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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von chestnut am 22.04.2017 09:53
Also Selbsthass, im Sinn von Selbstverachtung wird in der Bibel nicht gelehrt. Es geht um Charaktereigenschaften, Gedanken und Handlungen, auf die uns die Bibel aufmerksam macht und die wir mit Jesus überwinden sollen, aber es geht nie um Hassen des eigenen Ichs durch Selbstabwertung und auch nicht um Selbstverachtung.
Vermutlich ist das aber eher ein Problem von uns Frauen und weniger von Männern.
Ich finde es deshalb missverständlich von "sich selbst hassen" zu reden, denn wieviele Christen verwechseln Demut mit Selbstverachtung oder mindestens denken sie, sie dürften keine Wertschätzung für sich selbst haben und kommen nicht aus ihren Minderwertgefühlen heraus, oder "dürfen" sich sogar selbst keine Wertschätzung geben, aus falschverstandenem Christsein. Mir ist dies jedenfalls immer wieder begegnet.
Noch zu Zeiten unserer Grosseltern wurde das so gelehrt und leider manchmal auch noch so verstanden. Wenn sich ein Kind über eine gute Schulnote freute und daheim davon erzählte, war sich darüber freuen bereits falsch, denn dies war bereits Stolz.
Das Beispiel ist aus einem rund 100-jährigen Andachtsbuch für Kinder entnommen, das mir vor einiger Zeit in die Hände kam.
Wenn Jesus in Lukas 14.26 sagt, wir sollen Mutter und Vater und sogar uns selbst hassen, dann handelt es sich um einen Vergleich: Sie sollen uns nicht mehr bedeuten als Jesus und seine Nachfolge und die Liebe zu ihm. Das andere würde ja im Widerspruch zum Gebot von Vater und Mutter ehren stehen.
Ich zitiere den Vers mal aus der neuen Genfer Übersetzung:
Wenn jemand zu mir kommen will, muss er alles andere zurückstellen – Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein eigenes Leben; sonst kann er nicht mein Jünger sein.
Und hier aus der Neues Leben Übersetzung:
»Wer mir nachfolgen will, muss mich mehr lieben als Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern - ja, mehr als sein Leben. Sonst kann er nicht mein Jünger sein.
Deshalb geht es bei ".... wie dich selbst" eben auch um Selbstwertschätzung und Selbstachtung.
Liebe Grüsse
Chestnut
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Die Augen Gottes ...
von Burgen am 22.04.2017 09:50Hesekiel 1, 15 - 21.28
Als ich die Wesen sah, siehe, da stand je ein Rad auf der Erde bei den vier Wesen, bei ihren vier Angesichtern.
Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle vier gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im andern war.
Nach allen vier Seiten konnten sie gehen; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden.
Und ihre Felgen waren hoch und furchterregend,
ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
Und wenn die vier Wesen gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Wesen sich von der Erde emporhoben,
so hoben die Räder sich auch empor.
Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie, und die Räder hoben sich mit ihnen empor;
denn es es war der Geist der Wesen in den Rädern.
Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie standen, so standen diese auch;
und wenn sie sich emporhoben von der Erde, so hoben sich auch die Räder (mit den Augen Gottes) mit ihnen empor;
denn es war der Geist der Wesen in den Rädern.
... Wie der Regenbogen steht in den Wolken, wenn es geregnet hat,
so glänzte es ringsumher.
So war die Herrlichkeit des HERRN anzusehen.
Und als ich sie gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hörte einen reden.
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Nach diesen wunderschönen Bildern geht es weiter mit der Berufung zum Propheten des Hesekiels.
V26+27 ist auch wunderschön, es zeigt wie einen Menschen Gott auf dem Thron, der glänzt und blitzt.
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Diese schönen Bilder Gottes lassen die Seele erheben, sich freuen. Und vieles andere verblassen.
Gruss
Burgen
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von Pal am 22.04.2017 09:45In den beiden Schriftworten geht es letztlich darum, Gott im Leben an die erste Stelle zu stellen.
Liebe Burgen, so ist es! Und du kannst nicht Gott und das Selbst beide an "erster Stelle" haben. Genauso wenig wie Gott und die Welt harmonieren.
Oder Gott und die Sünde.
Da gilt dann immer wieder das gleiche Prinzip von entweder - oder.
...dem "Mammon" von Egoismus, von Weltgesinntheit, von Habgier, von Sinneslust von ... von.. von...
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von Burgen am 22.04.2017 09:19Lukas 14, 26+27
Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern,
dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
In Lukas 9, 23 - 25 u. 26-27
falten Jesu Aussagen obige Verse schon aus, nur viel drastischer.
Das Wort hassen ist wie ein Stolperstein.
Als junger Christ jedenfalls hat mir die Anwendung des Wortes sehr zu schaffen gemacht.
Meine Mutter hassen? Wie furchtbar.
Allerdings beinhaltet das Wort auch eine Trennung, eine Scheidung.
In den beiden Schriftworten geht es letztlich darum, Gott im Leben an die erste Stelle zu stellen.
Ihm gehorchen und nicht der Welt, den Menschen, denen man irdisch zugehört.
Wir sollen sozusagen unsere Verwandten, Arbeitgeber, Geschwister usw. in das Reich Gottes hinein lieben.
Und das geht nur, wenn wir durch Jesus die Kraft bekommen, ihm nachzufolgen und nicht anderem.
Gruß
Burgen
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von Pal am 22.04.2017 07:54Hassen ist generell ungesund, unrein machend, für Geist und Körper. Schlechte Angewohnheiten kann man sich abgewöhnen, statt sie zu hassen, ist effizienter.
Ja, wenn man den "Hass-Begriff" der Welt verwendet. Nicht jedoch wenn man von dem heilenden, genesenden Hass spricht, wovon die Bibel zeugt!
Sünde wirst du nie durch "abgewöhnen" los, sondern nur durch dieses "hassen"!
mM
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von Pal am 22.04.2017 07:51...wobei ich nicht wirklich verstehe, was du mit "eigener Geist" meinst?
Das ist die eigene Persönlichkeit, die grundverdorben und von böser Fleischlichkeit durchdrungen ist. Dieser "eigene Geist" ist in geistlicher Hinsicht faktisch ein "toter Geist", weil er tod ist in sich selbst und in dem Kerker seiner Selbstbezogenheit.
Erst mit der Wiedergeburt kann so ein "toter Geist" zum Leben in Christus, zum wirklich "geistlichen, göttlichen Leben" gelangen.
Dazu hast du ein schönes Beispiel gegeben=>
Denn wenn uns z.B. etwas gelingt, dürfen wir uns doch auch auf die Schultern klopfen, Stolz, dass wir etwas geschafft haben und uns etwas gelungen ist. Dies bedeutet für mich eben auch "liebe dich selbst".
Hier zeigt sich mir das Problem. - um den Bibelvers darauf anzuwenden - "Ich kann nicht Gott dienen und dem Mammon!"
Ich kann mir nicht selbst auf die Schulter klopfen und gleichzeitig Gott von Herzen dankbar sein. -
Das ist einfach ein Widerspruch in sich selbst.
Entweder ich werde dem einen Herrn huldigen und den anderen verachten. Oder eben umgekehrt.
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von angel121 am 22.04.2017 06:12Ich persönlich sehe einen Unterschied zwischen Gott zu lieben und den Nächsten swie sich selbst, also "sich selbst zu lieben" und Selbstliebe. Selbstliebe setzt dann meines Erachtens den Fokus auf verliebt sein in sich selbst, Eitelkeit, Egoismus, oder gar im Extremfall auf Egozentrismus. Das ist nicht die allumfassende Liebe, wie ich sie verstehe.
@ MarcusO
Was du schreibst ist genau das, was Jesus lehrte, was er unter Erfüllung der "Gesetze und Propheten "versteht.Matth.7.12 frei übersetzt also: Behandle Mitmenschen so, wie du gerne von ihnen behandelt werden würdest.
@ Pal
Hassen ist generell ungesund, unrein machend, für Geist und Körper. Schlechte Angewohnheiten kann man sich abgewöhnen, statt sie zu hassen, ist effizienter.
@nennmichdu
Bei Lk 14.26 soll es mal ursprünglich geheissen haben: dass wer nicht Vater und Mutter etc.geringer (weniger)schätze (als Jesus), dies sei dann als Geringschätzen derjenigen gelesen und letzendlich mit hassen (ablehnen) wiedergegeben worden. Vielleicht kennt jemand das griechische Wort an jener Stelle?
@geli
Deine Ausführungen haben mich sehr berührt. Wenn ich mich von Gott angenommen, geliebt weiss, kann ich anders auf Menschen zugehen, mit ihnen umgehen.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Die Augen Gottes ...
von Burgen am 22.04.2017 00:57Hallo ihr Lieben,
ausgehend von dem Hesekielbuch springen mir Gottes Augen in die Augen.
Besonders in dem ersten Kapitel wird darüber mitgeteilt, dass Gottes Augen an den Rädern ist, der Thron mit Augen ausgestattet ist und die Augen nie im Streit miteinander sind.
Überall sind die Augen Gottes. Sie sehen alles, sie halten Ausschau. Es sind liebende Augen. Sie suchen, sie gehen nach.
Es geschieht nichts, rein gar nichts, was Gottes Augen nicht sehen.
Müssen wir vor Gottes Augen Angst haben?
Ich denke nicht.
Doch verstecken können wir uns nicht.
Alles liegt aufgedeckt vor Gott.
Gott liebt uns. Das ist Fakt. Er wünscht mit den Menschen zusammenzuarbeiten, damit niemand verloren geht.
Deshalb finden seine Augen auch dort Menschen, wo eine Religion verdunkelt und noch nie von Jesus und seinem Auftrag gepredigt wurde.
Was denkt ihr über das 1. Kapitel von Hesekiel und die Augen Gottes?
LG
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: WER sollte bereuen?
von Burgen am 22.04.2017 00:36Hallo Daniel und alle
bereuen möchte ich mal neben herrschen stellen.
Das sind Eigenschaften, die auch unterschiedliche Bedeutung im Sprachgebrauch haben können.
Herrschen z.B. wird oftmals mit Gewalt und Egoistmus angewandt.
So ähnlich denke ich auch über das Wort bereuen. Es tut ihm vielleicht leid in dem Sinne, wie, hätte ich bloß keine Ebenbildlichkeiten geschaffen.
Doch vielleicht gebraucht die Schrift es tatsächlich so wie es da steht.
Dann verstehe ich bereuen mit Arbeit. Gott bereut und die Folge ist sehr viel Arbeit, die er mit den Menschen in Zukunft haben wird.
Im Himmel sind die Verläufe des Miteinander sicherlich nicht mit so viel Arbeit verbunden ...
Da herrscht Schönheit, Vielfalt, Licht und Liebe, Geduld, Freundlichkeit, Respekt usw.
Gruss
Burgen
Joh832
Gelöschter Benutzer
WER sollte bereuen?
von Joh832 am 21.04.2017 22:59Hallo zusammen....
Als ich heute in dem Buch "Die Geschichte" (Von Randy Frazee / Fred Ritzhaupt aus dem Verlag GertMedien) zu lesen begann, stolperte ich schon in den ersten Seiten über eine Aussage, die ich erst einmal in der Bibel nachlesen musste.
Es geht um 1.Mose 6,6 wo es unter anderem heisst, dass Gott es reute, die Menschen gemacht zu haben.
In den meisten Bibeln steht da von "reute", doch ich fand auch ein "bereuen" (GNB, NLB).
Da musste ich erst mal leer Schlucken - bereuen?
Wie Bitte, kann es sein dass Gott "bereute"?
Sicher, es tat ihm - menschlich gesagt bis ins Herzen - weh, dass die Menschen nur noch böse waren.
Doch was heisst hier "bereuen"?!
Bereuen, so wie ich das verstehe ist, dass man etwas erkennt, was falsch ist und dieses dann "bereut" - sich also von dem Falschen abwendet.
Aber dies würde heissen, dass Gott erkannt hatte, mit den Menschen was falsches getan zu haben - und so bereute er "uns" gemacht zu haben.
War es ein Fehler den Menschen zu erschaffen?
Kann auch Gott "Fehler" machen....?
Sorry, ich weiss schon dass sowas ne Haarspalterei ist - doch was denkt ein Neuling im Glauben über unseren Gott, wenn er am Anfang der Bibel liest, dass er bereut hatte, den Menschen geschaffen zu haben....
Shalom und JHWH's Segen wünsche ich euch allen (und wer's annehmen will, Shabbat Shalom)
DANIEL

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