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Re: Nähe vs. Distanz
von christ90 am 17.10.2015 07:16Vielleicht verstehe ich besser was du meinst, wenn du es mir erklärst.
Nun, zunächst: Die Frage, die sich mir im Grunde stellt, ist, inwiefern sich die Gotteserfahrung im Laufe der Zeit berechtigterweise verändert hat; vornehmlich in Bezug auf die Ehrfurcht, die ehrfürchtige Distanz.
Was die vorgeschichtliche Gotteserfahrung betrifft, so fällt es schwer hierüber bestimmte Aussagen zu treffen. Wie schwer muss es uns heutigen, christlich geprägten Menschen auch fallen, uns in die Menschen der damaligen Zeit hineinzuversetzen. Dennoch finde ich finde es ungemein spannend, sich, immerhin ansatzweise, zu vergegenwärtigen, wie diese Menschen Gott wohl erfuhren.
Wohl war es bereits ihnen möglich zu erkennen, dass Gott - und zwar nur ein Gott - ist, und es spricht einiges dafür, dass schon ganz früh Menschen Monotheisten waren. Doch hatten sie von diesem Gott keinerlei Wissen. So waren sie darauf angewiesen, allein aus ihren Beobachtungen und Erfahrungen Rückschlüsse auf ihn zu ziehen. Sie sahen sich umgeben von einer Natur die einerseits unsagbar schön und faszinierend, andererseits auch hart und gefahrvoll war. Dementsprechend fiel auch ihr Gottesbild aus. Aufgrund des Erfassens ihrer Situation in der Welt, fühlten sie eine starke Abhängigkeit von Gott. Man kann wohl davon ausgehen, dass die Anfänge der Ehrfurcht bis in diese Zeit zurückreichen, wiewohl die Betonung noch eher auf der Furcht gelegen haben mag.
Man vergegenwärtige sich die Szene am Sinai:
Bereits Gottes Namen auszusprechen war Tabu. Nur ausgewählte Personen durften sich ferner dem Allerheiligesten nähern. Wer dies unberechtigterweise tat wurde mit dem Tod bestraft.
Num 18,7: Du aber und mit dir deine Söhne, ihr sollt euer Priesteramt in allem ausüben, was den Altar und den Raum hinter dem Vorhang betrifft; dort sollt ihr euren Dienst tun. Als einen Dienst, der ein Geschenk ist, übergebe ich euch das Priesteramt. Wer sich nähert, ohne dazu befugt zu sein, ist mit dem Tod zu bestrafen.
Inwiefern hat sich die Situation nun seit Jesus verändert?
1 Joh 4,18: Die völlige Liebe treibt die Furcht aus.
Ist damit auch die Ehrfurcht gemeint? Wohl kaum. Eine tiefe Ehrfurcht ist euch heute noch angebracht; nur die Angst ist gewichen, hat einer inneren Freiheit Platz gemacht.
Wie du schon anschaulich beschriebst: Gott ist nicht unser „Mädchen für alles". Konfrontieren wir ihn mit allen möglichen Banalitäten des Alltags, dann ist es mit der Ehrfurcht ganz schnell vorbei und wir verlieren obendrein das Wesentliche aus dem Blick. Dies erachte ich im Wesentlichen als ein Phänomen der neueren Zeit.
Re: Nähe vs. Distanz
von christ90 am 16.10.2015 23:56Nun, dieser Satz bezog sich im Wesentlichen auf dich; auf, ich zitiere:
Ein weiteres Beispiel:
Ich finde es zwar nett von dir, mir positive Erfahrungen wünschen. Doch frage ich dich: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wie kommst du dazu einen Bezug herzustellen zwischen meinen von außen gewonnenen Eindrücken und meinen persönlichen Erfahrungen? –
Vielleicht gibt es hier einfachVerständnissprobleme.
Der eine beschreibt die Nähe als das kumpelhafte Verhalten, der nächste denkt aber an die Nähe von Gott zu uns, die Liebe.
Auch bei der Distanz gibt es einmal die Ehrfurcht und den Respekt, und gleichzeitig wird es von anderen verstanden als die gefühlte "Gottesferne".
Nun, Liebe und eine gewisse - heilige - Distanz, die der Umgang mit Gott nun mal mit sich bringt sind für mich kein Widerspruch. Kumpelhaftes Verhalten ist für mich keine Nähe. In letzterem stimme ich dir zu. In diesem speziellen Sinne habe ich Distanz hier jedoch nicht gemeint.
Re: Oase (25) ..er ist langmütig gegen uns, da er nicht will, dass jemand verloren gehe.. <3
von solana am 16.10.2015 23:07Ist noch jemand auf?
Vielleicht locken diese leckeren Karamellkekse noch ein paar Leute an .... schade dass ich den Duft nicht auch mit reinstellen kann
Heute beim Radfahren hatte ich eine traurige Begegnung.
Ich sah an einer Stelle am Strassenrand im hohen Gras ein Tier liegen, dachte erst an eine Katze, aber es sah grösser aus, sandfarben und grau geschecktes, langhaariges Fell. Vielleicht ein Dachs, dachte ich (sah ich vor einiger Zeit schon mal einen, der offenbar auch von einem Auto erfasst worden war). Aber ich habe nicht angehalten, um das Tie genauer anzusehen.
Ein ganzes Stück weiter kam mir ein Auto entgegen, hielt an und ein Mann stieg aus und fragte mich: "Entschuldigen Sie bitte haben sie vielleicht einen Hund gesehen? Einen sandfarbenen, gescheckten Labrador ....?"
Der Mann tat mir sehr leid, vor allem aber das kleine Kind, das auf dem Beifahrersitz sass.
Ich beschrieb ihm die Stelle, wo ich das Tier am Strassenrad habe liegen sehen, das hoffentlich nicht sein Hund war. Das ging mir noch eine ganze Weile nach und ich hoffe doch sehr, dass es ein Wildtier war und dass vor allem dem Mädchen der Anblick des toten Freundes erspart bleibt. Wenn es wirklich der Hund war, muss es noch ein ganz junger, ziemlich kleiner gewesen sein.
Ich wünsche allen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Nähe vs. Distanz
von Wintergruen am 16.10.2015 23:01Liebe Solana
eins noch:: das mit dem ´´unser tägliches Brot gib uns heute ´´ Ich denke nicht das damit ´´das´´ Brot gemeint ist,, welches gebacken wird und wir davon satt werden .. im griechischen z.b. heißt es an dieser Stelle.. Das Brot von morgen gib uns heute schon ... Und dann wird es ganz deutlich , das nicht das Brot mit gemeint ist, welches mit Mehl und Hefe gebacken wird .. In dem Gebet geht es nicht darum das unser Bauch satt wird ...
LG
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Nähe vs. Distanz
von Wintergruen am 16.10.2015 22:54Liebe Solana,
ja genau . Der von dir eingefügte Jakobus beschreibt es jedenfalls so. .. Das ist oder wäre zb das nutzlose Zwiegespräch sozusagen welches eine Distanz hervorruft... Deshalb schrieb ich auch das wir Gott nicht zum Handlanger unserer irdischen Wünsche machen sollen , denn wir sollen nach den himmlischen Dingen trachten ,, und alles andere wird Er uns so oder so geben.
Ich meinte aber auch das wir tagsüber, sehr viele nutzlose Gedanken haben , die keineswegs mit dem Seelenheil oder Nächstenliebe zu tun habe ,, und wenn wir immer damit Gott einbinden, das dies ein Zwiegespräch wird, wie mit einem Nachbarn, oder Kumpel.. wir lästern , wir reden schlecht über andere, beschweren uns über andere , dann überlegen wir ob wir ein Kaffeekränzchen machen sollen oder in die Stadt einkaufen gehen usw und so fort..Ich denke das Gott uns nicht zuhört wenn wir Ihn mit so einem sinnlosen Kram belästigen .. wenn wir über Dinge mit ihm sprechen, die wir mit einem Kumpel besprechen, oder dummes Zeugs z.b. wovon wir ganz viel in uns haben ..
Nachtrag: ich glaube nicht das es wichtig ist Gott mit in Gedanken einzubinden die wie folgt aussehen könnten:: ""Lieber Gott, ich will heute in die Stadt, nehme ich Frau x mit, oder lieder Herr Y,, danach habe ich vor Kuchen zu backen,, und lieber Gott soll ich einen Sandkuchen backen oder lieber einen Marmor.. sag du es mir ,, und lieber Gott,, eigentlich will ich jetzt zur Toilette, aber ich warte lieber noch ein Weilchen.. im Schuhladen können wir uns nicht entscheiden, welche Schuhe wir kaufen sollen und lieber Gott, treffe du die Entscheidung und sag sie mir und lieber Gott da und lieber Gott hier usw und so fort.. Na wenn das mal nicht zu profan ist ... und keine Belästigung
Das sind monologe Zwiegespräche, die wir mit einem Kumpel besprechen, aber nicht mit Gott.. SO meinte ich es u. a...
Re: Nähe vs. Distanz
von solana am 16.10.2015 22:10Liebe Wintergruen, ich denke nicht, dass unsere Alltagssorgen zu "profan" sind, um Gott damit zu belästigen. Sogar im Vaterunser steht die Bitte um unser täglich Brot ganz weit oben.
Aber so meinst du es bestimmt auch nicht, wenn ich dich richtig verstanden habe.
Geht es dir um die Motivation, die hinter der Bitte steckt, also das, was Jakobus so ausdrückt?:
Jak 4,3 ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr's für eure Gelüste vergeuden könnt.
Nicht das Bedürfnis, an sich ist zu profan, um Gott damit zu belästigen, sondern der Bittende hat eine falsche Einstellung. Er sucht nicht vertrauensvoll Gottes Nähe, um dankbar zu empfangen, sondern benutzt das Gebet als "Mittel zum Zweck", ihm geht es nur die Gabe bzw um den "Lustgewinn" durch sie.
Ist es das, was du gemeint hast?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Nähe vs. Distanz
von Wintergruen am 16.10.2015 21:18ach lieber Emil
ich denke das wir ALLE , niemand ausgenommen,, mit viel 'Phantasie , Träumereien, Pallaver und jede menge Leidenschaften durch den Tag wandeln. Sonst wären wir alle schon heilig und ohne Sünde... Und alles das gehört eben zu unserem Alltag.. Oder streitest du dies ab ? Und selbst wenn, ich würde es nicht glauben . Weil das was ich meine in JEDEN von uns steckt und wir damit täglich zu kämpfen haben. Der eine mehr, der andere weniger. Deshalb sollen wir darum bitten, vieles auszumerzen um eben so zu werden wie Gott uns sich wünscht ..
LG
NorderMole
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NorderMole
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emil
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Re: Nähe vs. Distanz
von emil am 16.10.2015 19:32Was haben "Phantastereien" und "Leidenschaften" mit unserem Alltag zu tun? Aber fein ist es doch, wenn man sich so rauslavieren kann.


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