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Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von solana am 23.08.2017 10:11Wenn ich das richtig sehe, dann hat schon damals Paulus die Essensfrage - im anderen Punkt von Apg 15 - in die Gewissensfreiheit und die Verantwortung des einzelnen gestellt.
Denn da wird auch das Essen von Götzenopferfleisch untersagt: Apg 15, 28 Denn es gefällt dem Heiligen Geist und uns, euch weiter keine Last aufzuerlegen als nur diese notwendigen Dinge: 29 dass ihr euch enthaltet vom Götzenopferfleisch und vom Blut und vom Erstickten und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, tut ihr recht. Lebt wohl!
Zu diesem Thema schreibt Paulus den Römern (Röm 14) und den Korinthern (1. Kor 10).
1. Kor 10, 27 Wenn euch einer von den Ungläubigen einlädt und ihr wollt hingehen, so esst alles, was euch vorgesetzt wird, und prüft es nicht um des Gewissens willen. 28 Wenn aber jemand zu euch sagen würde: Das ist Opferfleisch, so esst nicht davon, um desjenigen willen, der es gesagt hat, und um des Gewissens willen. 29 Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen, sondern von dem des andern. Denn warum sollte ich meine Freiheit beurteilen lassen vom Gewissen eines andern? 30 Wenn ich mit Danksagung am Mahl teilnehme, warum sollte ich mich Lästerer nennen lassen wegen etwas, wofür ich danke? 31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre. 32 Erregt keinen Anstoß, weder bei den Juden noch bei den Griechen noch bei der Gemeinde Gottes, 33 so wie auch ich jedermann in allem zu Gefallen lebe und suche nicht, was mir, sondern was vielen dient, damit sie gerettet werden.
Blut essen war wohl kein Thema, also wurde es auch nicht behandelt in den Briefen.
Es ist aber doch anzunehmen, dass Paulus auch da ähnlich schreiben würde.
Insbesondere der Punkt, ob Fleisch koscher geschlachtet sein muss, um für den Verzehr geeignet zu sein.
1Kor 10,25 Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst, und prüft es nicht um des Gewissens willen.
Das war in Korinth bestimmt nicht alles koscher geschlachtet und es war bestimmt auch Götzenopferfleisch dabei.
Die Freiheit hinsichtlich des Götzenopferfleisches schränkt Paulus nur im Hinblick auf das Gewissen des anderen ein, der Essende selbst ist da ganz frei, sogar an einem Opfermahl teilzunehmen, ohne sich zu versündigen:
1Kor 8,4 Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht, so wissen wir, dass es keinen Götzen gibt in der Welt und keinen Gott als den einen. 5 Und obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, 6 so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn. 7 Aber nicht alle haben die Erkenntnis. Einige essen's als Götzenopfer, weil sie immer noch an die Götzen gewöhnt sind; und so wird ihr Gewissen, weil es schwach ist, befleckt. 8 Aber die Speise macht's nicht, wie wir vor Gott stehen. Essen wir nicht, so fehlt uns nichts, essen wir, so gewinnen wir nichts. 9 Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird!
10 Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird dann nicht sein Gewissen, da er doch schwach ist, verleitet, das Götzenopfer zu essen?
Auch Götzenopfer zu essen war strengstens untersagt im AT.
Und dieses Verbot wurde auch in den Beschluss des Apostelkonzils mit aufgenommen.
Paulus hat es in die Gewissensfreiheit des Einzelnen gestellt.
Und ich denke, dass in der frühen Kirche auf dieser Grundlage alle Speisevorschriften aufgehoben wurden.
Und auch heute noch muss jeder selbst entscheiden, geführt vom Heiligen Geist.
Ganz wichtig finde ich dabei, zu beachten, was Paulus zu solchen Streitfragen sagte:
Röm 14, 3 Wer isst, der verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, der richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen. 4 Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn aufrecht halten.
Streit über die Grenzen und Gültigkeit von Vorschriften darf nie über die Liebe gestellt werden und zu "richten" und "verachten" führen!
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Ein reines Gewissen
von nennmichdu am 23.08.2017 10:07Hallo Merciful,
ein schlechtes Gewissen hat jemand, der in seinem (sonst) vorher gutem Gewissen nun sich selbst angeklagen tut. Bzw. das was er tut in der Reflektion unter Anklage findet.
Wissen was gut und was böse ist muss der Mensch dann aber erst lernen. Bzw. muss der Mensch dann von Gott offenbart bekommen, durch Gottes Geist. Was uns Gottes Wesen und Willen offenbart und darin erkennen lässt, was Gott für gut heißt und was Gott für böse heißt.
Ein Mench der Gott noch nicht kennengelernt hat, kann nur nach den Maßstäben urteilen, die er in seiner Erziehung verinnerlicht hat oder/und die ihm nahe gelegt worden sind, oder anhand seines (unverfälschtem) natürlichem Empfinden, welches ihm deutlich macht - das was mir schadet (was ich nicht will das man mir tut), das ist auch schlecht und böse zu nennen, wenn ich dieses anderen zufüge.
Gruß,
Thomas
Re: Ein reines Gewissen
von Merciful am 23.08.2017 09:46Ich finde diese Definition ein wenig problematisch.
Denn was wäre dann ein schlechtes Gewissen?
Wäre ein schlechtes Gewissen dann nicht quasi eine schlechte Instanz?
In dem Sinn, dass jene Instanz versagte und den Menschen nicht genügend warnte vor einer schlechten Tat?
Aber wir sprechen doch gerade im Gegenteil von einem schlechten Gewissen dann, wenn wir uns einer schlechten Tat bewusst sind.
Daher halte ich jene Beschreibung des Gewissens als Instanz im menschlichen Bewusstsein für problematisch.
Und zwar schon aus sprachlichen Gründen.
Ich bleibe daher bei der von mir vorgeschlagenen Definition.
Wobei ja kein Grund besteht, jene Erinnerung nicht auch auf die jüngere Vergangenheit oder in die Gegenwart hinein auszudehnen.
Merciful
Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)
von Lila am 23.08.2017 09:34...gemeinsam in Urlaub fahren.
Wenn ich daran denke, was Jesus für mich tat...
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Henoch am 23.08.2017 09:33Hallo Cleo,
ich habs schon gesehen. Durch diese abschließenden Verse macht Gott klar, dass er der ist, dem das Leben gehört.
Henoch
Re: Ein reines Gewissen
von Lila am 23.08.2017 09:25Liebe Cleo!
Das Gewissen ohne Gott könnte so gelähmt sein, dass der Mensch keine „Gewissenbisse" mehr hat Gesetzlos zu leben. Wiederum, durch Manipulation kann man schlechtes Gewissen bekommen, wo es nicht nötig ist. Darum brauchen wir, dass der Herr unsere Gewissen reinigt und empfindsam macht.
Aber was Du angesprochen hast ist sehr gut und auch was dazu Paulus sagt:
Denn wenn die Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz; 15 da sie ja beweisen, daß des Gesetzes Werk in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, welche sich untereinander verklagen oder entschuldigen. 16 Das wird an dem Tage offenbar werden, da Gott das Verborgene der Menschen richten wird, laut meinem Evangelium, durch Jesus Christus.
Römer 2,14-16
Also was wir hier sehen, wenn Gott seine Gesetze in das Herz eines Heiden schreibt, tun sie es aus Natur, was das Gesetz verlangt, und somit wird das Gewissen auf Gottes Gebote sensibilisiert.
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich und erbaut - 1. Kor 10, 23-31
von Lila am 23.08.2017 09:24Liebe Cleo, ich denke auch, dass wir Verantwortung tragen füreinander, daher ist es wichtig darauf hinzuweisen, was in der Bibel steht.
LG Lila
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Morgengruß, Kurzandacht, Beten, Bibelzitate die uns bewegen
von Burgen am 23.08.2017 09:23Gebet in der heutigen Oase
Mach aus Gott nicht dein Kopfkissen,
noch aus dem Gebet dein Federbett. (Helder Camara)
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (40) unsere Liebe werde immer noch reicher an Erkenntnis und aller Erfahrung. Phil 1,9
von Burgen am 23.08.2017 09:20Losung
Der HERR, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren,
der große, starke und furchtbare Gott,
der kein Ansehen der Person kennt und keine Bestechung annimmt. - 5. Mose 10,17
Lehrtext
Jesus Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. - Matthäus 28,18
Mach aus Gott nicht ein Kopfkissen, noch aus dem Gebet dein Federbett.
(Helder Camara)
Johannes 4, 19-26
Apostelgeschichte 27, 13-26
Re: Ein reines Gewissen
von Cleopatra am 23.08.2017 08:13Guten Morgen,
ich habe nicht so ganz verstanden, wie es jetzt zum Thema Ausleger und deren Lehre kam.
Aber egal, ich denke, Gott hat einem Menschen dieses Gewissen gegeben.
Übrigens haben nicht nur Christen dieses Gewissen.
Durch die Erziehung entwickelt sich das Gewissen ja auch und es sagt uns, was gut und was schlecht ist.
Aber beim Christen denke ich auch, dass Gott dieses Gewissen auch oft nutzt, damit wir das richtige tun.
Hierauf solllten wir hören.
Und wenn wir mal nicht wissen, was wir tun sollen, haben wir jederzeit die Möglichkeit, ins Gebet zu kommen und in der Bibel zu lesen.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder


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