Gott hilft durch Übung?

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pausenclown

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 502

Re: Gott hilft durch Übung?

von pausenclown am 09.04.2026 10:42

Hallo Weateyd.

Ich bin mir nicht sicher, ob deine Fragestellungen richtig verstanden habe.
Deshalb formuliere ich die Frage in meinen Worten.

Ist Gott für mein Wohlbefinden zuständig, oder ist es nicht die Frage?

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.04.2026 10:43.

Weateyd

30, Männlich

  Neuling

Beiträge: 93

Re: Gott hilft durch Übung?

von Weateyd am 09.04.2026 20:43

Ich muss aktuell noch darüber nachdenken, deshalb nur ein paar weitere Gedanken.
Einer dieser Sprüche in meinen Eingangspost, soll wohl auch in einem Film vorgekommen sein. Aber ich habe ihn auch schon so gehört.

 

Was mich stutzig macht bzw. was mein Misstrauen weckt, ist folgender Gedanke:
Bei solchen Sätzen schwingt mit (so empfinde ich es):
- Du musst was lernen
- Der Weg ist das Ziel
- Ich zeige nicht die Lösung, sondern nur den Weg (im Sinne: gib den anderen kein Fisch, sondern bringe ihn bei zu fischen)

Wenn ich etwas brauche und Gott um Hilfe bitte, sagt dann Gott wirklich, ich gebe es dir nicht aber ich bringe dich in Situationen, wo du das dann üben und lernen kannst? Ich finde das irgendwie sehr menschlich. Wie ein Lehrer oder weißer Guru. Aber das ist nicht Gott.

Das oben sind jetzt nur einfache Beispiel im Eingangspost.
Wenn ich Gott um Hilfe bitte für meine Drogensucht, wird Gott mich dann in Versuchung führen? Das ist für mich nicht vorstellbar.

Außerdem: beinhalten die Aussagen ja schon fast eine Vorgabe, wie Gott handeln wird/soll.

Was mir jetzt spontan einfällt:
- Als Jesus seine Jünger erfolglos beim fischen vorfand. Jesus sagt ihnen gleich, sie sollen das Netz auf die andere Seite werfen um Fische zu fangen. Er hatte vorher keine Lektion erteilt. (Johannesevangelium)
- Wenn die Leute zu Jesus gegangen sind wegen Krankheit, dann hat Jesus sie geheilt und gesagt sie sollen nicht mehr sündigen. Er hat nicht erst gesagt sündige nicht mehr und mach dieses und jenes bevor er sie geheilt hat.
- Btw. 1. Könige 19,6: Elija hat hier wohl wirklich aus dem nichts Brot von Gott bekommen.

@pausenclown
"Ich bin mir nicht sicher, ob deine Fragestellungen richtig verstanden habe.
Deshalb formuliere ich die Frage in meinen Worten.

Ist Gott für mein Wohlbefinden zuständig, oder ist es nicht die Frage?"

Nein. Mir geht es darum, ob die Aussage "Wenn du zu Gott betest: Mach mich geduldiger, dann wird Gott nicht zaubern das ich geduldiger werde, sondern Situationen geben, in denen ich Geduld trainieren kann." biblisch begründet werden kann.

Es ist mehr eine Frage, wie Gott Gebete erhört. Und ich frage mich, bei dieser Aussage: Antwortet Gott direkt auf die Gebete oder geht er Umwege? bzw. bringt mich Gott bewusst in solche Situationen in denen ich das dann üben kann?

Ich weiß nicht, ob es so besser verständlich ist?

So Aussagen klingen sehr klug. Aber ist es auch biblisch?

 

 

Edit:
Nochmal ich.... Angeregt durch Argo seinen Vers, fällt mir noch der in Matthäus ein

- Psalm 37,4 (aus der Bibel) sagt: Freue dich am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz begehrt.
- Matthäus 6,31: Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn nach alldem streben die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.

Da kann man solche weißen Aussagen ja fast als heidnisch ansehen?!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.04.2026 20:51.

Argo

85, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 281

Re: Gott hilft durch Übung?

von Argo am 09.04.2026 23:26

Hallo Weateyd,

sicher Gott hilft durch Übung. Wie kannst du sonst Meister in deinem Beruf oder im Sport, oder dein Leben meistern, wenn du keine Übung machst?
Gotteslehre (Gottesgesetze) haben wir in uns aber benützen wir sie?

Du hast ein Beispiel mit der Drogensucht erbracht. Warum wird der Mensch drogensüchtig? Weil er die Gesetze Gottes nicht eingehalten hat. Er hat schädliche Substanzen zu sich genommen die seine Seele und seinen Körper stark geschädigt haben. Er hat gegen die Gesetze Gottes gestoßen.
Wenn die Zeit der Verzweiflung und Schwäche für den Betroffenen kommt, und plötzlich die Gotteslehre in Ihm wieder aktiv wird, merkt er, dass er was falsches gemacht hat und wendet sich zu Gott. Er bittet Gott um Kraft und Hilfe.


Du fragst dich wie kann Gott in diesem Fall helfen? Mit Geduld allein kann man Gott nicht unbedingt überzeugen. Da gehört mehr dazu. Speziell bei der Drogensucht muss der Betroffene ärztliche Hilfe suchen. Er hat bereits anerkannt, dass er was falsches gemacht hat welches seinen Körper zerstört hat. Er bittet Gott um Kraft und Hilfe. Alles andere bekommt durch die Medizin.

Weil so ein Heilungsprozess meist lange dauert muss er Geduld aufbringen. Mit Hilfe der Medizin und die Gnade Gottes die durch seine Gebete um Hilfe die sicher erhört werden, hofft der betroffene, dass es Ihm besser geht.

Wenn die Jünger verzweifelt waren und keine Fische gefangen haben, sind sie zum Jesus gegangen und es erzählt. Er hat ihnen den Weg gezeigt, wie sie erfolgreich beim fischen sein könnten. Etwas ähnliches geschieht mit dem Drogensüchtigen. Nur Jesus ist nicht mehr bei uns um uns direkt zu helfen, aber er leitet uns zu den Ärzten die uns dann helfen könnten. Man muss nichts neues lernen, man muss nicht welchen neuen Weg nehmen, man muss selbst keine Lösungen suchen. Man muss das machen was unsere Vernunft sagt: gehe zum Arzt und bete an Gott. Vernunft ist in uns angeboren und ist ein Geschenk Gottes.

Gott führt uns, dass wir vernünftig sind. Damit der Erfolg sichtbar wird müssen wir die Hilfe die uns zur Verfügung steht (medizinische, soziale, gesellschaftliche, von Freunden, oder von der Kirche u.s.w.) annehmen.

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