseinandersetzung lässt die Fragen offen.
Wie seht ihr das?
Re: Leben im falschen Körper ?
von jovetodimama am 16.02.2018 21:22Da der Mensch nach dem Ebenbild Gottes, welcher eine Dreieinigkeit aus Vater, Sohn und Heiligen Geist ist, eine Dreieinigkeit aus Körper, Seele und Geist ist, müssen wir gerade als Christen uns nicht festbeißen an einer der materiellen, sichtbaren Welt den Vorzug gebenden Einstellung, die definiert, dass der Mensch das ist, was sein Körper vorgibt.
Nicht jeder Mensch mit einer schönen Stimme ist ein Sänger.
Bei einer Diversität von chromosomalem, gonadalem, hormonalem, anatomischen und sexualem Geschlecht allein innerhalb der körperlichen Seite und weiteren Abweichungsmöglichkeiten hinsichtlich psychischem und sozialem Geschlecht kann es vorkommen, dass nicht alle sieben übereinstimmen. Dann allein dem anatomischen Geschlecht zu erlauben, Wahrheit zu sein, wird den Betroffenen leider nicht gerecht.
Übrigens: Nicht der Körper der Betroffenen ist falsch, nicht die Seele, und auch sonst nichts. Erst die eingeengte Sichtweise mancher Nicht-Betroffener erklärt die von Gott so geschaffene Realität entweder für nicht existent und meint dann, dass die Betroffenen sich irren, oder für falsch, und meint dann, Gott habe eventuell einen Fehler gemacht.
Aber das macht nichts - die Thematik ist derart schwierig, dass es weise ist, Verständnis mit allen zu haben, die kein Verständnis dafür haben.
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)
Re: Leben im falschen Körper ?
von Jonas am 16.02.2018 20:43Als dass was das Kind bei der Geburt identifiziert wurde, dass was offensichtlich ist, das ist es in Wirklichkeit auch.
Unabhängig als was es sich in weiterer Folge dann fühlt.
Logisch ist immer das, was den Tatsachen entspricht.
Wenn ein Mensch offensichtlich ein Mann ist, dann ist es erst einmal logisch, wenn er sich auch als Mann bezeichnet und unlogisch wenn er sich als Frau bezeichnet.
Es ist hierbei sehr wichtig auf die Aussage zu achten, die Begriffe richtig zu verwenden.
Ideologien breiten sich dann aus, wenn die Wörter bzw Aussagen verdreht werden und das was logisch ist, unlogisch genannt wird und umgekehrt.
Auch diese Form, die Gendersprache ist unlogisch.
"Sogar Ärzte machen solche Fehler" wäre richtig.
Mit besten Grüßen
Re: Leben im falschen Körper ?
von jovetodimama am 16.02.2018 19:27Ja, Transidentität (im Volksmund auch häufig "Transsexualität" genannt), Homosexualität und Intersexualität werden oft in einen Topf geworfen und gelegentlich noch mit Travestie und Gendervariabilität vermengt. Sogar Ärzt(innen) machen solche Fehler.
Hier zur Unterscheidung:
Transidentität: ein bei der Geburt eindeutig als Mädchen identifiziertes Kind weiß irgendwann in seinem Leben tief in sich und felsenfest, dass es in Wirklichkeit ein Junge ist. (oder umgekehrt)
Homosexualität: ein Mädchen bemerkt im Laufe der Pubertät bei sich selbst, dass es körperliche Verliebtheitssymptome nur bei Mädchen hat und nicht bei Jungen (oder umgekehrt)
Intersexualität: ein Kind wird mit gemischten körperlichen Anlagen geboren, z.B. mit Scheide und Penis, oder mit äußeren männlichen Genitalien und inneren weiblichen Geschlechtsorganen (oder umgekehrt) oder mit einer Mischform, so dass selbst Ärzten eine genaue Zuordnung des Neugeborenen zu einem der beiden Geschlechter schwerfällt.
Travestie: ein (meist erwachsener) Mensch findet Gefallen daran, sich in der Öffentlichkeit im anderen als seinem eigenen Geschlecht zu zeigen
Gendervariabilität: ein Mensch entdeckt bei sich selbst in allen möglichen Bereichen seines Lebens sowohl weibliche als auch männliche Vorlieben und Muster, die so gleichberechtigt nebeneinander existieren bzw. einander abwechseln, dass eine klare Zuordnung zu einem der beiden Geschlechter schwierig wird bzw. nicht logisch erscheint
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)
Re: Leben im falschen Körper ?
von Hannalotti am 16.02.2018 17:50Hallo jove,
danke für Deine persönliche Familiendarstellung. Ich musste mich zu dem Hintergrund "Transidentität" belesen. Es ist gut, dass Du als familiär Betroffene einen direkten Zugang zu dieser Thematik hast, denn dadurch könntest Du evtl. andere Betroffene viel besser verstehen und weißt, was sie bewegt.
Und das hier stimmt:
Ja, denn obwohl meine Gefühle in Richtung Frauen tendieren, möchte ich mich auf keinen Fall als Mann sehen. Ich bin gerne Frau und will es auch bleiben. Oftmals werden die Themen Homosexualität und Transidentität miteinander verwechselt. Danke für Deine Unterscheidung.

Re: Leben im falschen Körper ?
von jovetodimama am 16.02.2018 17:11Als meine transidente Tochter noch im Kinderwagen saß und ich - fälschlicherweise - dachte, ich hätte da ein kleines Bübchen drin sitzen, rief sie schon wie früher ihre große Schwester "Da, Baby!", wenn ein anderer Kinderwagen vorbeikam, während ihre Brüder eher "Hugheug" oder "Hubhauber" gerufen hatten. Als sie ihren ersten Teddybären bekam, wiegte sie ihn in den Armen. Ihre Schwester hatte das auch getan. Ihre Brüder hatten ihre ersten Bären an einem Arm oder Bein hinter sich hergezogen. Mützen blieben bei meiner jüngsten Tochter nicht auf den Kopf, Handschuhe nicht an den Händen. (Es waren Jungenmodelle.) Bis eines Tages einmal nur ein Paar Mädchenhandschuhe trocken und "zu zweit" da waren. Die blieben dran, wurden ihr Lieblingspaar. Mit eineinhalb wurde es vollends ein Problem für mich, dem Kind Jungenkleidung anzuziehen. Die dazugehörigen Trotzanfälle dauerten schon einmal 45 Minuten. Der erste gesprochene Satz lautete: "I nit Bub, i Mädchen bin!" - - - Die Katastrophe kam später, als eine Kindergarteninspektorin den bereits erfolgreichen Besuch des Kindergartens in der Mädchenrolle verbot. Wir mussten unsere Tochter abmelden. Das Jugendamt wurde eingeschaltet. - - - Heute geht es ihr gut. Sie ist als Mädchen akzeptiert, hat viele Freundinnen. Die Pubertät ist noch in weiter Ferne. - - - Viele transidente Kinder werden suizidal, entwickeln krasse Komorbiditäten, wenn sie in ihren Familien oder in ihrem schulischen Umfeld keine Unterstützung haben, ihren besonderen Weg zu gehen.
Ich schreibe das, um zweierlei auszudrücken:
1) Es geht überhaupt nicht um Sexualität, also um die Frage: "Auf wen stehe ich?", sondern um die Identität, die Frage: "Wer bin ich?"
2) Das Bewusstsein, wer man ist, entwickelt sich sehr früh und unabhängig vom Vorhandensein bestimmter körperlicher Organe oder Merkmale. Diese Entwicklung dürfte etwa in dem Alter passieren, in dem ein Kind anfängt "ich" zu sagen, anstatt von sich selbst in der dritten Person zu reden.
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)
Re: Leben im falschen Körper ?
von Gregory am 16.02.2018 15:38Nee, lieber nicht.
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Leben im falschen Körper ?
von nennmichdu am 16.02.2018 14:28Ich verstehe eigentlich nicht, das überhaupt darüber groß geredet werden möchte -- muss..?
Die körperlichen Funktionen eines Menschens sind doch irgendwann ganz klar festgelegt und ausgerichtet.
Ein Problem taucht doch erst dann auf, wenn ich merke, das ich meine Wünsche und Bedürfnisse in dem Körper, der mir nun einmal mit seinen Funktionen und Äußerungsmöglichkeiten zur Verfügung steht, nicht so ausleben kann, das ich darin
a) eine anhaltende Befriedigung erfahre
b) meine Lebensart/mein Lebensstil von meinen Mitmenschen - mit denen ich es zu tun habe - auch anerkannt wird.
Nun könnte und sollte man darüber diskutieren, was es für Rahmenbedingungen geben könnte, auf das ich meine Sexualität lustvoll und harmonisch zur Zufriedenheit meines Partner und zu meiner Zufriedenheit ausleben kann.
Ob eine Verbindlichkeit in Beziehungen vorteilhaft ist. Oder ob es reicht, rein nach dem Lustprinzip, meinem Körper das zu erlauben, wonach ihm verlangt.
Egal ob ich mich jetzt als Frau empfinden, in einem männlichen Körper oder als Mann sehe, in einem weiblichen Körper.
Und wir könnten darüber nachdenken und diskutieren, wie sich ein Rollenverständnis überhaupt entwickeln tut.
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Unser täglich Brot gib uns heute
von nennmichdu am 16.02.2018 14:15Hallo Hans,
Ein guter Gedanke, den Beroeer dann ja auch aufgreift und fortführt.
Joh 4,34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.
Aber wie es schon heißt: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein - bedeutet dies auch, das er trotzdem auch Nahrung für den Leib bedarf. Neben der geistlichen Speise, die uns im Wort Gottes (durch seinen Geist) zuteil wird.
Tägliche Bibellese ist dann natürlich nicht zwingend. Ich sehe es eher wie eine Möglichkeit - wenn ich mal wieder neue Orientierung suche oder mehr von Gott erfahren möchte, hier dann fündig zu werden.
liebe Grüße,
Thomas


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