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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

von nennmichdu am 21.04.2017 14:42

Danke für die vielen guten Antworten, denen ich allen etwas abgewinnen kann, womit das Thema wohl fast erschöpfend behandelt ist.


Eine Antwort bezog sich wohl auf diesen Vers:

Lk 14,26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.

muss dann wohl in die Richtung gehen, sich selbst hier zurück zu nehmen (im Sinne der Selbstverleugnung) denn im Epheser Brief heisst es:

28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde.


Also liebe deinen Nächsten, als ob du es selbst (wie du dich selbst) wärst (liebst) erschließt denn Sinn dann am leichtesten (wo ich so oft davon gehört habe, man müsse erstmal sich selbst lieben, um andere lieben zu können  - das tut man dann im allgemeinen sowieso... ja schon) 

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Merciful

55, Männlich

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

von Merciful am 21.04.2017 14:12

Jesus sagte: Liebe Gott von Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst.

Er sprach von 2 Geboten (... das andere aber ist dem gleich ...), nämlich dem Gebot der Gottesliebe und dem Gebot der Nächstenliebe.

So gibt es in diesem Vers kein weiteres Gebot der Selbstliebe.

Aber auch kein Gebot des Selbsthasses.

Jesus setzt es schlicht als normal und gegeben voraus, dass Menschen sich selbst lieben.

Wie sie sich selbst lieben, so sollen sie auch den Nächsten lieben.

Zur Eigensucht wird diese Selbstliebe dann, wenn sie nicht durch die Nächstenliebe ins Gleichgewicht gebracht wird.

Merciful

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Pal

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

von Pal am 21.04.2017 13:11

@chestnut:
Gerne wüsste ich noch, ob Pal meine Interpretation seines Textes auch so versteht?

Was wäre deine Interpretation meines Textes 

lG

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chestnut
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

von chestnut am 21.04.2017 11:38

Wenn ich den letzten Beitrag von Kowalski lese und seine Unterscheidung zwischen "Selbstliebe" im Sinn von Eitelkeit und Selbstannahme, dann stimme ich dem auch zu.

Ich interpretiere Pals "Selbst-Hass" in einem vorherigen Beitrag - so wie Pal aus dem Zusammenhang seiner bisherigen Texte im Forum zu verstehen meine - auch in diese Richtung. Gerne wüsste ich noch, ob Pal meine Interpretation seines Textes auch so versteht.


Erhöhe dich nicht über die Anderen. Respektiere und liebe die Anderen mindestens so wie dich selbst. (Kowalski)

Wenn ich diesen Satz lese, kommt mir das Wort des Apostels Paulus aus Philipper 2.3+4 in den Sinn:
Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Der Bibelvers spricht für sich selbst.

Liebe Grüsse
Chestnut

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Pal

67, Männlich

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Re: Allversöhnungslehre sei gefährlich?

von Pal am 21.04.2017 11:28

Merciful:
Darin also sind sich die Apostel einig, dass sie die Vergebung der Sünden und die Versöhnung mit Gott nicht auf einige wenige Menschen beschränkt sehen, sondern vielmehr von der Versöhnung der Welt mit Gott sprechen. Dies meinte ich, wenn ich schrieb, dass die Gnade Gottes grundsätzlich allen Menschen gilt.

Da sehe ich es auch so, das Jesu Sühung ausreichen würde für die gesamten Sünden, die jemals auf dieser Erde geschehen sind.
Aber diese Sühnung kommt halt nicht über alle, genauso wie der Regen über Gut und Böse (Mat 5:45).
Ja, die Vergebung wäre vorhanden (der Regen fällt auf alle!) Aber was machen sie dann mit diesem wunderbaren Geschenk?
Bringen sie Früchte? Oder Dornen und Disteln hervor? -
Im letzteren Fall wird aus angebotener Vergebung ewige Verwerfung! Und das ist leider so bei den allermeisten Menschen...

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Pal

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Re: Allversöhnungslehre sei gefährlich?

von Pal am 21.04.2017 11:21

Marcus:
Ob das am Ende viele oder wenige sind wird sich zeigen.

Wie kannst du so etwas sagen, wenn Jesus Christus es ganz eindeutig darstellt?

=>
Mat 7:13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen. Mat 7:14 Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden!

und gleich darau kommt noch eine bemerkenswerte Warnung =>

Mat 7:15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, ....

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Merciful

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Re: Allversöhnungslehre sei gefährlich?

von Merciful am 21.04.2017 11:15

Um nun auch einmal auf das eigentliche Thema dieses Threads zu sprechen zu kommen.

Meiner Meinung nach muss zumindest zwischen 'Allversöhnung' einerseits und 'Allerlösung' andererseits unterschieden werden.

In Hinblick auf die Allversöhnung kommen aus meiner Sicht insbesondere folgende Bibelverse in Betracht:

Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

(2. Brief des Paulus an die Korinther 5, 19.20; Lutherbibel 2017)

In diesen Versen wird beides ausgesagt. Gott hat die Welt (also doch wohl (auch) die Menschen) mit sich selbst versöhnt in Christus. Die Schlussfolgerung des Apostels lautet aber deswegen nicht so, dass keine Verkündigung mehr notwendig wäre, vielmehr resultiert aus jener Feststellung gerade die Notwendigkeit der Predigt und die Möglichkeit der Versöhnung mit Gott durch den persönlichen Glauben des Menschen, der freilich durch eben jene Predigt bewirkt wird.

Und er selbst ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

(1. Brief des Johannes 2, 2; Lutherbibel 2017)

Darin also sind sich die Apostel einig, dass sie die Vergebung der Sünden und die Versöhnung mit Gott nicht auf einige wenige Menschen beschränkt sehen, sondern vielmehr von der Versöhnung der Welt mit Gott sprechen. Dies meinte ich, wenn ich schrieb, dass die Gnade Gottes grundsätzlich allen Menschen gilt.

Schwieriger aber ist es, von einer Allerlösung zu sprechen. Römer 5, 19 scheint zwar anzudeuten, dass die Gerechtigkeit Gottes sich letztlich dahingehend auswirkt, dass der Mensch im Herrschaftsbereich Christi überwunden wird zur Seligkeit.

Dennoch scheint es mir so zu sein, dass es (möglicherweise) Menschen gibt, die der Gnade Gottes derart massiv sich widersetzen, sodass Ihnen schließlich der Eingang in die himmlische Herrlichkeit verwehrt wird.

Merciful

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Merciful

55, Männlich

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Beiträge: 2515

Re: Allversöhnungslehre sei gefährlich?

von Merciful am 21.04.2017 10:37

Pal schrieb: Siehst du, da ist die Tatsache!

Die Tatsache, dass es noch immer Menschen gibt, die sich der Liebe und Gnade Gottes widersetzen, ist unbestritten.

Wenn ich Römer 5, 18.19 betrachte und erläutere, mich also für einen Moment auf die Aussage des Paulus konzentriere, so bedeutet dies nicht, dass ich deshalb meine eigene Erfahrung oder andere Bibelverse gänzlich und für immer ausblende.

Es bedeutet nur, dass ich sie in dem Moment nicht zur Sprache bringe.

Dein Insistieren auf der Betrachtung auch anderer Bibelverse ist für mich dann wenig hilfreich, vielmehr sogar störend. Denn diese anderen Bibelverse kenne ich ohnehin. Ich muss nicht immerzu auf diese hingewiesen werden, nur weil es so scheint, als ob ich diese nicht im Blick hätte.

Es ist lediglich meine Art, die Bibel zu lesen, dass ich mir für einzelne Verse relativ viel Zeit nehme.

Merciful

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MarcusO
Gelöschter Benutzer

Re: Allversöhnungslehre sei gefährlich?

von MarcusO am 21.04.2017 10:10

Hallo,
die Allversöhnungslehre sehe ich ebenfalls so, das jeder Zugang zu Gott hatt durch Christus. Die Vorraussetzung ist Umkehr zu Gott (sich als Sünder erkennnen und sein Leben auf Jesus ausrichten). Die Entscheidung liegt bei jedem persönlich. Ob das am Ende viele oder wenige sind wird sich zeigen. Wichtig ist die persönliche Beziehung zu Gott, alles andere ist für mich toter bzw. weltlicher Glaube! 

Die Allversöhnung so zu deuten das der Tot Christi alle Menschen rettet (egal was sie tun) finde ich falsch und kann ich so in der Bibel auch nicht finden!

LG

Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.04.2017 10:11.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (38) Ich lasse mich suchen und finden, sagt Gott

von Burgen am 21.04.2017 09:48

Losung

Sie warfen Daniel zu den Löwen in die Grube.
Der König aber sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der helfe dir!
/ Daniel 6,17

Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.
/ 2. Korinther 4,9

Lukas 24, 36-47
Kolosser 1, 9-14



***
Ihr Lieben, habt einen guten, gesegneten Freitag.
Zu meiner Kindzeit war dies der Tag an dem es mittags Fisch zu essen gab. Kennt ihr das auch noch?
Und am Abend hörten Mutti und ich in der Küche, während des Abwaschs Radio. Dort hörten wir das Wort zum Sabbath.
Das hat mir immer sehr gut gefallen im Herzen, und die Worte waren etwas Besonderes.

arche-tv.de hatte gerade die Ebenbildlichkeit des Menschen bezüglich
Gott Vater - dem Schöpfer 
Gott Sohn - dem Wort
Gott Geist - dem Geist Gottes , zur Predigtgrundlage.

Es machte deutlich, dass Mann und Frau die Ebenbildlichkeit Gottes (uns, sprach Gott) abbildet.
Heißt, keiner herrscht über den anderen, Gewalt und Co hat in dieser Ebenbildlichkeit keinen Platz.
Jesus und Gott mittels Heiligem Geist bekriegen sich nicht.

Die Gleichmacherei der biologischen Unterschiedlichkeit der neuen Entwicklung in der Welt entsprechen nicht dem Willen Gottes, wie wir ja unschwer aus der Schrift erkennen können.

Paulus spricht sich im Korintherbrief ja für die Ehelosigkeit aus. Jedoch im Hinblick auf Krieg und Verfolgung,
wie wir in der kriegsreichen Zeit ja durchaus verstehen können.
Allerdings ist hier gemeint, dass jeder sich Gott völlig anvertrauen sollte, viel Zeit mit Gott und seinem Wort sich beschäftigen.
Ihn an die erste Stelle im Leben setzen.

Ja, und wir sehen in A u. E ziemlich schnell in der Schrift, das gebrochene Bild der Ebenbildlichkeit Gottes.
Schade, nicht wahr?
Hat jemand von euch ein geheiligtes und geheiltes Vor-Bild von einem Menschen vor Augen, den er kennengelernt hat, kennenlernen hat dürfen?

Das würde Mut machen.

LG
Burgen


 

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