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Burg1

55, Männlich

  Neuling

Beiträge: 54

Re: W i e diskutieren wir hier miteinander ?

von Burg1 am 28.03.2016 16:57

Liebe chestnut,

dein post von 10:21 Uhr bringt alles auf den Punkt!

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Pavle

47, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 392

Re: W i e diskutieren wir hier miteinander ?

von Pavle am 28.03.2016 16:16

Hallo an alle,

ich antworte hier nur, weill ich im Eingangspost genannt wurde. 

Das Problem dass wir denken wir würde vieles wissen. Dabei sollten wir alls Christenmenschen folgendes nicht vergessen: Ich weiß, dass ich nicht weiß. Es ist nicht wichtig welche Bildung wir haben oder wie alt wir sind. Jeder von uns kann selbst von Kindern lernen. Ich bin mit der Bibel aufgewachen und es kommt immer wieder vor, dass einer der seit 5 min. Christ ist, mir etwas sagt, was ich bisher nie erkannt hatte. 

Ich bin hier um zu lernen! Werde ich mit allen anderen übereinstimmen - hoffentlich nicht. Sonst wird das hier schnell langweilig. 

Ich bin erst seit einigen Wochen hier, habe aber noch nie etwas gehört, was die Diskussionsregeln verletzt hätte. Jeder von uns ist anders, der eine redet gerne drum herum - der andere, u.a. ich selber, ist direkt. Wer will den schon ein weichgespülten Einheitsbrei?

Und da wir Menschen sind, werden wir natürlich das eine oder andere so formulieren, dass es das Gegenüber missversteht. Dann korriegiert man das und fertig! 

Also, falls sich irgendwannmal jemand von mir persönlich angegriffen gefühlt hat oder fühlen wird - verzeiht!

Josua 24,15:
Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.03.2016 16:24.

Poola
Gelöschter Benutzer

Re: Oase 30 (Offenb. 1,18) Er ist wahrhaftig auferstanden, ER lebt !

von Poola am 28.03.2016 14:00

Kolosser, 1, 16-17
Denn in ihm ist alles geschaffen,
was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare,
es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten;
es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.

17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: W i e diskutieren wir hier miteinander ?

von Burgen am 28.03.2016 13:59

Ach ja, den Hiob 6,25 möchte nochmal aus der Elberfelder zitieren:

24 Belehrt mich, so will ich schweigen ! Und macht mir klar, worin ich geirrt habe.
25 Wie können aufrichtige Worte kränkend sein ! Aber was weist Zurechtweisung
      von euch (schon) zurecht ? Für den Wind sind ja die Reden eines Verzweifelnden !

Es geht dann noch wunderbar weiter.
Ob Hiob ärgerlich war auf seine Freunde ?

Gruß
Burgen 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: W i e diskutieren wir hier miteinander ?

von Burgen am 28.03.2016 13:50

Vielen Dank für eure zahlreichen und guten Gedanken zum Thema.

Vielleicht sollten wir bei aller Unterschiedlichkeit in Gefühlen und Auffassungen und natürlich Wissen, geläutert und ungeläutert, daran denken, dass wir vermutlich uns ein Beispiel nehmen sollten an der damals üblichen Streitkultur der Gelehrten und vermutlich der Synagogenbesucher allgemein.

Es geht in so einem Miteinander nicht darum, alle Menschen auf die gleiche Linie mit Kopfnüssen einzustimmen. Das würde ein Schmoren im eigenen Saft bedeuten.

Was Hiob anbelangt ist er gerade ein Paradebeispiel.
Diese Art der Diskussion zumindest würde ich mir wünschen.

Er nimmt kein Blatt vor den Mund, die Freunde ebenfalls nicht.
Das Ende scheint zunächst offen. Immerhin dauert die Auseinandersetzung und das Suchen und Finden 42 Kapitel. Da geht es teilweise sehr hart her.
Und mündet letztlich bei Gottes Segen.

So stelle ich mir zumindest die Art von schriftlichen Gesprächen vor, wenn es nicht
möglich ist, sofort glücklich und zufrieden sein zu können.

Vielleicht habt ihr ja noch weitere Ideen und Gedanken zum Thema.
LG
Burgen 

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Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: W i e diskutieren wir hier miteinander ?

von Pal am 28.03.2016 13:45

chestnut:
...das Wort Entschuldigung das Schönste, das es gibt....

Ja, die Kraft des Hl.Geistes verkörpert sich mehr in diesem Wort, als in vielen (tausend) anderen!

Ich meinte oft die "Hau-Ruck-Worte" geben meinem Leben den richtigen "Geschmack" - doch war es, im Gegenteil, die Sanftmut, Bereitwilligkeit, Selbstlosigkeit die Gottes Wunderwerke zum Vorschein brachten... nicht die Talente, Gaben und sonstigen großartigen "Vermögen".

zumindest nach meiner persönlichen Erfahrung...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.03.2016 13:46.

Poola
Gelöschter Benutzer

Re: Oase 30 (Offenb. 1,18) Er ist wahrhaftig auferstanden, ER lebt !

von Poola am 28.03.2016 10:57

Hiob 8,7
sodass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können.
Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so könnte das alles nicht genügen.

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Poola
Gelöschter Benutzer

Re: W i e diskutieren wir hier miteinander ?

von Poola am 28.03.2016 10:54

Hiob 6,25
Wie kräftig sind doch redliche Worte! Aber euer Tadeln, was beweist das?

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chestnut
Administrator

63, Weiblich

  fester Bestandteil

Chatleitung

Beiträge: 725

Re: W i e diskutieren wir hier miteinander ?

von chestnut am 28.03.2016 10:50

Schön formuliert, solana!

Ja, manchmal müssen wir unsere eigenen Worte nochmals überdenken, die wir vielleicht aus einer Emotion heraus geschrieben haben. Sie sind ja auch immer mit unserem gegenwärtigen Erleben und unserem Hintergrund gefärbt.
Dabei passiert es wirklich öfters, dass wir merken, oppla... das war jetzt - rückwirkend - doch etwas heftig formuliert. Wenn wir ehrlich sind, passiert das jedem von uns.

Und dann finde ich eben, wie du sagst, das Wort Entschuldigung das schönste, das es gibt und eröffnet oft einen Neustart.
Bedingung dazu ist aber auch, unsere eigene Bereitschaft, uns selbst in Frage zu stellen und - wenn nötig - uns korrigieren zu lassen.

Liebe Grüsse
Chestnut

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: W i e diskutieren wir hier miteinander ?

von solana am 28.03.2016 10:40

Pal hat einen schönen Vers zitiert:

1Ko 8:1 ...die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut.

Wenn man sich daran selbst prüft, hilft das schon sehr viel, denke ich.

Also sich selbst die Frage stellt: warum schreibe ich das jetzt? Um den anderen, an des es gerichtet ist, "aufzubauen" - oder schreibe ich das,, weil ich mich über etwas von ihm geärgert habe und reagiere jetzt "angemessen", meinem Ärger entsprechend?
Oder schreibe ich, um zu zeigen, dass ich mehr "recht habe" als er? usw?

Und dasselbe, was für das "was" gilt, gilt auch für das "wie" der Formuliereung.
Formuliere ich das jetzt so, dass es ihm leichter macht, - bspw eine Kritik - als "liebevolle Ermahnung" annehmen zu können? So dass ich mein möglichstes dazu beitrage, dass diese Kritik "aufbauend" wirkt und nicht nur einfach wie ein Schlag ins Gesicht, der wiederum neue Empörung und Gegegenschläge provoziert statt konstruktiver Veränderung?
Ist es mir wirklich wichtig, bei anderen eine konstruktive Veränderung zu erreichen oder geht es mir nur darum, wie ich selbst dabei dastehe? (Beweise, wie recht ich habe und wie gut meine Ekenntnis ist?) 

Und als "Leser", der sich in irgendeiner Weise getroffen oder angegriffen fühlt, hilft es auch, sich mal zu überlegen, ob es nicht doch auch "liebevoll aufbauend" gemeint sein könnte.
Und selbst, wenn es einem schwer fällt, so eine Liebe darin zu erkennen, dann kann man - "bis zum Beweis des Gegenteils" - doch trotzdem erst einmal an diese Einschätzung festhalten.
Anstatt gleich von negativer Motivation auszugehen und dem anderen von vorn herein das zu unterstellen, was man evtl "befürchtet"..... und wie es einen die eigenen (durch diese Annahme) verletzten Gefühle vorgeben .....

Ich habe es auch schon in Diskussionen erlebt, dass ein "nicht liebevoll aufbauend wollender" Gesprächspartner durch so eine Annahme beschämt wurde und eingestand: "Nein, das habe ich jetzt wirklich so lieblos gemeint, wie es rüber kam - Entschuldige bitte...."
Und dann wurde das Gespräch erst richtig gut .

Zu einem Streit gehören immer 2.
Und ein Streit muss nicht zwangsläufig immer weiter eskalieren. Er kann in jedem Augenblick von einem der beiden beendet werden, wenn er sich dem entzieht, was ihm sein verletztes Gefühl, sein Stolz usw vorgibt und stattdessen bewusst einen neuen Impuls setzt: ein Handeln aus Liebe, um den anderen aufzubauen ....
Das ist aber keine "natürliche Reaktion" im Streit, das erfordert eine Entscheidung, bewusst "anders" zu handeln als die "streitende Welt".
Bewusst - auch in solchen Situationen - von unserem neuen Leben her zu leben, nicht einfach "reagieren" ....

Gruss
Solana
 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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