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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von Burgen am 21.10.2017 10:39

Interessant wäre doch auch der Gedanke, was und wie stellen wir uns vor, wenn wir die Frage bedenken: 

Woran erkennst du, dass du im Himmelreich bist?!

Ich denke, jeder hat da so seine Vorstellungen, besonders, wenn wir eben christlich orientiert sind.

Der eine denkt und empfindet Harmonie als Himmelreich. Ein anderer hält inneren Frieden, Freude und gute Begegnungen

dafür, im Himmelreich zu befinden.

Petrus gar wollte drei Hütten bauen. Es muss damals ein überwältigendes Gefühl für die drei Begleiter Jesu geweswn sein,

da, auf dem Berg der Verklärung Jesu. U.a. ein emotionales nicht kontrollierbares Hochgefühl.

Kennt ihr das auch? Ich schon, allerdings von früheren Zeiten, also im Rückblick. Heute ist es nüchterner ... .

Ein bisschen kam der Gedanke - versetzt in das Reich der Himmel ...

Wenn Jesus durch den Geist in unser Herz einzieht, werden wir versetzt in den Himmel.
Allerdings kann das z.B. als Jugendlicher gewesen sein. Und dann nach einiger Zeit sind wir mit
Berufsausbildung, lernen das erwachsene Leben zu meistern, neue Freunde, usw. , verloren gehen.

Vielleicht 10 oder 15 Jahre später wird wieder an Jesus, Glaube und Bibel gedacht.
Und dann erst kehren wir zurück wie der einst verlorene Sohn.
Das Himmelreich wird belebt und wir verlieben uns in Jesus.

So öhnlich kann es doch sein, oder?

Gruss
Burgen


 

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solana

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von solana am 21.10.2017 10:30

Der Wille des Menschen ist ja nur eine Seite - das Gewollte umsetzen ist eine ganz andere.

Der Mensch ist frei, zu wollen .... aber was nützt der freie Wille, wenn er das Gewollte nicht tun kann?
Wir unterliegen so vielen Einschränkungen und haben Grenzen, die wir nicht überwinden können, auch wenn der Wille noch so stark ist.

Wir haben nur einen begrenzten Einfluss auf unsere Umwelt und nur einen begrenzten Handlungsspielraum.

Und auch uns selbst haben wir mit unserem Willen nicht so im Griff, wie wir uns das wünschen - schon allein körperlich. Es gibt kaum jemanden, der wir wirklich so gesund lebt, wie er es gerne will (meistens scheitert der menschliche Wille da am "inneren Schweinehund") und auch in unserem Tun, unseren Gedanken und Gefühlen hat unser Wille nicht immer die Kontrolle - zB nützt es in der Regel wenig, zu sagen: "Ich will mich jetzt nicht ärgen, ich will jetzt nicht traurig sein oder wütend, ich will jetzt glücklich sein und mich wohl fühlen ....."

Und in Bezug aus das Tun des Guten, sagt Paulus ja so treffend: Röm 7,18 Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.

Mit eiserner Dsziplin und einem starken Willen kann man weit kommen und viel erreichen  .... aber irgendwann stösst man unweigerlich Grenzen .... und ich weiss auch nicht, ob so ein Leben, das von Disziplin und Willenskraft beherrscht wird, wirklich glücklich macht .... ob der starke Wille wirklich auqsreicht, sich selbst zu befehlen: "Ich will mich frei und glücklich und vollkommen zufrieden fühlen."?

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von Burgen am 21.10.2017 10:22

Was ist denn der freie Wille? 

Ist der Wille immer damit begründet, tun und lassen selbst bestimmen zu können?  

Ich bezweifel das.

Warum, weil ich denke, dass wir pausenlos manipuliert werden. Jeder manipuliert und will gerne seinen

"eigenen" Willen durchsetzen.

Ein Mensch, gegründet im Wort Gottes, wird geschützt.

Die Liebe Gottes in und durch uns bewahrt uns, den Willen gegen Gott einzusetzen.

Andererseits, ein Arbeitgeber wird möglicherweise durch Anordnungen seinen Willen durchsetzen.

Und Klugheit lässt zu, den Willen des Chefs zu tun.

Was ist daran nun frei?

Weder der Wille des Chefs noch der Wille des Arbeitnehmers ist frei.

Beide sind anders den Umständen verpflichtet.

Gott allein kann unsere Gedanken und Taten durch sein Wort und Geist leiten.

Und das kann dann so aussehen, als hätten wir einen "freien", eigenen Willen.

Gruss
Burgen


 

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Cleopatra
Administrator

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Beiträge: 5515

Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)

von Cleopatra am 21.10.2017 09:56

... soetwas selbstverständlich sein sollte.

Mein Lieblingslied heißt....

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5515

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von Cleopatra am 21.10.2017 09:55

Diese Frage beschäftigt ja sehr viele Menschen.

Ich selbst würde sagen ja, der Mensch hat einen freien Willen.

Wir können uns immer für oder gegen die Sünde zB entscheiden.

Aber Gott steht trotzdem noch über uns. Und die Sünde ist eben unser Umfeld, welches gerne manipuliert.

Es gibt Beispiele in der Bibel (wie zB Bileam, schon genannt) wo wir sehen können, dass Gott trotz freien Willens sich manchmal durchsetzt.
Bei Noah zB war es auch so.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Beroeer

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Beiträge: 270

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von Beroeer am 21.10.2017 08:18

Hallo Anette,

 

nur mal ganz kurz.

Nach mM gibt es in der Bibelauslegung manchmal Probleme,
wenn Begriffe "absolut" verstanden werden.

Wenn sowohl der Freie Wille, als auch das Versklavt sein absolut verstanden wird,
haben wir natürlich ein Problem.

Der freie Wille hat daher Grenzen. Z.B. dort, wo Gottes Vorsätze stehen.
So wollte Bileam das Volk Gottes verfluchen. Gott aber wollte aus dem Volk
den Erlöser kommen lassen. Also wandelte er den Fluch des Bileams wiederholt
in einen Segen owohl der das nicht wollte.

*nachträglicher Einschub Beginn*

Interessanterweise gab Bileam später dann den Rat, die Israeliten durch Unsittlichkeit
zu verführen. Hier schritt Gott nicht ein, er ließ es zu, dass Bileam diesen Rat geben konnte.
Vermutlich, weil Gott wusste, dass nicht alle der Versuchung erliegen würden.
Hier gestattete er wahrscheinlich jedem von seinem freien Willen Gebrauch zu machen:
Bileam wollte den Lohn, also ließ er sich eine List einfallen.
Manche Israeliten wollten Unsittlich handeln.
Manche andere wollten Gott treu sein.

Der Wille und Vorsatz Gottes war in diesem Fall auch nicht gefährdet,
denn der die Abstammungslinie aus der der Erlöser kommen musste,
war nicht abgeschnitten.

*nachträglicher Einschub Ende*

Der adamischen Erbsünde bin ich natürlich absolut versklavt, in dem Moment,
wenn ich geboren wurde. Nach einer kurzen "Aufwärtszeit" beginnt das Sterben
und ist unaufhaltsam. Aber ich kann mich für oder gegen Gott entscheiden,
obwohl ich ständig kämpfen muss gegen den Einfluss der Sünde, die mich
unter ihre Herrschaft zwingen will. Wie weit ich mich von diesem
versklavenden Einfluss frei machen kann hängt davon ab, wie sehr
ich die Hilfen Gottes annehme.

Und selbst "in Christus" kann ich davon (jetzt) noch nicht "absolu" frei werden,
sonst würde ich ja nicht mehr sterben müssen.

 

LG
Beroeer

Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.10.2017 09:58.

SMart
Gelöschter Benutzer

Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)

von SMart am 21.10.2017 02:34

... Körnerbrot und Kräutertee.

Ich helfe Menchen, weil ...

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von solana am 21.10.2017 00:04

Liebe Burgen
Ich lese die Bibelstellen meistens mit Kontext, weil der wichtig ist für das Verständnis.

Im Bibelserver geht das ganz leicht: wenn du auf die blau gedruckte Versangabe am Anfang der abgedruckten Bibelstelle klickst, dann erscheint ein kleines Fenster mit der Versen direkt davor und danach. Mit der Überschrift: Vers xy im Kontext. Wenn du auf diese Überschrift klickst, wird das ganze zugehörige Kapitel aufgeschlagen.

Es sind aber schon sehr viele Verse, die ich da verlinkt habe mit der Suchfunktion.
Das sollte in erster Linie die grosse Bedeutung des Himmelreichs in der Predigt Jesu und auch in der Verkündigung in der Apg und den Briefen zeigen.
Und die meisten sind sicherlich auch so klar genug in ihrer Aussage, ohne den Kontext. Aber dort, wo du gerne mehr dazu lesen willst, kannst du ja einfach den Kontext anzeigen lassen, wie oben beschrieben.

Pray schrieb:

Daraus schließe ich, dass Gottes Wille schon im Himmel geschieht, er dort regiert. Und so bitten wir: Wie im Himmel....so soll es auch auf Erden sein. So verstehe ich es jedenfalls

Ja, liebe Pray, so verstehe ich das auch.
Und auch den Schlusssatz des Gebets: IHM allein gehört alle Macht und Herrschaft, und Herrlichkeit, Er allein hat die Kraft, alles zu tun, was er will.
Indem wir das bekennen, erkennen wir ihn als Herrscher über unser Leben an und erwarten alles von ihm.
Indem wir uns mit unserem ganzen Leben unter seine Herrschaft stellen, bricht sein Reich in uns an.


Burgen schrieb:

Je näher unsere Beziehung - Gott...Mensch und Mensch...Gott ist, je wohler und gewisser ist das Himmelreich gegenwärtig.

Ja, ich denke auch, dass das ein Wachstumsprozess ist.

Sehr schön ausgedrückt im Bild vom Senfkorn:

Mk 4, 30 Und er sprach: Womit wollen wir das Reich Gottes vergleichen, und durch welches Gleichnis wollen wir es abbilden?

31 Es ist wie mit einem Senfkorn: Wenn das gesät wird aufs Land, so ist's das kleinste unter allen Samenkörnern auf Erden;
32 und wenn es gesät ist, so geht es auf und wird größer als alle Kräuter und treibt große Zweige, sodass die Vögel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen können.

Das Samenkorn ist ganz winzig und unscheinbar, dann kommt ein zartes Pflänzchen hervor, das noch sehr schwach und zerbrechlich ist, auf regelmässiges Wasser zur Nahrung angewiesen ist und darauf, dass jemand alle Unkräuter um es herum ausjätet, damit es genug Licht und Raum hat ..... bis es dann immer grösser und stärker wird und sogar Vögel und andere Tiere in seinem Schatten ruhen und Erfrischung finden können, sich bei hm wohlfühlen. Dann ist der Baum stark genug, mit seinen tiefen Wurzeln auch mal eine Dürreperiode zu überleben und ihn nicht einmal ein starker Wind so schnell umwirft .....

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Annette

65, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 64

Hat der Mensch einen freien Willlen?

von Annette am 20.10.2017 23:51

Ja,das ist meine Frage!Katholischer seits wird immer der freie Wille des Menschen betont.Wenn aber der natürliche Mensch,Sklave der Sünde ist,wie kann er dann einen freien Willen Haben?

Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen!

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von Burgen am 20.10.2017 23:10

@liebe Solana, 

hast du vor Jahren die Stellen in der Bibel inklusiv der dazu gehörenden Verse gelesen?
Ich glaube, dass sich dann alles leichter verstehen lässt.

Gersde las ich die beiden Links samt Stellen durch und es fällt mir schwer tiefer dort einzutauchen. 
Mir fehlen die dazugehörenden Verse. Es ist eher wie beim Vokabeln lernen.

Doch wegen des Reich Gottes predigt Jesus ja. Seine Bemühungen laden die Menschen ein ins Himmelreich zu kommen.
Der Glaube an Jesus versetzt den Menschen dort hinein. Und dann beginnt das neue Leben unter der Herrschaft des neuen Herrn.
Nämlich Jesus. Und er korrigiert 'auch' durch andere Christen, indem sie manchmal dem, was ein anderer sagt, widerstehen.

Und wir wissen auch, dass am Ende der Zeit, viele andere Christusse angebetet werden.
Wir alle brauchen den Geist der Unterscheidung. Online alles recht schwierig.
Wir haben ja nur die getippten Aussagen vor uns.
Von daher, denke mir, dass wir manchmal einfach Jesus vertrauen, dass er zwischen den Menschen und zwischen
den Worten der Beiträge steht.

Wir könnten also denken, dass wir hier schon mitten im Himmelreich, Gottes Reich sind.
Gottes Liebe führt und leitet uns in seine Wahrheit. Die Wahrheit macht uns frei.
Das Reich Gottes, sein Herrschaftsbereich, ist in uns und wir in ihm.

Je näher unsere Beziehung - Gott...Mensch und Mensch...Gott ist, je wohler und gewisser ist das Himmelreich gegenwärtig.

Gruß
Burgen


 

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