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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (8) Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ... Mt 6,33

von Burgen am 23.02.2020 10:07




Sonntag vor der Passionszeit - Estomini 
(Sei mir ein starker Fels! Psalm 31,3) 

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden,
was geschrieben ist durch die Propheten und von dem Menschensohn. 
[er, der Mensch wurde um unsertwillen, weil Gott Liebe ist!]

Ev: Markus 8,31-38 
Ep: 1.Korinther 13,1-13 
AT: Amos 5,21-24 

Predigt: Lukas 18,31-43          Bl: Psalm 31 

*** 
Losung 

Ihre Gemeinde soll vor mir fest gegründet stehen. __ Jeremia 30,20  
[das geistliche Reich steht schon vor ihm - wie im Himmel, so auf Erden]


Durch Jesus Christus wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu
einem heiligen Tempel im Herrn. __ Epheser 2,21 



Gebet 

Herr, unser Gott, lass deine Hand stark werden in unsern Tagen; 
und wenn es schwierig wird und die Zeiten traurig werden, so halte dein Volk
[und uns, und mich] fest in deiner Hand; 
denn wir wollen fest stehen, wir wollen glauben, 
und wenn es noch so übel aussieht auf der Erde. 

Du kannst uns stark machen. Deine Kraft, die Kraft deines Geistes, 
kann uns aufrichten und allezeit munter und fröhlich machen. 
(Christoph Blumhardt) 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.02.2020 10:10.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Glaubenskrise

von Burgen am 23.02.2020 02:13



Liebe Betty, 

die Liebe Cleo hat schon sich viele Gedanken gemacht und sie hier mit uns allen geteilt.

Für mich kommen noch etwas andere Gedanken hinzu ... , sie können vielleicht weh tun.

ZB Mose. Er starb, obwohl es ihm gesundheitlich sehr gut ging.

So liebend gerne wäre er mit seinen Schutzbefohlenen mitgegangen. Doch Gott, unser Schöpfer und HERR des Himmels und auch der Erde, ja des ganzen Kosmus ließ das nicht zu. 

Und dann lesen wir etwas ganz erstaunliches, nämlich nach 30 Tagen Trauerzeit mussten die Menschen sich wieder in Bewegung setzen.
Sie mussten nach 30 Tagen den begonnenen Lebensweg zusammen mit IHM weitergehen.

Das bedeutet, dass die Menschen ganz bewusst die zurückliegende Zeit wirklich hinter sich lassen mußten.
Niemand hätte die Erlaubnis zurück zu bleiben.

Ihre Gedanken mussten sich nach vorn bewegen. Egal wie die Gefühle sie weiterhin dominieren wollten.
Und durch den Mann Josua wurden sie sogar vor die Entscheidung gestellt.
Entweder mit ihm mit Gott ihren Weg und die Einnahme des neuen Landes zu bewerkstelligen oder eben nicht.

Und dies, so meine ich, ist auch uns geboten. Entweder wir gehen  m i t. IHM mit oder bleiben sitzen ; sozusagen im Straßengraben.
Diese Entscheidung kann wirklich nur jeder für sich treffen.

Helfen tut zB immer wieder sich den Psalm 91 einverleiben.
Und immer wieder, vielleicht sogar minütlich Jesus Christus hilf mir rufen.

Sich derart in Trauer, Sorgen und Angst gedanklich und gefühlsmäßig verstricken zu lassen, schnürt Leben ab.
Gerade innerhalb einer Ehe mag es schwer sein, sich nicht gegenseitig zu helfen gute Gedanken zu denken.
Jedoch anders geht es nicht.
Diese gedanklich und gefühlsmäßige Spirale , die nach unten zieht wie in einem Strudel muss unbedingt unterbrochen werden.

Ich kenne das alles auch sehr gut. Wie auch in dem anderen Thread derzeit gibt es keinen anderen Weg der ins Leben zurückführt. Jesus steht bereit. Er will nicht, dass du und dein Mann vor Sorgen, Trauer und Angst  vergehen.
Wie bei einem Alkoholiker: Jeder erste Schluck führt sofort in die krankmachende Sucht zurück.
Daher gibt die Heilige Schrift uns die Hilfestellung: Ändert euer Denken , dann ändern sich auch die Gefühle. 

Und dann kann sich Zuversicht und Frieden ausbreiten.
Vielleicht helfen sogar Depressionsbehandlung durch einen menschlichen Arzt zur Überbrückung.

Das wünsche ich euch.

LG
Burgen



 

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chestnut
Administrator

63, Weiblich

  fester Bestandteil

Chatleitung

Beiträge: 729

Re: Hauskreis-Miteinander aktuell

von chestnut am 22.02.2020 21:50

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!
Phil. 4.7


Frieden ist etwas, das wir uns wohl alle wünschen: In unseren Beziehungen wie der Familie, in Freundschaften, im Haus wo wir wohnen, und natürlich auch in der Welt. Vieles wäre so viel einfacher.

Interessanterweise redet der Vers
1) von GOTTES Friede
2) er soll unsere Herzen und Gedanken bewahren (nicht irgendwie oder irgendwo, sondern in Christus)


Über diesen göttlichen Frieden wollen wir morgen im Hauskreis miteinander nachdenken.

Sonntag, 22. Februar 2020,  20.30 Uhr, Raum Hauskreis-miteinander



Herzliche Einladung
Cosima und Chestnut

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5531

Re: Glaubenskrise

von Cleopatra am 22.02.2020 21:47

Liebe bettyb,
 
ich habe lange gebraucht, bis ich dir schreibe, ich habe viel gebetet, weil ich eben auch denke, bei einem solch sensiblen Thema ist es ganz wichtig, selbst auch sensibel zu antworten.
Und du merkst ja auch an allen Antworten, dass wir mit dir leiden und es uns total leid tut, dass es dir so schlecht geht.
 
Wie wir lesen können- wenn ein Glied leidet, leiden auch wir mit.
 
Ja, wie gerne hätte ich jetzt eine Antwort auf dich, wieso du so viel erleben und ertragen musst.
Ich glaube, niemand wird mitfühlen können, der noch kein eigenes Kind zu Grabe getragen hat.
 
Wieso lässt Gott das zu?
 
Nun, diese Frage bewegt dich gerade, beziehungsweise- diese Frage quält deine Gefühle.
Denn wie oft lesen wir in der Bibel, wie Gott Wunder vollbracht hat, Krankheiten geheilt hat und Menschen aus schwierirgen Situationen herausgeholfen hat?
 
Und auch hier, in christlichen Kreisen, hören und erleben wir Heilungen, Wunder, Führung.
Wieso- also fragt sich das Gefühl- wieso dann nicht auch bei dir?
 
Ich musste auch (wie geli schon schrieb) an Hiob denken.
 
Was ist ihm alles Schlimmes geschehen?
 
Ich denke auch an eine Frau in meinem Bekanntenkreis, die vor eineinhalb Jahren ihren Ehemann zu Grabe tragen musste nach langem Kampf und Fasten gegen den Krebs..... Vor einem Jahr dann den Sohn, ganz plötzlich und unerwartet.
Ich kenne viele Menschen, die ihr Leben lang teilweise schon mit schlimmen Krankheiten kämpfen.
 Wie mag es wohl Paulus ergangen sein, der die ganze Zeit verfolgt wurde, verprügelt, ins Gefängnis gebracht, Ungerechtigkeit ertragen hat und am Ende sogar diesen "Dorn im Fleisch" hatte- obwohl er doch für Gott nur Gutes tat..?
 
Ich erinnere mich an mich, als ich nach dem Unfall so viel verlor und in eine gewisse "Trauerphase" kam (Gott sei Dank kannte ich die Stadien und konnte diese so bewusst nutzen).
 
Und weißt du was? Ich glaube, alle genannten Personen haben eines gemeinsam- sie brauchen Trost und sie brauchen Gebet.
Aber wie du schreibst, "wirken" die Anteilnahme erstmal nicht sehr viel.
Auf der Sachebene nehmen wir es wahr, ja, und es ist ja auch total nett.
 
Aber deine Gefühlswelt ist zur Zeit einfach nur völlig erschöpft und enttäuscht.
 
Was könnte also in Wirklichkeit helfen?
 
Nun, ich denke, neben dem Gebet deiner Geschwister, die für dich vor Gott stehen, auch, wenn du es nicht siehst, können dir alle sagen, wie sehr Gott dich liebt und so weiter, es wird eben höchstens deine Sachebene erreichen.
 
Bei Hiob hat kein Freund helfen können. Auch keine Schuldzuweisung.
 
Währest du nun in unserer Position, würdest du vielleicht theologisch und selbstverständlich biblisch korrekt antworten:
Ich wurde oft gefragt "Wenn es Gott gibt- wieso lässt Gott dann Krieg zu?" ich sagte dann "Wieso ist Gott Schuld, wenn der Mensch die böse Entscheidung trifft?"
oder "Wenn es Gott gibt, wieso gibt es dann die Krankheit?" worauf ich (und du würdest es sicher auch so machen) darauf hinweise, dass die Krankheit die Folge der Sünde ist und wir in dieser sündigen, bösen, krankheitbehafteten Welt leben müssen- erst bei Gott sind wir davon wirklich befreit. 
 
 
Und wenn dann noch jemand argumentieren würde, dass Gott schließlich den Nachbarn geheilt hat, wieso denn dann nicht meinen Bruder- dann hättest du vielleicht auch das Gleichnis von den Arbeitern am Weinberg im Hinterkopf, wo der Chef selbst entscheidet, wem er was gibt und die Arbeiter zugesagt haben.
 
Nun, sicher würdest du jetzt nicht unbedingt den leidenen Gegenüber darüber informieren, dass wir alle Gottes Geschöpfe sind und er in seiner Erhabenheit, Treue und Güte weiß, was er tut und alles im Blick hat. Du würdest jetzt nicht vom großen Puzzle der Welt reden, bei dem wir nur ein kleines Puzzlestück sind, welches wir nur sehen können. 
Denn dies wäre ja vielleicht natürlich richtig- aber die Gefühle sperren sich dagegen, einfach, weil es weh tut. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll, es ist schon so ernst gemeint.
 
 
Es ist auch so schwer zu verstehen, wieso Gott bei dem einen sein Geschenk der Gnade an dieser Heilung zum Beispiel macht und nicht bei jedem- oder doch wenigstens diesmal bei dir. Wieso hat er sich so entschieden? Haben wir ein Anrecht drauf?
Auch das wollen wir dann nicht hören, weil wir es anders hören wollen!
 
Wieso tut es weh und wieso ist es unangenehm? Weil du in Trauer bist, liebe betty.
 
Und in der Trauer gibt es (sorry, wieder Sachebene) unterschiedliche Phasen. Eine der Phasen schimpft sich "Zorn", eine Phase heißt "Verhandeln", es gibt aber auch die Phase, die sich "Depression" nennt.
 
Und diese Phase ist sehr unangenehm, sie kann lähmen, sie schaut zurück und sie leidet enorm.
 
Und diese Phase dauert bei jedem unterschiedlich.
 
Kein einziger Mensch, der außenstehend ist, und sei sie noch so liebevoll und so nah- keiner kann sie dir verkürzen.
 
Diese Phase ist für die Psyche die langfristige Medizin, solange man irgendwann aus dieser Phase herauskommt.
 
Wann es soweit ist, das kannst ganz alleine nur du entscheiden.
 
- Damals habe ich mir die Zeit der "Trauer" bewusst genommen und bin in eine Essstörung gerutscht.
Als mein Arzt mir bei den extrem miesen Blutergebnissen den Marsch geblasen hat, habe ich mir ganz bewusst in den Hintern getreten, habe ganz bewusst (und anstrengend) gesagt, dass diese Zeit nun vorbei ist und ich nach vorne sehe und mich zwinge, wieder regelmäßig zu essen.
Und es fiel mir nicht leicht, ich brauchte auch hier Gottes Hilfe und ganz viel Gebet. Aber kein mensch hätte mich dazu bringen können- die Entscheidung musste ich selbst treffen.
 
- Hiob hat irgendwann verstanden, wie Gott wirklich tickt, was seine Stellung ist und dass er derjenige war, der trotz allem zu ihm stand, ihm immer zuhörte, sogar Antwort gab und bei ihm blieb und ihm zeigte, was wichtiger ist als äußerliche Güter oder der Körper. Kein Freund konnte ihm diesen Blickwinkel geben.
- Meine Bekannte hat im Herzen Gott bewahrt, weil sie die Gebete gespürt hat, Gottes Anwesenheit und Trost ganz nah war und er ihr bei ganz vielen Dingen geholfen hat. Kein Verwandter konnte ihr das abnehmen.
- Freunde, die so schwer erkrankt sind, lächeln mich an und sind mir große Vorbilder, wenn es mir schlecht geht, zu sehen, wie sie auf Gott schauen und erkennen, wie wichtig die Seele ist und die Beziehung zu Gott.
 
Nun, vielleicht wirst du irgendwann jemanden genau die richtigen Worte geben können, wenn er/sie in einer Glaubenskriese ist, eben, weil du weißt, wie schlimm das ist.
 
Und es ist auch verständlich, wenn man sich dann eben zurückziehen möchte und auch das viele "ich bete für dich" und "Gott ist so lieb" nicht hören möchte, eben, weil die Gefühle noch etwas anderes sagen.
 
Daher hoffe und (entschuldige) bete ich auch dafür, dass du aus diesen schweren Gefühlen herauskommst, dass du Gott siehst und erkennst als den, der er ist, der trotzdem bei dir ist, mit dir leidet, dir all deinen Frust, deine Trauer, deine Enttäuschung anhört. Und ich hoffe und bete, dasss dies zur richtigen zeit geschieht und du diese Entscheidung irgendwann treffen kannst- wenn es für dich richtig ist und du es für dich entscheidest.
 
Er weiß ja, wie es dir geht. Und ich selbst wünschte auch, dass es diese doofe Sünde mit all ihren "Folgeerkrankungen" nicht geben würde. Dass natürlich immer jemand da wäre, der unsere Schmerzen und Krankheiten sofort wegnimmt und es uns immer gut gehen würde. Ja, so war es ja auch damals vorgesehen.
 
Noch ein kleiens Wort zum Thema Vertrauen:
Du meinst vielleicht, du kannst Gott nicht vertrauen, eben, weil du enttäuscht bist.
Vertrauen baut sich auf, Vertrauen ist aber auch eine Entscheidung.
 
Gott muss sich dein Vertrauen nicht verdienen.
 
Je mehr Erfahrungen wir mit Gott machen, umso mehr wird der Glaube und auch das Vertrauen wachsen.
Aber alles beginnt mit einem Anfang- und der beginnt mit der Entscheidung, diesen Schritt des Vertrauens zu gehen.
 
Und wenn du diesen Schritt, diese Entscheidung noch nicht gehen möchtest, dann fühle dich auch nicht gedrängt dazu.
Wir beten im Hintergrund und du kannst auch Gott gegenüber wie David in den Psalmen deine Gefühle so rauslassen, du kannst ihm auch sagen, was du denkst und was du von ihm erwartest, was du möchtest und was deiner Meinung nach richtig wäre.
 
Und dann sei aufmerksam, wenn Gott antwortet
 
Ja liebe betty, viele Worte, ich wollte mir aber gerne diese Zeit nehmen.
Ich hoffe, dass du dich nicht irgendwo gekrängt fühlst oder so, nein, ich wollte wirklich sensibel sein, aber auch keine Wahrheit auslassen.
Selbst, wenn sie manchmal unangenehm und doof klingt ändert es ja nichts daran, dass sie stimmt.
 
Und ich glaube, dass wir alle eben ahnen, was für eine schwere Zeit du durchmachst, und vor allem, wenn diese schon was länger anhällt.
 
Ich finde burgolds Vorschlag auch total gut, wenn du einfach mal quastschen möchtest, oder einfach mal die Gemeinschaft mit anderen Christen haben möchtest- dann melde dich. IM Chat geht es natürlich zeitlich immer am Besten, weil du dann sofort Antwort bekommst.
 
Aber auch hier- es gibt kein "vorjammern" oder so, nein, ich bin wirklich froh, dass du so ehrlich bist und uns teilhaben lässt an deiner schweren Situation, denn so können wir wirklich ganz gezielt für dich beten. Und wir wollen dir gerne zur Seite stehen, so gut, wie es eben geht.
 
Ich nehme dich mal gedanklich ganz dolle in den Arm.
 
Möge Gott dir eine ruhige Nacht schenken , ja, und dir auch das Gefühl der Geborgenheit geben, ,damit du spürst, dass du nicht alleine bist und Gott mit dir leidet und dir beisteht- immer, eben auch in schweren Zeiten.
 
Ganz liebe Grüße, Cleo
 

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Cosima
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Re: Gemütliches Café

von Cosima am 22.02.2020 21:16

Strauss.jpg ...mal einen Rosenstrauß auf den Café-Tisch stelle...

Kaffe oder Tee kann ich dazu bieten, aber Kuchenbacken geht zur Zeit noch nicht, da die Wunde an meiner
Hand mit acht Stichen genäht wurde, also noch Schonzeit braucht. Muss auch mit dem Schreiben etwas 
sparsam umgehen, sonst tut es weh.  
Ich wünsche euch einen schönen und gesegneten Sonntag morgen. 
Herzliche Grüße von Cosima.

Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB

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Cosima
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Re: Glaubenskrise

von Cosima am 22.02.2020 21:03


Liebe Betty, 

ja, Leid kennen viele von uns auch, jeder hat schon schwere Schicksalsschläge durchlitten.
Deshalb versuchen wir auch, dich zu trösten, weil wir mit dir leiden - es so weht tut, wenn 
man liest, wie all diese Gedanken dich quälen.
Deshalb kann ich auch nur wie Burgold sagen: "Lasse dich in die Arme nehmen, um mit dir zu weinen."

Deine Cosima, die dich im Gebet ans Herz von Jesus trägt. 

Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB

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burgold

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Re: Glaubenskrise

von burgold am 22.02.2020 18:24

Liebe Betty
Mir fehlen die Worte und ich nehme dich einfach nur in die Arme. Mehr fällt mir nicht ein dazu.
Wenn du einfach mal nur reden willst, bist du im Chat jederzeit willkommen .

Zeph 3, 17 17 Der Herr, dein Gott, ist in deinen Mauern, er ist mächtig und hilft dir. Er hat Freude an dir, er droht dir nicht mehr, denn er liebt dich; er jubelt laut, wenn er dich sieht.

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bettyb

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Re: Glaubenskrise

von bettyb am 22.02.2020 16:57

Ihr Lieben!
Ich dan ke euch für eure Antworten und eure Anteilnahme.

Ich weiß, ihr meint es gut und wollt mir helfen. Es gibt jedoch im Moment kaum Worte die zu trösten vermögen.

Ich hätte einen von euch wahrscheinlich genauso oder ähnlich geantwortet, wäre einer von euch in meiner Situation.

Ich möchte ja auch weiterhin glauben, aber das Vertrauen fällt so schwer. 

Wenn Gott es so wollte, kann ich den Sinn darin nicht erkennen. Ich kann nicht verstehen, warum unser einziger Junge uns genommen wurde, der unserer sehbehinderten Tochter noch zur Seite stehen sollte, wenn wir es mal nicht mehr können. Er sollte sein Leben noch genießen, er hatte so viel Geld gespart, damit er noch für später was hat, sich noch weiter bilden um noch mehr Geld zu verdienen und nicht so wie wir später kaum Rente bekommen.

Kaum gegönnt hat er sich was, damit er es später mal besser hat als wir.

Er war immer dankbar für alles was wir für ihn getan haben.

Ich habe Angst davor, das mein Mann daran zerbricht. Das ich ihn auch noch verliere, weil er damit nicht fertig wird und auch gesundheitlich angeschlagen ist. 

Wenn unsere Tochter ein paar Tage nicht meldet, oder auf meine Anfrage nicht gleich reagiert, drehe ich fast durch vor Sorge und rufe sie an, aber ich will sie ja auch nicht komplett vereinnahmen.  Sie ist noch jung, wird nächste Woche 26 Jahre alt und soll und muss ihr Leben leben. Ich kann sie nicht mehr beschützen und alles vor ihr fern halten, was ihr schaden könnte. Ich bin ja auch froh und stolz und dankbar,  das sie trotz ihrer Sehbehinderung so selbstständig geworden ist. Es macht mich einfach nur kribbelig, wenn ich nicht weiß wie es ihr geht, wenn ich nichts von ihr höre. 

Ich kann einfach nicht mehr so blind vertrauen, das schon alles ok ist.Wie das wieder kommen kann weiß ich im Moment noch nicht. Ich bin in so vielen einfach ratlos. Ich habe schon einige Krisen und Katastrophen überstanden und war auch dankbar in der Zeit, den Glauben zu haben, aber dies hat mich total aus dem Konzept gebracht.  Dazu die Enttäuschung von einigen, wo man meinte, das sind echte Freunde. Viele ziehen sich zurück, am Anfang fragen sie noch öfter nach wie es einem geht, aber nach und nach wird es immer weniger. Es ist doch keine Krankheit, die nach einer gewissen Zeit ausgeheilt ist und man dann wieder normal am Leben teilnehmen kann. Es bleibt wie es ist, es wird nie wieder wie vorher und wir müssen damit leben bis zu unserem Lebensende, aber wie soll man das auf Dauer aushalten? Danach wird man nicht gefragt. Finde dich damit ab und gut, Gucke nach vorne und suche dir neue Ziele. 

Wir halten es hier im Haus nicht mehr aus, schon gar nicht, wenn einer von uns alleine hier ist, wiel der andere arbeiten ist. Deshalb suchen wir eine Wohnung in dem Ort wo ich arbeite, wo meine Mutter wohnt und wo man auch jederzeit einkaufen kann. Selbst das klappt nicht. Wir finden einfach nicht etwas geeignetes und dann müssen wir dieses Haus hier auch noch los werden.
Ihr seht unsere Baustellen reißen nicht ab, eher kommen immer neue dazu, als das wir mal zur Ruhe kommen. Deshalb kann ich auch nicht wieder zum Lobpreis singen gehen. Ich fühle mich dort fehl am Platz und möche meinen Mann dann nicht auch noch alleine lassen. Deshalb kann ich gutgemente Angebote komm doch mal vorbei oder wir können ja mal ins Kino gehen nicht annehmen.

So, jetzt habe ich euch wieder genug vorgejammert, aber es muss einfach mal raus. Ich möchte ja auch nur, das man mich versteht, aber das kann  wohl nur wirklich jemand der ähnliches durchmachen muss oder musste. Seid herzlich gegrüßt. Betty

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (8) Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ... Mt 6,33

von Burgen am 22.02.2020 09:34





Ihr sagt: "Der HERR handelt nicht recht." 
So höret nun, ihr vom Hause Israel: Handle denn ich unrecht? 
Ist's nicht vielmehr so, dass  i h r  unrecht handelt?            __ Hesekiel 18,25 

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, 
dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. __ 1.Johannes 1,8-9 


Kl: Matthäus 13,31-35 
Bl: 1.Korinther 11,2-16 


Ruf uns zur Umkehr, sooft wir versagen; du bist barmherzig, vergibst uns die Schuld.
Antwort bist du in verzweifeltem Fragen;
lehr uns Verzeihen, Vertrauen, Geduld.
Du hast für uns deinen Sohn hingegeben, Worte und Taten, aus denen wir leben.
(Raymund Weber)  





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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: All eure Sorgen werft auf Ihn, denn er sorgt für euch...

von Burgen am 22.02.2020 09:20




Cleo:ich kenne diese Praxis mit dem Aufschreiben und verbrennen aus der Seelsorge, ich glaube aber, dass dies nicht nur bei Christen so gemacht wird.

Hallöchen,

ja, das kann durchaus sein. Vieles was wie tun und sagen wirkt ja auch auf andere Menschen. 

Alles hat irgendwie Auswirkungen auf andere und immer auch auf einen selbst. 

Denn auch Nichtchristen beten. Sogar, wenn sie nichts von Jesus/Gott wissen. 

Vieles geht über die eigentliche Sprache hinaus. Und oft "fühlt" man sich danach besser. 

Gott bewahrt Menschen über die engen Konfessionsgrenzen hinaus. 

Er kennt die Zusammenhänge und hat den Überblick. Und dennoch: 

Vergebung dem anderen gegenüber - Vergebung sich selbst gegenüber - ist für uns lebenswichtig. 

Ich denke, wenn wir Schuld und oder Sorgen handschriftlich aufschreiben und Gott bringen - und

auch verbrennen, zerreissen, ins fließende Wasser werfen - befreit uns das. Gott kann dann unsere 

Seele zur Ruhe bringen, Seinen Frieden einbringen in unser Leben. 

Dies kann uU zu einer ganz erstaunlichen Erfahrung werden. 

Denn - sein Friede in uns ist nicht wie der Friede der (Um-) Welt. 

Antworten
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