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marjo
Gelöschter Benutzer

Re: Warum ausgerechnet wir?

von marjo am 06.05.2015 12:17

StefanS schrieb: Wenn ich z.B. für meine nicht erretteten Kinder bete. Ich weiß, dass Gott sie doch liebt und dass sie gesegnet sind.

Hallo Stefan,

Math 28,15-17 (Luth 84):
15 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 16 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 17 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Das ist unser Auftrag. Alle Menschen, die Jesus in seiner Macht uns zuführt sollen wir zu Jünger machen. Ohne Ausnahme. Ob oder wann jemand erlöst wird, ist noch immer nicht unser Belang. Die an uns gestellte Aufgabe entspricht genau unseren Fähigkeiten. Wir sollen allen Menschen das Evangelium bringen und sie zu Jüngern machen. Erlösen können wir niemanden. Weshalb sich jemand nicht oder erst nach vielen Jahren Gott zuwendet, ist einfach nicht unser Auftrag. Das ist rein die Angelegenheit Gottes.

Was mir allgemein dazu noch in den Sinn kommt ist die Frage, weshalb wir uns nicht mit Gottes Antworten zufrieden geben können. Er gibt uns einige wenige Einblicke in das, was er tut, ist und welche Ziele er hat. Ich sehe darin unsere Sünde: Zu sein wie Gott. Wir wollen vollen Einblick haben in das, was Gott tut. Wir verlangen gerade zu nach vollkommener Transperenz was die Erlösung angeht. Darin befürchte ich eine Grenzüberschreitung. Bezeichnet man das als Hochmut? Größenwahn? Getrieben aus der schieren Verzweiflung geliebte Menschen würden nicht mit uns im Himmel sein?
  
gruß, marjo

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.05.2015 12:19.

Pal

68, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Warum ausgerechnet wir?

von Pal am 06.05.2015 12:10

Stefan
Aber gibt es dieses Erwähltsein zum Bösen? Ist es vor der Geburt eines Menschen klar, dass er nicht errettet sein wird?
Z.B. musste es doch einen treffen, der Jesus verrät. Es war notwendig und vorherbestimmt. War das Gottes Roulett, als es Judas traf? Oder war es Gott von vornherein klar, dass es Judas sein würde? Oder hat Gott einfach Satans Wirken zugelassen, wohlwissend, dass es einen seiner Jünger trifft?

Ich habe bisher hier wenig Erhellendes gefunden, was meine Frage beantworten würde.
Mir scheint, du hast ebenfalls Mühe mit dieser Frage, obwohl ich immer dachte, du hättest auf alles eine Antwort, weil du immer mit vorgefestigten Meinungen in alle Diskussionen gehst.
Oder hast du doch in kurzen knappen Worten etwas, das mich überzeugt und rückst einfach nur nicht damit raus?

Ja, Stefan, hier stehe ich auch "wie der Ochs vor´m Berg"!

Doch sagte hier irgend jemand: Es könnte so sein, das Gott gar nicht will, das wir die Ursache herrausfinden.
Das ist eigentlich ein sehr "weibliches" denken - für meine Erfahrung - enthält aber möglicherweise eine größere Tiefe.
Ich, - als gerne Begreifender, - soll mich womöglich gar nicht auf die Ursache fixieren.
 
Eindeutig klar ist, das ich glauben soll, das mir Gottes liebendes Herz offen steht - aus lauter unverdienter Gnade!
Anderen wird ein ewiges, ungnädiges Schicksal erwarten, weil sie es voll und ganz so verdienten. (Weil sie ihr sündhaftes Ego-wesen so liebten.)

Der Unterschied zwischen diesen "Insassen" (von Hölle und Himmel) ist dermaßen krass, das ich die Allversöhner auch irgendwo (menschlich) gut nachempfinden kann, die doch lieber allen Menschen ein "Happy-end" gewähren wollen. Nur ist dieses Denken nicht Bibelkonform. -

Eine andere Tatsache ist, das wir GOTT gegenüber vollständig "ausgeliefert" sind. Seine Gerechtigkeit wird 100% geschehen und gegen IHN kommt eh kein Menschlein an. - Das ist uns wohl auch allen klar. -

So möchte ER vielleicht, das wir, ganz ohne Lösung, nur "nackt" auf SEIN absolut gutes, liebes, gerechtes Wesen vertrauen, ohne die "logische Ursache" hier unten zu erfahren.

Möglicherweise ist aber auch eine fortwährende "Mensch-Gott-Interaktion" des Trudels Kern?
Also die Gemeinsamkeit, von der hier auch schon die Rede war.  Nicht ein "hier wird der Schalter nach positiv oder negativ - umgelegt" - sondern ein beständiges Gemeinschaft des Glaubens halten, was das göttliche Kriterium ausmacht.

Ein "Kriterium" welches sein Allwissen kennt, aber welches mein Unwissen jeden Moment mit neuer Glaubenshinwendung erfüllen muß....

dir wünsche ich einen gesegneten Tag!

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StefanS

67, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 441

Re: Warum ausgerechnet wir?

von StefanS am 06.05.2015 11:57

Liebe Wintergrün,

Gott erkennt schon VOR der Geburt eines einzelnen, wer ihn lieben wird und wer nicht ...

genau das ist es, was mir Mühe macht! Und scheinbar auch Pal (oder ich hab ihn missverstanden).

Aber ich gebe zu, dass es mich nur von Zeit zu Zeit wirklich umtreibt.
Wenn ich z.B. für meine nicht erretteten Kinder bete. Ich weiß, dass Gott sie doch liebt und dass sie gesegnet sind.
Und dann kommt immer wieder die Stimme in mir (wohlwissend, es ist nicht Gottes Stimme!), dass sie möglicherweise vorherbestimmt sind, verloren zu gehen.

Bitte nicht missverstehen, es ist nicht meine Grundstimmung!!
Die Vorherbestimmung zum Bösen ist eine Frage, die mir, wenn ich sie mir stelle, Mühe macht.
Deswegen übergehe ich sie i.d.R. konsequent und konzentriere mich darauf, dass Gott gut und gerecht ist.
Manche Fragen, so scheint es, werde ich sowieso erst im Himmel beantwortet bekommen.

LG Stefan

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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Wintergruen
Gelöschter Benutzer

Re: Warum ausgerechnet wir?

von Wintergruen am 06.05.2015 11:37

Lieber Stefan 

das erklärt sich alles aus den Bibelversen aus Röm. 8,

Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind; 29 denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei.5 30 Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.

Gott erkennt schon VOR der Geburt eines einzelnen, wer ihn lieben wird und wer nicht ... 

LG

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.05.2015 11:38.

StefanS

67, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 441

Re: Warum ausgerechnet wir?

von StefanS am 06.05.2015 11:33

Hallo Pal,

Weil er dich erschaffen hat und er mit dir keine Freude hat. ... Er rettete dich nicht, damit du in Ewigkeit nicht bei ihm sein kannst.... Das hat er sich zwar niemals so gewünscht, aber ist seiner Allwissenheit, noch bevor du geboren wurdest, klar.

ich hab mal am Anfang geschrieben, dass ich mit dem Thema auch Mühe habe.
Wir als Errettete haben gut reden. Wir sind ja zum Guten erwählt. Wir wissen, dass Gott uns liebt. Wir haben es erlebt.

Aber gibt es dieses Erwähltsein zum Bösen? Ist es vor der Geburt eines Menschen klar, dass er nicht errettet sein wird?
Z.B. musste es doch einen treffen, der Jesus verrät. Es war notwendig und vorherbestimmt.
War das Gottes Roulett, als es Judas traf? Oder war es Gott von vornherein klar, dass es Judas sein würde?
Oder hat Gott einfach Satans Wirken zugelassen, wohlwissend, dass es einen seiner Jünger trifft?

Ich habe bisher hier wenig Erhellendes gefunden, was meine Frage beantworten würde.
Mir scheint, du hast ebenfalls Mühe mit dieser Frage, obwohl ich immer dachte, du hättest auf alles eine Antwort, weil du immer mit vorgefestigten Meinungen in alle Diskussionen gehst.
Oder hast du doch in kurzen knappen Worten etwas, das mich überzeugt und rückst einfach nur nicht damit raus?

LG Stefan

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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Wintergruen
Gelöschter Benutzer

Re: Warum ausgerechnet wir?

von Wintergruen am 06.05.2015 11:33

hallo ihr Lieben,

aus Zeitgründen habe ich kaum gelesen was ihr alle geschrieben habt, sondern nur dein Eingangspost von Pal mit der Frage:

Warum wurden ausgerechnet wir soo geliebt?

Gott hatte alles und freute sich daran.. diesen Reichtum mit allem Schönen, wollte er teilen  . Deshalb schuf er Menschen nach seinem Ebenbild.  Also besitzen wir etwas was Ihm gleicht, sonst könnte man nicht sagen wir sind nach seinem Ebenbild geschaffen. Und wir sind als einzige Lebewesen auf dieser Erde demnach geschaffen worden.. Tiere  und Pflanzen gleichen Ihm nicht .   Also gab er uns auch den freien  Willen, das wer teilhaben will an diesem Schönen  ,  zuerst  an Ihn glauben muss,    Gehorsam leisten  , ihm folgen ,letztendlich Ihn lieben,,somit  zum  Teilhaber seines Königreiches wird, nein vielmehr macht er uns zu Göttern und wir  werden geniesen, einander teilen   alles in vollem Umfang.. . Viel wichtiger zu Lebzeiten natürlich einhergehend die   bitte um Vergebung, denn absoluten Gehorsam leisten wir eh nicht ..So würde ich die Eingangsfrage beantworten ..  (aber vielleicht wurde diese ähnlich schon  beantwortet, oder ihr seid anderer Auffassung) 

Liebe bedeutet also auch ´´teilen´´  alles  GUTE miteinander teilen ....denn im Himmel wird es kein Leid mehr geben 

LG 

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Praktische Konsequenzen der "Auserwählungsfrage"

von solana am 06.05.2015 11:29

Pal schrieb:

Der "Gott in uns" lebt nicht aufgrund von menschgewirkter Vorzüge. - Oder doch?

Das ist dann doch die Antwort auf deine Frage (im Parallelthread) - oder nicht?

Der Grund für die Auserwählung liegt nicht in irgendetwas, das der Mensch "leistungsmässig" dazu beisteuert, weil so etwas schlichtweg nicht möglih ist.
Das einzige, das der Mensch überhaupt dazu bringen kann, ist - soweit ich sehe - die "Bereitschaft zu empfangen" (wie ich es in einem anderen Beitrag geschrieben habe). Sich hineinnehmen lassen in Gottes grosses Werk und sich einlassen auf das Abenteuer, in dessen Verlauf Gott Grosses in ihm und durch ihn bewirken wird. 
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Warum ausgerechnet wir?

von Pal am 06.05.2015 11:12

Cleo
Weil er dich erschaffen hat und er mit dir Freude hat. ... Er rettete dich, damit du in Ewigkeit bei ihm sein kannst.... Das hat er sich gewünscht, noch bevor du geboren wurdest.

Ja, da sind wir uns absolut einig!
Aber wie legst du diese Aussagen, im Umkehrschluß, auf die Ungeretteten um?

Wäre dann die folgende Aussage falsch oder richtig?
Weil er dich erschaffen hat und er mit dir keine Freude hat. ... Er rettete dich nicht, damit du in Ewigkeit nicht bei ihm sein kannst.... Das hat er sich zwar niemals so gewünscht, aber ist seiner Allwissenheit, noch bevor du geboren wurdest, klar.


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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Praktische Konsequenzen der "Auserwählungsfrage"

von Pal am 06.05.2015 11:08

Solana

Hier geht es nicht darum, den "Eigenanteil" herauszuarbeiten, sondern gerade darum, das Eigene loszulassen und sich hinein nehmen lassen und das Leben führen, zu dem uns Gott bestimmt hat und das er in allem vorbereitet hat und in dem er uns auch nicht allein wurschteln lässt. Gerade in diesem "Hineinnehmenlassen" erfüllt sich unsere Bestimmung, wir erfahren das Leben in der Gemeinschaft mit Gott und in der Fülle und dem Segen, den Gott uns schenken will.
Gerade in dem Gemeinsamen, nicht %ual auseinander gerechnet. In dem Ganzen sind wir ohne Gott 0%, mit ihm 100% - nicht aufgrund unserer eingebrachten Leistung, sondern aufgrund seiner Liebe, die wir in der Gremeinschaft erfahren und die aus unserer Schwäche und Unvollkommenheit einen perfekt passenden Baustein für sein Reich macht.
Nicht eine soundsoviel %ige Leistung macht unser Leben soundsoviel % erfüllt und sinnvoll. Sondern ein Leben in der Gemeinschaft mit Gott, zu erfahren, wie er durch uns (als Werkzeug) wirkt und uns (als Gefäss) füllt. . .... Freuen wir uns darüber und daran, dass er uns dennoch mitarbeiten lässt - auch wenn das bisschen, wasi wir dazu beitragen können, uns oft genug sehr "stümperhaft" erscheint.

Genau dem stimme ich zu!
Und ich gehe noch einen Schritt weiter:
Nicht 0,000000 % kann ich aus mir selbst heraus irgendetwas göttliches - das ist nämlich vom Hl.Geist gewirkt! - erzeugen.

Somit ist mein "Eigenwerk" nicht nur "Stümperei", sondern etwas sündhaftes, vom Ego vergiftetes, was nur einfach sterben muß. Nichts weiter.
Und auch beim "Töten der alten Glieder" ist es =0,00000% mein gutes Werk und Wollen!

Der "Gott in uns" lebt nicht aufgrund von menschgewirkter Vorzüge. - Oder doch?

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5531

Re: Warum ausgerechnet wir?

von Cleopatra am 06.05.2015 10:55

Ich versuche es einfach nochmal mit kurzen knappen Worten:

Warum wurde ausgerechnet ich dermaßen geliebt, das Jesus mich rettete? -

Weil er dich erschaffen hat und er mit dir Freude hat.
Du bist sein Kind und er freut sich mit dir und möchte mit dir eine Beziehung haben.
Kein Leben nach Liste- eine Beziehung.

Er rettete dich, damit du in Ewigkeit bei ihm sein kannst. Und du darfst sogar jetzt hier auf der Erde bereits mit ihm die Beziehung genießen.
Das hat er sich gewünscht, noch bevor du geboren wurdest.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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