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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: WER sollte bereuen?

von Burgen am 22.04.2017 00:36

Hallo Daniel und alle

bereuen möchte ich mal neben herrschen stellen.
Das sind Eigenschaften, die auch unterschiedliche Bedeutung im Sprachgebrauch haben können.
Herrschen z.B. wird oftmals mit Gewalt und Egoistmus angewandt.

So ähnlich denke ich auch über das Wort bereuen. Es tut ihm vielleicht leid in dem Sinne, wie, hätte ich bloß keine Ebenbildlichkeiten geschaffen.
Doch vielleicht gebraucht die Schrift es tatsächlich so wie es da steht.
Dann verstehe ich bereuen mit Arbeit. Gott bereut und die Folge ist sehr viel Arbeit, die er mit den Menschen in Zukunft haben wird.
Im Himmel sind die Verläufe des Miteinander sicherlich nicht mit so viel Arbeit verbunden ...
Da herrscht Schönheit, Vielfalt, Licht und Liebe, Geduld, Freundlichkeit, Respekt usw. 

Gruss
Burgen


 

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Joh832
Gelöschter Benutzer

WER sollte bereuen?

von Joh832 am 21.04.2017 22:59

Hallo zusammen....

Als ich heute in dem Buch "Die Geschichte" (Von Randy Frazee / Fred Ritzhaupt aus dem Verlag GertMedien) zu lesen begann, stolperte ich schon in den ersten Seiten über eine Aussage, die ich erst einmal in der Bibel nachlesen musste.

Es geht um 1.Mose 6,6 wo es unter anderem heisst, dass Gott es reute, die Menschen gemacht zu haben.
In den meisten Bibeln steht da von "reute", doch ich fand auch ein "bereuen" (GNB, NLB).

Da musste ich erst mal leer Schlucken - bereuen?
Wie Bitte, kann es sein dass Gott "bereute"?
Sicher, es tat ihm - menschlich gesagt bis ins Herzen - weh, dass die Menschen nur noch böse waren.
Doch was heisst hier "bereuen"?!

Bereuen, so wie ich das verstehe ist, dass man etwas erkennt, was falsch ist und dieses dann "bereut" - sich also von dem Falschen abwendet.
Aber dies würde heissen, dass Gott erkannt hatte, mit den Menschen was falsches getan zu haben - und so bereute er "uns" gemacht zu haben.
War es ein Fehler den Menschen zu erschaffen?
Kann auch Gott "Fehler" machen....?

Sorry, ich weiss schon dass sowas ne Haarspalterei ist - doch was denkt ein Neuling im Glauben über unseren Gott, wenn er am Anfang der Bibel liest, dass er bereut hatte, den Menschen geschaffen zu haben....

Shalom und JHWH's Segen wünsche ich euch allen (und wer's annehmen will, Shabbat Shalom)

DANIEL
 

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chestnut
Administrator

63, Weiblich

  fester Bestandteil

Chatleitung

Beiträge: 716

Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

von chestnut am 21.04.2017 22:09


Hallo Pal

Inzwischen hast du meine Frage ja selbst beantwortet. Beim Nachlesen meines Textes war das tatsächlich nicht so klar herausgekommen. Du schreibst:

...beim Selbsthaß geht es mE auch nicht um den selbstzerstörerischen Masochismus dieser Welt, (der vom Teufel kommt), sondern um ein gesundes "hassen" aller Eigenwilligkeit, des eigenen Geistes. -

wobei ich nicht wirklich verstehe, was du mit "eigener Geist" meinst.

Denn wenn uns z.B. etwas gelingt, dürfen wir uns doch auch auf die Schultern klopfen, Stolz, dass wir etwas geschafft haben und uns etwas gelungen ist. Dies bedeutet für mich eben auch "liebe dich selbst".

Chestnut

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Versöhnung mit der Welt = automatische Versöhnung für alle Menschen?

von nennmichdu am 21.04.2017 21:55

so hätte meine Überschrift heißen müssen.... im vorigen Beitrag

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Hat Gott in Christus die Welt mit sich versöhnt?

von nennmichdu am 21.04.2017 21:53

Hallo Merciful,


du bezweifelst, das alle Menschen von Geburt an unter dem Zorn Gottes stehen, so wie es im Johannesevangelium Kapitel 3 ausgeführt wird?

Beginnend mit Joh.,3,16

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

 
Du zititierst dann 2. Korinther 5,19 und der besseren Verständlichkeit halber hier im Zusammenhang mit Vers 18 nach der Elberfelder Übersetzung:

18 Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat,
19 nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete (w. dass Gott in Christus war, die Welt mit sich selbst versöhnend, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend )und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.

was dann von dem Sieg Jesu Christi spricht, der die Welt überwunden hat (mit ihren Begierden, die zur Übertretung/Sünde reizen/führen) aber halt nicht den Rückschluss zulässt:

 

Somit ist jeder Mensch zum Leben berufen.


Denn im Johannesevangelium steht ja deutlich geschrieben der Mensch von Natur aus unter dem Fluch der Sünde steht, fern der Gemeinschaft Gottes ist und erst Errettung benötigt, die er dann selbst auch ergreifen muss, dort wo ihn Gottes Ruf erreicht und er Gott im Glauben als Herrn und Heiland annimmt.

- Kein Automatismus einer raumgreifenden Gnade, die jeden Menschen früher oder später erfasst/überzeugt. 

 
 
Jesus nahm den Zorn Gottes auf sich.


Und dies muss im Glauben erfasst und angenommen werden. Sonst nützt es den Menschen nicht, von denen es heißt:

Johannes 3

18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.

Denk' doch nur an den Vater in der Erzählung Jesu.


das Gleichnis vom verlorenen SOHN .... sind nun alles Söhne (und Töchter) Gottes?

wenn es heißt:

1Joh 3,10 Daran wird offenbar, welche die Kinder Gottes und welche die Kinder des Teufels sind: Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder lieb hat.

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MarcusO
Gelöschter Benutzer

Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

von MarcusO am 21.04.2017 20:10

Also bis jetzt war das für mich immer ganz einfach: Ich würde mir ja auch nichts böses tun, also helfe ich auch anderen bzw. tu ihnen gutes. Wir sollen einfach einander annehmen und akzeptieren. nun, vielleicht denke ich da auch nur zu "einfach" ? 

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MarcusO
Gelöschter Benutzer

Re: Allversöhnungslehre sei gefährlich?

von MarcusO am 21.04.2017 19:58

Marcus: Ob das am Ende viele oder wenige sind wird sich zeigen.

Pal: Wie kannst du so etwas sagen, wenn Jesus Christus es ganz eindeutig darstellt?

Damit wollte ich nur sagen, das ich mich jetzt daran nicht "aufhängen" möchte wieviele das letzten Endes sein werden. Das es Prozentual gesehen weitaus weniger sein werden als die die verloren gehen das ist schon klar...(leider)

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Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Allversöhnungslehre sei gefährlich?

von Pal am 21.04.2017 19:31

Merci:
Somit ist jeder Mensch zum Leben berufen.

Ja, viele/alle sind berufen und (sehr) wenige sind auserwählt.
Und Gottes Allwissenheit weiß das natürlich im Vorraus, so etwa ein paar "Äonen" vorher.

Merci: Aber zurückkehren musste er (der Sohn).

Und da weiß es wieder der Allwissende, wer aus der Sündenverstockung seines selbsterfüllten Daseins befreit werden wird und wer nicht.
ER weiß und regelt das aufgrund SEINER unbeschreiblichen Gerechtigkeit. -

Auch wenn wir nicht wissen, was daran nicht gerecht wäre, um uns allesamt in den Schoß der Allerversöhnerlehre einzubetten...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.04.2017 19:32.

Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2496

Re: Allversöhnungslehre sei gefährlich?

von Merciful am 21.04.2017 19:07

nennmichdu fragte: Wie kann ein Mensch sich denn der "Gnade Gottes widersetzen", wenn alle Menschen von Geburt an unter dem Zorn Gottes stehen?

Hm, tun sie das?

Gott hat in Christus die Welt mit sich versöhnt.

Somit ist jeder Mensch zum Leben berufen.

Jesus nahm den Zorn Gottes auf sich.

Er trug die Sünde der Welt ans Kreuz und sühnte die Schuld.

Denk' doch nur an den Vater in der Erzählung Jesu.

Zürnte er seinem Sohn, der nach Hause zurückkehrte?

Oder empfing er ihn freundlich und voller Freude?

Aber zurückkehren musste er (der Sohn).

Dies war für ihn der Weg zurück in die Gemeinschaft des Vaters.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.04.2017 19:08.

Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2496

Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

von Merciful am 21.04.2017 18:54

So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde.


(Brief des Paulus an die Epheser 5, 28.29; Lutherbibel 2017)

An diese Aussagen des Apostels dachte ich auch. Diese Aussagen enthalten kein Gebot des Selbsthasses.

Im Gegenteil, Paulus vergleicht die Liebe Jesu zu seinem Leib, also zu seiner Gemeinde, mit jener selbstverständlichen Pflege, die ein Mann seiner Frau und seinem Leib zuteil werden lässt.

Insofern knüpft Paulus hier positiv an die Selbstliebe des Menschen an.

Merciful

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