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Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Tut Buße!

von Pal am 29.12.2014 10:26

Lieber Marjo, dein Hinweis auf die "Sucht" war für mich überdenkenswert.
Ich meine das jede Sünde aus einer Art von "Lust-Sucht", "SELBST-Sucht" heraus entsteht. In diesen Sklavendienst eines bösen Machthabers begebe ich mich faktisch bei jeder noch so kleinen oder großen Sünde.

Also das Prinzip, wie das Sündigen abläuft, und wo und wie tatsächliche Befreiung geschieht, empfinde ich als immer das Gleiche.

Marjo:
Mir kam da der Gedanken an den Bibelvers "Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich." (Rö 7,19) in den Sinn, welcher für Suchtkranke sicher eine ganz besonders eindrückliche Erfahrung ist.

Röm 7:15 Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich.

Ich meine die Gültigkeit der Römerverse gilt nicht nur für Suchtkranke sondern für jede meiner Sünden! - OHNE AUSNAHME!

Das lehrt mich keine theoretische "Lehre", sondern ganz praktisch mein alltägliches Leben:
In dem Moment, wo ich das Böse tue, liebe ich das Böse (aus der Quelle meiner Lust/Ego/Fleisch) Ohne diese Vorliebe würde ich niemals sündigen! Aber dann finde ich in mir nicht nur das negative Verlangen, aus der bösen Quelle, sondern auch das Verlangen des Geistes, - ja des innewohnenden Gottesgeistes! - der die Sünde über alles haßt.
Wenn ich mich auf SEIN Verlangen besinne, dann kommt Einsicht, Selbsterkenntnis, Buße, Leiden wegen meinem Zukurzkommen.
Und so komme ich wieder aus dem Zustand des Sündigens heraus in den Zustand des Gläubigen: >Mir ist vergeben, ich bin rein durch das Blut, ich bin frei von der Kraft des Bösen, um für Christus ein heiliges Leben zu leben.<

So ist mir Römer 7 immer eine Treppenstufe um nach Römer 8 zu gelangen. Ich denke nirgends findet sich das Leiden der Buße besser ausgedrückt, als in dem spannungsvollen Vers:

Röm 7:24 Ich unglückseliger Mensch! Gibt es denn niemand, der mich aus dieser tödlichen Verstrickung befreit?
Röm 7:25 Doch! Und dafür danke ich Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Es gilt also beides: Meiner innersten Überzeugung nach diene ich dem Gesetz Gottes, meiner eigensüchtigen Natur nach aber bin ich dem Gesetz der Sünde versklavt.

(moderne Übersetzung)

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Glückskekse? Bleigießen?

von solana am 29.12.2014 10:20

Hallo Tefila
Ja, gerade da, wo wo man solche Dinge als eine Art "Orakel" benutzt und meint, seine Zukunft hinge von einer Bleifigur oder von den Sternen ab, da kann es dazu führen, dass ein Mensch unfrei wird. Weil er sich selbst abhängig glaubt von fremden Einflüssen und dann unsicher wird und sein Vertrauen nicht auf Gott setzt, sondern sich nach Empfehlungen aus einem Horoskop richtet.

Aber auf der anderen Seite sind gerade solche Dinge natürlich auch eine Chance, Zeugnis zu geben.
Und da ist es vielleicht am Besten, nicht aufzutreten wie ein "weltfremder Scheuklappen-Christ", der Angst hat, sich mit einem Keks zu besudeln (absichtlich überspitzt ausgedrückt, nicht dass ich dir das unterstellen würde. Aber je nach "Wortwahl kann das auf Nichtchristen so wirken)

Eher indem man das mit Humor nimmt und zeigt, dass wir eine Freiheit haben, und dass wir uns nicht von solchen Dingen abhängig sehen, und was es bedeutet, sich von solchen Vorhersagen "bestimmen" zu lassen.
Nur mal so als Idee.
Liebe Grüsse
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Welche Textstellen betreffen den Heilsplan Gottes für die Gemeinde und welche gelten seinem Volk Israel.

von Henoch am 29.12.2014 10:16

Hallo Cleo,

nun, so wie ich das verstehe, hat Israel z.B. die Verheißung ( aus dem Bund mit Abraham und David), das es das Land vollumfänglich besitzen wird. Dies ist noch nicht eingetreten. Ebenso sind besondere Segnungen vorhergesagt: Jesus herrscht mit eisernem Stabe, Friede weltweit, Jerusalem in Pracht, der Tempel neu erbaut und ein Tempelgelände von ca 50 Quadratkilometer, Satan gebunden, der heilige Geist über alles Fleisch (!) ausgegossen. Dieses Reich ist Israel versprochen. Aber, das sehe ich auch wie Du, die Nationen werden am Segen anteil haben.

Wir lesen in der Offenbarung, dass auch Menschen aus den Nationen während der Trübsal zum Glauben kommen. Auch sie werden im 1000j Reich auf der Erde wohnen, aber (so vertehe es ich)  nicht im Land Israel. Sie werden aber kommen und anbeten.

So ist es ja auch jetzt. Gott hat sich von Israel abgewandt und Gericht (Diaspora) beschlossen, bis die Vollzahl der Heiden eingegangen ist. Dennoch können auch Israels Kinder jetzt schon an Christus glauben. So haben jetzt auch die Juden Anteil am Segen für die Heiden.

Auch zur Zeit des AT kamen Menschen zum Glauben, ohne zu Israel zu gehören, die Königin Saba etwa....

Wie man sieht, kann man da keine ganz scharfe Trennung vornehmen, es ist eher eine Orientierungshilfe beim Verstehen bestimmter biblischer Inhalte.

So, wie niemand auf die Idee käme, den Opferdienst für Christen anzuordnen, so käme auch niemand auf die Idee, dass Juden am Abendmahl teilnehmen wollten. Wir trennen also ganz natürlich die verschiedenen "Heilspläne", weil wir richtigerweise, Aussagen dem jeweiligen Bundesversprechen entsprechend zuordnen.

Es gibt eine Art Test, ich würde eher sagen Gericht, zu Beginn des 1000 jährigen Reiches, wo Jesus die Ungläubigen und die Gläubigen trennt, weil nur Gläubige ins 1000 jährige Reich dürfen (Mt 25,32).

Henoch

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.12.2014 10:21.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Tut Buße!

von solana am 29.12.2014 10:05

Ja, praktische Beispiele finde ich sehr gut.
Und dabei ist mir wichtig, dass die beiden Seiten - innere Haltung und "tätige Reue" nicht auseinander zu reissen sind.


Also "Busse" ist für mich nicht, wenn jemand einsieht, dass er "falsch drauf" war - weil er gemerkt hat, dass ihm sein Fehlverhalten Nachteile bringt. Und merkt, dass er besser daran täte, etwas wieder in Ordnung zu bringen, um so sein Ansehen bei anderen Menschen zu verbessern und wieder mehr Chancen hat, seine Ziele zu verfolgen.

Wenn das die alleinige Motivation dahinter ist, dann ist das zwar eine gute Einsicht und die bringt einen auch weiter im Leben.
Aber Busse ist das für mich nicht.

Busse beinhaltet für mich eine Hinwendung zu Gott, ein "sich unterwerfen unter sein Urteil".
Nicht, weil es mir in meinem Vorwärtskommen nützlich ist und weil ich besser dastehen will.
Sondern weil ich eingesehen habe, dass sein Urteil richtig ist und mein "von-ihm-Wegstreben" nach meiner eigenen Einschätzung der Lage falsch war. Und dass ich diese "falsche Beurteilung" aufgebe, weil ich Gott die Ehre gebe und bereit bin, mich von ihm zur Erkenntnis führen zu lassen, wo ich eine falsche Einstellung hatte/habe.

Denn ohne diese falsche Einstellung wäre ich ja gar nicht in diese prekäre Lage in der "Gottesferne" gekommen, für die ich mich dann schämen muss.
Und wenn ich Gottes Wirken zur Erkenntnis nicht in mir zulasse, wird mir ganz schnell wieder genau dasselbe passieren.
Darum ist auch Demut so wichtig, wie schon mehrmals betont wurde.
Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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tefila
Gelöschter Benutzer

Re: Glückskekse? Bleigießen?

von tefila am 29.12.2014 10:02

Vielen Dank für eure Meinung - als ich sie gelesen habe, wurde mir klar, dass ich ja eigentlich im Laufe der Jahre umgeschwenkt bin vom Glückskeks-von-mir-Weiser zum Glückskeks-annehmer.

Vielen Dank auch für den Wink, wie man vor Anderen da steht - wenn man den Glückskeks aus Glauben an Gott heraus verschmäht, bzw noch schlimmer, um zu zeigen: ich bin ein besonders "harter" Christ, oder so in diese Richtung.

Bis vor einiger Zeit habe ich das tatsächlich aus Glauben heraus gemacht - aber tatsächlich...wenn ich es mir rückblickend richtig überlege, die Anderen verstehen es wohl eher nicht und finden das lächerlich, bzw der Chinamann ist womöglich gekränkt.

Danke auch für den Hinweis "Zukunft deuten" beim Bleigießen. Ja, stimmt!, das hatte ich ganz vergessen. Man schmilzt das Bleistück über einer Kerze auf einem Löffel und gießt das geschmolzene Blei dann schnell in kaltes Wasser. Normalerweise soll man deren Schatten ansehen, um zu erkennen, was es sein könnte. Dann kann man auf einem Zettel nachlesen, was die gegossene Figur für eine Bedeutung hat.

Hm, DAS wieder würde mir nicht gefallen. Ich lese ja aus Spaß auch keine Horoskope mehr - EXTRA tu ich das nicht mehr, auch nicht aus Späß.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.12.2014 10:05.

Rapp
Gelöschter Benutzer

Momente aus der Wüstenwanderung

von Rapp am 29.12.2014 09:31

Darum ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Heb 4, 9

2. Mose 33

Lasst mich 2. Mose 33 kurz anschauen. Nachdem das Volk Israel sich seinen eigenen Gott gebastelt hatte, ging Moses wieder zurück auf den Berg um für Israel Gnade zu erbitten. Ein sehr schwerer Weg. Wir sehen auch wie Gott nach und nach auf Moses Bitte eingeht. Aber dann bittet Moses Gott sehen zu dürfen. Da ist mir Gottes Antwort sehr wichtig.

Gott verspricht Moses in der Felsspalte zu schützen.

...vor ihm vorbei zu ziehen und ihn seine Stimme hören zu lassen.

und ihn seine Spuren sehen zu lassen.

Da stellt sich Moses also in diese Felsspalte und Gott hält seine Hand über ihn. Da ist Stein unter, hinter und neben Moses und darüber eine grosse Hand. Da kommt kein Licht durch, nein, es ist zappenduster. Doch sobald Gott seine Hand abzieht sieht Moses Gottes Spuren im Sand der Wüste...

Vielleicht fühlst du dich momentan wie auf einer Wüstenwanderung: ohne jede Sicherheit, ohne Trost, im Dunkeln. Bleibe wo du bist. Du wirst Gott hinterher schauen und die Spuren seiner Herrlichkeit im Nachinein erkennen. In meinem Leben sind "Wüstenzeiten" schon mehrmals zum großen Segen geworden.

Es war wohl die schwerste Zeit in meinem Leben. Gesundheitlich am Ende, keine Möglichkeit mehr zu arbeiten, nur Ungewissheit auf der ganzen Linie. Ich rutschte ab in einer tiefe Depression, konnte nicht mehr lesen, sah überhaupt keinen Sinn mehr. Dazu kam die Verpflichtung für die Plegekinder, die mich ein Schauspiel durchziehen ließ. Nur nichts anmerken lassen, sonst werden die Kinder weggenommen...

Da reiste ich zu einem Treffen der Ehemaligen auf die Bibelschule. Nach einer Botschaft über die Berufung betete mein früherer Vorgesetzter Reinhold auch mit mir. Die Worte bleiben in mir eingemeißelt. "Herr, ersetze ihm die Jahre, die der Fresser ihm gestohlen hat!" Das erfüllt sich seither. Es war das Ende einer Nacht die etwa drei Jahre gedauert hatte. Ich verstand wieder, was ich las. Als ich Vater fragte, wozu diese Nacht gut sein sollte bekam ich folgende Antwort: "Wie willst du Menschen trösten, wenn du niemals Trost nötig hattest?"

Wir dürfen in der Wüste wissen, dass Gott niemals mehr Not zulässt, als wir ertragen können - auch wenn ich manchmal den Eindruck habe, das sei ganz schön viel...

Willy

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marjo
Gelöschter Benutzer

Re: Glückskekse? Bleigießen?

von marjo am 29.12.2014 08:56

Glückskekse kommen gar nicht aus China, sondern aus Japan und selbst da, weiß man nicht genau wann und wozu sie erfunden wurden. Aber auch Japan ist nicht das Land, in dem die Dinger ihren "Durchbruch" hatten. Weite Verbreitung ist erst innerhalb der USA bekannt. Irgendwann in den 1990iger Jahren kamen die Glückskekse offiziell nach China.

Wie bei Allem kommt es darauf an, welches Vertrauen man in die Botschaften solcher Kekse legt oder wie sehr man an einem willkürlichen Schicksal hängt. Irgendwer in den USA denkt sich schlaue Sprüche aus, steckt die Zettel in Keksteig und verschickt diesen "Backwahn" dann an die Restaurants. Ein direkter okkulten Einfluss ist da nicht zu erkennen... und zu fürchten schon gar nicht.

gruß, marjo 

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Inyanel

63, Männlich

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Beiträge: 137

Re: Oase 12 Und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie , ...Lukas 2 ff

von Inyanel am 29.12.2014 08:43

Hey, hallo Ihr lieben Oasis !

...mal wieder back again in der Oase

Heute morgen schon um 05:15 aufgestanden, gefrühstückt, geduscht, dann erstmal bei Unserem HERRN gewesen,
Altglas und -papier entsorgt, auch schon eingekauft.

So, und jetzt noch mir und der Oase schnell einen Kaffee gekocht, und decke nun den Fühstückstisch...

zFrueh_7.jpg

Okay, soweit, hoffe Ihr Alle habt ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest gehabt.

Selbst habe ich zwar noch bis zum 05.01. Urlaub (dann beginnt für mich der Unterricht an der Musikschule
wie auch der Unterricht an der Musikhochschule);
aber das Üben darf leider keinen Urlaub haben.
Daher werde ich jetzt gleich ans Instrument gehen und meine Finger mal wieder in geschmeidige Bewegungen
versetzen

Okay, habt noch einen schönen und gesegneten Tag - hier bei uns in Lübeck haben wir jetzt schon wieder 9+ °C;
Schnee gibt es scheinbar hier bei uns am Meer nicht mehr...

Bis gleich, Euer Inyanel

P.S. Liebe Cleo, Emiel ist doch ein wunderschön passender Name für den Esel.
Und glaubt mir, ich bin ein echter Emiel-Fan geworden

"Ich gebe Euch meinen Geist, damit ihr wieder lebt und bringe euch in euer Land zurück." (Hesekiel 37,14)

Die von mir eingesetzten Bilder sind selbst gestaltet und aus ganz eigener Fotosammlung und Zeichenmappe

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.12.2014 08:44.

marjo
Gelöschter Benutzer

Re: Tut Buße!

von marjo am 29.12.2014 08:28

Hallo Cleo,

mir sind Fälle bekannt, in denen Christen von vielem befreit wurde, jedoch nicht von allem. Jesus hat sicher einen Plan damit, weshalb er nicht alles im Rahmen der Wiedergeburt nimmt. Möglich wäre es ihm ja.

Was die Sucht angeht, so meine ich tatsächlich die Fälle, in denen die der Sucht zugrundeliegenden Vorbereitungen als Nichtchrist stattgefunden haben. Jesus war dem Menschen zu dem Zeitpunkt also reichlich egal. Als Christ änderte sich dies grundlegend und nun sitzt er in seinem Dilemma... wobei ich das weder entschuldigen noch die Sünde irgendwie rechtfertigen will. 

Mir kam da der Gedanken an den Bibelvers "Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich." (Rö 7,19) in den Sinn, welcher für Suchtkranke sicher eine ganz besonders eindrückliche Erfahrung ist. Ich weiß aber auch, dass Verse wie "Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden," (Hebr. 10,26) große Nöte bringen können, die genau in die Richtung gehen, die Du mit den "Geflüster" meintest. Daher auch meine Wortwahl mit "grausam".

gruß, marjo 

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Cleopatra
Administrator

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Beiträge: 5489

Re: Tut Buße!

von Cleopatra am 29.12.2014 08:14

Marjo, jetzt machst du es aber schwer ;-P

Grundsätzlich finde ich sagen zu können (und das nicht wertend), dass vor einer Sucht immer die Entscheidung dieser Handlung da war. Und zwar so lange, bis die Sucht eintrat.
Also war einem Menschen vor der Sucht schon bewusst, dass die Handlung nicht gut war (ich denke jetzt an Zigaretten, Alkohol, Spiel...)

Ich persönlich kenne jetzt zB kein Beispiel dafür, dass jemand ganz ohne eigener Entscheidung im Vorfeld süchtig geworden ist.
Das Bewusstsein der Gefahr, die Gründe der Handlung, die sind oft unterschiedlich.

Ich möchte nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich würde Süchtige nur verurteilen oder einer Krankheit die Krankheit absprechen.
Aber ich finde, wir sollten uns wenn wir betroffen sind auch über die Ursache klar werden, weil ein "ich kann nichts dafür, weil ich schließlich diese Krankheit habe" nicht weiterhilft und auch keine große Bußbereitschaft zeigt, was ja hier Thema ist.

Also, wenn wir die Ursache kennen, aber nun schon voll drin sind (ob nun vor der Bekehrung schon oder nach der Bekehrung hineingeschlittert), dann ist eine Sucht grausam. So, wie du es beschrieben hast Marjo- man will es garnicht mehr aber man hat nicht mehr die Kraft!
Ist das dann fehlende Buße?
Nein, das denke ich nicht.
Ja, Buße beinhaltet die tat im Anschluss, die Veränderung.
Aber wenn jemand diese Sucht hat, ist ja die Frage, ob derjenige die Kraft hat, nach der Einsicht/ dem Bereuen auch die Veräderung zu schaffen.

Ich glaube eher, lieber Marjo, dass in deinem Beispiel nicht die Buße das Problem ist (denn er bereut es ja die ganze Zeit und will es nicht mehr), sondern mehr das Glauben des Geflüsters Satans (du bist zu schwach, du kannst es nicht ändern, du hast diese Krankheit, du kannst nichts dafür....).
Lesen wir aber in der Bibel, finden wir Bibelstellen, die besagen, wer wir nun heute sind (neue Kreatur, Gott gibt uns Kraft..). Aber das wäre ein neues Thema, finde ich.

Lg Cleo, die hofft, mit diesem Beitrag niemanden Betroffenen verletzt zu haben, dies war auf jeden Fall nicht ihre Absicht

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.12.2014 08:17.
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