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Re: Ein reines Gewissen
von Beroeer am 24.08.2017 08:43ein schlechtes Gewissen hat jemand, der in seinem (sonst) vorher gutem Gewissen nun sich selbst angeklagen tut.
Bzw. das was er tut in der Reflektion unter Anklage findet. Wissen was gut und was böse ist
muss der Mensch dann aber erst lernen. Bzw. muss der Mensch dann von Gott offenbart bekommen, durch Gottes Geist.
Seltsam. Das klingt für mich in etwa so:
Ich fahre mit einem Auto im dichten Stadtverkehr. Ich erkenne keinerlei Ampeln,
Stoppschilder usw. Es passiert ein schlimmer Unfall. Erst jetzt muss ich lernen,
dass es Verkehrsvorschriften gibt, was sie bedeuten und welch schlimme
Folgen es hat, diese zu ignorieren.
Nach meinem Verständnis und so, wie ich es erlebe, sagt mir ein gut
funktionierendes Gewissen sofort, bevor ich es auch nur in Erwägung ziehe
etwas "Verbotenes" zu tun, dass dies falsch ist.
Da gibt es Handlungen, die muss ich niemals in meinem Leben auch nur
einmal vollbringen um zu lernen, dass sie grundverkehrt sind.
grundlegende Dinge, wie Mord oder Diebstahl.
Die menschliche Schöpfung, seit seit Adam und Eva ist
mit diesem hervorragendem Wegweiser ausgestattet.
Es liegt am Einzelnen ihn zu justieren, zu sensibilisieren
und auf ihn zu hören.
Beroeer
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Cleopatra am 24.08.2017 07:51Hier sehen wir wieder, dass es eben zu einem Thema mehrere Bibelstellen gibt.
Wir können diese daher zusammentragen und miteinander lernen.
Die Erkenntnis ist bei jedem Unterschiedlich.
Wichtig ist, dass wir einander in Liebe begegnen und gemeinsam lernen, jeder in Demut sich selbst auch berichtigen lässt.
Gott zeigt uns schon, was ihm wichtig ist, wenn wir unsere Herzen offen haben.
Unterstellungen helfen da nicht weiter im Gegenteil, sie führen leider oft zum Streit.
Und wenn jemand noch anders denkt, dürfen wir denjenigen immernoch in Liebe annehmen.
Mir ist da was aufgefallen- wieso eigentlich Blut essen...? Wäre es nicht eher trinken...?
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
SMart
Gelöschter Benutzer
Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)
von SMart am 24.08.2017 01:39... möchte ich gerne dabei sein, wenn das Fest gefeiert wird.
Am meisten fürchte ich, ...
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Burgen am 23.08.2017 16:42Hallo ihr Lieben,
über Jesaja komme ich zu Röm 14 und zitiere:
17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, somdern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.
18 wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet (geschätzt).
19 darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung unterei ander.
20 zerstöre nicht um der Speise willen Gottes Werk. Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut für den, der isst mit schlechtem Gewissen.
22 den Glauben, den du hast, den habe für dich selbst vor Gott. Selig ist, der sich nicht selbst verurteilen muss in dem, was er gut heißt.
Da beziehe ich für mich das Thraedthema mit ein. Und besonders V17, sowie weiterführend das Abendmahl.
Das Blut Jesu auf Golgatha, seine Wunden für meine ... , usw.
Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Daran gilt es festzuhalten um im Glauben recht leben zu können.
Es ist der Segen aus Glauben an Ihn, Jesus Christus.
Gott schenke, dass die heutigen Juden dies erkennen dürfen.
Gruß
Burgen
Re: Ein reines Gewissen
von Lila am 23.08.2017 14:56Liebe Solana!
Und genauso wenig sollte man sich durch ein schlechtes Gewissen herunterziehen lassen - insbesondere dann nicht, wenn es einem von anderen eingeredet wird.
Das stimmt! Wer könnte sich doch rühmen? Ich denke niemand, denn ohne Jesus können wir nichts tun. Es ist Seine Gnade, dass wir in Seinen Willen leben können. Und auch wenn wir mal schwach werden und sündigen, und damit zu Ihn kommen, vergibt Er unsere Verfehlungen, so dass unsere Gewissen nicht mehr plagt.
Darum ist auch Schön, was Merciful zitiert hat:
dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
(1. Brief des Johannes 3, 19.20; Lutherbibel 2017)
Aber auch die Römer 8 ermutigt uns:
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? 32 Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? 33 Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott, der sie rechtfertigt? 34 Wer will verdammen? Christus, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der uns auch vertritt?
Römer 8,31-34 und weiter...
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Ein reines Gewissen
von solana am 23.08.2017 14:40Ich finde es noch wichtig, darauf hin zu weisen, dass auch ein gutes Gewissen nicht dazu führen sollte, dass man sich für "makellos" hält.
Und genauso wenig sollte man sich durch ein schlechtes Gewissen herunterziehen lassen - insbesondere dann nicht, wenn es einem von anderen eingeredet wird.
Paulus schreibt an einer Stelle:
1. Kor 4, 1 Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.
2 Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.
3 Mir aber ist's ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht.
4 Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist's aber, der mich richtet.
5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. Dann wird auch einem jeden von Gott Lob zuteilwerden.
Auch ich habe schon erlebt, dass ich mir keiner Schuld bewusst war und dass mir Gott dann doch gezeigt hat, wo meine Schuld lag.
Ein gutes Gewissen bedeutet nicht automatisch Schuldlosigkeit, das sollte man im Hinterkopf haben und demütig bleiben.
Andererseits gibt es auch Situationen, in denen man gar nicht anders kann, als an irgendwem schuldig zu werden - zB bei Interessenskonflikten; Da muss an entweder den einen oder den anderen enttäuschen. Man kann nicht alle an einen gerichtete Erwartungen erfüllen.
Oder das Gewissen kann einen auch sehr niederdrücken, wenn man erkennt, wieviele Fehler man noch macht ....
Dann dürfen wir die Zuversicht haben, 1Joh 3,20 dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Lila am 23.08.2017 14:37Danke liebe Henoch!
Gott segne Dich!
Lila
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Psalm 119,114
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Henoch am 23.08.2017 14:34Hallo Ihr Lieben,
erst einmal herzlichen Dank für die rege Teilnahme. Eure Gedanken halfen mir, für mich ein vorläufiges Fazit zu ziehen. Der Herr deckt erfahrungsgemäß auf, wenn ich da irgendwo daneben geraten bin und teilt mir seine Gedanken zu dem Thema mit.
Ich denke, wir dürfen es nicht auf eine Speisevorschrift reduzieren, denn es ist keine, sondern sollten schon bedenken, dass der Herr hier aufgrund der Schöpfungsordnung einfach Respekt sehen will. Natürlich ist der Herr nicht davon abhängig, ob wir uns daran halten, dass er die Herrschaft über das Leben behält, er ist souverän. Ich würde schon sagen, das Blut ist, wie der Baum der Erkenntnis, ein Symbol, das uns immer wieder bedenken lässt, mit wem wir es bei Gott zu tun haben und dass uns nichts gehört, schon gar nicht das Leben der Tiere, auch wenn wir sie essen dürfen. Das bedeutet meines Erachtens, dass wir es nicht ignorieren sollten und es bedeutet zugleich, dass wir nicht über das Maß hinausgehen müssen. Im At hies es, dass man die Tiere ausbluten lassen soll. Da steht nichts davon, dass dies bei Bewustsein geschehen muss. Dennoch können sie nur ausbluten, wenn das Herz noch schlägt, also im betäubten Zustand (Bolzenschuss) oder beim Schächten (lebend und bei Bewustsein).
So kam ich zu folgendem Antworten auf meine Fragen (die Frage steht am Anfang unterstrichen):
Gibt es heute eine biblisch begründbare neue Sicht auf das Verbot, kein Blut zu essen, weil sich zum Beispiel etwas geändert hat, weil Christus die Erfüllung des Gesetzes ist? Ich muss das verneinen, denn das Gebot kein Blut zu essen wurde Noah gegeben, dem Stammvater aller Menschen nach der Sintflut. Somit gilt es allen! Gott begründet das damit, dass im Blut das Leben ist, das sich niemand nehmen darf, auch wenn er erlaubt, dass wir das Fleisch essen, weil er der Schöpfer ist. Es geht hier also um ein Gebot aus der Schöpfungsordnung.
Ist das Verbot in der Apostelgeschichte nur ein Verbot aus Liebe zu den Juden, denen das Essen von Götzenfleisch und Blut ein Greuel war? Das kann ich nicht mehr bejahen, denn es wird ferner gesagt, dass man sich von Hurerei und Unzucht fernhalten soll. Alle vier erwähnten Punkte (Essen von Blut und Ersticktem, Hurerei, Unzucht) kamen im Zusammenhang mit der Verehrung falscher Götter unter den Heiden vor. Ich denke, dass alle diese Dinge dem Herrn ein Greuel sind.
Warum schächten Christen nicht ? Die Antwort ergab sich aus dem Vers-Teil „ Blut und Ersticktes". Ersticktes ist ein Tier, das durch Erwürgen oder anders zu Tode kam, ohne dass man es ausbluten ließ. Auch die moderne Schlachtung lässt das Tier erst ausbluten, nachdem es durch einen Bolzenschuß betäubt wurde. Das ist allerdings fraglich bei Fisch und bei Wild. Fisch und Wild bluten normalerweise nicht aus. Wild wird meist durch einen Herzschuss getötet. Da uns Jesus aber zu Fisch eingeladen hat und von Ausbluten nicht gesprochen wurde, denke ich, dass wir Fisch essen dürfen.
Müssen wir auf Bluttransformation und Medikamente auf Blutbasis verzichten? Ich denke eigentlich schon, denn wir dürfen uns nun mal das Leben nicht einfach nehmen, es gehört Gott. Die Frage würde ich jeweils unmittelbar dann dem Herrn stellen, wenn es ansteht. Ich denke, das gehört sich so oder so.
Fazit: Ein Mensch darf ein Tier nur töten, weil Gott es ihm erlaubt hat. Er darf das Leben des Tieres nicht nehmen. Deshalb gab Gott die Anweisung, dass das Blut dem Schöpfer zurückzugeben ist, indem man es auf die Erde schüttet. Auch wenn dieses wohl zuerst eine Symbolsprache ist, so ist es doch Respekt vor dem Herrn, das auch zu tun.
Henoch
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Lila am 23.08.2017 14:32Liebe Solana!
Danke! 
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Ein reines Gewissen
von Merciful am 23.08.2017 14:27Ich habe Vorbehalte gegen die Beschreibung des Gewissens als einer Instanz des menschlichen Bewusstseins.
Mein Gewissen ist keine von meiner Person unterschiedene Instanz (meines Bewusstseins).
Denn es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen.
Wäre das Gewissen eine von meiner Person unterschiedene Instanz (meines Bewusstseins), so wäre sie Mittlerin zwischen mir und Gott.
Ich müsste dieser Instanz gehorchen, da sie mir den Willen Gottes mitteilt und mein Tun und Lassen unter Gottes Gericht stellt.
Nun ist aber das Gewissen vielmehr die Summe der Überzeugungen und der Werturteile meiner eigenen Person.
Das Gewissen ist nicht von mir selbst, meinem eigenen Urteil, zu unterscheiden.
So bin ich als Person nur dem Christus Gottes verantwortlich.
In der Praxis zwar orientiere ich mich an jenen Überzeugungen, die sich mir in den Jahren meines Lebens eingeprägt haben.
Aber über dem steht doch der Satz des Johannes.
Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können vor ihm unser Herz überzeugen,
dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
(1. Brief des Johannes 3, 19.20; Lutherbibel 2017)
Merciful


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