Vertrauen

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Pal

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Re: Vertrauen

von Pal am 23.09.2015 15:51

Jemandem 100% zu Vertrauen ist die größte Selbstaufopferung!
Cleo:
 Also den Satz würde ich nicht unterstreichen... Wenn wir das auf Gott beziehen ja, denn wenn wir Gott 100 % vertrauen, dann überlassen wir ihm die Führung. Das ist doch das, was du mit Selbstopferung meinst oder...?
Aber bei Menschen hm, da denke ich wohl was anderes. Wenn ich jemanden so ganz arg vertraue, zB bei einem Geheimnis, bei einer Aufgabe, egal wo, dann opfere ich mich ja nicht selbst, oder...?
Ich denke mir, dieser Spruch paßt insofern sehr gut, weil ich ja mit dem Austausch über etwas ganz Vertrauensvolles, meinem Nächsten die Möglichkeit gebe gerade damit Mißbrauch zu treiben und mich zutiefst zu verletzen.
Gerade dieses Risiko einzugehen, und mir demnach selbst solch eine Blöße zu geben, ist nur möglich, wenn ich mich selbst hingebe/aufopfere.
Zumindest verstehe ich diese Zusammenhänge so.

lG

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Cleopatra
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Re: Vertrauen

von Cleopatra am 23.09.2015 15:11

Hallo Pal,

Um noch einmal auf das "sich-den-Mitmenschen-nicht-anvertrauen" von Jesus zurückzukommen. Die Ursache dafür sehe ich in seinem übermenschlichen Wissen: denn ER wußte wohl, was im Menschen war!

Klar, Jesus wusste ja auch in genau dem Moment, ob der Mensch gerade lügt, welche Motive er hatte und die Zukunft kanne er sicher auch.

Jemandem 100% zu Vertrauen ist die größte Selbstaufopferung!

Also den Satz würde ich nicht unterstreichen...
Wenn wir das auf Gott beziehen ja, denn wenn wir Gott 100 % vertrauen, dann überlassen wir ihm die Führung. Das ist doch das, was du mit Selbstopferung meinst oder...?
Aber bei Menschen hm, da denke ich wohl was anderes.
Wenn ich jemanden so ganz arg vertraue, zB bei einem Geheimnis, bei einer Aufgabe, egal wo, dann opfere ich mich ja nicht selbst, oder...?

Vertrauen muss immer wachsen, vor allem, wenn Vertrauen mal zerstört wurde.

Lg Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Pal

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Re: Vertrauen

von Pal am 23.09.2015 12:19

Um noch einmal auf das "sich-den-Mitmenschen-nicht-anvertrauen" von Jesus zurückzukommen.
Die Ursache dafür sehe ich in seinem übermenschlichen Wissen: denn ER wußte wohl, was im Menschen war!
Dieses göttliche Wissen machte Jesus so vorsichtig, um sich ihnen eben nicht anzuvertrauen.

Dazu fand ich drei interessante Sprüche:
Jedem Menschen, dem du dein Vertrauen schenkst, drückst du eine Waffe in die Hand, mit der er dich töten oder verteidigen kann!

Und dann:
Willst du den wahren Charakter eines Menschen entdecken, so schenke ihm dein Vertrauen und sieh, wie er mit deinem Geschenk umgeht!

Jemandem 100% zu Vertrauen ist die größte Selbstaufopferung!

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solana

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Re: Vertrauen

von solana am 21.09.2015 23:06

Liebe Adi, freut mich sehr, dass du mit meinen Gedanken dazu etwas anfangen kannst und auch zu diesen Erkenntnissen gekommen bist!
Vertrauen ist immer wieder ein neues Wagnis und bleibt dadurch immer lebendig.

Lieber Willy, das erinnert mich an die Geschichte, die du mal erzählt hast, von dem Mann, der auf einem hohen Seil balancierte und von der Zuschauermenge dazu angefeuert wurde, jemanden in einer Schubkarre über das Seil zu schieben. Und niemand "traute" sich, in die Schubkarre zu steigen - bis auf einen kleinen Jungen. Der liess sich ohne erkennbare Angst über das hohe Seil schieben und antwortete den verwunderten Zuschauern, die ihn fragten, wie er denn so mutig sein konnte: "Aber das ist doch mein Vater, der die Schubkarre schiebt!"

Das Vertrauen zu seinem Vater war so gross, dass ihm Angst gar nicht in den Sinn kam; die Möglichkeit, dass sein Vater ihn ihn die Tiefe stürzen lassen könnte, war für ihn ausgeschlossen.
Das Wissen "das ist mein Vater" war "alles bestimmend".
Ein so schön anschauliches Beispiel für Vertrauen!
Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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alles.durch...

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Re: Vertrauen

von alles.durch.ihn am 21.09.2015 17:32

.. und weils so schön passt:

Gott vertrauen.. <3 


Bleibt behütet und gesegnet,
adi
 

..ich will den Herrn loben allezeit und seinen Namen preisen! <3


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alles.durch...

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Re: Vertrauen

von alles.durch.ihn am 21.09.2015 16:34

Liebe Solana,  du schreibst im Thread "Gedanken zur Vergebung":


Es scheint ein "allgemeines Prinzip" zu sein, dass wir uns selbst "quälen" mit falschen Gedankenverbindungen, die nur dann gelöst werden können, wenn wir etwas an Gott abgeben. ZB wenn wir mit etwas "hadern", was uns passiert, für das kein anderer Mensch direkt verantwortlich ist, dem man etwas vergeben müsste. Oder auch nur die Sorge darum, dass etwas Unerwünschtes eintreten könnte. Solange wir da "direkte Verbindungen" zwischen uns und "den Umständen"/"Schicksal" herstellen, fühlen wir uns dem ausgeliefert, was uns "passiert". Erst im Blick auf Gott können diese Gedankenverbindungen gelöst werden. Je mehr wir uns dessen bewusst sind, dass wir nur von ihm abhängen, um so leichter fällt uns das Aufgeben falscher Gedankenverknüpfungen, das Loslassen von Sorgen, das sich "unter Druck gesetzt" fühlen usw. Und wir erleben uns als "in seiner Hand stehend" und "unmittelbar aus seiner Hand empfangend". Erleben gerade in Schwierigkeiten, dass uns nichts von seiner Liebe scheiden kann. Gruss Solana

 
Da ich finde,  dass es eine wunderbare Ergänzung/ Parallele zum Thema Vertrauen ist,  hab ich deine Gedanken mal mit rübergenommen und geb noch ein wenig von meinem Senf dazu..  

Gerade momentan geht es mir wieder ganz besonders so,  dass meine Gedanken ob diverser ungelöster Herausforderungen Karussell fahren,  und ich nur schwer abschalten,  bzw. hin zum Herrn umdenken,  kann.  Die Meldungen in den Medien tun ihr Übriges dazu und ich versuche mich zwischen "Informiert-sein" und "Nicht-wuschig-machen-lassen"  einzupendeln. 
Dabei ist mir genau das aufgefallen,  was du beschreibst: wir müssen uns (um) entscheiden und uns auf den Herrn fokussieren.  Er weiß,  was ist und war und kommen wird,  und er hat uns bis hierhin bewahrt und getragen (meine tw. grauen Haare bestätigen den Vers,  der beschreibt,  dass er dies bis ins hohe Alter tun wird...   ) und all unsere Lieben sind mit uns gesegnet -  was wollen wir mehr?!!  

Soweit mein "Senf" mit lieben Segensgrüßen an euch alle, 
adi/ alles.durch.ihn



..ich will den Herrn loben allezeit und seinen Namen preisen! <3


Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.09.2015 16:51.

Rapp
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Re: Vertrauen

von Rapp am 21.09.2015 08:06

Glaube ist doch eine felsenfeste Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht.

Wie nahe Glauben und Vertrauen zusammen gehören zeigt sich für mich im Schwedischen. Da ist ne ganze Begriffsgruppe auf dem Wortstamm "tro" aufgebaut.

tro = glauben
tron = der Glaube
trofast = treu
trofasthet = Treue
förtroa = vertrauen
förtroendet = das Vertrauen

Vertrauen ist demnach durch Erfahrungen gefestigter Glaube. Wie bei Glauben und Gehorsam haben wir doch auch hier Siamesische Zwillinge, untrennbar verwachsen.

Willy

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.10.2015 21:34.

Cleopatra
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Re: Vertrauen

von Cleopatra am 19.09.2015 10:09

Ich finde, Vertrauen hat viel mit Erfahrungen im Leben zu tun.
Jemand, der oft verletzt wurde, vertraut irgendwann weniger.
Jemand, der nicht viel schlimmes erlebt hat, hat weniger Probleme, zu vertrauen.

Im Vertrauen zu Gott habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass ich Gott einmal bewusst vertrauen musste, als es mir sehr schlecht ging und ich merkte- ich kann nichts tun.
Das hat dazu geführt, dass ich das erstemal gelernt habe,dass ich Gott vertrauen kann.
Je mehr ich mit Gott erlebt habe, je mehr ich ihn kennengelernt habe, umso mehr fällt es mir leicht, Gott zu vertrauen.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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Pal

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Re: Vertrauen

von Pal am 19.09.2015 09:24

Dann lese ich etwas beachtenswertes über Jesu Vertrauen zu seinen Mitmenschen:

Joh 2:24 Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle Joh 2:25 und bedurfte nicht, daß jemand Zeugnis gäbe von einem Menschen; denn er wußte wohl, was im Menschen war.

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Pal

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Re: Vertrauen

von Pal am 18.09.2015 17:48

Genau, liebe Salona, wenn ich richtig liege stammt nämlich der Spruch von "Vertrauen gut, Kontrolle besser" von Lenin!
Eigentlich sollte es eher heißen: "Kontrolle ist gut, Vertrauen ist weitaus vortrefflicher!"

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