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Trisgump
Gelöschter Benutzer

Warum Christentum, und wenn ja, WIE?

von Trisgump am 06.06.2016 01:02

Guten Abend.
Ich mich hier Trisgump, denn ich möchte genre anonym bleiben. Per private Nachfrage, kann ich aber mehr preis geben. Die Fragen, die mich bewegen, sind nicht optimal auf dieses Forum zugeschnitten oder optimal passend, dessen bin ich mir bewusst. Aber auf diesem Weg habe ich die Möglichkeit viele Christen auf einmal zu befragen.
Ich weiß nicht wo ich mit meinen Fragen anfangen soll, darum werde ich es in mehrere Punkte untergliedern und jene genauer dann erläutern.

Kurz zu mir:
Ich bin in sein 50 Minuten 22 Jahre alt, in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und habe dort jeden Abend mit meiner Family in der Bibel gelesen. Darum würde ich von mir selbst behaupten, dass ich ein sehr und stark fundiertes Bibelwissen besitze. Ich bin ein enormer "Kopfmensch". Das ist bei mir so stark ausgeprägt, dass es nicht mehr gesund sein kann. Als ich meinen Industriemechaniker gemacht habe, ging ich auf eine Bibelschule, die ich nach etwa einem Jahr abbracht wegen .... boah ne, das führt zu weit. Auf jeden Fall möche ich noch sagen, dass ich eine sehr durchdachte Persönlichkeit bin, und sich mit keine Antworten zufrieden geben kann wie z.B.: "Du musst das fühlen, Du musst nur mehr glauben, Das wird schon ect.", hoffe ihr versteht was ich meine. Je besser Antworten und Argumente begründet sind, umso besser.

Frage 1: Warum Christentum?
Ich bin mir über sämtliche Denominationen und Religionsrichtungen im Klaren, frage mach aber, warum ich letztendlich Christ bin. Wäre ich in der Türkei aufgewachsen, so wäre ich wohl ein überzeugter Muslim. Ist mein Glauben nur von meiner Herkunnft bestimmt? Also klar, man könnte es mit Gnade beschreiben, dass ich das Vorrecht hatte, hier aufzuwachsen und diese Botschaft hier und vor allem so Ausführlich kennen zu lernen. Ich habe auch von krassen Wundern in meiner Familie gehört, was für mich den Glauben eigentlich bestätigen sollte. Und dennoch berührt es nicht mein Herz. Und der Glaube den ich habe, ist doch mehr oder minder letztendlich nur das Produkt meiner heimatlichen Lokalität und der mir gegebenen Kultur. Aber was wenn ich mich zu tiefst irre und der Islam der einzig wahre Weg ist und Jesus nur eine Lüge letztendlich ist? Also klar, irgendwas in mir sagt: Islam ist eine Sekte und Jesus der einzige Weg. Aber wenn man es wirklich so benennen will: Warum soll das Christentum der eigenliche und einzige Weg sein? Abgesehen von dem einzigartig- lukrativen Angebot, welches keine andere Religion zu bieten hat. Fakt für mich ist: Einige Muslime sind durch ihren sorgfältigen Lebenswandel viel näher an Gott als so manch ein gehäuchelter Christ (Und ja, von denen habe ich ohne Ende kennen gelernt, hasse sie zu tiefst und frage mich aber langsam trozdem, ob ich nicht auch einer von denen bin.) Versteht hier jemand was ich meine?

Frage 2: Die kostenlose Gnade
Hat Jesus noch Gnade mit mir? Theoretisch habe ich gelernt, dass er sie hat. Was bei mir wohl das Problem ist, ist dass ich selbst nicht viel Gnade aufbringen kann und das evtl. auch auf Jesus mehr oder weniger unbewusst auf Jesus übertrage. Was ist aber, wenn ich bestens über seine Gebote im Klaren war und mehr als andere dazu die Vorraussetzungen hatte jene einzuhalten? Ich hätte es besser wissen müssen und bin so oft derbe abgeschmiert. Wie sehr will ich garnicht sagen. Einmal habe ich gelernt, dass Jesus alles bis auf die "Sünde wieder den Heiligen Geist" vergeben kann. Aber machen wir Christen Gott vielleicht letztendlich nur zu einem "kuschelGott"? Vielleicht ist meine Denkweise auch zu sehr nach Jüdischer Sichtweise geprägt, was aber wenn nicht. Ach ja, ich bin enormer Perfektionist und gehe mit niemanden wie mit mir selbst so hart ins Gericht. Innerlich permanent einen Zeigefinger auf mich gerichtet der mir den Glauben abspricht. Tag für Tag. Minute für Minute! (Mit mir willst du nicht tauschen!) Jaja, ich weiß. Anfechtung! Was aber wenn dieser hässliche Zeigefinger recht hat?

Frage 3: Ist er mit mir?
Josua 1,5b ist der Vers, mit dem ich schon als Kind aufwegwachsen bin und der sich in mir eingebrannt hat. Er ist längst Teil von mir. Aber was sagt mir, dass dem so ist? Habe das Gefül, dass Jesus mich bereits verworfen hat, was sein gutes Recht meiner Meinung nach wäre. Denn ganz gleich worum ich bitte (und seien es nur elende Kopfschmerzen...) irgendwie bekomme ich nach meinem Gefühl her null Efüllung. Um wieviele endlose Zeichen habe ich gebeten und fühle mich immer noch elend alleine? Vielen erzähle ich sturr gelernte Wahrheit und erzähle aber nicht, was mein Herz eigentlich zumir schreit. Und dieses theoretische Wissen hat trozdem oft genug gereicht, dass Menschen sogar zu mir introvertierten Menschen aufsehen und mich als guten Christen betitteln. Leider sage ich jetzt aus Überzeugung: Das bin ich wenn ich nach dem Gesetz gehe kein Stück weit, und frage mich, wann ich es das letzte mal war. Warum fühlt es sich in mir so elend kalt an, warum verliere ich das Interesse, die Kraft und die Motivation zu beten? Anfechtung oder liegt es an falschem Glauben? Also nochmal? Woran kann ich merken, dass er noch bei mir ist?

Frage 4: Wohin?
Bin gerade auf der Suche nach einer Stelle als Industriemechaniker in Deutschland. Eigentlich müsste ich nach dem was ich gelernt habe wie folgt vorgehen: Gott sagen, dass ich eine Stelle suche und ihn bitten, seinen Segen auf meine Suche zu legen. Dann suche ich mir 3 Stellen aus und bewerbe mich. Dann wieder darum beten, dass er die falschen Türen für mich schließt und meinen Weg recht leitet. Die meisten werden mir hier zustimmen. Was aber wenn ich genau das gleiche vor einem Jahr schon bei der Bibelschule gemacht habe, auf die ich ging? Hat mich ja letztendlich weit gebracht. Nach 8 Monaten bin ich jetzt gegangen, sitzte nun zuhause auf der Suche und frage mich, ob ich nur auf die Bibelschule damals ging um letztendlich meinem Leid auf meiner alten Arbeitsstelle zu umgehen. Wie soll ich jetzt nach einer neuen Arbeitsstelle suchen, wenn ich vielleicht letztendlich nicht zu 100% ehrlich zu mir selbst ein kann, ey es ist so ätzend.

Eigentlich könnte ich hier noch 3 Stunden so weiter schreiben mit allen möglichen Fragen aber ich lasse es hiermit einmal gut sein, denn die wohl wichtigsten Fragen waren dabei. Was wohl erkennbar ist; Ich bin ein enorm komplizierter Typ, mit einem verdrehten Inneren und nicht gesundem Weltbild. Ich hoffe, dass ich keinen hier zu Zweifel an seinem Christlichen Glauben gebracht habe. Ich bitte um ausschließlich qualifizierte Antworten, also nicht ums sowas wie z.B." Christlicher Glauben ist das Beste und wenn nicht, dann geh halt." Bitte nur gut begründete Kommentare, welche mit entsprechende Bibelstellen gut begründet sind. Gerne könnt ihr diese Frage auch jemandem weiter geben, der in eueren Augen theologisch fitt ist und über viel Weisheit verfügt, ohne überheblich klingen zu wollen. (Ich spreche so, da ich schon mit Pastoren über diverse Probleme gesprochen habe, welche nur abgewunken haben und sagten, dass meine Probleme Standart sind von voll normal wären, was ich nicht glaube. Darum suche ich jetzt Leute, die meine Probleme gut sachlich und neutral beleuchten können.) Ja, ich bin mittlerweile enorm verbittert und wenn du keine Ahnung hast, was du antworten sollt, so wäre es mir ein großes Anliegen, wenn du auch nur einfach für mich beten würdest.

Gruß Trisgump

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Greg

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 707

Re: Wozu die Hölle gut ist

von Greg am 06.06.2016 00:31

@JamesCook:

Natürlich wird man nicht schon im Mutterleib Christ oder hat es in den "Genen". Ich meinte das man dazu erzogen wird und im normalfall hält man sich an das, was man gelehrt bekommt (man beachte die Grafik) und hält es dementsprechend für die Wahrheit. Das ist leider ein großes Problem, da viele einfach nicht die Chance bekommen zu Jesus zu finden. Und teilweise ist da nicht die Menschheit dran Schuld, sondern der, der die Wahrheit verdreht, Satan der Teufel.

Du nutzt diese Grafik um zu sagen, das der Mensch kaum eine Möglichkeit hat von der konditionierung seiner Umgebung zu entkommen.

Das ist aber ein problematisches Argument. So müssten laut deiner Grafik in Deutschland vornehmlich gläubige Christen und Katholiken sein, ein wahrhaft christliches Land. Die ausnahme wären menschen, die nicht an Gott glauben.

The Guardian hat vor einigen Jahren geschrieben, das OStdeutschland der "Gottloseste Ort auf erden ist" und hat sich dabei auf folgende Studie berufen:

http://www.norc.org/PDFs/Beliefs_about_God_Report.pdf

Wo 52% der Befragten Ostdeutschen nicht an einem Gott glaubten. Sicherlich hat das was mit der Vergangenheit zu tun, aber es ist nicht so, als wäre seit 1990 keine Info über das Evangelium vorhanden und es ist schon eine neue Generation herangewachsen, die jeden freien Zugang zu der Frohen Botschaft hat.

Diese Tatsache, die direkt vor unserer Haustür ist, sollte uns mehr sorge bereiten als ein fiktiver Chinese, der nur 1% Sünde hat. Was ist mit über die hälfte der Ostdeuschen Mitbürger, die Trotz allen erdenklichen Medien und Infos die Chance für Gott haben und Ihn dennoch ablehnen? Beklagen wir immer noch Gottes ungerechtigkeit?


Ich bin eine fröhliche Knackwurst! 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.06.2016 00:41.

Greg

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 707

Re: Wozu die Hölle gut ist

von Greg am 06.06.2016 00:02

@JamesCook:

Picken uns jetzt einen Menschen der zwar gesündigt hat, wie jeder Mensch, aber sonst unglaublich positiv Handelt. Dieser Mensch wird in irgendeine Chinesische Religion erzogen und wird nie so was von Jesus richtig erfahren.

Also deine Argumetation ist schon etwas problematisch. China ist kein alzu gutes Beispiel für deine Argumetation, denn es gibt laut BusinessInsider ca. 70 Millionen Christen in China, laut Daily Telegraph werden es bis etwa Jahr 2025 um die 160 Millionen, tendenz steigend. Damit sind nicht nur die vom Staat erlaubten Kirchen, sondern vor allem die vielen Kirchen im Untergrund gemeint, die sich rasant, nahezu explosionsartig ausbreiten.

Dieser Mensch, den du als Beispiel verwendest, kann ebensogut Christ sein und Jesus richtig erfahren in China. Das ist bei der Ausbreitungsrate sogar sehr wahrscheinlich.

Ich bin eine fröhliche Knackwurst! 

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Jamescook

28, Männlich

  Neuling

Beiträge: 71

Re: Wozu die Hölle gut ist

von Jamescook am 05.06.2016 20:44

https://youtu.be/PfIwxX5cTio

Interessant zum Thema Hölle und Religion (katholische Kirche)
Ich sag nur Babylon die große..

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.06.2016 20:45.

Cosima
Administrator

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  fester Bestandteil

Chatadmin

Beiträge: 951

Re: Oase 32 ; Meine Stärke und mein Lied ist der HERR, er ist für mich zum Retter geworden. 2.Mose 15,2

von Cosima am 05.06.2016 20:32

Hallo, liebe Cleo, 
schön,  dass du so einen schönen Kurzurlaub hattest. Danke für die Aufnahmen, das Meer ist 
auch für mich immer wieder ein besonderes Erlebnis. Unser Hund hatte da auch immer große
Freude dran...muss mal schauen, ob ich davon noch Fotos habe.

Heute habe ich auch einen unverhofften Kurz-Ausflug an den Main gemacht. Meine Enkeltochter
ist umgezogen und ich habe sie besucht. Sie wohnt in einem netten kleinen Städtchen, da hat es
mir sehr gut gefallen.
Besonders das Rokokoschloss Rokokoschloss.jpg das möchte ich
bald mal besichtigen. Auch die Promenade am Main hat gut getan.
Main-Blumen.jpg Die Blumen habe ich bewundert...

Und auf dem Schiff Mainschifffahrt.jpg mache ich sicher
mal eine Fahrt mit... heute war keine Zeit dazu. Aber es war ein sehr schöner Nachmittag. Der fing mit strahlendem 
Sonnenschein an und dann war ich froh, dass ich den Schirm eingepackt hatte... es regnete heftig. 

Euch liebe Oasis einen guten und gesegneten Sonntag-Abend noch,
liebe Grüße von Cosima. 

Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Wozu die Hölle gut ist

von Burgen am 05.06.2016 20:19


Gott sei Dank dafür, dass er so gnädig ist. (auch für mich, die ich aus lauter Gnade gerettet bin)

Unser Auftrag ist: gehet hin in alle Welt...

Die Heilige Schrift und Teile des NT gibt es inzwischen wohl in über 2000 Sprachen und Dialekten.

Selbst in China. Trotz Verfolgung, Folter und so weiter.

Gott selbst begegnet Menschen, die noch nie etwas von Jesus, dem Christus aus Nazareth gehört haben.

Bei Gott ist  n i c h t s  unmöglich.

Gott sei Lob und Dank.


    

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Jamescook

28, Männlich

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Beiträge: 71

Re: Wozu die Hölle gut ist

von Jamescook am 05.06.2016 19:56

Aber naja, find ihn trotzdem zu gnädig als das er Menschen unendlich lange im Feuersee steckt.

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Jamescook

28, Männlich

  Neuling

Beiträge: 71

Re: Wozu die Hölle gut ist

von Jamescook am 05.06.2016 19:49

Ok hat die Sache hat sich dann geklärt, hab verstanden:D

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Wozu die Hölle gut ist

von Pal am 05.06.2016 19:32

James:
Aber wenn jemand wirklich nichts dafür kann, also vorher nicht die Warnung bekommen hat. Zählt die Sünde dann nicht mehr als Sünde?

Sei gewiß das Personen, die wirklich nichts dafür können, wie zB. unreife Kleinkinder, oder Geistesgestörte etc. ein überaus gnädiges Gericht bekommen! -
GOTT richtet das Herz und nicht nach äußerem Anschein!
Da zählt Sünde gewiß nicht als Sünde, weil sie gar nicht als "böse" wahrgenommen werden kann. Das ist etwas ganz anderes! mM

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Wozu die Hölle gut ist

von Pal am 05.06.2016 19:27

James:
Hä, klar kann es solch eine Person geben. Hat diese Person halt nur 2 Sünden begannen und nicht wie andere 20 Millionen. Das ist ein unterschied.

Das ist leider auch wieder eine Täuschung, denn vor Gott gilt die Gerechtigkeit des Glaubens an das Lamm Gottes, Jesus! 
Das zählt, und nichts anderes!

Bei allen anderen gilt =
Jak 2:10 Denn so jemand das ganze Gesetz hält und sündigt an einem, der ist's ganz schuldig

So sieht der absolut vollkommene Standard Gottes aus!
Deshalb durft Jesus Christus auch nicht eine einzige "Minisünde" begehen!!!

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