Adam - Noah - Abraham
1 | 2 | » | Letzte
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Neueste Beiträge zuerst ]
Adam - Noah - Abraham
von Merciful am 03.01.2026 17:06Re: Adam - Noah - Abraham
von nusskeks am 03.01.2026 19:02Hi Merciful,
interessante Gedanken. Danke dafür. Sind Anmerkungen erlaubt?
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Adam - Noah - Abraham
von Cleopatra am 04.01.2026 07:59Danke Merciful,
das ist wirklich sehr interessant!
Liebe Grüße, Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Adam - Noah - Abraham
von Merciful am 04.01.2026 11:17Re: Adam - Noah - Abraham
von nusskeks am 04.01.2026 12:07Hallo Maerciful,
in Ordnung. Dann am Anfang ein Einstieg.
Hm. Dass Lamech 777 Jahre alt wurde, hat aus meiner Sicht nichts damit zu tun, ob sich der menschliche Autor der Genesis der zeitlichen Überschneidungen bewusst war. Die letztendliche Quelle der Information ist Gott selbst. Auch falls der Schreiber kein Zeitzeuge gewesen sein sollte, stammt die Angabe aus zuverlässiger göttlicher Offenbarung. Darum gehe ich davon aus, dass Lamechs Alter nicht „passend gewählt", sondern schlicht so überliefert ist, weil Lamech tatsächlich 777 Jahre alt wurde.
Also ja:
Und auch hier: Ja
Soweit, am Anfang, ganz kurz.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Adam - Noah - Abraham
von Merciful am 04.01.2026 16:45Re: Adam - Noah - Abraham
von nusskeks am 04.01.2026 21:54Hallo Merciful,
Danke für die Klarstellung. Ich denke, wir sind uns in vielem näher, als es vielleicht zunächst wirkte. Auch ich gehe davon aus, dass Gott in der Geschichte durch Menschen geredet hat und dass es mündliche wie auch schriftliche Überlieferung gab. Mein Einwand zielte weniger auf den Prozess der Weitergabe als auf bestimmte Formulierungen: Begriffe wie „möglich" oder „nachgerechnet" vermeide ich bewusst, weil sie implizieren können, dass historische Angaben erst auf Plausibilität geprüft werden müssten. Ich verstehe die Lebensdaten – etwa die 777 Jahre Lamechs – nicht als Ergebnis menschlicher Prüfung, sondern als reale Geschichte, die Gott zuverlässig überliefern ließ. Dass sich daraus zeitliche Überschneidungen ergeben, beobachte ich gerne mit, ohne daraus eine Unsicherheit der Quelle abzuleiten.
Ich glaube, da reden wir ein Stück aneinander vorbei. Für mich ist das Anliegen dieses Threads genauso: Beobachtungen am Text festhalten und zwar so, dass sie dem entsprechen, was Genesis tatsächlich sagt. Wenn du am Ende schreibst, du seist „vom eigentlichen Anliegen abgekommen", kann ich das nachvollziehen, weil du zwischendurch auf Fragen wie Entstehung/Autorschaft/Überlieferungsweg eingegangen bist. Das ist interessant, aber es ist eben eine andere Ebene als der reine Textbefund.
Erneut: Mein Einhaken bezog sich deshalb nicht darauf, dass du „beobachten" willst, das will ich ausdrücklich auch, sondern auf einzelne Formulierungen wie „möglich" oder „nachgerechnet". Bei mir klingt das schnell so, als müsste der Text erst auf Plausibilität geprüft werden oder als stünde die Zuverlässigkeit der Angaben im Raum. Ich gehe aber davon aus, dass Genesis als Wort Gottes zuverlässige, historisch gemeinte Angaben macht also z. B. dass Lamech tatsächlich 777 Jahre alt wurde, weil es so war, nicht „damit es passt".
Wenn wir uns darauf verständigen: Text beobachten, aber unter der Voraussetzung der Zuverlässigkeit der Schrift, dann bin ich sehr gerne dabei und sehe deine Beobachtungen (zeitliche Überschneidungen, Traditionsnähe usw.) als wirklich hilfreich an.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Adam - Noah - Abraham
von Burgen am 04.01.2026 23:53
Hallöchen,
wirklich ein interessantes Thema.
Meine Beobachtung ist, dass die Bibel keine 'lückenlose' Historie erzählt. Eher nur dies was für den Glauben wichtig war, ist und sein wird.
Das zeigt zB auch das Jonabuch. Selbst bei den Königen kann dies beobachtet werden. Jeweils die Lebensenden werden oftmals gar nicht segensvolle Erwähnung mehr finden. Adams Ende wird auch nicht erzählt, meine ich. Während Esau und Isaak gemeinsam ihren Vater beerdigen.
Und sogar bei den drei synoptischen Evangelien. Sie erzählen das, was wichtig ist, war und sein wird.
Auch bei den sogenannten kleinen Propheten kommt es vor, dass zeitgleich zwei Propheten lebten.
Die historischen Beobachtungen samt Ausgrabungen zeigen auf, dass zB die Erdschichten der Erde samt der Tiere, die in unterschiedlichen Zeiten gelebt haben, wie die Dinos und Leviatane (weiß gerade nicht die richtige Schreibweise) jeweils ihre eigenen Erdschichten hatten.
Da gibt es gerade auf hopetv zu sehen die Sendung "Ursprünge". Die Archeölogen fanden heraus, dass eine sehr geordnete Ordnung in den verschiedenen Erdschichten vorhanden sind. Und dieses geschieht und geschah weltweit.
Das finde ich jedenfalls sehr interessant. Trägt ua mit dazu bei, zu erkennen, dass wir, die wir glauben, wirklich der Bibel und Jesus Glauben schenken und fest verankert sein können. Ist doch die Bibel selbst ein großes Wunder. ;)
Bin gespannt, welche Beobachtungen ihr noch machen werdet. Danke dafür.
Gruß
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Adam - Noah - Abraham
von Argo am 05.01.2026 15:32
Die Bibel ist ein "zeitloses Werk", sowol das AT wie das NT. Sie erzählt über den Anfang der Schöpfung - Zeitpunkt für alle Menschen unbekannt - und setzt die Erzählungen fort bis zu unseren Zeiten und danach. Zahlen und Personen die in der Bibel stehen (besonders im AT), sind nicht so einfach beweisbar. Sie haben nur einen logischen Zusammenhang. Auch Erzählungen über den Zeitpunkt der Entstehung der verschiedenen Völker sind nur Hinweise mehr nicht. Ich persönlich bin nur ein Gläubiger und die Bibel bietet mir moralischen und geistigen Botschaften an, die eine zeitlose Relevanz, besitzen. Während sich die wissenschaftlichen und historischen Deutungen der Bibel im Gegensatz zu den modernen Erkenntnissen stehen, führen bereits zu Spannungen etwa in Bezug auf die Schöpfung.
Die Texttreue wird wissenschaftlich hoch bewertet, die historischen Berichte aber teils als Erzählungen gelten. Die Bibel bleibt ein einflussreiches Werk, das als historische Quelle interpretiert wird. Die Bibel bringt uns Glaubensvertiefung, Orientierung, Hoffnung und Lebensweisheit, indem sie Gottes Wirken in der Geschichte erzählt, uns Gott offenbart und den Weg zu einem erfolgreichen Leben auf der Erde zeigt, was zu einer stärkeren Beziehung zu Gott und innerem Frieden führen kann. Sie ist unser geistiger Führer.
Adam, Noah und Abraham sind die grundlegenden Patriarchen im Alten Testament (Genesis), die durch Genealogie (Genealogie ist die Wissenschaft der Familienforschung und Abstammungskunde, die sich mit der Erforschung von Vorfahren und Nachkommen beschäftigt, um familiäre und verwandtschaftliche Zusammenhänge zu rekonstruieren und die Familiengeschichte zu verstehen) und Bündnisse miteinander verbunden sind.
Adam ist der erste Mensch, Noah der Retter aus der Sintflut und der jüngere Vater der Menschheit danach, während Abraham der Vater der Gläubigen ist, dem der Bund für das Volk Israel gegeben wurde, wodurch eine ununterbrochene Linie von einem zum anderen entsteht und Gottes Beziehung zur Menschheit und zu seinem auserwählten damaligen Volk aufgezeigt wird.... Inzwischen sind aller Völker der Welt und alle Menschen der Welt, Kinder Gottes.
Mehr ist für den heutigen Gläubigen der an einem einzigen Gott glaubt nicht notwendig zu wiesen.
Re: Adam - Noah - Abraham
von nusskeks am 05.01.2026 16:55Jetzt kommen wir vermutlich tatsächlich vom Thema ab.
Puh. Wenn man die historischen Angaben der Bibel – Personen, Genealogien, Landverheißungen – im Wesentlichen als nicht wirklich historisch, sondern eher logisch-symbolisch versteht, könnte man sich allerdings fragen, warum bis heute ein solches Gewicht auf Land, Jerusalem und tatsächliche Abstammung gelegt wird. Für viele Juden – und nicht nur für sie – scheint das ja gerade keine rein geistige oder zeitlose Größe zu sein. Im Gegenteil, sie sind identitätsstiftend.
Was mir an solchen Sichtweisen ebenfalls fremd ist: Jesus selbst geht mit dem Alten Testament ganz anders um. Er setzt die dortigen Ereignisse als real geschehen voraus, leitet aus ihnen theologische Wahrheiten ab und zeigt damit, dass Geschichte und Theologie untrennbar zusammengehören. Zugleich zitiert er die Schrift als Wort Gottes – selbst an Stellen, an denen Gott im Text nicht direkt spricht. Eine Lesart, die historische Aussagen weitgehend relativiert und die Bibel primär als zeitlos-geistige Orientierung versteht, passt für mich nicht zu Jesu eigenem Schriftverständnis. Daher ist das auch nichts für mich.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel


Antworten


