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geli
Gelöschter Benutzer
Re: Jesus verstehen
von geli am 10.04.2017 21:05Ja, das seh ich auch wie Beröer: Die Ursache der Sünde bei Adam war nicht das "Fleisch", sondern der eigenmächtige Gebrauch des eigenen Willens.
Das "Fleisch" war erst nach dem Sündenfall "verdorben".
Vor dem Sündenfall heißt es: "...nach dem Bilde Gottes geschaffen" - und "Sehr gut".
Erst nach dem Sündenfall gilt: "...zeugte einen Sohn, ihm gleich und nach seinem Bilde, und nannte ihn Seth". 1. Mose 5,3
Lg, geli
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Mathäus 8,5-10 und Mathäus 15,21,27
von Burgen am 10.04.2017 20:26Hallo nennmichdu und alle
es ist wohl einfach so, dass jeder Mensch seinen eigenen Zugang zum Text finden wird.
Und so wie im anderen Beitrag hilft es mir.
gerade habe ich mir die jeweils erste angegebene Stelle durchgelesen.
Ohne die Parallelstellen zu betrachten.
Und damit wird eigentlich deutlich, dass Jesus den Glauben "belohnt".
Der Glaube an Jesus ist ihm so wichtig, dass er über alles was sich ihm in den Weg stellen will, hinweggeht.
An anderer Stelle sind es die "schreienden" Kinder, die von seinen Jüngern verjagd werden sollen.
Hier ist es die "schreiende" Frau, die stört.
Und immer handelt Jesus so, dass er Glauben belohnt. Er lebt aus dem Geist heraus, geistlich.
Er selbst überschreitet so die ursprünglichen Grenzen seines Auftrags.
Das Drama drumherum endet mit einer Heilung.
Gruss
Burgen
Re: Evolutionstheorie und 1. Buch Mose - Ein Widerspruch?
von Kowalski am 10.04.2017 18:59nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Evolutionstheorie und 1. Buch Mose - Ein Widerspruch?
von nennmichdu am 10.04.2017 16:02Hallo Daniel,
danke für deine ausführliche Antwort, auf die ich gerne eingehen möchte.
Worüber wir uns einig sein könnten, ist die Tatsache, das der Bibeltext, der von Menschen geschrieben wurde, die vom heiligen Geist, also von Gott selbst, inspiriert waren und das wir die Schrift nur auslegen und verstehen können, wenn Gott uns dies durch seinen heiligen Geist aufschliesst.
Vieles können wir anfangs noch nicht fassen, manches erschließt sich uns später gänzlich neu oder noch tiefer und manches werden wir vielleicht nie vollständig in seinem vollstem Umfang ermessen können. Doch Jesus hat seinen Jüngern verheißen, das der heilige Geist sie in die ganze Wahrheit leiten wird. Seine - die - Wahrheit, die nicht für den einen Menschen zu diesem Gottes- und Bibel- Verständnis führt und für einen anderen Menschen zu einem gänzlich anderem Gottesverständnis über das, was er tut und getan hat und tuen wird.
Wenn wir den Johannes Prolog nehmen - am Anfang war das Wort - Logos- , dann steht diese Beschreibung von Gottes schöpferischem Handeln nicht mit den Ereignissen in der Schöpfungsgeschichte in 1. Mose im Widerspruch. Beide Berichte decken und ergänzen sich in ihren Aussagen in dem, was sie zur Entstehung des Universums dem Leser mitteilen wollen.
Das wir dann in unserem Denken geprägt sind von Geistigen/Geistlichen Vorbildern ändert nichts an der Tatsache, das wir immer dann, und auch nur dann, Gottes reden hören, wenn wir zu seinen Schafen gehören, bzw. Gott uns zu seinen Schafen machen möchte, in dem er uns zur Buße leitet, aus der Welt herausruft.
Das Gott uns dann immer im Hier und Jetzt begegnet, ist zwar wahr. Er sieht aber auch wo wir herkommen und wohin wir gehen. Dadurch bleiben wir in seiner Spur und gleichen nicht jenen, die nur aus dem Geist geboren sind und nicht aus Wasser ( Vergebung der Schuld empfangen haben) und Geist (den heiligen Geist empfangen haben).
Denn von denen heißt es:
Joh. 3,8 Der Wind (geistige Strömungen und Geister die nicht von Gott sind) weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt, noch wohin er fährt. Also ist ein jeder der aus dem Geist geboren ist.
LG,
Thomas
Re: Evolutionstheorie und 1. Buch Mose - Ein Widerspruch?
von Hyperion am 10.04.2017 15:17Wo in diesem Aphorismus ist denn bitte zu lesen, dass vergangene Taten, ob gut oder böse, obsolet oder passè werden würden, nur weil ein neuer Tag anbricht? Also ich kann das dort beim besten Willen nicht lesen.
Wenn es heißt, dass Gott den Menschen nimmt und empfängt wie er ihn findet, dann bedeutet das lediglich, dass man so wie man ist, jederzeit zu Gott kommen kann und Gott den Menschen nicht aus Gründen, die in seiner Vergangenheit liegen, ablehnt.
Der Aphorismus ist Teil eines Traktats von Eckhart, in dem er unter anderem darauf aufmerksam machen möchte, dass Gott jederzeit dazu bereit ist, dem reuigen Sünder zu vergeben und Gottes Vergebung uneingeschränkt gilt, also tatsächlich alle Sünden vergeben werden, wenn man gegenwärtig darum bittet.
Aber mir ist durch deinen Kommentar jetzt bewusst geworden, dass ich in Zukunft besser keine Eckhart-Zitate mehr in meine Posts integrieren sollte, weil dies, aus mir allerdings völlig unverständlichen Gründen heraus, nur zu Missverständnissen führt. Ich würde jedoch wirklich gerne nachvollziehen können, wie man in solch einem Umfang etwas in einen Text hinein lesen kann, was dort gar nicht geschrieben steht? Das lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass man gegenüber dem Autor völlig voreingenommen, ja gar vorurteilsbeladen ist und ihn deshalb nicht mehr neutral lesen und verstehen kann/mag. Schade, wirklich schade finde ich das!
Daniel
Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.
Re: Evolutionstheorie und 1. Buch Mose - Ein Widerspruch?
von Kowalski am 10.04.2017 13:23So ein Unsinn.
Was du gewesen bist spielt natürlich auch eine Rolle. Deine vergangenen Taten, ob gut oder böse, werden nicht hinfällig, obsolet und passé, nur weil ein neuer Tag anbricht.
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Von einer Tochter Kanaans und einem den Juden wohlgesinntem Römischen Hauptmann
von nennmichdu am 10.04.2017 11:29Hallo MarkusO,
Die Kanaatiter waren die Nachkommen von Ham, einem Sohn Noahs, der die Blöße seines Vaters nicht zudeckte und folglich in seinen Nachkommen, den Nachkommen seines Sohnes Kanaan, Knecht der Knechte sein sollte.
Die besagte Tochter Kanaans - griechischer, heidnischer Herkunft ( Syro-Phönizierin von Geburt) verwies nun darauf, als Jesus verlauten ließ, das er nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels gekommen sei, was ihre Abstammungslinie dann nicht mit einschloss, dass auch die Hunde - sprich ein Tier was dem Menschen dient, sich vom dem sättigen tut, was an "Segen" des Herrn kommt und für ihn übrig bleibt. Damit drückt diese Frau großen Glauben aus an das, was der Herr Jesus, der Messias, für Sie tun kann, auch wenn sie sich nicht selbst in der Abstammungslinie von Abraham sieht.
Jesus hebt also in beiden Geschichten, vom Glauben des Hauptmannes und vom Glauben dieser Frau, die Bedeutung des Glaubens - und nicht der Herkunft - hervor und zeigt damit auf, dass zu den verlorenen Schafen Israels derjenige gehört, der ein Kind der Verheißung ist.
Re: Jesus verstehen
von Beroeer am 10.04.2017 11:25Hallo Thomas,
Der erste (alte)Adam (in Eden) zeichnete sich dadurch aus, das er die Gebote Gottes nicht erlüllen/halten konnte. Weil das "Fleisch " nicht in der Lage ist Gottes Willen zu tun/ zu vollbringen. Von daher hatten Adam und Eva in Eden nicht die Möglichkeit/Freiheit, der Versuchung vom Baum der Erkenntnis zu essen, zu widerstehen.
Ich zitiere mich hierzu mal selbst

Hätte auch er dies nicht schaffen können - einem ausdrücklichen Verbot Gottes Folge zu leisten -
hätte Gott dann nicht Unmögliches, der Wesensart Adams (so wie ER ihn geschaffen hatte)
widersprechendes, gefordert?
Dies ist erst im neuen Adam, in Christus, möglich. So wie Christus als Mensch ( Jesus - von einer Frau geboren) ins Fleisch gekommen ist - im "Gewand " des alten Adams, jedoch Dank seiner göttlichen Christus Natur ohne Sünde/Schuld blieb, wodurch nun wir Christen auch die Möglichkeit und Freiheit erst erhalten, die Werke des Fleisches nicht mehr zu tun, nicht mehr tun zu müssen.
Interessant ist noch was Paulus in Römer 5:14 über manchen (sündigen) Nachkommen Adams schrieb
Römer 5:14 14 Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die,
die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam,
welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte.
Sogar mancher der unvollkommenen Nachkommen Adams sündigte nicht in der gleichen Weise wie Adam,
der sich willentlich, wider besseres Wissen, über eine Anordnung Gottes hinweggesetzt hatte.
dem, vollkommenen Fleisch (wie es Adam zu Beginn war) innewohnenden
Unvermögen, die Gebote Gottes zu halten.
Beim gefallenen, unvollkommenen Fleisch sieht das dann wieder anders aus.
Beste Grüße
Beroeeer
Re: Evolutionstheorie und 1. Buch Mose - Ein Widerspruch?
von Hyperion am 10.04.2017 11:23Hallo Thomas,
Zunächst einmal bin ich der Überzeugung, dass sich die Bibel jedweder Form der Auslegung und Interpretation grundsätzlich nicht verschließt. Diesbezüglich also starre Regeln aufstellen zu wollen, erscheint mir nicht sinnvoll. Genausowenig sinnvoll ist es meiner persönlichen Meinung nach aber auch, das wörtliche Verständnis der Bibel, gegenüber anderen Formen der Exegese, zu bevorzugen und quasi als "Königsweg" zu betrachten. Andersrum kann man allerdings "auch vom Pferd fallen", sollte man sich dem wörtlichen Verständnis in Gänze verschließen wollen.
Deshalb kann ich dir leider keine, aus meiner Sicht verbindliche Empfehlung geben, wie die Bibel "am besten" auszulegen sei. Ich denke sie spricht auch durchaus sehr persönlich und individuell zu dem Leser bzw. der Leserin und ich habe auch schon die Erfahrung machen dürfen, dass sich ein bestimmter Bibeltext, den man schon viele Male über Jahre hinweg immer wieder gelesen hatte, urplötzlich auf einer bis dato unbekannten Bedeutungsebene und völlig neu erschließt.
Wenn du mich also fragst, ob sich immer dann, wenn man mit dem wortwörtlichen Verständnis der Genesis nicht mehr weiter weiß, eine allegorische Auslegung empfiehlt, kann ich das, wenn du es so grundsätzlich und ausschließlich formulierst, eigentlich nur verneinen. Denn wenn man sich mit Allegorien nicht wohlfühlt, also nicht wirklich mit dieser Form der Auslegung vertraut ist und zudem vielleicht auch hinsichtlich seines Gottes- und Weltbildes, noch nicht in dem Maße klar sieht, dass man einen fest gegründeten Ausgangspunkt für seine Überlegungen hat, tappt man eventuell doch allzu sehr im dunkeln, weil einem dann die Orientierung fehlt.
Denn allegorische Auslegung lebt ja im hohen Maße von Orientierung, da sie ansonsten sehr leicht in wilde Spekulation verfallen kann. Deshalb empfehle ich ja auch hinsichtlich des Genesistextes, ihn mit dem Johannesprolog und der Kolosserstelle in Verbindung zu setzten, da man dann die Vorstellungsbilder der einen Textstelle, mit den Vorstelllungsbildern der anderen beiden Textstellen vergleichen kann und auf diese Weise eine sehr gute Orientierung bekommt.
Aber auch die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben über die Bibel hinaus, seine historische Entwicklung in den letzten rund 2000 Jahren und die dabei maßgeblichen theologischen Fragestellungen und Autoritäten, habe ich persönlich, als für meinen Glauben und meine persönliche Entwicklung, ausgesprochen hilfreich, nützlich und immer wieder auch erhellend erlebt, weshalb ich dies, auch Bezug nehmend auf die Frage nach der Orientierung, sehr empfehlen kann. Auch mit den sogenannten apokryphen Schriften beschäftige ich mich diesbezüglich ganz gerne und ich verfolge mit Interesse die Themengebiete der Religion im Allgemeinen, wobei die Texte, die mich neben der Bibel am entscheidensten geprägt haben, ganz klar philosophischer Natur sind.
Wenn du mich also fragst, ob man nicht auch andere Auslegungen auf ihre Nachvollziehbarkeit hin überprüfen sollte, um sie dann ausschließen oder nicht ausschließen zu können, kann ich das für mich ganz klar bejahen. In uns formt sich im Laufe des Lebens durch zahllose Einflüsse ein ganz bestimmtes Weltbild und wir haben daraus resultierend auch einen ganz bestimmten Blick auf das Leben im Allgemeinen. Ich denke es ist deshalb unbedingt sinnvoll, dieses Weltbild immer wieder kritisch zu hinterfragen, damit man nicht Gefahr läuft, quasi dogmatisch zu erstarren. Maßstab kann dabei sehr gut die Überprüfung der Nachvollziehbarkeit, der Schlüssigkeit und der intellektuellen Redlichkeit hinsichtlich des Inhalts von Textauslegungen sein.
Bei all dem darf man aber vielleicht nicht vergessen, dass Gott sich auch auf ganz individuelle Weise dem Gläubigen, bzw der Gläubigen offenbaren kann/mag und man deshalb seine persönlich erworbenen Erkenntnisse, nicht zwangsläufig allgemein verbindlich formulieren sollte.
Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)
LG
Daniel
Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Mathäus 8,5-10 und Mathäus 15,21,27
von nennmichdu am 10.04.2017 10:37Hallo Burgen,
Möchtest du in deinem letzten Beitrag zum Ausdruck bringen, das in den biblischen Geschichten jeder verstehen möge, was er wolle, oder wolltest du einfach nur unterstreichen, dass der Text sehr vielschichtig ist?
Mir fällt zu diesem Thema auch ein, dass Jesus teils in Gleichnissen zum Volk gesprochen hat, zu seinen Jüngern dann aber "Klartext" und ihnen gesagt hat: Euch aber ist es gegeben die Geheimnisse vom Reich Gottes zu verstehen....

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