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Andreas

75, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 895

Re: Tägliches Danken vertreibt das Wanken

von Andreas am 04.02.2023 09:16

34 Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Jesus lässt sich das alles gefallen: Er nimmt in so an, wie er ist. Er bestätigt ihm, dass er auf dem rechten Weg ist.

Danke Herr, dass Du uns immer wieder bestätigst, wo wir auf dem rechten Weg sind.

Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5440

Re: Rechtfertigungswunsch für Gutes gegenüber anderen Christen

von Cleopatra am 04.02.2023 08:40

Guten Morgen, 


mir schwirrt gerade im Hinterkopf, dass es diesen einen Bibelvers gibt, der besagt, dass wir jedezeit Rede und Antwort stehen sollten.
Das steht im neuen Testament, ich meine, in einem der Briefe.

Wisst ihr, was ich meine?

Liebe Grüße, Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.02.2023 08:40.

fragende

-, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 22

Re: Habt ihr Verständnis wenn Nichtchristen geschockt über harte Bibelstellen sind?

von fragende am 04.02.2023 06:43

Christen, die den Glauben schlecht vertreten, sind natürlich eine Herausforderung. Allerdings kann ich nicht sagen, daß die lange in den Foren gelitten werden. Dazu gibt es ja eine Moderation, die entsprechend auf das Einhalten gewisser Grundregeln achtgibt. Aber gut, die besonders radikalen Enthusiasten mögen sich dann irgendwo moderationsfrei treffen (Telegram?).

Leider doch. Es war unter anderem in einem anderen christlichen Forum, wo es geduldet wurde, dass der fragende Nichtchrist scheinbar angegangen wurde. Zu anderen Usern (Christen) waren die Beiträge sehr viel freundlicher. Nur wenn der Nichtchrist Beiträge verfasste oder auch mal antwortete änderte sich der Ton.

Telegram habe ich nicht aber kann mir natürlich vorstellen, dass es da nur so wimmelt von Streitgesprächen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.02.2023 06:44.

fragende

-, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 22

Re: Rechtfertigungswunsch für Gutes gegenüber anderen Christen

von fragende am 04.02.2023 02:04

Die Schrift fordert uns oft auf, unser Denken zu ändern, das Denken mit Gottes Denken denken.  Das heißt auch, Jesus vor Augen zu haben, ihn sozusagen vor die Augen zu malen. Nicht den anderen Menschen.  Manchmal klärt sich alles dann ganz von allein. 

Danke liebe Burgen. 

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fragende

-, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 22

Re: Habt ihr Verständnis wenn Nichtchristen geschockt über harte Bibelstellen sind?

von fragende am 04.02.2023 01:27

Sehr interessant. Ihr habt mir sehr geholfen. 

 Nun, wir wissen nicht alles, was Gott weiß. "Unser Wissen ist Stückwerk" (1.Kor 13,9). Wir dürfen aber wissen, daß Gott gerecht und gut ist und alles unter seiner Kontrolle hat, auch wenn wir nicht alles verstehen, was uns in diesem fürwahr jammervollen Leben widerfährt.
Das hilft. Danke. 

Viele dieser harschen Eiferer sind eben erst zum Glauben gekommen und haben natürlich noch nicht die Milde des Alters oder die Weisheit langer Lebenserfahrung gewonnen, um einer unbequemen Frage sachlich und nüchtern begegnen zu können.

Das ist eine mögliche Erklärung. Kennt das jemand von sich selbst vielleicht auch, dass ihm oder ihr als Frischling die Geduld fehlte,man harscher reagiert hat, auf unbequeme Fragen und heute gelassen sein kann?

So ist es, weil die wesentlichen Mittel zwischenmenschlicher Kommunikation fehlen, nämlich die 55% nonverbale Kommunikation (Gesten, Körperhaltung) und die 38% paraverbale Kommunikation (Stimme, Intonation). Was bleibt sind die 7% verbale Kommunikation (mündlich, schriftlich). Das macht es natürlich sehr schwer.

Woher hast du die Zahlen? Wurde das mal festgestellt, dass dies die prozentuale Verteilung der Kommunikation beinhaltet? Habe auch festgestellt, dass besonders der Ton, Geste und Körperhaltung ausschlaggebendes kommuniziert. 

Nach meiner Erfahrung kommt soetwas auch unter Menschen gar nicht so selten vor, die sich beide als Christen betrachten. Ich würde sagen viele christliche Gruppen haben mit soetwas sogar massive Schwierigkeiten und das nicht besonders oft vor allem im Internet.
Hui, naja wenn es so ist, dass sich jeder erst entwickelt kein Wunder.

Selten ist's, aber schön, wenn man dort einfühlsamen Menschen begegnet, die voller Wohlwollen sind und sich nicht am Heulen und Schnappen der Wölfe beteiligen. Solche wunderbaren Begegnungen wünsche ich Dir und allen surfenden Suchern und Fragern von ganzem Herzen.

Danke so sehr! 

Absolut. Da wir Menschen verschieden sind, werden naturgemäß die unterschiedlichsten Bibelstellen als "hart" empfunden, nicht nur die, in denen Menschen zu Schaden kommen. Es gibt also je nach Gesprächspartner immer unterschiedliche Stellen, die man darlegen muss. Damit wären wir dann auch schon bei einer der Aufgaben von langjährigen Christen.

Schön, dass du das sagst. Ja, es ist Gold wert meiner Meinung nach, wenn sich jemand dieser wichtigen Aufgabe bewusst ist. 

Erst wenn man seinen Blick für das drumherum weitet, lösen sich die allermeisten Probleme weitgehend auf. Um einen solchen Blick zu bekommen, ist man entweder selbst gefordert entsprechende Wissenslücken zu stopfen oder man wendet sich an jemanden, der diese Arbeit bereits auf sich genommen hat.

Das stimmt. Leider gibt es auch eine Menge Verwirrung, wenn man etwas Vorgefertigtes übernimmt, je nachdem wem man zuhört. Eine Studienbibel wäre da glaube ich eine gute Wahl. Manches kann ich trotzdem nicht gut nachvollziehen auch wenn mir bewusst ist, dass es eine andere Zeit war. Ich kenne nur das was hier als gut und schlecht gilt. So bin ich geprägt. In anderen Ländern sieht es ja wieder anders aus. Da sind körperliche Züchtigungen noch verbreiteter. Auch anerkannter. Hier ist man geschockt. Ich dann auch, wenn ich höre, dass jemand seinem Kind gegenüber handgreiflich wurde.

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Jakobgutbew...

-, Männlich

  Neuling

Beiträge: 61

Re: "Vater unser" ... Gedanken zum gemeinsamen Gebet..

von Jakobgutbewohner am 04.02.2023 00:32

das gibt es natürlich, wenn man noch Wert auf die Meinung von Menschen legt und noch nicht ganz frei geworden ist.

Ich würde sagen, das ist in verschiedenen Formen bei Menschen, die sich als Christ verstehen zumindest heute schon recht verbreitet.
Hier paßt auch Luthers Erklärung aus dem Kleinen Katechismus zur Anrede des Vaterunsers: "Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf daß wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen wie die lieben Kinder ihren lieben Vater".

Locken? Ich weiß nicht. Glauben sollen? Ich sehe da eher ganz reale geistige Verhältnisse, die vorlägen oder nicht.
Wenn man sich für Gott "entscheidet", hätte man Ruhe? Ich denke nicht. Zumindest nicht hier auf Erden. Ganz im Gegenteil.

Wer Christ wird und ausgelöst, der hat sich in gewisser Weise entschieden, würde ich agen. Und vor ihm liegt dann in der Regel ein "weiter" Weg (das bedeutet nicht, daß er  zwingend langer Zeit bedarf), die Möglichkeiten, die Jesus Christus ihm eröffnet auch auszunutzen. Und an dem Ende läge dann die Art umfassendes Sichentschiedenhaben, auf das ich hier abzielte. Dann ist der Mensch endlich über die Brücke "Menschensohn" zurück zu Gott gelangt und wird dann voraussichtlich auch beim Menschensohn bleiben. Und ich sage, das kann auch bereits im Erdenleben der Fall sein, so wie jemand im Erdenleben bereits "im Himmel" sein kann.
Christliches Leben bedeutet nicht irdische Wohlfahrt, sondern steinige Wege, Feindschaft der Welt, für einige auch das Martyrium.

Ja, da stimme ich zu und würde sagen, das wäre dann noch was anderes als das von mir Gemeinte. Aber auch nicht vergessen: Der Lieblingsjünger wurde soweit bekannt auf Erden ziemlich alt.
"Sinnvoll" hat hier m.E. nichts zu suchen. "Vertrauensvoll" ist das bessere Wort.

Ich weiß nicht, ich meine ja, "die Frucht" ist uns als Hinweis gegeben, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und so eventuell Probleme gegenüber Gott noch auf Erden erkennen und überwinden zu können. Es ginge aus meiner Sicht also da schon um ein erreichbares Ziel, das auch dazu da ist hier erreicht zu werden. Und dann kann man dann schon davon sprechen wie das Ziel sinnvoll, wirksam erreicht werden kann. "Vertrauen" könnte auch bedeuten nötige Schritte nicht herauszufinden, sich damit nicht so auseinanderzusetzen, eventuell aus nicht ganz richtigen Vorstellungen.
Viele Christen sind gestorben, deren Leben der Welt als sinnlos erscheinen mag.

Ja, das meinte ich nicht (ähnlich der Unterscheidung weiter oben).
Unser Kampf heißt Vertrauen auf Gott. Wie leicht möchten wir selber tun und machen, wie gern wissen wir alles besser? Gott allein aber weiß es alles am besten. Hier uns selber loszulassen, um uns ihm zu geben, damit er tun kann, was er mit uns vorhat, das ist unsere tägliche Herausforderung.

Ja, mancher könnte "Vertrauen" hier jedoch auch in einer Art unguter Passivität leben, dann eigentlich in unnötiger Ferne zu Jesus Christus und seiner Führung.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.02.2023 00:33.

Plueschmors
Gelöschter Benutzer

Re: "Vater unser" ... Gedanken zum gemeinsamen Gebet..

von Plueschmors am 03.02.2023 20:14

Hallo Jakobgutbewohner,

...ich habe meist den Eindruck, daß sich doch eher dazu gezwungen wird "weil man als Christ ja so sein soll".

das gibt es natürlich, wenn man noch Wert auf die Meinung von Menschen legt und noch nicht ganz frei geworden ist.


"Vater" halte ich in diesen Zusammenhängen ja ersteinmal für einen Begriff, der kein bestimmtes Wesen benennt, sondern eine Rolle, eine Seite einer Beziehung zwischen Wesen.

Das mag gut sein. Hier paßt auch Luthers Erklärung aus dem Kleinen Katechismus zur Anrede des Vaterunsers: "Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf daß wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen wie die lieben Kinder ihren lieben Vater".

"Wer dagegen in Gottes Nähe weilt, hat vor dem Teufel keine Ruhe." - Bis der Mensch sich dann überwiegend entschieden hätte, würde ich sagen.

Wie meinst Du das? Wenn man sich für Gott "entscheidet", hätte man Ruhe? Ich denke nicht. Zumindest nicht hier auf Erden. Ganz im Gegenteil. Christliches Leben bedeutet nicht irdische Wohlfahrt, sondern steinige Wege, Feindschaft der Welt, für einige auch das Martyrium.

Wie also sähe ein solcher Kampf also sinnvollerweise wohl aus?

"Sinnvoll" hat hier m.E. nichts zu suchen. "Vertrauensvoll" ist das bessere Wort. Viele Christen sind gestorben, deren Leben der Welt als sinnlos erscheinen mag. Aber sie haben Gott vertraut und ihrem Fleisch und der Welt den Abschied gegeben und werden die Seligkeit bei ihm genießen: "Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung wiederbekommen. Andere aber sind gemartert worden und haben die Freilassung nicht angenommen, auf dass sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten. Wieder andere haben Spott und Geißelung erlitten, dazu Fesseln und Gefängnis. Sie sind gesteinigt, zersägt, durchs Schwert getötet worden; sie sind umhergezogen in Schafpelzen und Ziegenfellen; sie haben Mangel, Bedrängnis, Misshandlung erlitten. Sie, deren die Welt nicht wert war, sind umhergeirrt in Wüsten, auf Bergen, in Höhlen und Klüften der Erde. Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht die Verheißung erlangt, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat: dass sie nicht ohne uns vollendet würden" (Hebr 11,35-40).

Unser Kampf heißt Vertrauen auf Gott. Wie leicht möchten wir selber tun und machen, wie gern wissen wir alles besser? Gott allein aber weiß es alles am besten. Hier uns selber loszulassen, um uns ihm zu geben, damit er tun kann, was er mit uns vorhat, das ist unsere tägliche Herausforderung.

Liebe Grüße und Segen,
Plueschmors.



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nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 671

Re: Habt ihr Verständnis wenn Nichtchristen geschockt über harte Bibelstellen sind?

von nusskeks am 03.02.2023 18:33

Habt ihr Verständnis wenn Nichtchristen geschockt über harte Bibelstellen sind?


Absolut. Da wir Menschen verschieden sind, werden naturgemäß die unterschiedlichsten Bibelstellen als "hart" empfunden, nicht nur die, in denen Menschen zu Schaden kommen. Es gibt also je nach Gesprächspartner immer unterschiedliche Stellen, die man darlegen muss. Damit wären wir dann auch schon bei einer der Aufgaben von langjährigen Christen.

Denn kaum jemand von denen, die mit Bibelstellen Probleme haben, kennen den Zusammenhang in Kultur, Zeit und Umfeld der jeweiligen biblischen Aussage. Meist wird sich auf eine Aussage konzentriert und es entsteht ein Tunnelblick. Erst wenn man seinen Blick für das drumherum weitet, lösen sich die allermeisten Probleme weitgehend auf. Um einen solchen Blick zu bekommen, ist man entweder selbst gefordert entsprechende Wissenslücken zu stopfen oder man wendet sich an jemanden, der diese Arbeit bereits auf sich genommen hat.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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Jakobgutbew...

-, Männlich

  Neuling

Beiträge: 61

Re: Habt ihr Verständnis wenn Nichtchristen geschockt über harte Bibelstellen sind?

von Jakobgutbewohner am 03.02.2023 16:35

Viele dieser harschen Eiferer sind eben erst zum Glauben gekommen und haben natürlich noch nicht die Milde des Alters oder die Weisheit langer Lebenserfahrung gewonnen, um einer unbequemen Frage sachlich und nüchtern begegnen zu können.

Ich würde sagen, das ist oft etwas, bei dem jemand in sich selbst noch einige Finsternis erlebt und sie in sich selbst auch ähnlich menschlich-gewaltvoll angeht. So wird dann auch im Außen vorgegangen und teils gerne "Gesetzesordnung" verfochten.
was bei altgedienten Christen - wenn überhaupt - nur sehr selten zu finden ist

Nicht jeder der alt ist, ist auch weise. ;)
So ist es, weil die wesentlichen Mittel zwischenmenschlicher Kommunikation fehlen, nämlich die 55% nonverbale Kommunikation (Gesten, Körperhaltung) und die 38% paraverbale Kommunikation (Stimme, Intonation). Was bleibt sind die 7% verbale Kommunikation (mündlich, schriftlich). Das macht es natürlich sehr schwer.
Für ein Naturgesetz halte ich diese Wahrnehmung nicht und wenn jemand das so pauschal vertritt bekomme ich persönlich auch oft Probleme mit ihm. Soweit ich sehe, sind die Menschen da verschieden, so wie es auch anderweitig verschiedene Charaktertendenzen gibt.
Nichtchrist stellte eine (in meinen Augen) normale und nicht provokante Frage und ein paar Christen schienen ihn quasi zu beleidigen. Eine Diskussion entbrannte und der Nichtchrist fühlte sich nur noch verurteilt und bekam keine Antwort.

Nach meiner Erfahrung kommt soetwas auch unter Menschen gar nicht so selten vor, die sich beide als Christen betrachten. Ich würde sagen viele christliche Gruppen haben mit soetwas sogar massive Schwierigkeiten und das nicht besonders oft vor allem im Internet.
Ich möchte den Christen nichts unterstellen aber habe mich dadurch lange auch nicht getraut ebenfalls ähnliche Fragen zu stellen.

Ja, Christen, wo bist da nur reingeraten? ;)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.02.2023 16:35.

Plueschmors
Gelöschter Benutzer

Re: Habt ihr Verständnis wenn Nichtchristen geschockt über harte Bibelstellen sind?

von Plueschmors am 03.02.2023 15:23

Hallo Fragende,

...ich habe des öfteren gelesen und gehört, dass manche mit dem biblischen Glauben nicht warm werden, weil sie einiges als hart und ungerecht empfinden.

hier hatte ich vor kurzem ein kurzes Gespräch mit einem meiner lieben Kinder: "Ich verstehe ja, daß Gott mit der Sintflut die bösen Menschen vernichtet hat, aber warum auch die Tiere?" Nun, wir wissen nicht alles, was Gott weiß. "Unser Wissen ist Stückwerk" (1.Kor 13,9). Wir dürfen aber wissen, daß Gott gerecht und gut ist und alles unter seiner Kontrolle hat, auch wenn wir nicht alles verstehen, was uns in diesem fürwahr jammervollen Leben widerfährt.

Oft fragten sie auf diversen Plattformen um Erklärung und wurden quasi angefeindet.

Glaube ist zuerst ja auch eine sehr emotionale Angelegenheit. Viele dieser harschen Eiferer sind eben erst zum Glauben gekommen und haben natürlich noch nicht die Milde des Alters oder die Weisheit langer Lebenserfahrung gewonnen, um einer unbequemen Frage sachlich und nüchtern begegnen zu können. Aus meiner Sicht mit der ersten Liebe vergleichbar, die man unbedingt schützen und verteidigen will. Da ist denn auch viel unbarmherzige Gesetzlichkeit und trotzige Unreife, was bei altgedienten Christen - wenn überhaupt - nur sehr selten zu finden ist. Und gerade diese jungen Eiferer und Neubekehrten versammeln sich gerne im Internet, um alle Welt neu zu bekehren. Man braucht ein wenig Geduld, um in dem Lärm der Schreier und Geifernden die Stimme der Liebe zu hören. 

...es ist in der Tat nicht leicht sich stets für den Fremden im Internet so auszudrücken wie man es wirklich meint.

So ist es, weil die wesentlichen Mittel zwischenmenschlicher Kommunikation fehlen, nämlich die 55% nonverbale Kommunikation (Gesten, Körperhaltung) und die 38% paraverbale Kommunikation (Stimme, Intonation). Was bleibt sind die 7% verbale Kommunikation (mündlich, schriftlich). Das macht es natürlich sehr schwer.

So zieht man die Leute doch nur mehr zur Welt.

Christen, die den Glauben schlecht vertreten, sind natürlich eine Herausforderung. Allerdings kann ich nicht sagen, daß die lange in den Foren gelitten werden. Dazu gibt es ja eine Moderation, die entsprechend auf das Einhalten gewisser Grundregeln achtgibt. Aber gut, die besonders radikalen Enthusiasten mögen sich dann irgendwo moderationsfrei treffen (Telegram?).

Ich meine, daß man - wenn man das Internet betritt - grundsätzlich erstmal mit Feindseligkeit, Mißgunst und Argwohn rechnen muß. Das Internet erinnert mich immer an einen mittelalterlichen Marktplatz. In der Mitte der Pranger oder das Schafott (das Thema) und drum herum die pöbelnde Menge, die faule Eier und Tomaten wirft (und den Tod fordert). Selten ist's, aber schön, wenn man dort einfühlsamen Menschen begegnet, die voller Wohlwollen sind und sich nicht am Heulen und Schnappen der Wölfe beteiligen. Solche wunderbaren Begegnungen wünsche ich Dir und allen surfenden Suchern und Fragern von ganzem Herzen.

Liebe Grüße und Segen,
Plueschmors.


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