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Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet Liebe?
von Henoch am 24.07.2017 14:06Hallo Kowalski,
wie man am Kontext (https://www.bibleserver.com/text/LUT/Römer5) sieht, geht es hier um die Liebe Gottes zu uns, die uns Hoffnung gibt.
Diese Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen. Und ich versichere Dir, dass das etwas ist, das man weiß, wenn es so ist.
Je bewuster uns wird, dass wir Sünder sind, desto größer wird diese Liebe, die uns vergeben hat und in Christus trotzdem liebt.
Immanuel - Gott mit uns
Henoch
Re: Was bedeutet Liebe?
von Lila am 24.07.2017 13:59Lieber Kowalski!
Als Jesu Liebe in meinem Herzen ausgegossen wurde, Bestand zuerst mein „Erleuchtung" wie verloren ich bin und wie nötig ich Gottes Gnade habe. Dann ging ich auf meine Knien, und betete um Vergebung. Und in Seiner Liebe vergab alle meine Sünde, und nun stand ich da, ohne Sünde, reingewaschen von Jesus Blut. Eine unbeschreibliche Liebe und Friede erlebte ich. Ich bin frei in Christus! Was sollte ich noch von meinem Leben behalten? Nein, ich übergab es komplett Jesus. „Nein, nicht meine Wille, sondern Deine Wille, mein Erlöser, geschehe in meinem Leben." Und so konnte ich an Menschen weitergeben, die oft am Rande der Gesellschaft leben. Denn Jesus selber ging auch zu dem Sünder, und zu den Kranken. Ja es gibt ein Leben nach dem Tod. Jesus sprach davon ganz klar!
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
Joh 3,36
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Was aus dem Herzen kommt..
von Jonas am 24.07.2017 13:30Ein Nachtrag!
Mit Hirn ist auch nicht wirklich das Organ gemeint das im Kopf sitzt, sondern das Wort Hirn weist wiederum auf das Höhere hin.
So ist Herz und Hirn synonym mit dem Geist, mit dem Verstand bzw mit dem Denken aus dem der Einzelne das Gute oder das Böse schöpft.
Sprüche 4,23:
Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.
Will heissen seinen Geist, sein Denken, vor dem Bösen zu schützen
Lukas 16, 15:
Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, aber Gott kennt eure Herzen;
Was nichts anderes heißt als, Gott kennt eure Gedanken, eure Gesinnung,eure Wirklichkeit.
Mit besten Grüßen
Jonas
Re: Was aus dem Herzen kommt..
von solana am 24.07.2017 11:49Was aus dem Herzen kommt, sagen die aller meisten Leute - und auch ich habe es bisher so gedacht - kann nicht falsch sein.
"Hör auf dein Herz", ist oft ein gut gemeinter Ratschlag. Das Herz wird allgemein als die Quelle des Guten, der Liebe, verstanden.
Hallo Kowalski
Nachdem wir die biblische Sicht betrachtet haben, bleibt ja noch deine Frage, wie es heute "vom allgemeinen Sprachgebrauch in der Gesellschaft" her zu verstehen ist.
Und da denke ich, weiss eigentlich jeder von uns ganz tief im Inneren, was wirklich richtig ist und was falsch ist.Und er spürt instinktiv, wenn er gegen dieses Wissen handelt; dann bekommt er ein schlechtes Gewissen und fühlt sich nicht gut.....
Diesem tief in uns angelegtem Wissen ist sehr viel "überlagert" durch Erziehung und Lebenserfahrung ....
zB dass manches, was an sich falsch ist, "entschuldigt" wird, weil es alle anderen auch so machen. Oder, weil man die Erfahrung gemacht hat, dass man "untergebuttert" wird, wenn man "zu lieb" ist - also rücksichtslos mit Ellenbogen drauf und nach unten treten, nachoben buckeln, sonst kriegt man keinen Schnitte ab .... usw, usw.
Aber tief im Inneren spürt man, dass es nicht richtig ist, wenn man "über Leichen geht", um seine Ziele zu erreichen.
Und man spürt auch, dass es nicht richtig ist, wenn man andere verletzt, anlügt, übervorteilt usw.
Und man spürt auch, dass es nicht richtig ist und nicht wirklich glücklich macht, wenn man Geld oder Macht als oberstes Ziel im Leben setzt und dem alles unterordnet. Auch wenn die "Vernunft" dazu rät aufgrund dessen, was "man" allgemein als wichtig und nötig ansieht .... Das "Herz" als tiefster, innerster Kern des Menschen weiss es besser.
Und wenn man mal ganz ehrlich in sich hineinhört und dieser Stimme Raum gibt, dann hat einem das Herz viel zu sagen ....
Man kann aber auch diese Stimme (innere Stimme/Gewissen) zum Schweigen bringen, übertönen usw - und "aus seinem Herzen eine Mördergrube machen". Auch das ist im Volksmund bekannt.
Paulus beschreibt das sehr schön im Römerbrief - dieses eigentliche "innere Wissen" und wie Menschen darüber hinweg höhren und "ihr eigenes Ding" machen, nach anderen Wertmassstäben und Prioritäten ausgerichtet (jetzt sind wir doch wieder bei der Bibel
):Röm 1, 19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. 20 Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. 22 Die sich für Weise hielten, sind zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. 24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass sie ihre Leiber selbst entehren. 25 Sie haben Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen. 26 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; 27 desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. 28 Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist, 29 voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Ohrenbläser, 30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, 31 unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. 32 Sie wissen, dass nach Gottes Recht den Tod verdienen, die solches tun; aber sie tun es nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Was aus dem Herzen kommt..
von Burgen am 24.07.2017 11:22Hallo,
in der Geschichte wurde vielfach das "Hirn" die Logik des Denkens überbewertet.
Das hatte mit zur Folge, dass manche menschlichen Rassen abgeschlachtet und ausgemerzt wurden.
Genau das was in der Weiterführung mit den Tieren und unserer gemeinsamen Umwelt geschieht.
Selbst im Weltraum sind die menschlichen Hypergedanken nicht ohne zerstörerische Folgen.
Nämlich: Ebenso wie die Meere mit Plastik und Unrat verschmutzt wird,
wurde dieses auch im Weltraum verschmutzt.
Und diese bösen Folgen sind weder oben noch unten in den Tiefen durch Menschen wieder gut zu machen.
Menschen neigen dazu, ihr Kopfwissen hoch gegenüber anderen Menschen einzuschätzen.
Geht es um Gefühlsanteile sagt manch ein Mensch, oh ich bin gerade im Kopf.
Dabei und bei dauernder Gewaltberieselung besteht die Gefahr, dass die Gefühle abstumpfen.
Oder Schmerzen, innere gefühlsmäßige Schmerzen werden durch dies und das betäubt.
Die Heilige Schrift warnt den Menschen eindrücklich und ausdrücklich vielfach.
So wie Jeremia das Wort von Gott bekam, es war ein schweres Wort welches er 'verspeisen, durchkauen, verstoffwechseln'
musste, müssen auch wir die Gottesworte kauen, durchdenken, essen.
Für Jeremia war dieses dann doch nicht so schwer im Moment, denn die Worte Gottes waren schmackhaft
wie ein Honigsemmel.
Allerdings litt er später durch die Oberschicht Drangsal und Schmerz.
Jedoch blieb Jeremia treu. Ebenso Jesaja, Daniel und alle anderen.
Gott schenkte ihnen die Kraft durch den Geist Gottes. Wie auch uns, wenn Herz und Hirn - schädel, zusammenfinden.
Dafür sind wir mit der Liebe Gottes zu uns durch seine alleinige Gnade ausgestattet.
Die Schädelstätte, wo Jesus starb, umgebracht wurde, stand das Kreuz, welches uns bis heute segnend gewiss macht,
dass es wahr ist, was damals geschah und uns heute noch lebensrettend sein kann.
Jesus selbst hat alles dafür getan.
Gruß
Burgen
Re: Was bedeutet Liebe?
von Cleopatra am 24.07.2017 10:19Guten Morgen, ihr lieben,
da das Thema dieses Threads ein wirklich wichtiges Thema ist, habe ich alle Beiträge, die vom eigentlichen Thema (Liebe) entfernen, gelöscht.
Ich hoffe, dass wir hier weiter friedlich im Austausch sein können.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (40) Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung. Phil 1,9
von Burgen am 24.07.2017 10:19
Losung
Ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen in Einsicht und Weisheit. / Jeremia 3,15
Bringt Bitten und Fürbitten und Dank für alle Menschen vor Gott! Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit. / 1. Tim 2, 1-2
2. Mose 14, 15-22
Philipper 3, 12-16
Die uns regieren, leite, Herr, dass sie es tun zu deiner Ehr, dass sie dem Land zum Segen sein und deines Segens sich erfreun.
(BG: 1849 Philadelphia)
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Dreieinigkeit
von evmaios am 24.07.2017 08:12Hallo Kowalski,
Die erste Stelle in der Bibel, die mir einfällt, ist der Prolog im Johannesevangelium (Joh 1, 1 - 18), Hervorhebungen von mir:
Zitat:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.
Zitat Ende
In der Bibel gibt es noch viele andere Stellen, die auf die Dreieinigkeit hindeuten (oben zitierter Prolog belegt ja zunächst nur die Einheit der ersten beiden der drei Personen, die Gott ausmachen, nämlich Gott Vater und Gott Sohn). Ich denke oft ganz plötzlich an einige dieser Bibelstellen, in bestimmten Alltagssituationen, müßte jetzt aber etwas nachdenken und Zitate dieser Bibelstellen erst einmal heraussuchen. Suchen würde ich etwa bei der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer, wo Vater (Stimme aus dem Himmel), Sohn (Jesus Christus) und der Heilige Geist (Taube) zum ersten Mal bildhaft als Einheit erscheinen. Ebenso würde ich in den Evangelien und dem ersten Kapitel der Apostelgeschichte suchen, über die Zeit nach dem Osterereignis bis hin zur Geburtsstunde der Kirche im Pfingtereignis. So ganz spontan fällt mir jetzt noch der Streit beim Tempelweihfest ein (Joh 10, 22 - 39) / Hervorhebungen durch mich:
Zitat:
Um diese Zeit fand in Jerusalem das Tempelweihfest statt. Es war Winter, und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott. Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott - weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht. Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin. Wieder wollten sie ihn festnehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff.
Zitat Ende
Überhaupt würde ich ganz besonders das Johannesevangelium heranziehen, um Hinweise auf die Dreieinigkeit zu finden.
Die Formulierung "Ich bin im Vater und der Vater ist in mir" ist meiner Erinnerung nach öfter zu lesen als das wesentlich deutlichere "Ich und der Vater sind eins". Jesus bedient sich ansonsten sehr oft der Sprache des Gleichnisses, anhand derer die Menschen das Geheimnis vom Reich Gottes wenigstens erahnen können sollen. Haben aber alle Jünger die Gleichnisse verstanden und sind sich einig?
In der Tat waren sich nicht alle Christen von Anfang an einig über die Dreieinigkeit. Es haben sich sogar ziemlich zerstrittene Lager gebildet. Die wohl bekanntesten Gegner der trinitarischen Deutung waren die Arianer (Link zu Wikipedia). Auf dem Konzil von Nicäa im 4. Jahrhundert hat die Kirche jedenfalls die Dreieinigkeit zur offiziellen Deutung erhoben. In der Tat hat Kaiser Konstantin dieses Konzil einberufen, sein Interesse war natürlich, mittels der Etablierung des Christentums als offizielle Religion im römischen Reich seine Macht zu stabilisieren, sein Anliegen war also ein ganz weltliches. Aber auch unser Glaubensbekenntnis, das Credo (Nicäno-Konstantinopolitanum), hat zumindest seinen Ursprung in diesem Konzil. In dieser langen Version des Glaubensbekenntnisses ist auch, im Gegensatz zum kürzeren apostolischen Glaubensbekenntnis, die Dreieinigkeit detalliert beschrieben (Hervorhebungen durch mich), und dieses Credo kann hervorragend auch als "Suchanleitung" nach entsprechenden Bibelstellen dienen:
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater (und dem Sohn) hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, christliche/katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
Die Einheit des Heiligen Geistes mit dem Vater und dem Sohn ist wohl noch schwieriger zu fassen für uns Menschen. Hinweise finden wir im alten wie im neuen Testament, etwa die Empfängnis Jesu durch den Heiligen Geist, die Abschiedsrede Jesu im Johannesevangelium (Joh 16, 4 - 15), in der Jesus den Beistand verspricht, nachdem Er in den Himmel aufgefahren ist, oder Jesu Taufe durch Johannes den Täufer.
Die Dreieinigkeit wird heute von der weit überwiegenden Mehrheit aller christlichen Kirchengemeinschaften vertreten, was sich auch daran zeigt, daß die meisten Gemeinschaften und Konfessionen sich gegenseitig die Taufe anerkennen, also Taufgemeinschaft haben. Wesentlicher Streitpunkt ist heute wohl hauptsächlich das Verständnis der Eucharistie / des Abendmahls (auch dieser theologische Streit hat schon viele hundert Jahre vor der Reformation begonnen - aber das ist wieder eine andere Geschichte). Wesentliche Voraussetzung für die Taufgemeinschaft ist, daß die Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes erfolgt, wie von Jesus selbst gefordert (Matth 28, 18 - 20).
Christen halten heute an der Dreieinigkeit fest, weil sie wesentlicher Bestandteil des Glaubensbekenntnisses ist, das wiederum aus der schriftlichen und mündlichen Überlieferung seit der Zeit der Apostel heraus entstanden ist.
Gruß, evmaios
Re: Dreieinigkeit
von Cleopatra am 24.07.2017 08:10Lieber Kowalski,
diese Hinweise gibt es tatsächlich in der Bibel.
Gestern bin ich noch auf einen gestoßen, ich lese gerade Richter.
Dort schreibt Jesus (als "Engel des Herrn" "ich habe gesagt...", und in Mose können wir lesen, dass es Gott gesagt hat.
Auch schon zu Beginn sagt Gott "lasst uns ... machen", als er die Erde erschuf.
Als er zu Abraham ging, um ihn zu sagen, dass Abraham ein Kind bekommen würde, kamen drei Leute.
Jesus sagt zu den Jüngern kurz vor der Himmelfahrt "ich gebe euch einen Teil von mir...", damit ist der heilige Geist gemeint.
Gott, Jesus und der heilige Geist sind drei eigene Persönlichkeiten. Aber gemeinsam sind sie eins.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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