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Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: Mein Alltag...
von Rapp am 22.08.2014 13:44Natürlich darfst du hier antworten. Aber sag mal, wirke ich so sehr verbittert? Klar heiße ich nicht alles gut, was so in Gemeinden abläuft. Aber ich liebe diesen "wilden Flohhaufen" und ich bin dankbar, dass heute jüngere Leute dran sind ihn zu hüten und in geordnete Bahnen zu leiten.
Interessant ist, dass vor allem die Jugend immer wieder mit ihren Fragen zu mir kommt, wäre doch unser Pastor ihnen altersmäßig viel näher als ich... Ich bin sicher kein Anpasser und springe schon mal mit Leuten ganz schön hart rum. Sie akzeptieren das. Warum wohl? Sie sehen, dass ich mir nicht mehr durchgehen lasse als anderen und sie wissen, dass ich ein weites Herz und offene Ohren habe - und ich nehme mir Zeit. Ich denke, darunter leiden sehr viele: niemand hat Zeit mal zuzuhören. Viele platzen ganz schnell mit Antworten rein. Sie mögen biblisch korrekt sein, sind aber oft völlig deplatziert, weil man erst einmal gar nicht Zeit genommen hat um richtig hinzuhören.
Mir tun Leute leid, die bei mir immer negatives sehen wollen. Wie das kommt begreife ich nicht. Ein Glück, es gibt hier auch welche, die mich weitgehend verstehen. Mit diesen Leuten suche ich Gemeinschaft.
Wenn es um biblischen Gemeindebau geht... da weiß ich sicher nicht schlecht Bescheid und ich denke nicht, dass man mich da noch sehr belehren muss. Wers nicht lassen kann darf es ja versuchen...
Damit ich mich nicht noch vergreife mach ich besser Schluss und führe nun mein Sofamonster an die frische Luft.
Liebe Grüße
Willy
Re: Was MUß die Liebe?
von Pal am 22.08.2014 13:39Sehe ich auf den "Gegner" und das, was "zerstört" werden muss, was mich "stört", dann treiben mich Unzufriedenheit, Wut, Hass usw an, ich gebe den Gedanken an das Böse Raum in mir. Zwar nur, um mich dagegen zu wenden, aber es ist die (negative) Motivation für mein Handeln. Dabei kann ich unmöglich gleichzeitig Liebe, Friede, Freude usw empfinden
Ja, genau da liegt "dein Hacken"!
Also jetzt nicht bös gemeint!

Du kannst nur kämpfen mit "negativ-background" - das ist bei mir nicht so. Ich kann kämpfen mit Blick auf den Heerführer, "für den HERRN und für Gideon/Jesus" mit allem Einsatz, bis "das Schwert (des Geistes) an der Hand klebt".
Also ich finde diesen Termen vom heiligem Krieg etwas wunderbar positives und es läßt mich keinesfalls in irgendwelche lieblose Gesinnungen abtrifften.
Der olympische Läufer sieht das harte Training nicht als "Tortur" und "Kampf gegen den inneren Schweinehund", sondern stellt seine Bequemlichkeit und verlockende Genüsse mit Freude zurück, weil ihm sein Ziel so viel bedeutet.
Ja, das ist auch ein gutes Bild! In diesem Wettkampf, um die eine Perle zu erlangen, muß alles andere dran gegeben werden.
Ohne Kampf kein Sieg! mM
MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: christ und psychologie... geht das ?
von MichaR am 22.08.2014 13:38die gibts etwa bei Paulus.... 
ne im Ernst, klar gibts das, aber eigendlich ist das immer Abhängig von dem jeweiligen "Therapeuten" - wie der denkt und persönlich so drauf ist!
Das spielt zu sehr mit rein, jedesmal!
Wenn du aber nen bibeltreuen Christen kennst, der Psychotherapeut ist (Wird wohl eher ein Exote sein dann) dann ran an den Speck. Es gibt immer und überall "was aufzuräumen"
viel Erfolg!
milli
Gelöschter Benutzer
Re: christ und psychologie... geht das ?
von milli am 22.08.2014 13:19danke für eure antworten
so ich sehe "weltliche" psychologie ist mit vorsicht zu betrachten.
was aber mit christlicher psychologie ?
lg milli
MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: Was MUß die Liebe?
von MichaR am 22.08.2014 13:11jo, also das von Solana unterschreib ich aber - als Mann... nochmal nachschau....jup, is noch so

so sollte es ja auch sein: "Eines Geistes, eines Sinnes" wie Paulus schreibt, und in der APG am Anfang geschildert wird. Eins sein in Christus, - das dringt auch ins Denken ein. Auch wenn der natürliche Mensch, Pal, klar etwas anders meint ticken zu müssen!
cu
micha
MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: Die Versammlung
von MichaR am 22.08.2014 13:05eher recht sicher nicht, oder eher kaum...wenn das dir reicht, lieber Willy. 
Re: Was MUß die Liebe?
von solana am 22.08.2014 12:46Nachtrag:
Ach ja, wenn schon "Kampf", dann so:
Hebr 12,1 Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist,2 und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.
"Alles ablegen", was "beschwert" und hindert - im "Aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens".
Nicht im "Kampf gegen" und "mit dem Blick auf" alles Beschwerliche und Hinderliche.
Wer weiss, wohin er läuft und das Ziel fest im Blick hat, der verzichtet gerne auf alles, was ihn davon abbringen könnte. Der olympische Läufer sieht das harte Training nicht als "Tortur" und "Kampf gegen den inneren Schweinehund", sondern stellt seine Bequemlichkeit und verlockende Genüsse mit Freude zurück, weil ihm sein Ziel so viel bedeutet.
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
NorderMole
Gelöschter Benutzer
Re: Wortkette (4)
von NorderMole am 22.08.2014 12:33Vorgehensprozedurentscheidungsprozess-Modifikationsreformierungsemulationsprüfungsverfahren 
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: Die Versammlung
von Rapp am 22.08.2014 12:28Du musst mich nicht beruhigen... ist wirklich nicht nötig. Vorsichtig frage: sicher nicht oder eher nicht? Besuche seit sechzig Jahren Versammlungen... Die geschilderte ist fiktiv, also so nicht existent sondern angenommen... (ich wiederhole mich ja).
Willy 
Re: Was MUß die Liebe?
von solana am 22.08.2014 12:27wir hatten doch schon mal herausgefunden, das Frauen und Männer mit "soldatischen Termen" etwas anders um gehen.
Hallo Pal
Ja, wenn es an der "Bezeichnung" hängt ....
Vielleich ist dir der (weibliche?) Terminus "sich beschenken lassen und weiterschenken" zu "passiv"?
Dennoch können wir erstmal nichts anderes tun, als uns beschenken zu lassen - "denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist." (Röm 5,5), kann nicht "erkämpft", sondern nur empfangen werden.
Dieses Geschenk lässt uns aber nicht passiv bleiben, "treibt" uns zum Handeln, "denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder" (Röm 8,14)
Das würde ich eher als "Aktivität" bezeichnen, nicht als "Kampf" - denn beim Kampf sehe ich den hauptsächlichen Fokus der Aufmerksamkeit auf einen "Gegner" gerichtet, den es zu besiegen und vernichten gilt. Dh meine Gedanken und Gefühle sind auf "Zerstörung" ausgerichtet.
Wahrend die Liebe - wie in 1. Kor 13 beschrieben (Danke Micha, für die gute Zusammenfassung) eine andere Motivation und "Stossrichtung" hat: sie "treibt" zum Guten.
Das ist für mich nicht nur eine "spitzfindige Haarspalterei" - für mich macht es einen grossen Unterschied, womit meine Gedanken und Gefühle "angefüllt" sind und welche Motivation mich antreibt.
Sehe ich auf den "Gegner" und das, was "zerstört" werden muss, was mich "stört", dann treiben mich Unzufriedenheit, Wut, Hass usw an, ich gebe den Gedanken an das Böse Raum in mir. Zwar nur, um mich dagegen zu wenden, aber es ist die (negative) Motivation für mein Handeln. Dabei kann ich unmöglich gleichzeitig Liebe, Friede, Freude usw empfinden (obwohl man Frauen ja nachsagt, sie seien eher "multitaskingfähig" als Männer. Vielleicht sind ja Männer stattdessen eher "multigefühlsfähig und kriegen das gleichzeitig auf die Reihe?)
Wenn ich mich dagegen von der Liebe antreiben lasse, sehe ich auf das Gute, das ich erreichen will, das ist mein Ziel, das mein Denken und Fühlen bestimmt - nicht "mein Kampfgegner".
So wie es hier beschrieben ist:
Phil 4, 4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! 5 Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! 6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! 7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. 8 Weiter, liebe Brüder: Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob - darauf seid bedacht! 9 Was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.
Röm 12, 11 Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. 12 Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. 13 Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. 14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht.
Das verstehe darunter, das "Gute", das "Für" in den Fokus der Aufmerksamkeit zu nehmen und sich ganz davon erfüllen und antreiben lassen, nicht das "Gegen". Und wenn ich an "Kampf" denke, ist bei mir automatisch das "Gegen" so sehr im Vordergrund, dass das "Für" (mit alle seinen positiven "Früchten") nicht mehr der beherrschende, antreibende und meine Gedanken und Gefühle bestimmende Teil ist.
Ein anderer ("politischer") Ausdruck gefällt mir da viel besser:
Röm 5,17 Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus.
Das drückt für mich sehr schön die "Passivität", das Empfangen und gleichzeitig die "Aktivität" = das sich nicht beherrschen lassen lassen vom Bösen gleichzeitig aus.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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