Neueste Beiträge

Erste Seite  |  «  |  1  ...  2756  |  2757  |  2758  |  2759  |  2760  ...  6913  |  »  |  Letzte Die Suche lieferte 69130 Ergebnisse:


Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von Burgen am 25.10.2017 13:35

Das obige Beispiel des Schachspielers empfinde ich als hart und ungerecht. 

Gott spielt keineswegs Schach mit den Menschen.
Jedoch kann er Mens hen "benutzen", seinem guten Plan behilflich zu sein.

Z.B. setzte er Nebukadnezar ein, den damaligen Weltherrscher. 
Und auch in unserem, manchmal scheinbar unspektakulären Alltagsgeschehen,
werden andere Menschen, Umstände usw. benutzt, Gottes Plan vorranzubringen.

Das kann evtl. plötzlich und unerwartet zu einem betenden Aufschauen zu Jesus führen.
Oder der Christ wird plötzlich innerlich bewegt, dies oder das zu denken, zu tun oder fühlen.
Eine Ahnung, einen Zusammenhang besser verstehen.
Oder sogar den Zug verpassen - der Std später evtl. entgleist.

Gottes Wirken, seine Fäden (oder Schachzüge) bleiben nie da stehen wo er etwas (für uns) tun sollte.
Ich glaube, dass wir, der eine oder andere, vergessen, dass wir immer noch im Halljahr sind, im Gnadenjahr,
indem er sammelt, wiederherstellt, Unkraut neben Kraut wachsen lässt, und Ernte einbringt.

Und deswegen ist es so unendlich wichtig sich voll und ganz, mit Haut und Haaren, wie es so schön heißt,
auf Jesus auszurichten und das Evangelium der unverdienten Gnadengunst zu leben lernen. Und dieses studieren,
nicht den alten Menschen studieren, den kennt schließlich jeder, wie langweilig eigentlich.

Wenn man mal überlegt, wir befinden uns mindestens seit 500 Jahren in allerbester Gesellschaft mit unseren "Glaubensvätern und Glaubensmüttern.
Wir brauchen das Rad keinesalls neu erfinden. Dieselbe Schrift, griechisch und hebräisch sind uns zum Studium Gottes gegeben.
Und wir alle in unseren Breitengraden haben die Möglichkeit als nur die Muttersprache zu können, in mancherlei Bibelübersetzungen fündig zu werden.
Vorrausgesetzt ein gläubiges offenes Herz und Liebe für Gott durch Jesus, unserèn Erlöser.

Naja. Seid gegrüsst
Burgen


Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.10.2017 13:37.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: Was bei Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich - zB. 1. Mose 18,14

von geli am 25.10.2017 11:54

solana: Aber eigentlich geht die Frage noch viel tiefer, es ging nicht nur um den Reichtum als Hindernis, sondern angesichts der beschriebenen Situation stellt sich die Frage noch viel grundsätzlicher:

Ja, das glaube ich auch - die Frage geht viel tiefer als nur um "Reichtum".
Die Jünger haben das wohl auch erfasst - denn ihre Frage geht ja nicht nur um die "Reichen", sondern sie fragen: "WER überhaupt" kann dann selig werden?

Wenn nicht einmal ein Mensch, der so vorbildlich das Gesetz gehalten hat, ins Reich Gottes kommen kann - wer dann?

Dazu denke ich auch an die Aussage, die Jesus in Matth. 5,20 gemacht hat:
"Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."

Ja, da stellt sich auch hier die Frage: "Wer dann", wenn nicht diese, die ja das Gesetz bis aufs i-Tüpfelchen gehalten haben - zumindest nach außen hin?

Ich glaube, Jesus stellt das hier so dar, weil wir Menschen uns wirklich schwertun damit, anzuerkennen, dass unsere eigene "Gerechtigkeit" nie ausreichen wird, um vor Gott bestehen zu können - noch nicht einmal die "Gerechtigkeit" eines Menschen, der wirklich "vorbildlich" lebt.

Auch heute sind die meisten Menschen, die ich kenne (ich hab auch einmal zu denen gehört  ), überzeugt davon, dass sie ja "eigentlich" gar nicht soooo schlechte Menschen sind und dass das vor Gott schon ausreichen wird.

Jesus will hier darstellen, dass es bei uns Menschen völlig unmöglich ist, zu Gott zu kommen - aber bei Gott, und nur durch Ihn, wird es möglich, weil Jesus Christus uns die Gerechtigkeit schenkt, die vor Gott zählt.

Ja, und an dieser Stelle kommt dann der "Glaube" ins Spiel, der Dinge möglich macht, die ansonsten für uns Menschen völlig unmöglich sind - bei Gott und durch Gott aber möglich.

LG, geli

Antworten

nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von nennmichdu am 25.10.2017 11:47

Hallo lieber Pal,


du stellst die Frage: Wie kann Gnade denn je gerecht sein?


Das Wesen der Gnade ist es, das sie unverdient ist.
Das Wesen der Gerechtigkeit ist, das jeder (böse) Tat eine Wiedergutmachung - einen Ausgleich - fordert und benötigt.

Der Mensch verdient in seinen Sünden den Tod. Somit würde der Sünder am Ende bei Gott verloren gehen, weil er die Fehler, die er gemacht hat, nicht wieder gut machen kann. Das wäre gerecht.

Da aber nun Jesus, als Gerechter und Sündloser, für uns Sünder den Tod am Kreuz auf sich genommen, sieht Gott seinen Tod stellvertretend als unseren Tod an, sodass durch Jesus Gerechtigkeit für die Sünden (die nach Wiedergutmachung schreien) vollbracht worden ist.



Also - dies bedeutet das alles schon geschehen ist, was uns vor Gott gerecht machen kann. Gerecht machen tut. Wir haben ein unbeflecktes sündloses Opfer in Jesus Christus - welches Gottes Zorn über unsere Sünden völlig getilgt HAT.

Dort wo wir nun aufblicken zu Jesus und dies im Glauben, in Zuversicht, für uns annehmen können, sind wir gerecht und sind wir begnadigt.


Das wir aber aufblicken können, liegt nicht an unserem Vermögen. Sind wir doch in Sünden und Finsternis gefangen. Hier greift Gott ein. Sendet sein Licht, sein Wort, welches in uns ein Wollen bewirkt, welches uns treibt und befähigt, den Blick zu erheben. Das Licht Gottes zu sehen.


Gottes souveräne Gnade ist aber gerecht, weil sie den Willen des Menschen in Betracht zieht, auf eine Weise wie wir es nicht verstehen. Gott erforscht Menschenherzen, um zu erkunden, was in ihnen enthalten ist. Und aufgrund dessen macht ER aus ihnen zwei Sorten von "Gefäßen". Gefäße des Zornes oder der Ehre.


In Römer 9 steht etwas anderes.


11 Ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten, da wurde, damit der Ratschluss Gottes bestehen bliebe und seine freie Wahl -
12 nicht aus Verdienst der Werke, sondern durch die Gnade des Berufenden -, zu ihr gesagt: »Der Ältere soll dienstbar werden dem Jüngeren« (1.Mose 25,23), 13 wie geschrieben steht (Maleachi 1,2-3): »Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.«

Wobei "gehasst" im Sinne von zurückgestellt nur gemeint sein kann.

Ehe ein Mensch geboren wird, hat Gott schon festgelegt (vor Grundlegung der Welt nach Epheser 1), wer zu ihm gehören wird und wer nicht. Unabhängig vom Wollen des Menschens. Das ist erstmal ein schwerer Brocken für uns. Und mag anfänglich dem Gerechtigkeitsempfinden des Menschen zuwider gehen.

Von Natur aus würden alle Menschen verloren gehen. Das wäre nur allzu gerecht. Das Gott sich in seinem souveränen Handeln nun manche als Gefäße der Ehre erwählt ist ein Akt der Gnade. Und wir können Gott nicht dafür tadeln, das er sich nun jenen erwählt und jenen nicht erwählt, wenn doch alle Menschen letztlich nur den Tod verdient hätten.


Aber dennoch gibt es unverdientes Heil genauso wenig wie unfreiwillige Liebe.


Gnade - und das entspricht dem Wesen von Gnade - kann nur unverdient sein. Liebe kann nur geweckt werden - durch Gott. Und kann nur ausgeübt werden, durch den heiligen Geist - der wiederum von Gott geschenkt ist. Von Natur aus haben wir diese agape - diese selbstlose göttliche Liebe nicht in uns.


In deinem Videobeitrag sprichst du davon:

Die freiwillige „Marionette" schafft sich, durch Vertrauen, ein neues Herz!


Der Mensch kann sich aber selbst kein reines Herz schaffen. So wie es im Psalm 51 heißt es:


Ps 51,12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.


Gott muss es schaffen. Im Menschen. Er ist der Handelnde. Er gibt uns seinen Geist. Er verändert uns. Nicht wir selbst sind dazu in der Lage.


Im nächsten Beitrag schreibst du:


Gottes Liebe bindet sich selbst an die freiwillige Erwiderung des zu Liebenden.


Das hieße wiederum dem Menschen die Ehre zu geben. Für seine richtige Entscheidung Gott zu lieben. Als ob Gott überhaupt etwas binden könnte, was aus seinen Geschöpfen hervorgeht. Kommt doch nur Gutes aus uns Menschenkindern hervor, was Gott zuvor selbst hineingelegt hat. Aus uns selbst heraus können wir Gott nichts gutes bringen. Noch nicht mal ein Fünkchen guten Willen. 

Gott muss uns rundum erneuern zuvor. Uns das reine Herz und den neuen beständigen Geist erst schenken, damit wir dann seine Liebe erwiedern können.



Gott... 1Ti 2:4 welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.


Dieser Vers könnte auf den ersten Blick widersprüchlich zur Erwählung Gottes stehen. Als ob es nur am Menschen liegt, der sich Gott verweigert. Zeigt aber meines Erachtens nach mehr eine Grundgefühl Gottes, der mitleidet. Der kein Gefallen am Tod der Gottlosen hat. Und doch am Ende in all seiner Gerechtigkeit jedem nach seinem Tun vergelten wird. 
Und nach der Auswahl seiner Gnade sich derer erbarmt, die er dazu bestimmt hat.


liebe Grüße
Thomas

Antworten

nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nennmichdu am 25.10.2017 10:50

Hallo Nobse,


 einen schönen guten Morgen ersteinmal. Wir haben zwar stark unterschiedliche Sichtweisen, was uns aber nicht daran hindern sollte, Argumente darüber auszutauschen, in der Hoffnung, gegenseitig zu einem tieferen Verständnis zu gelangen.



Manches, was Du schreibst, kann ich unterstreichen:


Es geht darum, die Gemeinschaft mit Jesus und Gott immer enger werden zu lassen. Wer sich auf diesen Weg begibt, der ist nie und nimmer verloren.



Manches nur in Frage stellen:


Gott giesst seinen heiligen Geist nicht wahllos auf die Menschheit aus. Er tut dies nur bei Menschen, die sich nach dem Heiligen Geist ausstrecken und er tut es mehr oder weniger, je nachdem, wie gut die Menschen mit seinem Geist umgehen können.


Wenn wir uns beide auf die Bibel berufen und sie als Quelle unseres Wissens heranziehen, dann müssten wir eigentlich in der Bibel unsere Annahmen auch bestätigt finden.

Du betonst, das der Mensch in der Lage ist, sich nach Gott auszustrecken. In der Lage und in der Verantwortung - damit Gott ihm dann heiligen Geist gibt. Und zwar je mehr davon, je mehr der Mensch sich hierum bemüht.

Zumindest am Anfang einer Beziehung zwischen Mensch und Gott ist dies aber nicht so, wenn ich hierzu in der Bibel nachforsche.

Dort heißt es, das Gott sich dem Menschen nahen muss und will. Weil der Mensch selbst aus eigenem Vermögen im Gefangensein seiner sündhaften Natur keine Antenne für Gottes Reden und Wesen hat. 

1Kor 2,14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen;

Im Alten Testament lesen wir schon davon, das Gott Menschen erwecken muss. 


Hag 1,14 Und der HERR erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiëls, des Statthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist aller Übrigen vom Volk, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes,


Damit der Mensch also überhaupt erst "tätig" werden kann, muss Gott den Menschen zu sich ziehen.


Joh 6,44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.


Leben wir als Christen dann durch den heiligen Geist - können wir diesem Raum geben. Sind wir ein Stück weit gefragt. Aber auch hier bin ich der Überzeugung, das Gott uns dabei helfen muss und helfen will. Das er uns sogar zu überzeugen vermag, wenn wir uns ihm verweigern.


Von der Rebe am Weinstock schreibst du:


Ich halte dir hier entgegen: Sie wird aber auch nicht reif, wenn sie sich nicht um den Rebensaft bemüht.

Aber wie soll sich denn eine Rebe bemühen um den Saft? Sie wird doch ganz selbstverständlich dank der Gesetze von Physik und Biologie dann vom Saft der Rebe erreicht, wenn sie nur am Weinstock bleibt. Wenn sie nur verbunden ist.

Aus der Verbundenheit mit Gott muss Frucht hervorgehen. Nur aus der Unverbundenheit kommt dann auch keine Frucht.



Gott hat die Schöpfung aus sich herausgesetzt, damit sie ein Eigenleben führen kann. Gott möchte seine Geschöpfe in der Schöpfung in Aktion sehen.


Das "Eigenleben" führten Adam und Eva, als sie sich von Gott abwandten und ihr eigener Gott sein wollten. Gott möchte die Menschen in Beziehung zu ihm sich entfalten sehen. Und hier würde ich statt Eigenleben - Christusleben sagen. Dann so wie Fische, die nicht auf dem Trockenen zappeln, sondern nur im Wasser ihre volle Lebensdynamik entfalten.




Manche Tatsache über das Himmelreich und über die Natur des Menschen wird nicht explizit in der Bibel dargestellt.


Damit wir dann darüber Rätseln müssen? Wenn Gott schon die Bibel wählt, sich hier dem Menschen zu offenbaren, dann wird er es wohl auch in einem Umfang tun, in der dann alles, was wir wissen müssen und wissen können auch vorhanden und niedergeschrieben ist.



Doch möchte ich darauf verweisen, dass Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis. Nun ist alles, was gemacht ist, aus Gott hervorgegangen. Also muss alles Licht sein.


Das ist für mich ein kurzsichtiger Fehlschluss. Du unterstellst Gott damit, das er nichts anderes als Licht hervorbringen kann. Legst ihn damit fest und stellst seine Allmacht in Frage. 

In Klagelieder 3 steht:

37 Wer darf denn sagen, dass solches geschieht ohne des Herrn Befehl
38 und dass nicht Böses und Gutes kommt aus dem Munde des Allerhöchsten?

Wenn es heißt:

1Joh 1,5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.

Dann kann ich daraus nicht schließen, das Gott nichts anderes ist, als pures Licht - von seiner Substanz her. Es verweist vielmehr auf EINE Wesenshaftigkeit Gottes: Alles offenbar werden zu lassen und alles erhellend und alles durchdringend zu sein.

Es heißt dann auch, das Gott in einem Lichte wohnt:


1Tim 6,16 der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen.

Gott ist immer als eine Person in der Bibel beschrieben. Umfasst also viel mehr als nur die Eigenschaften von Licht.



Bergpredigt. Jesus fordert uns auf, unser Licht leuchten zu lassen. Wie können wir Licht haben, wenn wir keine Lichtwesen wären?


Wir können nur durch Jesus Christus leuchten. Er ist unser Licht. Aber auch nur bei den Menschen, die hier von neuem geboren wurden.
Von Natur aus haben wir kein Licht.


Eph 5,8 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts;



Jeder Mensch kann sich dem Erlöser öffnen.


Dann macht Gott nicht den ersten Schritt. Dann ist es nicht Gott, der sich die Menschen erwählt. Sondern der Mensch erwählt sich Gott. Jesus, der seine Jünger alle persönlich herausgerufen hat - aus der Masse - sagt aber:


Joh 15,16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe.


mit freundlichem Gruße
Thomas

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von solana am 25.10.2017 10:17

Nobse schrieb:

Hier sehe ich nicht so sehr den Gegensatz zwischen Aktivität und Passivität

Lieber Nobse

Nein, um den Gegensatz Aktivität-Passivität ging es mir ja auch gar nicht.

Sondern um den Gegensatz: "Wir sind die Macher und nehmen dazu Gottes Hilfe in  Anspruch, aber es ist unsere Leistung und unser Werk"<=> Gott wirkt das in uns und durch uns. Wir empfangen und geben das Empfangene weiter, sind Werkzeuge und Gefässe, Gott ist der Macher, es ist sein Werk, wir lassen uns von ihm gebrauchen (nicht umgekehrt: wir gebrauchen ihn, um unser Werk zu tun)

Eph 2,10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Natürlich ist das nicht "passiv", wenn wir "in guten Werken wandeln".
Es ist aber auch nicht so, dass es unser Verdienst ist und uns der Ruhm dafür gebührt, wenn wir etwas Gutes zustande bringen. 
Denn das geht nur, indem wir "aus der Quelle" schöpfen und das Gute empfangen, das wir dann konkret realiisieren und umsetzen können.

Ich halte dir hier entgegen: Sie wird aber auch nicht reif, wenn sie sich nicht um den Rebensaft bemüht.

Jesus fordert uns ja dazu auf, zu arbeiten: Lasst euer Licht leuchten.

Da werden wir wohl nicht auf einen Nenner kommen.

Wie ich schon mehrfach schrieb: Nicht wir bringen dieses Licht hervor. Wir sind nicht wie ein Fixstern, sondern wie Planeten, die das Licht des Fixsterns empfangen und reflektieren.

Und gerade beim Licht wird dasselbe deutlich wie bei der Frucht: es leuchtet, weil es die Natur des Lichts ist, zu leuchten.
Es muss sich nicht um Leuchten bemühen, daran arbeiten, einen Glanz hervorzubringen.
Genauso wening wie eine Rebe sich ihre Frucht erarbeitet.

Aber es kann verhindert werden, dass ein Licht und eine Rebe ihrer Natur gemäss leuchten bzw Frucht hervorbringen.

Nämlich dann, wenn sie ihre "Lebensquelle" verlassen und den "Saft" nicht mehr aufnehmen oder wenn der Fluss blockiert wird, indem das Licht "unter einen Scheffel gestellt" wird.

Marta war um das leibliche Wohl bemüht, Maria war auf Geistiges ausgerichtet. Ich sehe den Gegensatz zwischen weltlicher Aktivität versus Ausrichtung auf Gott.

So kann man das nicht sagen.
Marta diente Jesus, so wie es ihre Aufgabe war - und so, wie du betonst, dass wir es tun sollen.
Maria hat ihre Aufgabe vernachlässigt und ihre Schwester ganz allein die ganze Arbeit tun lassen. Und hat stattdessen zugehört und empfangen. 

Ich habe den Eindruck, dass wir an diesem Punkt unsere unterschiedliche Betonung einfach stehen lassen müssen.
Und ich finde das auch gar nicht schlimm, dass wir hier unterschiedlich denken, denn, wie wir ja beide festgestellt haben, sind beide Aspekte wichtig und gehören zusammen - aber sie sind nicht gleich gewichtet.

Meine Gewichtung kommt aus dem, was ich in der Bibel lese und aus meiner Erfahrung mit Gott, der mich so geführt hat, dass ich dies erkennen durfte.
Bei dir wird es auch so sein.
Deshalb denke ich, an so einem Punkt müssen wir nicht ausdiskutieren, wer mehr Recht hat.
Viel wichtiger ist es, auf Gott zu hören und sich von ihm führen und Erkenntnis schenken zu lassen - dann kommen wir viel weiter als mit Diskussionen .

Ich kann nur von mir sagen, dass mein Leben viel reicher und freier und von viel mehr Frieden und Freude bestimmt ist, seit ich das "Empfangen" mehr ins Zentrum gestellt und dem "Tun" vorgeordnet habe.
Da muss wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

Gruss
Solana


angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.10.2017 10:18.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von Burgen am 25.10.2017 10:10

Hallo ihr Lieben 

gerade war von www.erf.de/in-touch eine wunderbare Ausarbeitung, bzw. Predigt zu unserem Thema hier zu hören.. 

Ueber den Himmel 

Eine anfängliche Bibelstelle war aus 
Epheser 2, 4-9 
und sagt aus, dass wir seit unserer Errettung zu Gottes Reich gehören und geistlich befinden wir uns im Himmel. 

Eph 1,13 
Math 6, 20-21 
Mt 5, 12 
1. Petr 1, 3-4
1. These 4,13-17 

Das sind die Erklärungen und Zusagen, dass wir im Lebensbuch stehen, im Himmel sind, weil er uns eine Wohnung bereitet hat, 
und nach dem leiblichen Tod in den Himmel einziehen. 

Alles aufgrund unserer Errettung durch Jesus seine Tat am Kreuz und seine Auferstehung. 
Ich finde das soo toll. 

Kein Gefühl, sondern dass Wissen darum. 
Das hilft uns. 

Gruß 
Burgen 




Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.10.2017 13:07.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (41) Herr, lehre uns beten ... Lukas 11,1

von Burgen am 25.10.2017 09:28

Losung 

Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.    Klagelieder 3,26 

Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheissen hat.    Hebräer 10,23 

Lukas 13, 10-17
Hesekiel 4, 1-8 

Gottes Liebe hat uns bis hierher erhalten und gesegnet. 
Sie  ist unwandelbar, weil er unwandelbar ist. 
Wir wissen nicht, was die Zukunft bringen wird, aber wir kennen den,
der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. 
Wirlegen unsre Hand aufs Neue in die seine und bitten:
Führe du uns! (Hudson Taylor, China Missionar)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.10.2017 09:29.

nobse

98, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 174

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nobse am 25.10.2017 09:25

Liebe Cleopatra,

deine Begründung hört sich für mich sehr "mystisch" an, ich weiß gerade kein anderes Wort dafür.

Das ist völlig in Ordnung. Mystik bedeutet für mich Gotteserfahrung. Und das ist es doch, wonach wir alle streben sollten, oder siehst du ein anderes Ziel vor Augen?

Aus Glauben sind wir errettet nicht aufgrund von Werken.

Siehe dazu, was ich Solana schrieb.
denn Menschenseelen kommen verloren, wenn sie glauben, sie bräuchten keine Sündenvergebung.

Wer glaubt das denn?

Es geht darum, die Gemeinschaft mit Jesus und Gott immer enger werden zu lassen. Wer sich auf diesen Weg begibt, der ist nie und nimmer verloren.

Herzlichen Gruß,
Nobse

Antworten

nobse

98, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 174

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nobse am 25.10.2017 09:18

Liebe Solana,

danke für deine Ausführungen. Das eine oder andere sollten wir noch weiter besprechen, denke ich.

Du hast interessante Gedanken geäussert, dass der Mensch denken könnte: Wenn Gott dies alles für mich getan hat, dann muss ich doch auch meinen Teil dazu beitragen (sinngemäß zusammengefasst).

Und dann schreibst du:

Aber so ist es nicht mit dem Himmelreich.

Nein, so ist es tatsächlich nicht im Himmelreich. Ich muss gar nichts tun, damit Gott mir meine Sünden vergibt oder mich erlöst. Aber ich darf es tun.

Und nun zum Kern, wie es im Himmelreich ist:

Gott giesst seinen heiligen Geist nicht wahllos auf die Menschheit aus. Er tut dies nur bei Menschen, die sich nach dem Heiligen Geist ausstrecken und er tut es mehr oder weniger, je nachdem, wie gut die Menschen mit seinem Geist umgehen können.

Es ist vergleichbar mit einem Muskel. Wenn er arbeitet, strömt ihm mehr Blut zu, als wenn er in Ruhe ist. Und noch etwas zeigt dieser Vergleich: Der Muskel wird stärker, je mehr er arbeitet.

Es ist wichtig zu erkennen, dass es sich dabei um ein geistiges Gesetz handelt, das sich aus der Liebe Gottes ergibt sowie aus der Freiheit seiner Geschöpfe (sie werden zu nichts gezwungen).

Das was Gott uns schenken möchte, ist da. Es ist jetzt an uns, es zu nutzen und tätig zu werden.

Du schreibst dann:

Ja, Mittun ist wichtig - aber erst kommt das empfangen, und das ist noch viel wichtiger. Das wird in unserer heutigen Zeit viel eher vernachlässigt als das "Arbeiten" für Gott.
Wenn wir etwas mehr das Hören auf Gott und das Empfangen von ihm ins Zentrum unseres Lebens stellen, dann kommen die Früchte ganz von allein - so wie eine Rebe am Weinstock, die den vollen Lebenssaft in sich aufnimmt, gar nicht anders kann, als gute Frucht hervor zu bringen.
Die wird nicht "faul", weil sie sich zu wenig um Frucht bemüht.

Ich halte dir hier entgegen: Sie wird aber auch nicht reif, wenn sie sich nicht um den Rebensaft bemüht.

Jesus fordert uns ja dazu auf, zu arbeiten: Lasst euer Licht leuchten. Oder das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Jesus gibt uns das ewige Leben. Leben bedeutet aber Aktivität. Und natürlich auch Ruhepausen, das ist klar.

Auch Jesus hat das der geschäftigen Marta klargemacht, die meinte, ihre Schwester Maria wäre zu faul, weil sie Jesus einfach nur zuhören wollte.

Hier sehe ich nicht so sehr den Gegensatz zwischen Aktivität und Passivität sondern den Gegensatz, worin man seine Aktivität investiert. Marta war um das leibliche Wohl bemüht, Maria war auf Geistiges ausgerichtet. Ich sehe den Gegensatz zwischen weltlicher Aktivität versus Ausrichtung auf Gott.

Gott ist der "Baumeister" seines Reiches.

Ich kann dir nicht vollständig zustimmen. Gott hat die Schöpfung aus sich herausgesetzt, damit sie ein Eigenleben führen kann. Gott möchte seine Geschöpfe in der Schöpfung in Aktion sehen. Natürlich sind die Leitplanken für das Himmelreich vorgegeben: Licht und Liebe und Freiheit. Aus der Freiheit ergibt sich, dass die Geschöpfe die Schöpfung mitgestalten können und sollen.

Und hier möchte ich noch mal auf den Anfang zurückkommen: Wir dienen Gott nicht aus einem Leistungsdenken heraus, sondern weil wir geistige Wesen sind, die nach Gottes Ebenbild geformt wurden. Gott ist schöpferisch aktiv, wir können und sollen es auch sein. Gott wirkt mit seinem Heiligen Geist - wir dürfen und sollen es ebenso tun.

Eins ist klar: Alles ist aus Gott hervorgegangen und Gott ist die Quelle allen Lebens. Akzeptieren wir diese Tatsachen mit großer Dankbarkeit und gehen dann dazu über, ihm zu dienen.

Herzlichen Gruß,
Nobse

Antworten

Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5506

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von Cleopatra am 25.10.2017 07:57

Lieber nobse,

deine Begründung hört sich für mich sehr "mystisch" an, ich weiß gerade kein anderes Wort dafür.

Nun, wenn du meinst, du wärest ein Lichtwesen, dann ist dem so, ich selbst sehe es nicht so.

Was ich aber immer wieder wichtig finde zu betonen (denn wir sind nunmal eine evangelisierende Community), ist eben die Tatsache, dass nicht jeder automatisch den heiligen Geist in sich hat und auch nicht jeder nur aufgrund von Werken in den Himmel kommt.

Es ist die Errettung der Sünden nötig, die selbst getroffene Entscheidung, Jesu Sündenvergebung anzunehmen.
Aus Glauben sind wir errettet nicht aufgrund von Werken.

Ich hoffe nun, dass sich dieser Thread nicht wieder so entwickelt, dass angels Lehre weiter verbreitet wird. Nichts gegen dich angel persönlich, aber das ist gefährlich, denn Menschenseelen kommen verloren, wenn sie glauben, sie bräuchten keine Sündenvergebung.

Deshalb muss ich das hier nochmal so betonen.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  ...  2756  |  2757  |  2758  |  2759  |  2760  ...  6913  |  »  |  Letzte

« zurück zur vorherigen Seite