Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

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Cleopatra
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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von Cleopatra am 19.11.2018 07:28

Und ich finde auch wichtig, liebe Stilness, dass du die Whattsappgruppe informierst über deine Enttäuschung.
Schau mal, sie merken es ja offensichtlich nicht.
Aber wie sollte sich ein Mensch bessern und offenherziger werden, wenn ihnen nicht gesagt wird, wo der Mensch in dem Sinne falsch reagiert?
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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nusskeks

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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von nusskeks am 19.11.2018 08:20

Hallo Stilness,

 

über die Bibel zu reden ist ja schön und wichtug, aber das andere sollte auch nicht fehlen, dass man füreinander da ist, Interesse am Leben des anderen zeigt, Trost und Zuspruch folgen.


ja, sehe ich genauso.

 

Ich bin eigentlich diejenige die mal fragt wie es geht und wenn der andere mir etwas erzählt äußere ich mich dazu. Aber in der Gruppe interessiert man sich glaube ich nicht so sehr dafür wie es dem anderen geht, was er gerade durchlebt usw.

Wenn das in deiner Gruppe grundsätzlich so ist, ist es wirklich schade und sollte mit viel Geduld und Freundlichkeit thematisiert werden.

 

Warum erwartest du da kein Mitgefühl vom anderen?

Ich erwate dann nicht viel Mitgefühl von anderen, wenn diese aktuell die Kraft aufgrund eigener Lasten nicht können. Wie es Dir geht kann ich nicht sagen, aber wenn ich bereits für diverse schwere Anliegen bete und versuche Trost zu spenden, dann ist meine Kraft halt irgendwann begrenzt bzw. es fehlt die Konzentration sich unbegrenzt weitere Lasten zu widmen. GarKein Mitgefühl würde mich auch verwundern.

Irgendwie mag ich gerade nichtcschreiben, dass es mich enttäuscht hat das niemand azf die Angelegenheit mit meinem Hund reagiert hat. Es ist doch auch schon bedenklich wenn man due anderen erst noch darauf ansprechen muss.

Das verstehe ich. Allerdings würde ich mich an Deiner Stelle durchringen, damit die anderen Gruppenteilnehmer die Chance haben ihre Einstellung zu überdenken.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Segen für Dein weiteres Vorgehen!

Lg
nk

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.11.2018 08:20.

solana

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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von solana am 19.11.2018 11:06

Liebe Stillness

Manchmal muss man es auch einfach ein bisschen deutlicher zeigen, dass man Anteilnahme, Trost und Mitgefühl braucht.

Bei vielen Menschen reichen Andeutungen oder nur ein Erzählen dessen, was passiert ist, nicht aus. Weil sie selbst vielleicht ganz anders sind, zB nicht so sensibel, und sie selbst sich das Erzählte gar nicht so sehr zu Herzen nehmen würden.

Oder weil du ihnen viel stärker und emotional davon unberührter vorkommst, also sie den Eindruck haben, das macht dir nicht so viel aus und du hast das schon gut verarbeitet .... oder aus irgendwelchen anderen - persönlichen - Gründen; zB kann jemand selbst gerade ei e schwere Last tragen, die ihn ganz stark in Anspruch nimmt. Und er sagt vielleicht gar nichts davon, weil er es gar nicht schafft, darüber zu reden - dann hat er kein Ohr für die Not anderer bzw sie erscheint ihm viel geringer im Vergleich zu dem, was er selbst gerade durchmacht und ganz allein trägt ....

 

Das sind jetzt nur ein paar Gründe, die mir einfallen.

Ich würde dieses Thema einfach mal ansprechen und sagen, was dich stört, deutlicher sagen, wie schwer dich das belastet und fragen, warum so wenig Anteilnahme kommt.

So wie du es hier ja auch gemacht hast.

Und dann sehen, was kommt.

 

Alles Gute dafür und ich hoffe, dass ihr einander dadurch viel näher kommt und die Gemeinschaft gestärkt wird.

 

Liebe Grüsse

Solana

 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Stillness

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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von Stillness am 19.11.2018 15:43

Hallo ihr Lieben,


vielen Dank für eure mutmachenden Worte. 


Cleo: Das ist schlimm, wenn ein Mensch den man kannte oder eventuell sogar lieb hatte verstirbt. Wie alt war er denn und an was ist er gestorben? Da stimme ich dir absolut zu, ich finde es wichtig mitzufühlen, für den anderen da zu sein und zu beten.


Ich bin schon ein recht sensibler Mensch, Tiere liegen mir besonders am Herzen. Eigentlich habe ich geschildert, dass meine Hündin Tumore hat und ich ihr eine Op nicht mehr zumuten möchte usw. Wir sind 11 Personen in der Gruppe und wenn kein einziger davon anteil nimmt, ist es schon komsich.

Aber auch wenn andere mal etwas persönlicheres schrieben, folgte da manchmal keine wirklich Anteilnahme. Irgendwas blockiert mich, der Gruppe das mitzuteilen. Gerade bin ich irgendwie noch nicht bereit dazu....

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Cleopatra
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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von Cleopatra am 20.11.2018 07:43

Guten Morgen,

Cleo: Das ist schlimm, wenn ein Mensch den man kannte oder eventuell sogar lieb hatte verstirbt. Wie alt war er denn und an was ist er gestorben? Da stimme ich dir absolut zu, ich finde es wichtig mitzufühlen, für den anderen da zu sein und zu beten.

Oh, es war ein schlimmer Sonntag für mich. Er ist 46 Jahre alt geworden und ist an Krebs gestorben. Ich habe sehr viel geweint am Sonntag, nicht, weil es ihm jetzt im Himmel besser geht, sondern weil ich ein weiteres Wunder erhofft habe und weil nun seine Frau und die drei Kinder sehr leiden, noch dazu die Familie (Brüder, Eltern...).
Wir beten alle auf jeden Fall weiter für diese Familie.
Ich bin schon ein recht sensibler Mensch, Tiere liegen mir besonders am Herzen.

Ich denke, hier hast du denSegen, aber auch die Herausforderung- deine Sensibilität.
Schau- du erwartest Reaktionen, andere nehmen es so nicht wahr.
Genauso wie im Nachbartread. Du erstellst einen Thread über das Thema "Kommen Tiere in den Himmel?".
In Wirklichkeit geht es dir nicht um diese theoretische Frage, sondern darum, dich auszudrücken und ein Mitleid anderer zu bekommen.
Wenn nun ich zB auf diese theoretische Frage reagiere, bist du enttäuscht, weil die Reaktion, die du haben wolltest, ausbleibt.
Das ist eben die Herausforderung, die diese besonderen Menschen haben, die hoch sensibel sind- eben damit umzugehen, dass andere nicht so sensibel sind.
Und das meine ich nicht als Kritik, sondern eben als Hilfe.
Ich war ja nun nicht dabei, in der Whattsappgruppe.
Aber ich kenne das von der Gruppe, meiner Familie.
Stell dir vor- es geht gerade (aktuell) um das Thema Weinhachtsplätzchen.
Wenn ich dann kurz schreibe, dass ich die Nacht schon wieder nicht schlafen konnte wegen Schmerzen, kann es sein, dass in der Gruppe eben weiter über die Plätzchen geredet wird.
Das bedeutet nicht, dass ich den anderen leid tue (stellt sich dann im Telefonat raus), sondern eben, dass das Gespräch gerade so im Gange ist.
Verstehst du, was ich meine?
Wir haben manchmal eine Vorstellung einer Reaktion anderer.
Aber diese Vorstellung wissen die anderen eben nicht.
Eigentlich habe ich geschildert, dass meine Hündin Tumore hat und ich ihr eine Op nicht mehr zumuten möchte usw

Während du hier wohl ein "oh nein, wie schlimm" erwartet hast, kann es eben sein, dass die anderen diesen Satz als eine reine Information gelesen und abgespeichert haben.
Da du aber eine andere Reaktion erwartet hast (was die anderen ja eben nicht wissen), finde ich es schon wichtig, dies auch anzusprechen.
Irgendwas blockiert mich, der Gruppe das mitzuteilen. Gerade bin ich irgendwie noch nicht bereit dazu....

Vermutlich ist es die Angst vor der Reaktion auf deine Kritik.
Aber hey- was sollte da denn mehr kommen als ein "oh, garnicht so verstanden"...?
Und außerdem können die anderen daraus nur lernen, eben in Zukunft mehr darauf zu achten
Lg Cleo

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Burgen

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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von Burgen am 20.11.2018 10:21

Hallo, liebe Stillness,

dieselbe Erfahrung, die du zur Zeit durchleidest, durchlebst, haben schon sehr viele Menschen gemacht, die einen menschlichen guten Freund zu beerdigen hatten. Es gibt unterschiedliche Gründe.
Ein Grund könnte darin liegen, dass man nicht weiß, was man sagen soll, wie man es sagen soll.
Das beklagen wirklich viele Betroffene.

In meinem Fall bezogen auf meine erste eigene Hundefreundschaft ( der Hund aus Kinderzeit gehörte nur Tante und Onkel - als der Hund nicht mehr lebte, möchte ich nicht mehr gerne die Ferien dort verbringen und in meinem Kopf war über Jahre das Bild, dass er einfach wegen seiner Krankheit zuletzt abgeknallt worden war.)
also mein erster Hund, als er erlöst werden musste, war die Trauer emens und mein Dackel sprang sogar ins Grab hinterher. Er war dann auch der einzige, der Anteil nahm. Als es aber zulange dauerte, machte er sich bemerkbar und sagte mir, dass es nun Zeit war, nun zu ihm zurückzukommen.
Und er tat mir leid. Jedoch dann hätten wir noch gute fast 14 Jahre (er wurde 16 3/4).

Und zweitens
sind solche Trauerschritte für einen selbst in gewisser Weise sogar heilsam.

Es gibt sogar Seminare für Trauernde - man muss unbedingt aufpassen nicht im Zorn oder Depression steckenzubleiben.

LG
Burgen

Wir danken Gott allezeit für euch alle, wenn wir euch erwähnen in unseren Gebeten, indem wir unablässig gedenken ... 1.Thess 1,2

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nusskeks

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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von nusskeks am 20.11.2018 11:59

Anfangs wollte ich keinen Hund. Gekauft haben wir ihn trotzdem, hauptsächlich als Therapie-Tier für eines meiner Kinder. Mittlerweile ist mir unser Dackel-Mix ans Herz gewachsen. Verstirbt er, wird meine Trauer spürbar sein.

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Stillness

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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von Stillness am 21.11.2018 19:43

Cleo: Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich das ganze deshalb über meinen Hund gepostet habe um Mitleid zu bekommen. Mich beschäftigt was mit meinem Hund passiert nachdem er gestorben ist und ob ich meine Hündin wieder sehe. Für mich ist die Vorstellung gerade komisch, dass das Leben für meinen Hund jetzt vorbei ist und ich sie nie wieder sehe (auch nicht im Reich Gottes, da sich die Bibel nicht dazu äußert). 

Ich verstehe schon was du meinst, jedoch kommt es doch auch auf den anderen an wie aufmerksam ist und ob er Anteil nimmt. Wenn man über Schmerzen klagt aber die anderen diese Äußerung "ignorieren" und weiterhin über Plätzchen reden...finde ich das unsensibel.


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Cleopatra
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Re: Kaum Trost, Anteilnahme und Zuspruch unter Christen

von Cleopatra am 22.11.2018 07:28

Wenn man über Schmerzen klagt aber die anderen diese Äußerung "ignorieren" und weiterhin über Plätzchen reden...finde ich das unsensibel.

Und das kann ich auch gut verstehen, und es tut mir leid um dich, dass du dies so gerade erlebst.
Lg Cleo

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