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Re: Geschieht Gottes Wille immer?
von Pal am 11.10.2017 06:54Also was ist eure Antwort? Gibt es dann zwei unterschiedlcihe "Willen Gottes"?
Ein Wille, der absolut so geschehen wird, eben weil Gott allmächtig ist.
Und ein Wille, der gerade wegen seiner Liebe sich einer Art Ohnmacht ergibt, weil SEIN Wunsch leider nicht in Erfüllung geht.
Kann man das so sagen????
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Gibt es ohne die Erlösung durch Christus "Gerechte", die eine Erlösung nicht mehr benötigen?
von geli am 10.10.2017 20:58Also ich denke, dass Gleichnisse auf verschiedene Weise sprechen können - dass es also nicht "eine" Auslegung gibt, die "richtig" ist.
Gott spricht oft zu verschiedenen Menschen durch die gleiche Sache auf völlig unterschiedliche Art.
Solange eine Auslegung nicht einer anderen Aussage der Bibel widerspricht oder eine andere Aussage ausklammert...
Aber Burgens Auslegung und die Gedanken, die wir uns nun gemacht haben, sind ja noch nicht mal widersprüchlich.
Jesus kümmert sich liebevoll um "Schafe", die sich verirrt haben - dabei ist es ja egal, ob es sich wie in diesem Falle um einen Pharisäer handelt, der von seiner alten Denkweise genug hatte und nun nicht wußte, wohin er sich nun wenden könnte, oder ob es sich einen anderen Menschen handelt, der auf der Suche ist, sich von alten Dingen lösen will und nun von Jesus gefunden wird.
So z.B. sehe ich auch die Geschichte vom "Verlorenen Sohn" nicht unbedingt in der üblichen Weise.
Normalerweise meint man mit dem "verorenen" Sohn ja den jüngeren, der das Erbe seines Vaters verprasst hatte und dann zurückkam.
Der war aber ja gar nicht verloren - sein Vater sagte doch: Dieser meine Sohn war tot und ist wieder lebendig...
Der eigentlich "Verlorene" war doch am Ende der ältere, "brave" Sohn - der selbstgerecht meinte, dass er ja alles richtig gemacht hätte und doch immer alles getan hatte, was sein Vater wollte.
Ja, ich denke, die Gleichnisse Jesu sind immer sehr vielschichtig und haben viele Seiten, die man betrachten kann - und auch viele Seiten, wie sie in unser Leben hineinsprechen können.
LG, geli
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Geschieht Gottes Wille immer?
von Burgen am 10.10.2017 20:50Jeder Mensch hat ja die Möglichkeit entweder Gottes Ruf umzusetzen, also tun.
Oder eben nicht, dann sucht Gott einen anderen Menschen, den er gebrauchen kann.
Z.B. jemand weiß sich von Gott gerufen in der Mission zu arbeiten.
Gar nicht mal als Prediger, sondern in dem erlernten Beruf.
Jetzt geht es los, das hin und her zu bedenken.
Auch Unsicherheit spielt mit hinein. Und dann wird sich der Mensch darüber klar,
dass er keine Fremdsprachen kennt usw.
Also bleibt er da wo er ist.
Und was tut Gott? Er kommt zum Ziel. Er sucht sich einen anderen Partner für seinen Auftrag.
Vielleicht sogar aus einer anderen Stadt, einem anderen Land.
Gruß
Burgen
geli
Gelöschter Benutzer
Re: unser Glaube, - was sagt die Schrift dazu?
von geli am 10.10.2017 20:44Ja, ich denke, das ergänzt sich wunderbar:
"Aus- und Durchhalten", und dann auch: "Sich abwenden" von Dingen, die uns in der "Welt" angeboten werden und die und von Gott wegbringen wollen.
So gesehen ist unser Glaube der Sieg, der uns davor bewahrt, auf falsche Wege zu geraten und an Dingen hängenzubleiben, die uns an die Welt binden wollen.
LG, geli
Re: Gibt es ohne die Erlösung durch Christus "Gerechte", die eine Erlösung nicht mehr benötigen?
von pray am 10.10.2017 20:38Ja, du hast meinen Gedankengang genau erfasst, geli. Ja, das Weggelaufene kann natürlich eins, wie Nikodemus oder die anderen aus den Juden sein, die dann doch Christ wurden.
Burgen sieht es ganz anders.
Das müssen wir aber klären, was nun richtig ist. Schaun wir doch mal, wem Jesus diese Geschichte erzählt....also ich meine, er erzählt es den Pharisäern und Schriftgelehrten. Warum sollte er ihnen diese Geschichte erzählen? Um ihnen zu sagen, dass sie allesamt Gerechte sind?
Bis evtl morgen hier zu Lesen
gute nacht
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: unser Glaube, - was sagt die Schrift dazu?
von Burgen am 10.10.2017 20:37Vielen herzlichen Dank für eure Gedanken hier.
Ja, der Vers hat es in sich ... 
Gruß
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Gibt es ohne die Erlösung durch Christus "Gerechte", die eine Erlösung nicht mehr benötigen?
von Burgen am 10.10.2017 20:31Also, bisher, bevor wir uns hier austauschten,
dachte ich immer, dass das Gleichnis die Fürsorge aufgrund der Liebe Jesu deutlich macht.
Also so, dass Jesus keinen einfach so laufen lässt.
Jeder, selbst das Kind, ist Jesus so wichtig, dass er ihn suchen geht.
In diesem Fall eben ein kleines Schaf, welches sich zu weit von der Mutter und der Herde entfernt hatte.
In diesem Sinne wird es auch Kindern in Filmchen erzählt.
Ich finde, das wärmt das Herz, diese Sicht der Geschichte.
Gruß
Burgen
Re: unser Glaube, - was sagt die Schrift dazu?
von pray am 10.10.2017 20:30Also der ganze Vers ist doch noch schöner und einfacher zu verstehen:
Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
Die Elberfelder-Übersetzung macht es klarer durch Satzzeichen:
Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
Wenn ich keinen Glauben hätte, würde ich ja mit der Welt mitschwimmen und so sein, wie die, denen die vergänglichen Dinge und Ansichten dieser Welt das Wichtigste sind. Man kann nicht gleichzeitig ein Freund dieser Welt und ein Freund Gottes sein. (Jak 4,4)
Aber weil wir von Herzen an Gott glauben, lässt uns genau d i e s e r Glaube die Welt mit Gottes Augen sehen und damit nichts erkennen, wofür es sich ''lohnt'', die Ewigkeit bei Gott preiszugeben. Daher überwindet dieser Glaube die Welt.
Freu mich, ich hatte bisher noch nie so über diesen Vers nachgedacht...gut, dass du das eingestellt hast, Burgen.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Gibt es ohne die Erlösung durch Christus "Gerechte", die eine Erlösung nicht mehr benötigen?
von geli am 10.10.2017 20:25Liebe pray,
ja, das ist ein interessanter Gedanke - so habe ich es auch noch nicht gesehen.
Mir fiel nur auf, dass ja nur das Eine, gefundene Schaf mit nach Hause genommen wurde.
Die anderen blieben in der Wüste...oder "in den Bergen", wie ich es in einem anderen Evangelium gelesen habe.
Die in der Wüste meinten ja, dass sie "Gerechte" seien und dass bei ihnen also schon alles "ok" sein würde. Sie meinten, sich den Himmel sozusagen schon "verdient" zu haben und keine Buße mehr nötig hätten.
Aus deren Sicht mußte ja dann das "verlorene" Schaf ein "Abtrünniger" aus ihren Reihen gewesen sein... ?
Ein"Abtrünniger", der von ihnen davonlief (ich denke da z.B. an Nikodemus, der sich ja auch so seine Gedanken machte...) und dadurch in Jesu Armen landete?
Eigentlich wollte ich mich ja nun "ausklinken" aus dieser Diskussion - aber da diese Diskussion nun eine andere Wende nimmt... 
Ich denke, das war die Richtung Deiner Gedanken?
LG, geli
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Geschieht Gottes Wille immer?
von geli am 10.10.2017 20:16ch will das Volk richten, dem sie dienen müssen
...ich will dich zum Pharao senden
...will vor dir ausstoßen die Amoniter usw.
...will euch unter die Völker zerstreuen
Als ich das gelesen habe, kam mir ein Gedanke:
Ich will... zersteuen...richten...ausstoßen...Sintflut kommen lassen...
Diese Dinge schauen ja nicht aus, als ob sie Gottes Willen seien - denn sie gehen mit Leid, Tod und Zerstörung einher.
Dinge, die man ja einem "Liebenden Gott" auf gar keinen Fall zusprechen würde.
Dennoch sagt er: "Ich will..."
So könnte man ja auch fragen:
Ist es vielleicht Gottes Wille, dass niemand, der ihn ablehnt, gezwungenermassen mit ihm gemeinsam die Ewigkeit verbringen soll?
Was natürlich ebenso Leid mit sich bringen wird...
Ja, es ist sein Wille, dass alle Menschen zu ihm gehören sollen.
Es ist aber eben auch sein Wille, dass niemand dazu gezwungen wird.
Also: Sein Wille geschehe...
LG, geli


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