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Ja..."Hallo" erst mal...
von SilverSurfer am 30.12.2015 10:26Schön, dass ich Euch gefunden habe!
Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern (9 und 12 Jahre). Religion hat in meinem Leben eigentlich nie wirklich eine Rolle gespielt. Ich war zwar für einige Jahre Ministrant, kann aber nicht behaupten, dass in dieser Zeit ein echtes Glaubensfundament gelegt wurde.
Im Laufe der Jahre verfestigte sich dann in mir die Überzeugung, dass es keinen Gott gäbe und ich war davon überzeugt auch ohne Glauben prima durchs Leben zu kommen. In gelegentlichen Unterhaltungen mit Bekannten gab ich mich folgerichtig auch stets als Atheist zu erkennen wobei der Begriff Agnostiker eigentlich der passendere gewesen wäre. Tja, was soll ich sagen? Ich bin tatsächlich prima zurecht gekommen. Habe eine liebe Frau gefunden und zwei gesunde Kinder bekommen. "Alles im Lack!" also.
Ich kann gar nicht sagen woher es kommt aber tatsächlich musste ich in den letzten Monaten immer wieder feststellen, dass ich wohl doch auf der Suche nach irgendetwas bin. Auf der Suche nach Gott vermutlich. Ich hatte kein Erweckungserlebnis, das mir über Nacht zum Glauben verhelfen konnte, ich denke, dass ich mir meinen Galuben jetzt nach so vielen Jahre des Verneinens erst erarbeiten muss. Ich lese nun also täglich in der Bibel und versuche zu beten. Gar nicht so leicht wenn man das nie gelernt hat. Auch Besuche des Gottesdienstes bringen mich weiter. Erstmals fühle ich mich dabei rundum wohl. Der Besuch der Mitternachtsmesse am zurückliegenden Heiligen Abend hat mich z.B. richtig bewegt.
Erschwerend kommt nun allerdings hinzu, dass es mir schwer fallen wird, demnächst auch für meinen dann neuen Glauben eintreten zu können. Sowohl vor meiner Familie als auch vor Freunden und Bekannten. Zu vehement habe ich in der Vergangenheit doch die Existenz eines Gottes bestritten. Da wird es auf mein Umfeld vermutlich erst mal wenig glaubwürdig wirken wenn sich meine Position so umgekehrt hat. Aber okay. Das werde ich schon hinbekommen und dieses Forum kann dafür vielleicht auch so etwas wie mein Trainingsplatz sein. Ich freue mich jedenfalls auf den Austausch mit euch.
Bis dahin,
Thilo
Account gesperrt von Cleo, da vermutlich gehackt
Re: Damit ich mich nicht überhebe!
von Cleopatra am 30.12.2015 10:10Mir ist gestern noch ein Beispiel eingefallen.
Danke marjo für deine Hilfe, ich gehe später auf eure Beiträge ein.
Aber mir fiel auf:
Zweimal musste jemand vor dem Dienst mit Gott 40 Jahre lang in einer Wüste leben.
Das finden wir an zwei verschiedenen Stellen und Begebenheiten (Mose und Jesus).
Das bedeutet dann ja nicht zwangsläufig, dass jeder Mensch, wenn er einen Dienst für Gott beginnen möchte, automatisch erst 40 Jahrelang in eine Wüste muss, oder...?
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Wer, was und wie ist GOTT?
von Cleopatra am 30.12.2015 10:07Guten morgen,
seit heute Morgen funktioniert meine Maus nicht mehr, daher kann ich nicht so gut zitieren, ich hoffe, ich werde trotzdem verstanden.
Also lieber christ90, ich finde es grundsätzlich gut, wenn wir über Gott nachdenken und versuchen, ihn zu verstehen, solange wir eben demütig wissen, dass alles, was wir über ihn wissen, er uns in seinem Wort schon deutlich macht. Wenn wir Dinge dazudichten oder anderes auslassen, dann ist es sicher nicht nach seinem Geschmack, im Gegenteil, ich finde sowas sehr schlimm.
Aber grundsätzlich sich Gedanken zu machen finde ich gut.
Lieber kahate, mir fällt auf, dass du wiederholt die Nichtchristen ansprichst...
Kann es sein (nur eine Überlegung, ich kann mich auch irren), dass du deshalb diese Gedanken so hast und Gott so beschreibst, um die Bibel und Gott mehr "schmackhaft" zu machen...?
Das fällt mir nur gerade so auf.
Wenn du sagst, dass du den Gott der Bibel so verstehen möchtest, bist du dann auch bereit, weiterzulernen, zB von uns, wenn wir dir Dinge von Gott erzählen...?
Denn wenn du sagst, du möchtest den Gott der Bibel erkennen, dann verstehe ich nicht, wieso du die Begründung und Beispiele aus der Bibel nicht annimmst wie ich sie zB am Anfang noch geschrieben habe (Gott wandelte im Garten Eden, Feuersäule, Wolkensäule, Gott sprach.....).
Lies doch bitte nochmal ganz unvoreingenommen, fange bei erste Mose an und lass dich selbst auch nochmal ansprechen und sei offen.
Du wirst sehen, wie Gott als Persönlichkeit auftritt, die mit uns Menschen kommuniziert.
Gott ist ein sehr persönlicher Gott.
Und was die Nicht-Christen angeht- ich sage ihnen das, was ich weiß.
Wenn sie Fragen haben, beantworte ich sie.
Im Gespräch habe ich schon mit sehr vielen Nicht-Christen über Gott geredet, die Reaktionen waren meißtens sehr gut, denn die Menschen merken, dass ich Gott erfahre, mein Leben mit ihm teile, ihn liebe und Gott mein persönlicher Erretter ist.
Ich rede nicht theoretisch über biblische Inhalte. Ich rede über praktischen, aktiven Gauben und daher glauben die Menschen mir.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
sylvaki
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (27) Tretet nun hin zum Thron der Gnade... Hebräer 4, 16
von sylvaki am 30.12.2015 09:09
Guten Morgen aus Kroatien :)
wir sind gut angekomme, nach einer am ersten Tag echt zermübender Fahrt mit seeeehr vielen Staus.
In Triest haben wir einen kleinen wischenstopp eingelegt und nun sind wir wieder in Istrien.
Mein Mann hat sein Downhill-Fahrrad dabei und schon seine erste kleine Tour gemacht.
Nach zwei sehr nebeligen Tagen ist es heute kalt aber sehr sonnig.
SegensGrüße euch, kommt gut ins neue Jahr.
Sylvaki
Re: Wer, was und wie ist GOTT?
von kahate am 30.12.2015 01:52Hallo Cleopatra und hallo solana,
Ihr beide seid wohl am ehesten noch in der Lage (wenn Ihr das auch wollt), meine Beweggründe für alles, was ich bisher geschrieben habe auch zu verstehen und zu vertreten.
Ich wollte und will auch weiterhin dafür einen Weg aufzeigen, wie der christliche Glaube durch die Bibel untermauert ist, obwohl viele Passagen für Nichtchristen zumindest am Anfang einer Glaubenssuche nicht unbedingt als schlüssig und zutreffend erscheinen. Ich will etwas FÜR die rechte Glaubensfindung und auch gerade FÜR das Verständnis der Bibel tun.
Einem Nichtchristen hilft es überhaupt nicht zur rechten Glaubensfindung, wenn man ihm sagt:
"Alles was in der Bibel steht, ist Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort die unumstößliche und genau so anzuerkennende Wahrheit." Kein Nichtchrist kann das je verstehen, wenn ihm z.B. gesagt wird: "Gott hat die Welt in sechs Tagen erschaffen, das ist und bleibt die Wahrheit, weil es so in der Bibel geschrieben steht!"
Die Reaktion auf eine derartige Eröffnung würde immer lauten: "Ja, ja, glaub du nur an diese Geschichten, die in der Bibel drinstehen... Wenn du damit glücklich bist... Wahrheit ist allerdings etwas ganz anderes!"
Und, liebe solana, mein Bild von Gott, so wie ich es bisher erkennen durfte, ist kein "abstraktes Modell", das ich nach eigenem Gutdünken hier oder dort an "unlogischen" Bibelstellen einsetze. Mein Gottesbild deckt sich absolut mit dem, was auch aus der Bibel über GOTT zu entnehmen ist.
Das Bestimmende in meinem Leben ist, genau so wie auch in Deinem Leben, einzig und alleine GOTT, von dem ich u. a. auch meinen Verstand und "meine Logik" erhalten habe.
Von einer Kontrolle meinerseits, die ich behalten wolle, um nach meinem Wissen und Verstehen vorzugeben, "was sein kann/darf und was nicht" war und ist nirgendwo die Rede. Diese Unterstellung bzw. ein solches, abwegiges Vorurteil kommt nur von Dir. Bitte denke in einer ruhigen Minute darüber nach...
Also nochmals: Das alles "Bestimmende" in unserem Leben ist und bleibt Gott, der uns erschaffen hat.
Gott spielt nicht nur die erste, Gott spielt ausnahmslos alle Geigen. Aber Gott hat uns auch den Verstand mitgegeben, gleich einem zu verwaltenden Talent; und es wäre ganz sicher nicht in seinem Sinn, diesen Verstand nicht zu gebrauchen oder gar auszuschalten. Ich bin mir sicher, dass Gott nichts von Marionetten bzw. von Dauer-Kopfnickern und Leierkasten-Jasagern hält. Aber ER kennt uns seit und in Ewigkeit und ER weiß längst, wie und wozu wir uns während unserem irdischen Dasein entscheiden und verhalten...
Und nun noch ganz kurz zu Deinen Bibelversen:
Mt 6,24 bezieht sich darauf, dass niemand zugleich Gott und dem Mammon dienen kann - zum Nachdenken der Menschen über das Wesen Gottes steht da nichts
2Kor 10,5 behandelt das Niederreissen aller hoher Gedankengebäude, die sich gegen die Erkenntnis Gottes auftürmen - kein einziges meiner Worte richtet sich gegen die Erkenntnis unseres Gottes, oder?
Spr 3,5 lautet vollständig: Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, / bau nicht auf eigene Klugheit; und dann Spr 3,6 such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, / dann ebnet er selbst deine Pfade - was soviel bedeutet wie: versuch nicht eigenwillig zu handeln sondern vertrau auf Gott und such IHN zu erkennen (Gottes-Erkenntnis), dann hilft ER dir - wieder keine Aufforderung, den Verstand hinten anzustellen.
Phil 4,7 Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren. - nirgendwo habe ich zum Ausdruck gebracht, dass der menschliche Verstand einen höheren Wert hätte, als der Friede Gottes, was soll also dieser Bezug?
Sollten sich zu diesen meinen Zeilen weitere Fragen ergeben, so bin ich gerne bereit auch darauf weiter einzugehen. Zunächst aber wiederum
Herzliche Grüße von kahate
Re: Wer, was und wie ist GOTT?
von solana am 30.12.2015 01:43Danke für die Ergänzung, Christ90.
Ja, das ist wichtig, zu unterscheiden.
Es geht nicht um ein grundsätzliches "Abschalten" des Verstands - sondern um den Umgang mit den Grenzen dessen, was unser Verstand erfassen kann.
Oder die letzte Instanz ist der Verstand - und dann wird dem Verstand und seiner Logik das "Gottesbild" angepasst und untergeordnet
Und der Verstand kommt eben immer an seine Grenzen, wenn er versucht, Gott zu erfassen
.Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Wer, was und wie ist GOTT?
von christ90 am 30.12.2015 00:56Ich denke, dass man hier unterscheiden muss zwischen Verstand, im Sinne von Vorstellungskraft, und Verstand i. S. v. Vernunft, logisch-irdischem Denken.
Der Versuch Gott gedanklich, verstandesmäßig, zu fassen ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt, zumal Gott jegliche Vorstellungskraft übersteigt. Darüber herrscht wohl allgemeine Einigkeit. Wir - samt unserem Verstand - sind Gott untergeordnet, dies gilt es zu akzeptieren. Das Endliche vermag das Unendliche (den Unendlichen) nicht zu erfassen. Zu vermeinen Gott mit dem Verstand auch nur ansatzweise fassen zu können wäre Anmaßung höchsten Grades. Jeder der diesen Versuch ernsthaft unternimmt bezweifelt entweder die Unbegrenztheit Gottes oder die Beschränktheit des eigenen Verstandes. Unser Erkennen bleibt verzerrt, bruchstückhaft, unsere Vorstellungen Hilfsvorstellungen, Bilder. Die Konzepte, die wir uns machen, sind und bleiben abstrakte Konzepte. Auch die Bibel enthält einiges an Theorie. Letztlich geht es jedoch darum nicht in Konzepten zu verharren, sondern Gott zu erfahren. Andernfalls bleiben die wohlersonnensten Konzepte wertlos und unbefriedigend.
Den eigenen Verstand (in letzterem Sinne) auszuschalten, resp. (bedenkenlos) unterzuordnen, zurückzusetzen, zugunsten eines höheren, vermeintlich göttlichen Willens, erachte ich dagegen prinzipiell für gefährlich. Dies wird Gott von uns auch niemals fordern. Der Anspruch, den er an uns und unser Handeln stellt, erfordert durchaus nicht die buchstäbliche Überwindung des eigenen Verstandes. (Dies würde ohnehin auf lange Sicht nicht funktionieren). Was Gott zunächst möchte, ist, dass wir ihm eine Chance geben, ihn anhand der Bibel in Erfahrung bringen, ihm Raum geben in unserem Denken. Dabei geht es nicht bloß um isolierte Betrachtung seiner selbst, sondern auch darum, was all dies wohl in Bezug auf uns selbst zu bedeuten hat. So sollen wir auch einen Blick gewinnen für unsere eigene Situation, zu tieferer Selbsteinsicht gelangen. Gott hat es zuvörderst abgesehen auf unsere Gesinnung, unser Herz, weniger unseren rationalen Verstand. Wenn wir uns für ihn öffnen, so transformiert er allmählich grundlegend unsere Einstellung zu den Dingen dieser Welt, die Wertvorstellungen auf denen unser (irdischer geprägter) Verstand beruht und damit letztlich auch diesen selbst. Wir tun dann aus Einsicht und Überzeugung Dinge, gegen die sich unser im irdischen befangener Verstand noch gesträubt hätte.
Re: Wortkette(1)..Winter..und alles was zu dieser zeit dazugehört, und nur dazu!
von bluetchen am 29.12.2015 21:06Gottes Sohn
Re: Wortkette(1)..Winter..und alles was zu dieser zeit dazugehört, und nur dazu!
von sandtigeress am 29.12.2015 21:04Nachtwanderung


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