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alles.durch...

62, Weiblich

  fester Bestandteil

Beiträge: 967

Re: Geistliche Krieger

von alles.durch.ihn am 06.07.2014 16:44

Liebe Ilonka, auch ich habe deinen Beitrag eben gelesen und bin da ehrlich gesagt
etwas zwiegespalten... Dass die Bibel als Gottes Wort wahr ist und wir uns daran
(fest)halten dürfen, ist für mich unumstritten. Auch dass er immer noch heilt
kann ich nur bestätigen! Aufpassen sollte man allerdings meiner Ansicht nach,
dies zum "Standard" zu erklären, "Techniken" zu propagieren und schlussendlich
u.U. Menschen die Ehre zu geben, weil sie so "gläubig" waren und "Gottes Arm bewegt haben".

Mich berührt es immer sehr, wenn Menschen derart an Gott festahlten - verstehe
mich da bitte richtig - aber es darf nicht den Anschein erwecken, als wenn jeder
der "richtig glaubt", geheilt / befreit werden würde und (demnach) der, der krank
ist, zu wenig Glauben hat. Ebenso sollte betont werden, dass Gott heilt wen und
wann er will und diese explizite Gnade nicht "einfach so" über eine Strategie
verfügbar ist. ...dein Wille geschehe... auch - und besonders dies - sollten
wir niiie aus den Augen verlieren, ganz gleich, wie sehr wir am Leben und
allen Segnungen hängen. Sie trennen uns von Gott, wenn wir ihm nicht in
allen Bereichen unser Leben übergeben, auch wenn dies logischerweise
leichter gesagt, als getan ist. Aber "wer sein Leben (an ihn) verliert, DER
wird es (zurück)gewinnen - ganz ohne "Rückfallrisiko"..

Ich hoffe, du verstehst, worum es mir geht, dass ich nichts einfach so
miesmachen möchte. Ebenso stößt mir aber auch die Bewegung auf,
zu der man durch diesen Beitrag geführt wird - dass sich da (wieder)
Mensch(en) in den Vordergrund drängen, noch dazu mich zusätzlichen
Lehren (die es vermutlich nicht unentgeldlich zu erhalten gibt) lässt
mich doch aufhorchen.... es sei denn, ich habe etwas falsch verstanden.

Mal schauen, wie die weitere Reaktion hier ist -  mein Motto ist und bleibt:

Alle Ehre dem Herrn !!!!!

Sei gegrüßt, Ilonka, und vor allen Dingen: herzlich willkommen..
alles.durch.ihn




..ich will den Herrn loben allezeit und seinen Namen preisen! <3


Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2014 16:53.

Rapp
Gelöschter Benutzer

Re: Geistliche Krieger

von Rapp am 06.07.2014 16:07

Danke Ilonka, dass du dieses Zeugnis hier reingestellt hast.

Meine Frau Elisabeth war bereits an Demenz erkrankt, als sie die Diagnose Brustkrebs bekam. Es war während der Chemo. Da wusste ich, dass am Sonntag in der Gemeinde gefragt würde, wie man für Elisabeth beten soll: um Heilung, um Kraft durchzuhalten...? Beim beten kam ich immer wieder auf den Vers: ...erkrankte an der Krankheit an der er sterben sollte. So sagte ich der Gemeinde: betet, dass Elisabeth nicht unnötig lang leiden muss.

Schließlich musste ich sie in ein Pflegeheim geben. Da erwachte ich eines Morgens sehr früh mit den Bibelworten: Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Am selben Morgen rief man mich ins Hein, weil es Elisabeth sehr schlecht ging. Ich war vorbereitet. Wenige Tage später durfte sie heim gehen. Nun sieht sie was sie glaubte. Und ich? Ich freue mich, dass ich ihr eines Tages folgen darf.

Willy 

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Ilonka

69, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 8

Geistliche Krieger

von Ilonka am 06.07.2014 15:26

Dieser Artikel ist auf www.Brundstad.org nachzulesen und darf in anderen Foren veröffentlicht werden.

Hallo Ilonka,
vor einiger Zeit ist mit deine Anfrage an brunstad.org bzgl. des Artikels „Ein geistlicher Krieger" weiter geleitet worden. Entschuldigung, der ist leider bei mir etwas liegen geblieben. Du möchtest diesen Artikel auf glaube.de veröffentlichen. Das kannst du gerne tun. Dabei ist est wichtig, dass deutlich auf das Copyright und die Quelle http://www.dcg-info.de hingewiesen wird. Es wäre gut, wenn de evtl. Reaktionen beoabachten könntest und uns ggf. mitteilen. Bevor weitere Artikel veröffentlicht werden wünscht brunstad.org eine Rücksprache, damit dies neu eingeschätzt werden kann.
Bei Fragen kannst du dich gerne melden.
Viele Grüße
Johannes Schmechel

Frøydis Bratlie überwand nicht nur den Krebs, sondern besiegte gleichzeitig die Todesangst und den Zweifel mit geistlichen Waffen. Als geistlicher Krieger blieb sie in ihrer ganzen Krankheitsphase gläubig und guten Mutes.

„Durch die Verkündigung in der Gemeinde, der frohen Botschaft, erlerne ich die geistliche Kriegsführung", sagt eine begeisterte und strahlende Frøydis.

Als brunstad.org sie an einem warmen Frühlingstag trifft, eineinhalb Jahre nachdem sie die Diagnose bekam, ist sie vom Krebs geheilt und kommt nach einer langen Krankheitsphase wieder zu Kräften. Sie ist schon immer eine gläubige Christin gewesen, aber während ihrer Krankheit wurde ihr Glaube wirklich auf die Probe gestellt. In Epheser 3 steht davon geschrieben, Gottes volle Rüstung anzuziehen, damit wir am Bösen Tag Widerstand leisten können, und bestehen bleiben, nachdem wir alles überwunden haben", erklärt Frøydis.
Sie erzählt, dass ihr gerade dieser Vers sehr wichtig wurde. „Besonders in der letzten Zeit", fügt sie hinzu. „Er ist mein Motto fürs Leben geworden", sagt sie fröhlich.
Sie gab sich im Glauben hin

Frøydis und ihr Mann Øystein sind Eltern von zwei süßen Jungen, die vier und sechs waren, als Frøydis ihre Diagnose bekam. „Dadurch kamen ja viele Gedanken auf und ich wurde zu Sorge versucht. Wir wussten nicht, wie es gehen würde", sagte Frøydis.

Frøydis, Sondre und Vegard genießen die Frühlingssonne auf der kleinen Farm in Løten
Frøydis, Sondre und Vegard genießen die Frühlingssonne auf der kleinen Farm in Løten

Sie sollte Operationen, Strahlenbehandlung und die furchtbare Chemotherapie mitmachen, die den Körper schrittwiese zerstört. „Ja, es gab viele Tränen. Aber ich entschloss mich dazu, mich im Glauben Gott zu übergeben und Gottes Wort, stärkende Lieder und Gebete als geistliche Waffen zu benutzen!"

Frøydis berichtet, dass sie sich oft mit Hilfe dieser Waffen von belastenden Gedanken befreien musste. „Ich bin so dankbar, denn durch diese Waffen kann ich am bösen Tag Widerstand leisten. Deshalb wird mein Geist in diesen Verhältnissen nicht beeinflusst", sagt sie.

Im Geist nicht niedergeschlagen

Frøydis wurde in dieser schwierigen Zeit durch Glauben oben gehalten. Aber das bedeutet nicht, dass düstere Gedanken nicht aufkommen wollten.

„Ich kann die Vögel nicht daran hindern, über meinen Kopf zu fliegen, aber ich kann sie daran hindern, darauf ein Nest zu bauen", sagt Frøydis als Beispiel dafür, wie sie sich gegenüber Gedanken verhält, die aufkommen. „Ich kann auch nicht verhindern, dass negative Gedanken und Versuchungen kommen, aber ich kann Widerstand leisten, so dass sie nicht in mein Herz kommen", sagt sie. Frøydis erlebte, dass Gott sie in ihrer Krankheitsphase auf unbekannten Pfaden führte.

„Es braucht etwas Zeit, um sich an diese neuen Wege zu gewöhnen, aber ich bin nicht einen Tag im Geist bedrückt gewesen", sagt sie und erzählt, dass sie es so erlebt hat, wie es in einem Vers im Liederbuch „Wege des Herrn" steht: „Wenn Sturm auch tobt, ruht geborgen doch mein Geist. Jedes Band der Glaube nun zerreißt."

Geistliche Kampftechnik

Es hat Frøydis oft geholfen, dass sie die Kampftechniken in der geistlichen Kriegsführung gelernt hat. „Als ich im Krankenhaus war und auch in den Wochen danach, wurde ich besonders oft versucht", bemerkt Frøydis. Sie erzählt, dass sie dann den iPod nahm, die Hörer aufsetzte und ein Lied aus Wege des Herrn anhörte. „Hast Hand du an den Pflug gelegt, lauf, wird nicht matt!" „Dieses Lied hörte ich wieder und wieder. Dadurch bekamen die schlechten Gedanken keine Nahrung und kamen nicht in mein Herz hinein! Der Fürst der Finsternis musste weichen! Und mein Geist wurde nur noch mehr gestärkt!"
Dachte an den Tod

Frøydis erzählt, dass sie einmal im Korridor im Krankenhaus lief. Sie blieb stehen und sah aus dem Fenster. Da sah sie direkt auf den Friedhof. „Ich stand da eine Weile und dachte: Soll ich da wirklich bald liegen? Es kamen ekelhafte, ungemütliche Gedanken auf, die mir die Sicht verdunkeln wollten. Aber ich stand da und wurde plötzlich mit innerer Freude gefüllt. Ja, es war wie eine Offenbarung von Gott: Nein, da werde ich niemals liegen! Meine Gedanken und mein Geist werden direkt nach Hause zu Jesus gehen!"

„Seitdem verschwand die Angst vor dem Tod und ich bekam Hoffnung und Erwartungsfreude auf den Tag, an dem ich Jesus treffen würde", äußert Frøydis.
Bekämpfte die Todesangst

Zweimal bekam Frøydis heftige Todesangst. „Ich hatte mich am Abend hingelegt und sie kam wie in schwarzen Wogen über mich." Sie begann zu Jesus zu beten, und langsam schlief sie ein.

Einige Tage später geschah es wieder, mitten in der Nacht. „Ich dachte ‚jetzt gehe ich runter ins Wohnzimmer, um alleine zu sein'. Ich ging kniete mich hin und begann wieder zu beten. Ich wusste nicht, was ich beten sollte, denn alles war schwarz. Deshalb betete ich für eine ganze Weile einfach nur: "Lieber Jesus, lieber Jesus, lieber Jesus". Sie erlebte, dass sich die Wellen legten. Da wurde es hell und still.

Danach wurde Frøydis nicht mehr von Angst geplagt. „Aber wenn sie noch einmal kommt, dann kenne ich die Kampftechnik!", sagt sie triumphierend.
Den Zweifel besiegt

Als junges Mädchen war Frøydis bereits ein eifriger Christ. Dennoch wurde sie von zweifelnden Gedanken geplagt. Aber als sie wählte, an den Vers in Johannes 20, 29 zu glauben, überwand sie die zweifelnden Gedanken in ihrer Jugend. Dieser Vers beinhaltet Jesu Worte zu seinem Jünger Thomas, der nicht glauben wollte, dass Jesus von den Toten auferstanden war, bevor er seine Finger in die Jesu Wunden legte:

„Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!"

„Zweifel ins Herz zu lassen, ist als wenn man einen Sack voller Geistesmächte öffnet. Ich habe mich dazu entschlossen, ihn nie zu öffnen", erzählt Frøydis und zitiert aus Epheser, wo von Jesus steht, dass er die Mächte und Gewalten entwaffnet hat, und öffentlich zur Schau gestellt hat, indem er sich am Kreuz als Sieger über sie erzeigte.
„Ich wurde so davon überzeugt, dass es keine Gedanken gibt, die so finster sind, und auch keine Geistesmächte, die so stark sind, dass Jesus sie nicht schon besiegt hätte! In der gleichen Kraft, die Jesus hatte, kann auch ich sie jetzt besiegen", sagt Frøydis begeistert. „In diesem Glauben entsagte sie all diesen Gedanken und wählte gute, hoffnungsvolle und stärkende Gedanken. „Ich muss nie wieder trübe Tage haben! Ich bin so dankbar, dass es funktioniert! Es ist wahr", sagt sie.
Fürsorge der Gemeinde

Während Frøydis den Kampf des Glaubens kämpfte, wurde sie durch Fürbitten von Erwachsen und Kindern aus vielen Städten und Ländern gestärkt. „Ich fühlte mich von Liebe und Fürsorge umschlungen", meinte sie und erzählte, dass sie während ihrer Krankheit Unterstützung bei der Hausarbeit und mit den Kindern bekam. „Stell dir vor, das sind meine Freunde! Gott ist so gut zu mir!" bemerkt Frøydis dankbar.
Sie muss mit dem Risiko eines Rückfalls leben

Frøydis ist vom Krebs geheilt und wird physisch immer stärker. Aber das Risiko eines Rückfalls bleibt für den Rest ihres Lebens.

„Ich bin auch für das Risiko dankbar, denn es hilft mir, den Ernst des Lebens und seine Kürze zu verstehen", sagt Frøydis.

„Jedes Mal wenn die Gedanken kommen und mir die Sicht verdunkeln wollen, dann greife ich auf den Vers in Jesaja 45, 11 zurück. Da steht: Wegen der Zukunft befragt mich, meine Kinder und das Werk meiner Hände lasst mir anbefohlen sein. An diesen Vers zu glauben ist eine starke Waffe", fügt sie nachdrücklich hinzu.

Frøydis wünscht sich, so viel wie möglich in ihrem Leben zu erreichen. „Ich nutze die Tage, um Christi Tugenden in den Werken zu erzeigen, die ich tu. Und ich will mich immer schnell reinigen", sagt Frøydis. So bereitet sie sich darauf vor, Jesus zu treffen.

Frøydis lebt glücklich zusammen mit ihrer Familie und ihren Freunden. Ihr einfältiger Glaube an Römer 8, 38-39 macht, dass sie sich nicht vor der Zukunft fürchtet: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2014 15:35.

Poola
Gelöschter Benutzer

Re: Wortkette (4)

von Poola am 06.07.2014 15:23

provision(s)frei

Antworten

NorderMole
Gelöschter Benutzer

Re: Wortkette 1 (biblisch)

von NorderMole am 06.07.2014 15:22

Thomas

Antworten

alles.durch...

62, Weiblich

  fester Bestandteil

Beiträge: 967

Re: Was denn nun?

von alles.durch.ihn am 06.07.2014 14:38

Ich finde auch, dass doch das Eine das Andere nicht automatisch ausschließen muss.
Leider sind manche Worte einfach "nur" negativ besetzt, sodass wir diese sehr
einseitig deuten. Schön erklärt von Klaus und Merciful - auch Sol's und Pal's Ergänzung.
Danke euch allen, auch für das interessante Thema, das wohl jeden
irgendwann schon beschäftigt hat.

Allen liebe Segensgrüße,
adi/ alles.durch.ihn

PS Noch einen Vorschlag an dich, lieber Stefan, vielleicht wäre es gut,
"Kinder oder Knechte" mit in die Überschrift zu übernehmen, damit wir
den Thread bei Bedarf besser wiederfinden können..
Nur ein Vorschlag.. ;- )
..und lsg, adi


 

..ich will den Herrn loben allezeit und seinen Namen preisen! <3


Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2014 14:46.

Merciful
Gelöschter Benutzer

Re: Was denn nun?

von Merciful am 06.07.2014 14:02

Mir fällt das Beispiel des Onesimus ein.

Er war ein Sklave des Philemon.

Dann wurde er durch die Verkündigung des Paulus ein Kind Gottes.

Somit auch ein Bruder des Paulus und des Philemon.

Bedeutete dies aber, dass er dann nicht mehr ein Sklave des Philemon war?

Nein, er blieb ein Sklave des Philemon und diesem treu ergeben.

Aber zugleich war er ein Bruder des Philemon geworden, mit diesem im Glauben an den Vater geeint.

So mag es auch mit der Gotteskindschaft zugehen.

Sie hebt doch nicht auf, dass wir Gottes Geschöpfe sind und Gott unser Herr und König ist.

Merciful

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Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Was denn nun?

von Pal am 06.07.2014 13:48

Solana: Wir werden frei, indem wir Sklaven werden. Das hört sich paradox an...

Ja, das ist ein Paradox, was mir vor Augen stellt:
Gottes Freiheit ist ein sich unter den Mitmenschen einfügen. Gottes Liebe ist ein dienen und höher achten als sich selbst der Mitmenschen.
ZB. unter das schwache Gewissen der anderen.

Hier ein Beispiel bzügl. das der derjenigen, mit einem freien Gewissen, den anderen (mit zartem Gewissen) nicht übervorteilt, sonder sich vielmehr unter den Schwächeren beugt, um das zu tun, was (für ihn) eigentlich wie eine "Sklavendienst" aussehen könnte. !!!

Röm 14:1 Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirrt die Gewissen nicht.
1Ko 8:9 Sehet aber zu, daß diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß werde!
1Ko 8:11 Und also wird über deiner Erkenntnis der schwache Bruder umkommen, um des willen doch Christus gestorben ist.
1Ko 8:12 Wenn ihr aber also sündigt an den Brüdern, und schlagt ihr schwaches Gewissen, so sündigt ihr an Christo.
1Ko 8:13 Darum wenn eine Speise meinem Bruder zum Anstoß wird, so will ich lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß gebe.
1Ko 10:33 gleichwie auch ich in allen Stücken allen zu Gefallen lebe und nicht suche, was mir, sondern was vielen frommt, damit sie gerettet werden.
1Ko 10:32-33 Gebet kein Ärgernis weder den Juden noch den Griechen noch der Gemeinde Gottes; gleichwie auch ich in allen Stücken allen zu Gefallen lebe und nicht suche, was mir, sondern was vielen frommt, damit sie gerettet werden.

lG

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Was denn nun?

von solana am 06.07.2014 13:36

Hallo Stefan
Genau dieses Thema hat mich in der letzten Zeit auch sehr beschäftigt, bei der Lektüre des Römerbriefs, wo es immer wieder auftaucht, schon in der Einleitung vorgegeben wird und eine ganz wichtige Rolle spielt.

 

Dort hab ich (u.a.) dazu geschrieben:

 

Nicht nur beim Lesen der Einleitung - was Paulus hier schon "einführt" (begrifflich und als Perspektive), wird er im ganzen Brief fortführen. Deshalb ist es mir wichtig, das gleich am Anfang herauszuarbeiten und im Blick zu behalten.

Es beinhaltet nämlich beides: "Ich bin nichts" und "ich bin alles" - aber nur in Christus. wie Maga das so schön formuliert hat.

Das Zusammenwirken von Gott und Mensch - das für den Menschen einerseits "Dienst" bedeutet, in Demut und "Selbstaufgabe" bis hin zu dem Punkt, an dem er sich als "Sklave" bezeichnet. Und auf der anderen Seite bedeutet diese Art der "Sklaverei" gleichzeitig "Freiheit" - und zwar die einzig mögliche Freiheit für den Menschen.

Paulus hat die Formulierung Knecht/Sklave meiner Ansicht nach ganz bewusst gewählt. Um schon in der Einleitung, von Anfang an die grosse Perspektive vorzugeben, die im Zentrum, in der Mitte des Briefes (Kap 7+8) ausführlich dargestellt wird.

Wir haben nicht die Wahl entweder "frei und souverän, unabhängig" zu sein oder "Sklaven von irgendetwas". Wir sind bereits "verkauft": Röm 7, 14 ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. - wie ein Sklave

Wir haben nur die Wahl, welchem Herrn wir dienen wollen - entweder bleiben wir unter der Herrschaft der Sünde oder wir lassen uns loskaufen und gehören dann voll und ganz demjenigen, der für uns den Preis bezahlt hat:

Röm 6,16 Wisst ihr nicht: wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorsam sein, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?

Und um diese Gerechtigkeit geht es in der Verkündigung des Evangeliums, und das spricht er auch gleich schon in der Einleitung an: 17 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben;

Und in Röm 8 heisst es dann:

2 Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.

Joh 8,34 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. 35 Der Knecht bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig. 36 Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.

Wir werden frei, indem wir Sklaven werden.

Das hört sich paradox an, aber eigentlich deckt diese Feststellung nur auf, dass die Freiheit, in der wir uns vorher wähnten, nur eine Illusion war - in Wirklichkeit waren wir Sklaven der Sünde mit allen Konsequenzen, einschliesslich des "Gefangenseins" in der Unfähigkeit Gutes zu tun, auch wenn wir es wollen (wie Paulus es so anschaulich in Röm 7 beschreibt), bis hin zur letzten Konsequenz, dem Tod.

Und der Loskauf aus dieser Gefangenschaft, der Verpflichtung, der Sünde Gefolgschaft zu leisten und dem Tod bringt uns Leben und Freiheit - als "Sklaven" unseres Herrn, in dem allein dieses Leben und die Freiheit zu haben sind. Aus uns selbst heraus können wir nichts anderes sein als todverfallene Knechte der Sünde.

Deshalb: Gal 2,20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Das hat nichts mit deprimierender Selbstaufgabe und Resignation zu tun. Es ist das Loslassen des "Spatzen in Hand", die Hand leer machen und öffnen, um sich die "Taube auf dem Dach" schenken lassen zu können.

Phil 3,7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. 8 Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne.
Von der Perspektive eines stolzen, freien Bürgers einer weltbeherrschenden Macht erscheint das wie der Verlust all dessen, wodurch er sich "auszeichnet". Aus der Perspektive dessen, der die wahre Freiheit "geschmeckt" hat, erkennt man erst die Illusion und die Abhängigkeit im Denken der Welt.
Und so trägt Paulus die Bezeichnung Sklave "Jesu Christi" als Ehrentitel.


(http://glaube-community.yooco.de/forum/show_thread.html?id=11658307&p=2, dort noch "farbiger")
(Dort steht noch mehr dazu und auch bei den entsprechenden Passagen des Briefes).

Wir können nicht - von uns aus - "frei und unabhängig" sein, aber wir haben die Wahl, wem wir uns als "Sklaven" ausliefern bzw ob wir in der Sklaverei der Sünde bleiben, in die wir hineingeboren wurden und weiter hineingewachsen sind oder ob wir dem Herrn ganz - "mit Haut und Haar" - gehören, der uns aus Liebe befreit und uns in den Status der Kindschaft erhebt.

Wenn wir stattdessen uns über die Befolgung der Gesetze den Segen "verdienen" wollen, werden wir genau so wieder unfreie Knechte, deren Tun aus Angst vor Strafe diktiert wird.
Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

Klaus
Gelöschter Benutzer

Re: Was denn nun?

von Klaus am 06.07.2014 13:34

Hallo zusammen!

Nach Johannes sind wir Kinder Gottes, weil wir "aus Gott" sind, wir haben den Sohn Gottes als unser Leben in unserem Geist.

Nun sollen wir Gott aber auch im Geist und in der Wahrheit dienen. In diesem Sinne sind wir Diener des Geistes und wenn es gut läuft Sklaven oder Knechte des Geistes. Freunde Gottes werden wir, wenn Gott sich uns anvertrauen kann, wie Er sich z.B. Abraham anvertrauen konnte.

Das Evangelium nach Markus zeigt Jesus z.B. als Knecht Gottes, das Evangelium nach Johannes zeigt Ihn dagegen als Sohn Gottes.

Shalom

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2014 13:36.
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