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Re: und siehe, es war sehr gut.
von solana am 31.07.2016 22:30Danke für die anschauliche Beschreibung, Geli!
Ja, so meinte ich das.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: und siehe, es war sehr gut.
von Rapp am 31.07.2016 18:29Kann es nun doch nicht verkneifen: Ich lebe ganz praktisch und kein bisschen in der Theorie...
Ich erinnere mich sehr gut an meinen Fahrschulleiter. Nachdem ich die theoretische Prüfung mit null Fehlern bestanden hatte, meinte er ohne sich ein Grinsen anmerken zu lassen: "Gratuliere, theoretisch sind sie nun ein perfekter Autofahrer..." Ich musste sehr viel lernen um diese Theorie in der Praxis anwenden zu können.
Auf der Bibelschule ging es uns auch mal um praktische Folgen einiger Lektionen, die in die Theorie abrutschten... Nach einer Pause standen folgende Worte an der Tafel im Klassenzimmer:
Mein Freund, was ist denn Theorie? Man weiß etwas doch klappt es nie!
Und wie ists mit der Praxis? Da klappt wohl alles, doch keiner weiß wie...
Willy
geli
Gelöschter Benutzer
Re: auf dem Felsen gegründet sein
von geli am 31.07.2016 16:45Wenn ich merke, dass in bestimmten Situationen mein Glaube schwach wird, dann tröstet mich oft der Vers auch Hebr. 12,1-2:
Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen auf Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.
Er ist der Anfänger und der Vollender meines Glaubens - er wird mich auch ans Ziel bringen.
Trotz meiner Schwäche, trotz meines Versagens, trotz allem.
Aber dabei ist wichtig, wie auch Tagwandler schreibt, dass wir fest gegründet in der Bibel sind, damit wir Lüge von Wahrheit unterscheiden können.
Denn wie sollten wir erkennen können, wenn uns jemand etwas Falsches über den Glauben und über Gott erzählt, wenn wir die Bibel nicht kennen und daher gar nicht wissen, was Gott zu dem jeweiligen Thema gesagt hat?
geli
Gelöschter Benutzer
Re: und siehe, es war sehr gut.
von geli am 31.07.2016 16:35Ich denke, das ist das Entscheidende - selbst zu entscheiden, was Gut und Böse ist.
Wir entscheiden dabei nach unserem "Augenschein", nach unserer (begrenzten) Sicht der Dinge.
Dabei schauen viele Dinge (in unseren Augen) "gut" aus - so wie der Apfel. Der sah ja auch gut aus und war eine Augenweide. Also "gut"? Obwohl Gott ihn als "nicht gut" eingestuft hatte?
Sollte Gott sich also über der Frage "Gut" oder "Böse" geirrt haben?
Auch die Schmerzen von Dir, Willy - die schauen wahrlich nicht "gut" aus.
Dabei könnte ich nun auch eine ganze Reihe von Dingen in meinem Leben aufzählen, die gar nicht "gut" ausschauen.
Die hätten wir natürlich erst mal lieber weg - und beten dann auch entsprechend.
Wir haben entschieden: "Das und das - nicht gut." Wir beten, dass Gott es ändert.
Wir entscheiden: "Das und das - Gut." Will ich also haben. Und beten darum.
Wenn Gott aber anders handelt, dann verstehen wir das erst mal nicht.
Im schlimmsten Falle bekommen wir dann von anderen Christen zu hören: "Du hast nicht genug Glauben"...
Aber das wäre ein anderes Thema.Gottes Sicht über "Gut" und "Böse" ist oft eine andere, als die unsrige.
Hier fängt dann das "Vertrauen" an - der Apfel sah gut aus, also hat Eva Gottes Beurteilung in Frage gestellt und ihrem eigenen Empfinden mehr vertraut als dem, was Gott darüber sagte.
Als ich einmal vor längerer Zeit in einer Situation steckte, die mir gar nicht gefiel, und meine Gebete anscheinend völlig unbeantwortet bleiben,
kam mir sehr deutlich der Satz in den Sinn: "Angela, was glaubst du - was du siehst (bzw. fühlst), oder was ich sage?"
Mit anderen Worten: "Vertraust du meinem Urteil darüber, was für dich gut und was für dich nicht gut ist?"
Und bist du bereit, mein Urteil und meine Entscheidung über diese Frage anzunehmen?
Im Einzelfall ist das dann oft gar nicht so leicht und es dauert eine Weile, bis wir Gottes Entscheidung für uns bejahen können! (Zumindest in meinem Leben dauert es oft eine ganze Weile...
)Lg, geli
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Psalm 27
von geli am 31.07.2016 16:09In der Schlachter Übersetzung heißt es: "Der Herr ist für mein Leben wie eine schützende Burg - vor wem sollte ich erschrecken?"
Das spricht mich sehr an - weil ich dabei daran denke, dass es in 1. Kor. 1,30 heißt: "Durch ihn (also Gott) aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung."
Christus selbst ist also unsere "Burg", die uns schützt. Er ist auch die "Waffenrüstung" aus Eph. 6,10 ff.
Auch Vers 5 aus Psalm 27 spricht mich sehr an: "Er wird mich am Tag des Unglücks in seinem Zelt bergen, mir dort in der Verborgenheit seinen Schutz gewähren und mich auf einen hohen Felsen in Sicherheit bringen".
...auf einem hohen Felsen... Unser "Fels" ist Christus, dort sind wir in Sicherheit.
Diesen "Felsen" hatten wir vor einigen Tagen in einem anderen Thread: Psalm 61,3: "Aus weiter Ferne, wie vom Ende der Erde, rufe ich zu dir, denn mein Herz ist mutlos geworden. Ach führe mich doch auf jenen Felsen, der für mich zu hoch ist!" (Andere Übersetzung: "Bring mich hinauf auf den sicheren Felsen, ich schaffe es nicht, er ist mir zu hoch!")
Dank sei Gott - er hat uns diesen "hohen Felsen" gegeben und führt uns selbst hinauf! Denn in 1. Kor. heißt es ja: "Durch IHN sind wir in Christus Jesus". Dort oben haben wir alles, was wir brauchen!
Lg, geli
Re: und siehe, es war sehr gut.
von solana am 31.07.2016 14:34Lieber Willy, da haben wir wohl aneinander vorbei geredet.
Schmerzen kann man natürlich nicht einfach loslassen und dann sind sie weg. Und ich masse mir auch nicht an, dassich nachvollziehen kann, wie du dich fühlst und dass ich dir sagen würde, wie du damit umgehen sollst.
Ich schrieb davon, wie ich das in meiner Situation erlebe und dass ich das "theoretisch" sehr wohl weiss, es aber praktisch umzusetzen mir auch sehr schwer fällt:
Mit "Loslassen" meinte ich auch nicht, Schmerzen oder Begrenzungen loszulassen. Sondern die eigenen Vorstellungen, Werturteile und Ansprüche, dass, was man sich als "Gutes" wünscht und das Urteil über die eigene Situation, die an angesichts dessen als "schlecht" einstuft. Und sich gar nicht vorstellen kann, dass Gott uns das wirklich zum Vesten dienen lassen kann.
Und da dachte ich, wenn wir darüber ein wenig unsere Erfahrungen austauschen, könnten wir uns gegenseitig helfen. Denn leicht fällt das bestimmt niemandem. Auch denen nicht, die es lange nicht so schwer haben wie du.
Und ich finde es ganz toll, wie du trotzdem immer Mut und Hoffnung ausstrahlst in deinen Beiträgen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Tagwandler
Gelöschter Benutzer
Re: auf dem Felsen gegründet sein
von Tagwandler am 31.07.2016 14:25Fels und Burg
Standhaftigkeit und Schutz.
Ein Hort der Geborgenheit.
Ein Schild vor dem, was zu zerstören droht oder sucht.
Der Berg des Heils, der einen emporhebt über allen Nichtigkeiten und Widrigkeiten.
Doch vor wem oder was gilt denn nun diese felsige Standhaftigkeit dieser Schutz?
Sie gilt vor dem Widersacher und vor dieser Welt. Diese Welt, die ablenken will und zu verführen droht und dabei doch nichts ewiges, felsiges zu bieten hat. Sondern gewissermassen nur leere glücksferne Versprechungen macht und unruhig und veränderlich ist.
Mit dieser Erkenntnis als bewussten Prozess und diesem täglich erneuerten Wissen um die Welt, sollte es leicht fallen,
im Glauben fest seine Kraft aus dem Ewigen zu ziehen und ganz auf IHN zu bauen und zu trauen (zu dürfen).
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: und siehe, es war sehr gut.
von Rapp am 31.07.2016 14:09Nun habe ich wirklich das Gefühl ich sei gründlich missverstanden worden. Warum wohl? Solana, du sprichst von loslassen. Tja, schöne Theorie! Ich hänge sicher nicht daran und klammere mich bestimmt nicht an meiner Begrenzung fest: das ist absolut nicht nötig. Diese Grenzen sind gegeben und wehe ich akzeptiere sie nicht.
Das hat mich schon für Wochen ins Krankenhaus befördert...
Mag sein, dass du merkst wie solche Sätze bei mir ankommen: nicht besser als jene frommen Sprüche der Leute, die mir den Glauben abschrieben, weil ich nicht geheilt wurde. Luther drückt sich in einer seiner alten Übersetzungen sehr treffend aus, wenn er Hiobs Reaktion auf die Reden seiner lieben Freunde übersetzt: "Ihr seid leidige Tröster, mit euch wird die Weisheit aussterben!" Ich habe solches eben auch zu oft hören müssen. Wie oft habe ich die Sache Gott hingeschmissen... Dann bekam ich mehrmals die Antwort, dass ich nur den Trost weitergeben kann, den ich selbst auch empfangen habe. Dabei werde ich mit Freude überschüttet, dass ich gar die komischen Reaktionen meiner Freunde überhören und Vater anbeten kann.
Die Schmerzen aber hast nicht du sondern ich. Sie sind jetzt wieder sehr deutlich da. Festhalten werde ich sie bestimmt nicht, wozu denn?? Ich wünsche sie bestimmt niemandem!
Genug, ich schalte ein Plauderstündchen mit Vater ein, hier sitzen geht ohnehin nicht mehr lange...
Willy
Re: Oase (33) Lebt als Kinder des Lichts; ... Epheser 5, 8-9 (10)
von solana am 31.07.2016 14:08Einen gesegneten Sonntag wünsche ich allen Oasis!
Eigentlich war fürs Wochenende Gewitter und Regen angesagt. Die sind aber - zT heftig - ein Stück weiter südlich durchgezogen.
Wir hatten einen mit bedrohlichen Wolken bedeckten Himmel und fernes Donnergrollen.
Es war trotzdem ein sehr schöner Tag gestern und auch heute scheint häufig die Sonne.
Lagerfeuer am Flussufer:
Der angekündigte Regen ist jetzt erst mal auf Freitag verschoben ....
Ich hoffe, ihr könnt alle das Wochenende geniessen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: und siehe, es war sehr gut.
von solana am 31.07.2016 10:54Mir ging es schon oft so, dass sich gerade der Augenblick des Erkennens, erklärt durch den Heiligen Geist, als "Vollendung im Schauen" anfühlte. Einfach als nicht zu steigernde Gewißheit um Wahrheit , Begleitung, Geborgenheit, die unbeschreiblich schön ist.
Und es klappt immer, es dient immer zum Besten. Wie Du schon sagst, bei allen Schwierigkeiten und Möglicherweise auch Ausweglosigkeiten, die vorher unüberbrückbar erschienen. (Auch ein) Geheimnis des Glaubens.
Ja, Tagwandler, darum ging es mir.
Um diesen Augenblick des Erkennens, der uns hinein nimmt in Gottes Perspektive. Wenn wir unser eigenes Urteil, unsere eigene Einschätzung, wie "gut" etwas für uns ist, loslassen und Gott vertrauen, dass er uns alles zum Besten dienen lässt, auch wenn wir das Gute darin noch nicht erkennen können.
Dann erleben wir die Freiheit von dem, dem wir uns vorher ausgeliefert fühlten und was uns so auswegslos erschien. Erleben, dass uns nichts von seiner Liebe scheiden kann.
Lieber Willy, ja, je stärker das Leid, in dem wir stecken, um so schwerer wird dieses Loslassen. Aber ich bin mir sicher, dass es auch um so grösseren Segen bringt.
Gott bürdet uns nichts auf, das schwerer ist als wir ertragen können. Und erlässt auch nichts zu, das uns geschieht, das er uns nicht zum Besten dienen lassen kann.
"Theoretisch" ist mir das klar. Aber wenn ich mitten in einer Situation stecke, an der ich nun rein gar nichts Gutes erkennen kann, fällt es mir sehr schwer, daran fest zu halten und trotzdem zu vertrauen.
Im Nachhinein schäme ich mich dafür und werde auch beschämt angesichts der Menschen, die es viel schwerer haben als ich - (wie du bspw).
Aber je öfter ich solche befreienden Perspektivenwechsel erlebe, um so eher kann ich loslassen und um so eher merke ich, wenn ich mich durch ein Festhalten an meiner eigenen Einschätzung dessen, was für mich "gut" und "das Beste" sei, in "Leiden" bringe....
Vielen Dank auch für deine erklärenden Gedanken dazu, Beröer.
Und diese Schlussfolgerung finde ich sehr wichtig:
Dieses dankbare Empfangen schickt uns auf den richtigen Weg!
Und ich denke auch, dass es eine der grössten und wichtigsten Möglichkeiten ist, Gott unsere Liebe und Treue zu zeigen. Indem wir ihm auch da unser Vertrauen aussprechen. Gerade da wo "nach dem Urteil der Welt" (dh der Einschätzung, wie "gut" etwas ist, von Menschen getroffen ohne Gott, quasi an Gottes Stelle), alles dagegen spricht.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver


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