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Burgen

-, Weiblich

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Re: Tageslese (28) *** In keinem andern ist das Heil, auch kein anderer Name ...

von Burgen am 03.06.2025 07:05


Dienstag  


Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!   Jesaja 6,3  

Offenbarung 14,7 
Der Engel sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; 
denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen!  
Und betet den an, der gemacht hat Himmel und Erde und Meere und die Wasserquellen!  


Lied 281,3: 

Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm sei unserm Gott im Heiligtum, 
der Tag für Tag uns segnet; 
denn Gott, der Lasten auf uns legt, doch uns mit unsern Lasten trägt  
und uns mit Huld begegnet. 
Sollt ihm, dem Herrn der Herrlichkeit, dem Gott der vollkommnen 
Seligkeit, nicht Ruhm und Ehr gebühren?  
Er kann, er will, er wird in Not vom Tode selbst und durch den Tod  
zum Leben führen. 

(Matthias Jorissen)  


TagesL: Jesaja 41,8-20  so ein wunderbarer Text ..., aus der Landwirtschaft ohne Maschinen  
fortlL: Apostelg 4,32-37  Ps 27 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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pausenclown

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Re: Neuer Wein in alten Schläuchen - was mag diese Aussage für Konsequenzen haben?

von pausenclown am 03.06.2025 07:01

Hallo Burgen.


Ich habe deinen Beitrag etwas überflogen und bin an deiner Aussage hängengeblieben,
Das wir in furcht vor dem Gesetz leben…
Ich weiß nicht woher deine Sicht kommt, wie unser Verhältnis zum Gesetz ist.
Warum fragst du nicht einen Juden, wie sehr er Angst hat vor dem Gesetz, der Torah oder Gott?

Vielleicht interessiert es dich, zum Abschluss des Laubhüttenfest feiern wir Simhat Torah, auf deutsch zur Freude der Torah.
Tanzen ist ein Element des Festes, tanzen um die Torah/Gesetz.
Auf YouTube findest du genug Videos, einfach Simhat Torah eingeben.
Shalom 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.06.2025 07:03.

pausenclown

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Re: Nikodemus

von pausenclown am 03.06.2025 06:35

Shalom.

Pfingsten und die Torah.
Zum Bundesschluss am Sinai haben wir auch die Torah/Gesetz erhalten. Er die Befreiung aus der Sklaverei und jetzt den Kompaß wie wir als freie Menschen im Willen Gottes leben können.

Welch ein Beweis der Gnade Gottes und Liebe zu uns.
Schaut man weiter in den Schriften kommt man zu den Verheißungen.
Wir werden die Torah noch einmal erhalten, diesmal nicht auf Stein, sondern ins Herz geschrieben.

Jeremia 31.31.ff
Siehe, Tage kommen, spricht der HERR[25], da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund: 32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen – diesen meinen Bund haben sie gebrochen,[26] obwohl ich doch ihr Herr[27] war[28], spricht der HERR[29]. 33 Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR[30]: Ich lege mein Gesetz in ihr Inneres und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein

Hesekiel 36.26 ff
Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.

Am Tag der Torah gabe, am Tag der Erneuerung des Bundes , kommt der Heilige Geist und schreibt die Gebote ins Herz.
Ich muss gestehen, das war viel für einen Tag.
Was kommt als nächstes, kommen die Heiden auch noch dazu?
Des öfteren Frage ich mich, wie erging eigentlich die Israeliten damals am Berg Sinai?

Shalom.
 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.06.2025 06:36.

Burgen

-, Weiblich

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Beiträge: 2589

Re: Neuer Wein in alten Schläuchen - was mag diese Aussage für Konsequenzen haben?

von Burgen am 02.06.2025 17:03


Danke nusskeks. 

Es gibt noch viel zu sagen ;)
zB Römer 8,15: 
†15 denn ihr empfingt nicht einen Geist der leibeigenen Knechtschaft, [der] wiederum [Anlass] zur Furcht [gäbe], sondern ihr empfingt einen Geist der Sohnesstellung11, in welchem wir rufen: „Abba!" Vater!12

† 1Kor 2, 12; 2Tim 1, 7*; Knechtschaft Hebr 2, 15; Vater 8, 23; Gal 4, 5.6; Eph 1, 5

11 Das Wort darf nicht mit Adoption verwechselt werden; es bedeutet Einsetzung in die Vorrechte und in die Verantwortung eines erwachsenen Sohnes im Unterschied zu der Stellung des unreifen bzw. unerwachsenen Sohnes, die der eines Sklaven ähnlich war; vgl. Gal 4,1ff.

12 „Abba!" [Das heißt:] „Vater!"

Herbert Jantzen und Thomas Jettel, Die Bibel in deutscher Fassung, 1. Auflage (Meinerzhagen: FriedensBote, 2022), Röm 8,14–15. 
::: 
15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wiederum zur Furcht, 
sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, 
in dem wir rufen:
"Abba, Vater! ″   (Luth 17 Elb CsV)

Soweit es bisher verstanden habe, wird dem Gesetz eine 'Epoche' bescheinigt. 
Und nun, jetzt, leben Christen in der neuen Epoche. 

Der Grund: Jesus hatte noch nicht den Leib aus Fleisch, war noch unsichtbar - wie nun auch wieder, seit Himmelfahrt. Und doch hat sich ganz, ganz viel verändert. 
Damals lebten die Menschen aufgrund des gesetzes in Furcht - ja nicht das Gesetz übertreten! Bis hin, dass sogar ein Lichtschalter nicht bewegt werden durfte , noch in den 1980 Jahren, so erzählte eine Besucherin Jerusalems-Israels. 

Der Mensch aus Fleisch und Blut jetzt, wenn er sein Leben Jesus übergeben, anvertraut hat, aus dem Willen Gottes lebt - braucht nicht mehr ein Lamm bringen, welches als Opferlamm gebracht wurde und für ein Jahr alle Sünden stellvertretend aufgeladen bekam. 
Die drei dunklen Stunden am Kreuz, bis der dicke Vorhang zerriss, diente Gott ein für alle mal und wird niemals wiederholt werden können oder brauchen. 

Es gibt jedoch ein - aber - . Nun ist der Weg zu Gott Vater frei - denn wer Jesus sieht, sieht den Vater. Und Gott Vater sieht auf Jesus, dessen Richteramt zur Zeit ausgesetzt ist. Wer nun zu ihm kommt, seine Schuld bekennt und bekennen kann, dass er jetzt in Beziehung mit ihm lebt und Ihm, nicht den Buchstaben, gehorsam ist, lebt jeden Tag aus der Gnade Gottes. 

Und genau das ist der Lernprozess des Vertrauens und Gehorsams zu Jesus. Etwas beglückendes und frohmachendes Lebensgefühl. Es liegt an uns, dieses wachzuhalten. Er liebt uns so sehr, dass seine Geduld für die Menschheit immer noch aktiv vorhanden ist und will, dass noch viele in seine Arme laufen kommen. 

In Galater wird dann aber auch darauf hingewiesen, dass wir nicht die beiden Bünde - Heilsgeschichten mischen sollen - denn niemand konnte und kann das ganze Gesetz immer und ständig halten. Der alte Weinschlauch würde zerreissen, auslaufen. Und der neue Schlauch würde 'versalzen' und übel riechen.  

Römer bis Kap 7 und 8 weiter zeigt wunderbar den Unterschied an Paulus selbst auf. Trotzdem ist es alles nicht einfach zu verstehen oder gar zu lernen, dieses Vertrauen zu haben, oder? 

Die 10 Gebotstafel belebt wohl nun die Seele des Menschen seit 2000 Jahren. Dennoch ist es sooo hilfreich all die guten Erzählungen, Verse, Bücher und Aussagen der ganzen Heiligen Schrift verinnerlicht zu haben. Sie dient immer zum Besten - dieses dicke Buch in seiner Gesamtheit - Nicht Religion, sondern Gott / Jesus Christus dienen, lieben wir. 







Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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nusskeks

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Re: Impulse

von nusskeks am 02.06.2025 16:34

Schawuot / Pfingsten: Von der Stimme zum Geist

 

„Und das ganze Volk sah die Stimmen ..." (2. Mose 20,18)

Was für ein seltsamer Satz. Wie kann man Stimmen sehen? Das Wort „קולות" (qolot) ist der Plural von „קול" (qol) und kann sowohl „Stimme" als auch „Donner" oder „Schall" bedeuten. Noch ungewöhnlicher ist das Verb: sehen (רָאָה – raʾah). Wie kann man Geräusche sehen?

Die Offenbarung Gottes am Sinai war keine gewöhnliche Erfahrung. Feuer, Rauch, Beben, Posaunenschall – und dann die Stimme Gottes, nicht nur hörbar, sondern sichtbar. In der jüdischen Tradition wird gesagt, dass Gottes Stimme sich in 70 Sprachen zerteilte, damit jedes Volk sie hören konnte. Schon hier, mitten in der Wüste, wird deutlich: Gott redet nicht nur zu Israel – er spricht zur ganzen Welt.

Etwa 1.500 Jahre später geschieht etwas Ähnliches. In Jerusalem, am selben Festtag – Schawuot, das Wochenfest –, erfüllt Gott, was am Sinai begonnen hatte: Der Heilige Geist kommt mit Brausen, Feuer und Sprachen. Jeder hört die Jünger in seiner eigenen Sprache reden. Nicht mehr auf einem Berg verborgen, sondern mitten in der Stadt. Nicht mehr auf Steintafeln geschrieben, sondern in menschliche Herzen.

Sinai und Pfingsten gehören zusammen. Am Sinai gab Gott sein Wort – am Pfingsttag seinen Geist. Beides ist Offenbarung, beides ist Bund, beides ist heilig.

Doch da ist ein Unterschied: Am Sinai stand das Volk in Furcht – sie baten Mose, dass Gott nicht mehr direkt zu ihnen spreche. Am Pfingsten werden Herzen geöffnet. Menschen, die vorher weggelaufen wären, werden mutig. Die Distanz wird überwunden, die Trennung aufgehoben.

Und dann ist da noch das Opfer: An Schawuot mussten zwei gesäuerte Brote als Opfer dargebracht werden – ungewöhnlich, denn Sauerteig ist in der Bibel oft ein Bild für Sünde. Warum also ausgerechnet gesäuerte Brote? Vielleicht ist es ein Hinweis: Gott wusste von Anfang an, dass das, was er an Pfingsten tun würde, mit Menschen geschieht, die nicht vollkommen sind. Menschen mit „Sauerteig" im Herzen – aber bereit, sich Ihm hinzugeben.

Pfingsten heißt: Gott offenbart sich nicht nur über uns, sondern in uns. Der Geist kommt nicht mehr nur auf Mose oder Propheten, sondern auf alle, die glauben – auf Männer und Frauen, Junge und Alte, Juden und Heiden.

Gott spricht – heute. Er will gehört und gesehen werden, durch sein Wort und durch sein Wirken in uns. Die Frage ist: Lausche ich seiner Stimme? Lasse ich zu, dass sie in mein Herz geschrieben wird?

Schawuot erinnert uns daran: Gottes Bund ist lebendig. Sein Wort ist nicht nur gegeben – es ist eingepflanzt. Sein Geist will nicht nur leiten – er will erfüllen.

Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR." (Sacharja 4,6)

gruß
nk

Hoditai, Mensch des Weges 
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pausenclown

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Re: Nikodemus

von pausenclown am 02.06.2025 15:49

Hallo.

Ein kleiner Hinweis von mir, ich schreibe bzw. versuche aus der Perspektive von Nikodemus zu schreiben.
Natürlich lege ich viele Sätze ihm in den Mund und manches ist fiktiv.
Dennoch versuche ich den damaligen Glauben eines Juden abzubilden und schreibe ausdrücklich nicht oder fast nicht aus dem Neuen Testament, da es zur Zeit nicht vorhanden war 
Shalömle Pausenclown 

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pausenclown

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Re: Nikodemus

von pausenclown am 02.06.2025 15:19

Shalom.


Ein weiterer Aspekt für uns ist, dass Pfingsten das Fest Bundes am Sinai ist und wir ebenfalls das Fest der Bundeserneuerung feiern.
Fest des Bundes am Sinai und das Geschenk der Torah. Ebenfalls ein Fest der Bundeserneuerung.
 
2 Chronik 15 , 10-15
10 Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat des fünfzehnten Jahres der Herrschaft Asas 11 und opferten dem HERRN am selben Tage von der Beute, die sie hergebracht hatten, siebenhundert Rinder und siebentausend Schafe. 12 Und sie traten in den Bund, den HERRN, den Gott ihrer Väter, zu suchen von ganzem Herzen und von ganzer Seele. 13 Wer aber den HERRN, den Gott Israels, nicht suchen würde, sollte sterben, Klein und Groß, Mann und Frau. 14 Und sie schworen dem HERRN mit lauter Stimme, unter Freudengeschrei und unter Trompeten- und Posaunenschall. 15 Und ganz Juda war fröhlich über den Schwur; denn sie hatten geschworen von ganzem Herzen, und sie suchten den Herrn mit ganzem Willen, und er ließ sich von ihnen finden. Und der HERR gab ihnen Ruhe ringsumher. 

Wir glauben, dass alle Bünde, die, der Gott Israels mit uns geschlossen hat, an Pfingsten geschlossen wurden.
Dieser Text stammt aus dem Buch der Jubiläen und ca 200 vor Christus niedergeschrieben:

„Deshalb ist in den himmlischen Tafeln festgesetzt und niedergeschrieben, sie sollen in diesem Monat das Wochenfest einmal im Jahr feiern, zur Bundeserneuerung in jedem einzelnen Jahr. Denn dieses Fest wurde schon im Himmel gefeiert, vom Tag der Schöpfung an bis zu den Tagen Noahs. Noah und seine Kinder feierten es. (...) Auch Abraham allein befolgte es, ebenso Isaak, Jakob und seine Söhne bis zu deinen Tagen. In deinen Tagen aber vergaßen es die Israeliten, bis ich es für sie auf diesem Berg erneuerte. Gebiete nun den Israeliten, sie sollen dieses Fest in all ihren Geschlechtern feiern! Am ersten Tag in diesem Monat sollen sie jährlich das Fest feiern! Denn es ist das Fest der Wochen, und ebenso das Fest der Erstlingsfrucht."

Eigentlich ist das Pfingsten nach Kreuzigung und Auferstehung des Messias kein Wunder mehr….

Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund…

Darüber, das nächste mal.

Shalom 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.06.2025 15:20.

nusskeks

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Re: Nikodemus

von nusskeks am 02.06.2025 14:41

Danke für die ganzen Infos! Sehr interessant!

gruß
nk

p.s.: Anfangs wollte ich auch noch was schreiben. Das wurde aber dann so umfangreich, dass Deine Beiträges etwas überfrachtet wären. Das wäre aber zu schade.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.06.2025 14:49.

pausenclown

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Re: Nikodemus

von pausenclown am 02.06.2025 12:23

Shalom.

Shawoutfest, vielleicht doch mal vom Anfang an erzählt.
Ich werde das Wort Pfingsten oder Pfingstfest verwenden, damit es kein Durcheinander gibt.

Dieses Fest gehört zu den biblischen festen und ist im ersten Kreislauf der Feste verankert und gehört zu den Frühjahrsfesten.
In der jüdischen Tradition hat das Fest mehrere Bedeutungen.

Ein erster kleiner allgemeiner Hinweis.
Auf Hebräisch steht Mo’ed für das Wort Fest.
Mo,ed meint einen Zeitpunkt in der Zukunft, zb. für ein Treffen, verabreden sich zwei Personen für einen Tag, Uhrzeit zb. Heute sagt man Termin oder Date.
Deshalb haben die biblische Feste einen prophetischen Charakter und durch das Wort Mo’ed erfüllt es sich.

Die erste Bedeutung:
Ganz profan eine Erntefest oder Erntedankfest.

2 Mose 23,16.
Und du sollst halten das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast, und das Fest der Lese am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom Felde.

2 Mose 34,22
Das Wochenfest[1] sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Lese, wenn das Jahr um ist.
3 mose 23 geht es um die damit verbundenen Opfervorschriften.
In vers 17 steht: Ihr sollt aus euren Wohnungen zwei Brote bringen als Schwingopfer, von zwei Zehnteln feinem Mehl, gesäuert und gebacken, als Erstlingsgabe für den HERRN.

2 Gesäuerte Brote, warum nicht 3, oder 4?
Warum gesäuert ?
Am Ende sind das kleine versteckte Hinweise, auf das, was noch kommt.

Shalom 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.06.2025 12:24.

nusskeks

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Re: Neuer Wein in alten Schläuchen - was mag diese Aussage für Konsequenzen haben?

von nusskeks am 02.06.2025 09:56

Hier ein paar Gedanken dazu:


Geistliches Gesetz – fleischlicher Mensch? Warum der Neue Bund ein neues Herz schaffen muss


Ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis der Aussage Jesu über den neuen Wein in alten Schläuchen liegt in Römer 7,14:

Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft."

Hier wird deutlich: Das Problem lag nicht im Gesetz. Es war – wie Paulus zuvor sagt – heilig, gerecht, gut (Röm 7,12) und sogar geistlich. Das Gesetz entsprach also Gottes Wesen und Willen.

Aber der Mensch war fleischlich. Das heißt: geprägt vom Eigenwillen, der Sünde verfallen, unfähig, das geistliche Gesetz in seiner Tiefe zu erfüllen. Und genau das ist die entscheidende Erkenntnis, die Gott seinem Volk im Alten Bund – und auch heute uns – klar machen will:

Ein geistliches Gesetz kann in einem fleischlichen Herzen keine geistliche Frucht bringen.
Es braucht ein neues Herz.

Deshalb verheißt Gott durch die Propheten nicht einfach eine Reform oder Ergänzung, sondern eine Neuschöpfung:

Ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen" (Hes 36,26)

Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen und es auf ihr Herz schreiben" (Jer 31,33)

Diese Verheißung erfüllt sich im Neuen Bund: In Jesus Christus schenkt Gott nicht nur Vergebung, sondern auch ein neues Wesen, das fähig ist, nach seinem Willen zu leben – nicht durch äußeren Zwang, sondern durch die Kraft des Heiligen Geistes (vgl. Röm 8,3–4).

Fazit:
Die Schwäche des Alten Bundes lag nicht in der Qualität des Gesetzes, sondern in der Unfähigkeit des Menschen. Der Neue Bund bringt nicht ein „neues Gesetz", sondern ein neues Herz – das durch die Erlösung in Christus erschaffen wird (vgl. 2Kor 5,17; Eph 4,24). Deshalb braucht der neue Wein neue Schläuche: Menschen, die durch den Geist wiedergeboren sind und in der Lage, geistliche Frucht zu bringen (Gal 5,22–25).

gruß
nk

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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