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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von Henoch am 08.01.2015 13:21

Hallo Micha,

ja, das Bewustsein wächst, dass alles IHM gehört und von IHM nur geliehen ist. Trotzdem ertappe ich mich beim "Haben wollen". Praktisch mache ich es so, dass ich froh bin, dass mir vergeben ist und dass ich angenommen bin mit dieser sündigen Wesensart. Und dafür danke ich. Und dann bitte ich darum, dass der Herr meine innere Haltung zum Mammon verändert und mir hilft, einfach nur dankbar zu sein, aus tiefsten Herzen. Ich danke dafür (notfalls mit gemischten Gefühlen), was ich habe und bitte darum, dass er derjenige sein soll, der mein Innerstes satt macht und nicht der Mammon. Immer mehr erlebe ich, dass er mich da verändert. Und immer mehr erfahre ich, dass ich einverstanden sein kann, mit dem, was er mir schenkt und auch mit dem, was er mir nimmt. Ich bleibe im Vertrauen, dass er es gut mit mir meint. Das wächst ganz langsam und das macht mich innerlich ruhig.

Henoch

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von Henoch am 08.01.2015 12:54

Hallo Solana,

aber nun nehmen wir mal an, Du bemerkst eine Sünde in Dir. Z.B. dass Du negativ über jemanden denkst. Was machst Du dann praktisch?

Henoch 

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von MichaR am 08.01.2015 12:52

interessant auch in dem Zusammenhang der Vers aus Phil. wo es heist, das ER es nicht für einen "RAUB" erachtete Gott gleich zu sein...

ist das unsere Einstellung bereits?

Also wenn ich ehrlich bin, was wir ja sein sollen, damit kein "heuchlerischer" Sauerteig reinkommt, dann wäre manches durchaus noch ein Raub, wenn ich dies oder das nicht mehr hätte - allerdings nicht mehr soo schlimm wie früher, wo mir irdisches alles bedeutete. 
Aber ich hab ihm alles anbefohlen und in seine Hände gegeben, meine Anlage, mein PC, mein TV, mein Teleskop uvam. Aber ich durfte es behalten und verwalten...naja meine Autos hab ich nimmer, aber ist schon ok so. derzeit.

und bei euch,- wie ist das bei euch?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.01.2015 12:56.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von solana am 08.01.2015 12:47

Hallo Henoch
Ganz praktisch ausgedrückt - aber nicht von mir  - kommt dies für mich dem am Nächsten:

Ps 73, 25 Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

Wer das aus vollem Herzen sagen kann, ist in Gott "zur Ruhe gekommen" und aus diesm inneren Frieden kann ihn nichts anderes mehr so verlocken, so dass eine ungestillte Begierde ihn dahin treibt, ihr in die Sünde zu folgen. So dass dies passieren würde:

Jak 1,15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.

Solange Begierden lebendig sind, ist das Fleisch noch nicht ganz tot.
Das heisst nicht, dass wir dann noch nicht gerettet wären oder sonstwie einen Makel hätten.

Nur dass darin eben die Quelle der Versuchung steckt (wie Jakobus das so schön beschreibt) und dass wir wissen, was da vor sixch geht und uns nicht gegen das "Absterben" wehren, das durch diese Anfechtungen herbei geführt wird.
Denn es führt uns nicht in "Verlust", sondern in Freiheit. Das erkennen wir aber erst im Rückblick. Dann sehen wir, was uns noch gefangen gehalten hat und erkennen erst, wie wunderbar sich die Freiheit davon anfühlt.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung dazu.
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Füße waschen

von MichaR am 08.01.2015 12:47

Johannes 13,5 im Kontext:


Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten,
Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging,
da stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich.
Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war.
Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, solltest du mir die Füße waschen?
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.
Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir.

Hier wusch der Herr den Jüngern die Füße.
Wann? 
Nach dem letzten Abendmal
warum?`
Damit - etwa bei Petrus - er "Teil" hatte an ihm. (!)

Was bedeutet Waschung? Die Hebräer hatten viele Waschungen. vllt. mag das wer mal kurz aufklären (?)
- hier jedenfalls bedeutet es den täglichen "Staub" von den Füßen zu bekommen, mit dem man den ansich reinen Leib beschmutzte. So sehe ich das jedenfalls. - Also ein Sinnbild auf "Reinigen auf unseren Wegen" sozusagen.

Aber es bedeutet mE. noch vieles mehr, etwa die Demut des Meisters, oder des größeren Bruders unter den kleinsten und auch die Hilfestellung beim Saubermachen - (etwa ein Seelsorgerliches Gespräch?) in dem man auch die "kleinen" Sünden voreinander bekennt und "abwäscht".

doch hier mal Stop von mir.

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marjo
Gelöschter Benutzer

Re: Füße waschen

von marjo am 08.01.2015 12:44

Hallo Solana,

"dienen" ist genau der Punkt, den ich da sehen würde. Jesus als "dienende" König ist eine der Wahrheiten, die ir auch für unser Verhalten übernehmen sollen. Die Erhebung einer Person durch deren "Selbst-Rücknahme", ist bei dem was Jesus uns lehren will ein ganz zentraler Punkt. Dabei geht es natürlich nicht um einen berechnende Handlung. Ein "ich tu mal so, als ob ich mich unterordnete, damit ich Dich letztendlich behrrschen kann", würde nur offenbaren, wie wenig man von dem eigentlichen Gedanken verstanden hat.

gruß, marjo 

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Füße waschen

von solana am 08.01.2015 12:34

Ich fände es interessant, mal zu überlegen, was wir mit dieser Geste genau verbinden.

Ich erinnere mich daran, dass es mich erstaunt hat, als ich vom Papst hörte, dass dieser den Ritus der Fusswaschung - so wie er bis dahin üblich war -  abgeändert hat.
Ich weiss nicht mehr zu welchem Anlass das war.
Aber bis dahin wurden anscheinend die (sauberen) Füsse irgendwelcher katholischer Würdenträger vom Papst gewaschen in einer Symbolhandlung (die wohl Demut ausdrücken sollte).
Nun hat der neue Papst diesen Ritus abgewandelt und (gesellschaftlich ausgegrenzten) einfachen Menschen die (bestimmt nicht ganz so sauberen) Füsse gewaschen. Um eine bestimmte programmatische Aussage damit zu setzen.

Wenn wir jemandem die Füsse waschen steht dahinter ja auch eine ganz bestimmte Aussage.
In den wenigsten Fällen wird es wohl aus dem Grund sein, weil die entsprechenden Füsse so dreckig oder stinkig sind.

Was steht nun bei uns im Vordergrund (ich kann da nur "theoretisch" mit denken, da ich praktisch noch nie an einer solchen Zeremonie teilgenommen habe).

Ist es das "Dienen"?
Oder die "Demut" in der Geste einer "Demütigung"?
Oder ist es ein Symbol für "Vergebung" - dass wir einander aus der jeweiligen "Schuld" entlassen, die der andere einem selbst gegenüber begangen hat (entspr Joh 13, 10)?
Oder ist der Aspekt eines "Zeugnisses" im Vordergrund?
Oder ein bisschen von allem? (oder nochmal etwas anderes?)
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von Henoch am 08.01.2015 12:28

Vieleicht nochmal ganz wichtig: Es geht mir darum, wie ihr das erlebt!!!! Also ganz praktisch.

Henoch

 

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von MichaR am 08.01.2015 12:05

Römer 5,- 6, - 7 sollte man vorher vllt. mal 2-3x durchgelesen haben:

hier der direktlink,klick

d
enn es stimmt schon: wenn wir auf uns schauen oder gegen uns kämpfen haben wir schon verloren!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.01.2015 12:09.

Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestoben, was heißt das?

von Henoch am 08.01.2015 12:00

Ihr Lieben,

nun ein paar Gedanken dazu.

Ich habe in Bibelkommentare etwas schönes dazu gefunden v. J.N. Darby. Er schreibt zu Röm 6:

Christus ist gestorben und auferstanden; wir sind auf Seinen Tod getauft. Wir haben teil an Seinem Tode, indem Er unser Leben ist. Der, welcher mein Leben ist, starb, und Er starb der Sünde. Ihn allein erkenne ich als mein Ich an, und als dieses neue Ich halte ich mich dem alten Ich für tot. Diesem neuen Leben nach bin ich Gott lebend, aber in betreff meines alten Menschen mit Christo gestorben; wie sollte ich das Leben des alten Menschen noch leben, wenn ich als solcher gestorben bin? Deshalb, begraben mit Christo durch die Taufe auf den Tod, geziemt es uns, in Neuheit des Lebens zu wandeln. Wenn wir teilhaben an Seiner Stellung, als tot der Sünde, werden wir auch teilhaben an Seiner Auferstehung. Der Apostel sagt nicht, daß wir daran teilhaben, sondern teilhaben werden. Dieses Auferstehungsleben wird in der Herrlichkeit vollendet sein, drückt sich aber schon jetzt in einem neuen Wandel aus, ebenso wie sich die Kraft des Lebens Christi, welche auf bestimmte Weise in Seiner Auferstehung hervortritt, auch in Seinem Wandel auf der Erde wirklich geoffenbart hat. „Indem wir dieses wissen", sagt der Apostel (V. 6), „daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, auf daß der Leib der Sünde abgetan sei" (d. h. auf daß die Sünde in uns als ein Ganzes vernichtet sei) „daß wir der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen (oder gerechtfertigt) von der Sünde". Doch dies erfordert eine nähere Auseinandersetzung.Zunächst muß betont werden, daß der Christ nicht noch erst der Sünde sterben muß, sondern daß er gestorben ist, indem er mit Christo gekreuzigt ist. Weil er nun Christum als Leben bekommen hat, so hält er den alten Menschen für tot. Es sind nicht einzelne Sünden oder Lüste allein, wovon er befreit worden ist, sondern der ganze alte Mensch ist beseitigt, tot, und für tot zu halten durch den Glauben, der nach dem neuen Menschen tätig ist. Wohl ist die Natur des alten Menschen noch in uns vorhanden; unser Gestorbensein mit Christo hat nicht seine Abwesenheit von unserem Wesen zur Folge; aber er herrscht nicht; „daß wir der Sünde nicht mehr dienen".

Für mich bedeutet das, dass ich nicht gegen mein altes "ich kämpfen muss. Das ist gilt schon als tot. Aber ich darf mich nach der Heiligung ausstrecken, einem Wachstum in der Erkenntnis des Christus. Das ist ein positver Impuls mit dem gleichen Ziel. Aber einmal kämpfe ich gegen mich und einmal schaue ich auf den, der schon überwunden hat und mich in seinen Sieg hineinnimmt. Der mich verändert und wachsen lässt. Ein gemeinsamer Prozess in Vertrauen und Liebe.

Wie erlebt Ihr das?

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