Gott hilft durch Übung?

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Burgen

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Re: Gott hilft durch Übung?

von Burgen am 25.08.2026 08:58


Hallo Pausenclown, 

ich bin echt sehr dankbar über dein Posting , darüber, dass du dir die Zeit dafür genommen hast. 

::: 

Drogen, damit bin ich damals, in meinen 20 ig ern durch eine jüngerer Kinderkrankenschwester in Kontakt gekommen. Ansonsten nie. Nur mit Ess- und Alkoholsucht, durch eine Bekannte, die mir die 12 Schritte Selbsthilfegruppen bekannt machte. Wie zB die Gruppe der OA, offene anonyme Selbsthilfegruppe, eingebettet in die Gruppe der damals üblichen Anonymen Alkoholiker. 
Und solche Gruppen habe dann auch "ausprobiert" und die entsprechende Literatur dazu ausgiebig studiert - unter dem Hintergrund dessen, was mir damals unter dem, was ich über Jesus wusste und von Predigten und selbstlosen in der Bibel (Luth) bekannt war und daran glaubte. 

Erst seit 2006 lernte im TV Joyce Meyer kennen und dann den ERF sowie die dort erzählten Lebensgeschichten. Also von Menschen, die wahrhaftig erlebt hatten, dass sie geheilt und neu gemacht wurden durch Jesus Christus. Niemand hatte einen leichten, sonnigen Lebensweg bis zu dem Zeitpunkt ihrer speziellen Umkehr. 

Mein eigenes Leben ist immer von einer Sinnlosigkeit und Unverständnis für das eigene Leben durchdrungen. Und chronische Depression. DIe sogenannte Lehre der 12 Schritte damals habe ich akribisch mit meiner Bibel durchsucht und geprüft aus dem Grunde, dass ich nicht in einen esoterischen und anderweitig gefährlichen Bereich abrutschen würde. Und denke, dass diese Schritte ein Anfang vielleicht sein könnten auf dem Weg mit Jesus, wenn man ihn noch nicht richtig kennengelernt hat. 

Bis heute lerne ich Jesus durch das Wort Gottes kennen und empfinde selbst in mir das Wort und seine Gegenwart in mir mal mehr und mal weniger wie neu. Und es heißt ja auch, ein Tag sagts dem andern - heißt für mich, er baut auf dem anderen auf und das, was gestern war, erscheint heute in einem anderen, neuen Licht. Selbst dann, wenn nach aßen sich noch nichts verändert hat. 

Und ja, nicht mal 90% der Mitglieder hier zeigen sich, schweigen - manche lesen, da frage ich mich, wo sind sie? Dasselbe erkennt man auch in Vereinen, außer vielleicht bei den Fußball- und Tennisvereinen, die ja täglich auf ihren Feldern draußen mehr oder weniger sichtbar sind. natürlich gibt es auch viele aktive Vereine, Gruppen welche aktiv sind, wie Fitneßß und Kochgruppen usw. 

Dennoch, Jesus allein zählt für mich. Schon so lange, mit auf und ab, und bin immer noch auf dem Weg - zum Ziel. 
Es heißt ja, etwa alle 7 Jahre verändert sich der Mensch, die Biologie innerhalb dieser Zeitspanne. Und ich befinde mich selbst im Übergang von einer siebener zur nächsten siebenjähriger Veränderung. Der Geist Gottes lebt in mir, die Seele verändert, lernt, wird jeden Tag (hoffentlich) neu und der Körper ist deren Aufenthalt, der um körperliche Gesundheit und Kraft ringt. 





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Katechon

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Re: Gott hilft durch Übung?

von Katechon am 25.08.2026 13:05

Während ich völlig zustimme, dass Gott nur denjenigen hilft die sich selbst helfen / zu helfen gedenken und Hilfe zur Selbsthilfe nur aus der Schrift sowie dem Glauben entstehen kann, bin ich ein ausgesprochener Gegner von evangelikalen Fernsehrpredigern und Wohlstands-Aposteln. 

Ich stimme zu, dass zu viele Forumsnutzer, hier und anderswo, lesend gegenwärtig sind und keinen aktiven Beitrag leisten. Mitwirkung lässt sich nicht erzwingen. Für meinen Teil bin ich bereit mich auch mehr als bisher einzubringen.

»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2026 13:06.

pausenclown

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Re: Gott hilft durch Übung?

von pausenclown am 25.08.2026 13:22

Hallo Burgen.

Es bleibt die Frage, was nun, die Not ist groß.
Daher, was nun?

Shalom Pausenclown.

P.S. Es heißt ja, etwa alle 7 Jahre verändert sich der Mensch, die Biologie innerhalb dieser Zeitspanne. Und ich befinde mich selbst im Übergang von einer siebener zur nächsten siebenjähriger Veränderung.

Sorry, aber das ist ein Mythos und stimmt nicht. 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2026 13:23.

Weateyd

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Re: Gott hilft durch Übung?

von Weateyd am 25.08.2026 19:51

Katechon: Gott nur denjenigen hilft die sich selbst helfen / zu helfen gedenken

Kannst du das biblisch Untermauern? Warum denkst du das?


Katechon: Hilfe zur Selbsthilfe nur aus der Schrift sowie dem Glauben entstehen kann

Kannst du das näher erläutern?




pausenclown: Es bleibt die Frage, was nun, die Not ist groß. Daher, was nun? Shalom Pausenclown.

Du stellst wirklich gute Fragen! Auch ich hatte deine Gedanken schon öfters. Eine Antwort habe ich leider nicht. Hast du eine Antwort gefunden Pausenclown?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2026 19:56.

Katechon

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Re: Gott hilft durch Übung?

von Katechon am 25.08.2026 20:14

Kannst du das biblisch Untermauern? Warum denkst du das?

»So ist es auch mit dem Glauben: Für sich allein, wenn er keine Werke vorzuweisen hat, ist er tot. Sagt nun einer: Du hast Glauben, ich aber kann Werke vorweisen. - Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, und ich werde dir an meinen Werken den Glauben zeigen!« -- Jakobus 2: 17-18 [Zürcher]

»[…] denn jeder wird seine eigene Bürde zu tragen haben.« -- Galater 6:5 [Zürcher]

Beten und Handeln gehören zusammen. Wer etwas selbst tun kann, soll Verantwortung übernehmen, statt passiv auf ein Wunder zu warten.

Kannst du das näher erläutern?

»Ihr aber, seid stark und lasst eure Hände nicht erschlaffen; es gibt einen Lohn für euer Tun!« -- 2. Chronik 15:7 [Zürcher]


»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2026 20:16.

Katechon

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Re: Gott hilft durch Übung?

von Katechon am 25.08.2026 20:35

Es bleibt die Frage, was nun, die Not ist groß. Daher, was nun?

Tut das, was die Apostel getan haben. Schreibt ein neues Testament. 😉

»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]

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pausenclown

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Re: Gott hilft durch Übung?

von pausenclown am 26.08.2026 06:51

Hallo Weateyd

Was nützen einem guten Fragen und man nicht wirklich eine Antwort.
Trotzdem versuche ich, meine Bruchstücke zu schreiben.

Ich könnte jetzt einen 2 Std Monolog über das jüdische Verständnis von Gerechtigkeit und Gerechtigkeit ausüben und ich schreibe eine Kurzform.
Dies ist eine Einführung auf meine unfertige Antwort.
Ist es gerecht, dass mein nächster Krank ist, ist es gerecht, dass zum Beispiel XY per Wunder geheilt wird und mein Nächster nicht?
Ich bin nicht berufen, meinen Nächsten zu belehren, wie man richtig betet, mit ganzem Herzen Bibel liest, du musst nur wollen usw.
Nach unserem Verständnis, bin ich berufen in diese Lücke, die entsteht, einzutreten und meinem Nächsten zu dienen.
Nicht belehrend, sondern diesen Annehmen, verständnisvoll für seine Situation zu sein und vor allem seine Enttäuschung gegenüber Gott aushalten und mittragen.

Es gibt zB für eine Suchtproblematik Ärzte, aber was ist mit Suchtkranken, die auf ein Wunder Gottes vergebens gehofft haben.
Darf Gott enttäuschen?
Sicherlich kennst du die Geschichte über Johannes den Täufer im Gefängnis.
Johannes hatte eine Konkrete messianische Erwartung an Jesus:

Jesaja 61.1 
Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit und den Gebundenen, dass ihnen geöffnet werde.

Das Ende ist ja bekannt.
Meine Antwort ist, in diese Lücke zwischen Erwartung und Enttäuschung meinem Nächsten zu dienen.

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.08.2026 06:52.

Burgen

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Re: Gott hilft durch Übung?

von Burgen am 26.08.2026 07:20


Guten Morgen,  

es steht im Raum die Frage, was soll ich denn nun tun? 

Ganz schlicht, wenn du oder dein Freund Gott Jesus noch nicht kennt? Noch nie ernsthaft in Betracht gezogen hat, dass Jesus der einzige ist, der überhaupt helfen kann und helfen wird? 

Ich habe gelernt aus der EM - Gruppe damals, zuzuhören, und nur das zu erzählen (man sitzt im Kreis, kann einander anschauen,) was einem selbst betrifft, was jemand für wichtig hält um auch anderen dadurch zu helfen, wo man sich seinem eigenen, angeblichen, Versagen stellt. Dazu gehört auch, sich vielleicht zu schämen, zu weinen, versagt vor sich selbst zu haben. 

Von Jesus weiß ich ich, dass nichts für Jesus zu schwer ist, anzuhören und seine Gnade wirksam werden lassen. Er ist die Gnade in Person. 
Die heutige Losung zB: 

Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache - mich - zu einem guten Ende führt. Steht in Psalm 57,3 

Jesus antwortet und spricht zu der Person, die in Verzweiflung ist, oder demjenigen, der mitleidig helfen möchte: 

Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen.
Bittet, so werdet ihr empfangen, auf dass eure, deine Freude vollkommen sei.   Johannes 16,24 

Kennt der Bedürftige Jesus noch gar nicht, _ das dürfte eine andere Situation sein. Und da ist ein gläubiger Freund ganz anders gefordert, denn nun kann derjenige Jesus aus eigenem Erleben im eigenen Kontext dem Bedürftigen größ machen. 

Man denke da an seine eigenen ersten Schritte des Glaubens zurück. 
Auf eine gute Gemeine verweisen, eine Gläubige zB Männergruppe hinweisen, da wo die Bibel, der Glaube an Jesus Mittelpunkt ist. 
Da habe mal gelernt das Beispiel, zB ein Manager, Schneider, Autmechaniker, Proffessor der Geisteswissenschaften usw. wird seine Bibel ganz anders lesen, verstehen, als ein arbeitsloser Mensch auf der Straße. 

Und doch hört jeder in der Gemeinde dieselben Worte der Schrift und in der Predigt der jeweiligen Kirche, Gemeinde, Versammlung. 

Jesus jedenfalls umgeht in obiger Situation wissenschaftliche Studien, er spricht sofort das Herz an, denn da ist er zuhause. 
Unser Auftrag dürfte sein, ihn als Mittelpunkt des Lebens zu machen und zu haben, in allergrößter Not, unser Denken von uns weg auf Gott Jesus zu richten. Heißt, sich immer und immer wieder mit Gottes Wort zu beschäftigen - nicht mit der Sicht auf einen strafenden, ungnädigen Gott. Sondern einem gnädigen, barmherzigen, liebenden über alle Maßen liebenden Gott zu glauben und sich mit ihm als den überaus liebenden Vater beschäftigen. Jesus ist durch den Heiligen Geist der Mittler, derjenige, der den unverständlichen Worten der Bibel zumeist, zunächst, im Herzen/Bauch/Gehirn seinen überaus großen Frieden ausbreitet. Selbst wenn gerade alles drunter und drüber zu gehen scheint. 

Ich selbst zB habe so angefangen die Bibel zu lesen, all das zu lesen, was mit Liebe Gottes zusammenhängt. 
Da wusste ich noch nicht viel darüber, was der Tod des Lammes, sein Blut vergossen für mich, sein Tod am Kreuz usw. für mich zu bedeuten hat. Ich wusste nur aus dem Petrusbrief, dass er der Eckstein meines Lebens ist. Und ebenfalls der Vers, siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und freudig seist. Später kam Psalm 23 hinzu und die Lesung von vorn nach hinten sowie die Apokryphen. 

In allem menschlichen Durcheinander waren das immer mehr oder weniger meine Ankerpunkte. Er hat mich tatsächlich durch mancherlei Durst, Hunger, Leid hindurchgegangen, bis heute. Und inzwischen weiß ich, dass er unsagbar treu ist. 
Aber auch meine Bücher - die möchte ich keinesfalls unterschätzen. Da waren gute tägliche Andachtsbücher dabei, die durch ein ganzes Jahr Liebe, Gnade zum Thema hatten und haben. 
Und auch eben seit 1974
Spurgeon und Chamberlin. Das allerdings müsste inzwischen suchen: Sein Äußerstes für mein Höchstes oder ähnlich. 

Blicke ich also zurück: Er hat mich nie verlassen, nur ich habe mich manchmal abgwendet, wurde nachlässig, nahm mir nicht die Zeit zB für die Bibelverweisstellen, verlor mich in Ablenkungen, Selbstmitleid - wie es eben so im menschlichen Leben über Jahre passiert. 

Dennoch - er, Jesus allein, und nichts als Jesus ist die durchtragende starke Kraft durch seine Gegenwart. Jeden Tag neu. manchmal wie neu, als sei heute der erste Tag. 
Er ist lebbar - erlebbar, immer gegenwärtig. Seine Treue ist unglaublich und doch wahr. 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.08.2026 07:24.

pausenclown

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Re: Gott hilft durch Übung?

von pausenclown am 26.08.2026 08:17

Hallo Burgen.

Der Kontext: Suchterkrankung unter Christen und die erschreckenden Zahlen und die Frage war, was nun (aufgrund der großen Not)?
Die Frage war eher rhetorisch und ich konnte mir deine Antwort schon erahnen.


Shalom Pausenclown.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.08.2026 08:17.

nusskeks

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Re: Gott hilft durch Übung?

von nusskeks am 26.08.2026 08:43

Weateyd: Kannst du das biblisch Untermauern?
Ich denke nicht, dass man das kann. Es sei, man denkt es über diverse Ecken und erklärt Gott zu dem, der die Selbsthilfe initiiert und durchführt. Allerdings wäre der offensichtliche Sinn der Aussage damit konterkariert. 

Gott ist souverän. Gleichzeitig fordert er uns auf, ihn zu bitten, ihn zu loben, ihm die Ehre zu erweisen, ihm zu danken und ihn anzuflehen. Alles richtig und wichtig und kein Garant, Gottes Handeln zu erwirken.

Für mich bleibt Gott in dem Punkt ein Stück distanziert, fremd oder unberechenbar. Das sind negativ besetzte Begriffe und Gefühle. Gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass es so sein muss. Denn die Alternative wäre ein Gott, der nach meiner Pfeiffe tanzt, oder den ich lenken kann, egal wie edel meine Absichten im Einzelnen auch sein mögen. Das ist für mich ein weitaus erschreckenderer Gedanke. 


Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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