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Burgen

-, Weiblich

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Beiträge: 2591

Re: Lukas - Evangelium: was ist bekannt? wer ist/war Lukas ? was sticht besonders hervor?

von Burgen am 26.08.2025 09:57


Hallo Plueschmors, 

du nimmst mich ja ganz schön 'aufs Korn'. 
Längst hättest du mich, meine Art, kennenlernen können, da alle meine (zuvielen) Beiträge immer auch Einsicht in mein zT Befindlichkeiten, nach Antwort selbst suchend und manches schon erkannt habend und den derzeitigen 'Glaubensstand' evtl vor sich hertragend, aufzeigen. 

Und ich zB warte oft darauf, dass du sachdienlich und evtl lichtbringend etwas dazu beiträgst. Stattdessen kommen etliche Fremdwörter oder fortwährende Fragen an user, die mehr als unbedingt eine Antwort erwarten. 


@alle , natürlich, 

Ist das so? 
Gerade weil wir Gefühle und Gesichtszüge des anderen Schreibenden nicht sehen können, auch nicht die Verletzungen, die ein jeder vermutlich irgendwie und irgendwo, mit sich herumträgt. 

Denken wir  mal daran, dass meist nur von 100% Anwesende, 10% sich beteiligen. Jedenfalls kann man das oder wurde festgestellt, dass es im Marketing oftmals so ist. Ganz wenige Unternehmen - und Kirche ist, weltlich gesehen ein Unternehmen - können oftmals deswegen gut überleben. 

So zB in Myamar, war zu lesen, dass alles was irgend 'christlich ist' wie Kirchen, Menschen, Bücher usw. platt gemacht werden soll. 
Da kann man nur, von aussen betrachtet sagen, meine Güte - der Teufel hat aber vielfältig dort aufgefahren so unbehelligt dort arbeiten zu können.  Da kann einem schon Angst und Bange werden. 

:::

Daher ist so ein Forum wie dieses hier , so empfinde ich es jedenfalls, eine gute Sache, zeigt der jeweilige Schreiber doch auch nebenbei auf, inwieweit ihm das Wort Gottes Beistand zum täglichen Leben ist, und wie er im Wort Gottes und besonders auch, selbst in Jesus im Glauben gegründet ist.  

Denn schauen wir auf uns selbst, ist meist oder oft nach einer evtl schlaflosen Nacht erstmal nicht Jesus die erste Wahl den neuen Tag zu begrüßen?  
Ich jedenfalls versuche meine Gedanken immer sofort auf ihn auszurichten, und freue mich immer, dass mein Hund mich auch daran erinnert, indem er freudig in der offenen Tür steht und mich begrüßt. Wer tut es ihm nach? Niemand. ;)  
Dann segne ich ihn und bitte um Bewahrung für ihn, denn hier geht gerade der 'Gift-Teufel' im Nachbarort herum. Vor ein paar Wochenenden waren 4 Hunde vergiftet worden, und die Stellen an denen das geschah konnten gut nachträglich eingekreist werden. Bei einem Hund wurden in der teuren Hundeklinik 10 Bällchen mit tödlichem Inhalt  zum Erbrechen gebracht. 

::: 

Es ist so wichtig, sich selbst jeden Tag neu auf das Wort und in Jesus auszurichten, um am Leben zu bleiben. Das ist mit 'nur' Kopfwissen sicherlich nicht so tragend. Aber hinoder her - Glaube, Vertrauen, Hoffnung und Liebe - eingebettet in seinem Frieden wird immer wieder neu helfen. Da bin ich mir sicher, denn derselbe Heilige Geist, den Jesus schon auf die Erde damals mitgebracht hatte, lebt ja in uns, oder? 

::: 

Zu Engel - habe mir auch Gedanken gemacht  

Gruß 
Burgen 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.08.2025 10:01.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 652

Re: Impulse

von nusskeks am 26.08.2025 07:15

Matthäus 5,1–12

Die Seligpreisungen gehören zu den bekanntesten Worten Jesu – und doch werden entscheidende Nuancen oft übersehen.

Zunächst die Adressaten: Matthäus betont, dass Jesus seine „Jünger" lehrte (Mt 5,1–2). Die Menge hört zwar zu, doch die Worte gelten in erster Linie denen, die ihm nachfolgen. Es geht also nicht darum, wie man ins Reich hineinkommt, sondern wie die aussieht, die schon dazugehören.

Die Struktur macht dies deutlich: Die erste und die achte Seligpreisung enden identisch – „denn ihrer ist das Reich der Himmel" (V. 3 und V. 10). Damit wird der Abschnitt eingerahmt, eine sogenannte „Inklusion". Alles dazwischen beschreibt Wesenszüge der Reichsangehörigen.

Ein weiterer Punkt ist der zeitliche Wechsel: Zweimal heißt es „denn ihrer ist" – Gegenwart. Dazwischen: „sie werden ..." – Zukunft. Das zeigt den typischen Rhythmus des Reiches: Es ist schon da, und doch noch nicht vollendet. Wir leben im Dazwischen – Anteil am Reich jetzt, Erfüllung in der Zukunft.

Auch der jüdische Hintergrund ist zentral. „Arm im Geist" (πτωχοὶ τῷ πνεύματι) erinnert an die 'anawim (ענוים), die Demütigen in den Psalmen und Jesaja 61: Menschen, die nichts vorzuweisen haben und allein auf Gott hoffen. „Die Sanftmütigen werden das Land erben" (V. 5) greift wörtlich Psalm 37,11 auf. Für jüdische Hörer war das sofort ein messianisches Signal: das verheißene Erbe des Landes, das Gott den Treuen geben wird.

Oft übersehen wird, wie stark Leid und Verfolgung betont sind. Gleich zweimal spricht Jesus davon (V. 10–12). Wer ihm gehört, wird Widerstand erleben – so wie die Propheten vor ihnen. Reichszugehörigkeit bedeutet nicht Bequemlichkeit, sondern Auseinandersetzung mit einer feindlichen Welt.

Ein weiteres Missverständnis hält sich hartnäckig: Die Seligpreisungen seien eine Liste von „Tugenden", die man sich erarbeiten müsse. Doch Jesus beschreibt hier nicht Stufen, die man erklimmen muss, um selig zu werden. Er beschreibt, wie das Wesen der Menschen aussieht, die er selig nennt – Kennzeichen eines Lebens, das von Gott erneuert wurde.

Schließlich der Kontext: Jesus steigt auf den Berg und lehrt – bewusst in Anklang an Mose am Sinai. Doch er bringt keine neue Gesetzessammlung, sondern spricht als der König selbst. Die Bergpredigt ist nicht bloß Ethik, sondern "Reichsverfassung": die Beschreibung des Charakters der Bürger des messianischen Reiches.

Für uns heute liegt hier eine doppelte Botschaft: Trost und Herausforderung. Trost, weil die Seligpreisungen Menschen ansprechen, die nichts vorzuweisen haben – die Armgewordenen, die Trauernden, die Hungernden nach Gerechtigkeit. Genau sie nennt Jesus „selig". Herausforderung, weil die Nachfolge unweigerlich zu Widerstand führt. Doch mitten in Verfolgung steht die Zusage: „Euer Lohn ist groß im Himmel."

So sind die Seligpreisungen nicht einfach schöne Worte. Sie sind ein Spiegel: Bin ich arm im Geist, angewiesen auf Gott? Sehne ich mich nach seiner Gerechtigkeit? Bin ich bereit, Verachtung zu tragen, weil ich zu ihm gehöre? Dann darf ich gewiss sein: „Denn deiner ist das Reich der Himmel."

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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Plueschmors
Gelöschter Benutzer

Schreibstil

von Plueschmors am 25.08.2025 20:11

Hey Burgen,

Inzwischen habe völlig den Faden und inneren Eifer verloren.

ich wollte Dich durchaus nicht in Deinem Fluss aufhalten, sondern Dich nur einmal recht verstehen lernen, da es in Foren ja eher unüblich ist, adressenlos zu schreiben.

Also ich halte jetzt einfach für mich fest, dass Du einfach Deine Gedanken fortlaufend schreibst und postest und wer sich beteiligen mag, steigt entweder ein oder auch wieder aus. Schreiben tust Du weiter vor Dich hin, ob eine Diskussion entsteht oder nicht.

Ist das so richtig?

Es fällt mir nicht leicht, mich an mein eigen Geschriebenes zu erinnern. Kommt mir selbst oft nach einiger Zeit fremd vor, und denke, das habe ich doch nicht geschrieben, gedacht. usw.

Ich nehme an, Du schreibst gern frei und assoziativ? 

Sind ja nun einige Tage vergangen, und vielleicht komme ich wieder ins Fahrwasser ... .

Jo, das mach mal. Ich stehe gern am Ufer und grüße und rufe Dir unterwegs mal was zu.



Liebe Grüße und Segen,
Plueschmors.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2025 20:12.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 652

Re: Lukas - Evangelium: was ist bekannt? wer ist/war Lukas ? was sticht besonders hervor?

von nusskeks am 25.08.2025 18:37

Hallo pray,


pray: Ich weiß nicht, ob es sonst noch mehr Bibelstellen Engel und '' Fürchte dich nicht " gibt.

Tatsächlich konnte ich insgesamt 12 Bibelstellen finden die etwas in der Art beschreiben, wobei man in 2Kön 1,15 das zwar findet, es sich dort jedoch auf einen Menschen bezieht und sich zwei andere Stellen beide auf die selbe Situation beziehen. Ob das was ich gefunden habe vollständig ist, weiß ich nicht. Vielleicht gibt es noch mehr. 

gruß
nk

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2025 20:07.

pray

62, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Lukas - Evangelium: was ist bekannt? wer ist/war Lukas ? was sticht besonders hervor?

von pray am 25.08.2025 17:02

In der Bibel steht aber auch ohne Erwartung von etwas Schlimmen, dass die Erscheinung eines Engels mit Furcht verbunden ist. Ich denke da an die Hirten auf dem Feld und an Maria. Ich weiß nicht, ob es sonst noch mehr Bibelstellen Engel und '' Fürchte dich nicht " gibt. 

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2462

Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 25.08.2025 09:03

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
 
(Evangelium nach Lukas 2,14; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Gott gehört alle Ehre in den höchsten Höhen!
Sein Friede kommt zu den Menschen, weil er ihnen sein Wohlgefallen schenkt.
 
(Evangelium nach Lukas 2,14; Das Buch 2022 [(C) SCM R.Brockhaus])
 
Ehre sei Gott im Himmel!
Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.
 
(Evangelium nach Lukas 2,14; Hoffnung für alle 2015 [(C) Biblica])
 
Groß ist von jetzt an Gottes Herrlichkeit im Himmel;
denn sein Frieden ist herabgekommen auf die Erde zu den Menschen, die er erwählt hat und liebt!
 
(Evangelium nach Lukas 2,14; Gute Nachricht Bibel 2018 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Ehre sei Gott in Himmelshöhen
und Friede auf Erden unter den Menschen des göttlichen Wohlgefallens!
 
(Evangelium nach Lukas 2,14; Menge Bibel 1939)
 
Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2025 09:04.

pausenclown

-, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 439

Re: Lukas - Evangelium: was ist bekannt? wer ist/war Lukas ? was sticht besonders hervor?

von pausenclown am 25.08.2025 08:16

Hallo Burgen.

Der Engel am Räucheraltar. Vermutlich ist diese Stelle ohne die jüdische Tradition nicht ganz verständlich.

Zacharias war durch das Los für zwei Wochen bestimmt, Dienst am Räucheraltar zu verrichten. Ob Zacharias zuvor ausgelost oder nochmals danach, darüber gibt es keine Aufzeichnungen.
Es ist daher möglich, dass es im Leben von Zacharias ein oder der geistliche Höhepunkt war.

Also, für 2 Wochen vollzieht Er zweimal am Tag das selbe Ritual.
Zacharias holt glühende Kohle vom Opferaltar außerhalb und bringt diese zum Räucheraltar.
Der Räucheraltar stand im Inneren vor dem Allerheiligsten. Die tätigt ist ansich nicht sehr kompliziert, Kohle auf dem Altar und anschließend mit Weihrauch besprengen.

In 3 Mose 10 berichtet die Bibel das, Aarons Söhne das selbe Ritual falsch ausgeführt haben, Stichwort fremdes Feuer und die Söhne Aarons haben es nicht überlebt.

Daraus hat sich eine Sichtweise in der jüdischen Tradition entwickelt: 
Wenn ein zukünftiger Priester bei diesem Ritual einen Fehler macht, wird er ebenfalls sterben. Das ist der Hintergrund von Vera 11. 
Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars.
Die jüdische Tradition geht noch etwas weiter wie oben beschrieben. Nicht nur das der Priester stirbt, sondern: Der Todesengel wird rechts am Räucheraltar erscheinen.

Zacharias wusste mit Sicherheit, erscheint da ein Engel, hat er einen Fehler gemacht und wird sterben.
Vers 12 
Als Zacharias ihn sah, erschrak er und es befiel ihn Furcht.
Es braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen wie Zacharias in Sekundenschnelle immer und immer wieder gedanklich den Fehler suchte….

Vers13 
Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben.
Ich weiß nicht ob Zacharias in der Erwartung seines Todes, diese Botschaft überhaupt verstanden hat.
Irgendwie klingt das nach versteckter Kamara und verstehen Sie Spaß?

In der Erwartung seines Todes, wird Zacharias, Vater.

Shalom.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2025 08:18.

Burgen

-, Weiblich

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Re: Lukas - Evangelium: was ist bekannt? wer ist/war Lukas ? was sticht besonders hervor?

von Burgen am 25.08.2025 07:09



Alles 'dreht' sich um Jesus. ;) Unser Leben hängt von ihm, seiner, Gottes Gnade ab (in unserem Leben) . 

Und so habe gerade die Bibelstellen bezüglich 'Räucherwerk" und Rauchopferaltar nachgelesen. 
Bei Lukas 1, 8-11 ist davon erzählt. 

2.Mose 30,1-10 ist ausführlich die Bedeutung des Opferaltars und auch des Räucherwerks beschrieben. 
Hebr 9,4 
Offb 5,8   
Offb 8,3-4  nochmal ausführlich.  

Aaron, der Bruder Moses, hatte eine sehr genaue Anleitung erhalten für den Bau des Opferaltars sowie alles was für das Räucherwerk gebraucht werden soll. 

Und dieses wurde schon damals einmal im Jahr durchgeführt, der Rauch der Opferhölzer waren zusammen mit den Gebeten des Volkes, sowie das persönliche vorgebrachte Gebet des Priesters als Wohlgeruch in Gottes Nase.

Bei Lukas gilt dies Räucheropferwerk von Zacharias ua als vorbereitende Sühnung für den Empfang des Sohnes Johannes, der hier während der Opferung dem Zacharias durch einen Engel angekündigt, verkündigt wurde. 
Damit war schon klar, dass dieser Johannes ein besonderes Kind werden würde. 



 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

-, Weiblich

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Re: Tageslese (28) *** In keinem andern ist das Heil, auch kein anderer Name ...

von Burgen am 25.08.2025 06:52


Montag  


Wenn du auf die stimme des HERRN, deines Gottes, hörst:  
Gesegnet bist du in der Stadt, und gesegnet bist du auf dem Feld.   5.Mose 28, 2-3     

Ihr bittet und empfangt's nicht, weil ihr in übler Absicht bittet,  
nämlich damit ihr's für eure Gelüste vergeuden könnt.    Jakobus 4,3     


TagesL: Römer 11, 1-6 (7-10) 11.12     fortlL: Apg 26,24-32     Ps 17   




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2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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nusskeks

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Re: Impulse

von nusskeks am 24.08.2025 12:37

Matthäus 4,18–25 – Ruf in die Nachfolge und Beginn des öffentlichen Wirkens

 

Nachdem Jesus in Galiläa seine Botschaft verkündigt hatte („Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen"), schildert Matthäus, wie er die ersten Jünger in seinen Dienst ruft. Am See von Galiläa begegnet er Simon (Petrus) und Andreas sowie den Brüdern Jakobus und Johannes. Bemerkenswert: Dies war nicht die erste Begegnung (Johannes 1 berichtet von einem früheren Kennenlernen). Doch jetzt geht es um einen entscheidenden Schritt: Sie sollen nicht nur glauben, sondern in verbindliche Nachfolge als seine Jünger treten.

Jesu Ruf lautet: „Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen." (Mt 4,19). Im Grundtext steht hier das starke Imperativ Δεῦτε ὀπίσω μου – „kommt hinter mich her". Es ist kein freundliches Angebot, sondern ein autoritativer Ruf des Messias. Das Bild vom „Menschenfischer" knüpft an ihren Beruf an, bedeutet aber eine völlige Umkehr der Zielrichtung: Statt Fische aus dem Wasser zu ziehen, sollen sie künftig Menschen für Gottes Reich gewinnen.

Alle vier Männer reagieren sofort und lassen Netze, Boote und sogar den Vater zurück. Das zeigt die Radikalität der Jüngerschaft: Nachfolge Jesu duldet keinen Aufschub und fordert volle Hingabe.

Ab Vers 23 wird Jesu Wirken zusammengefasst. Drei Tätigkeiten werden genannt:

Lehren in den Synagogen – der natürliche Ort, um Israel zu erreichen.

Verkündigen des Evangeliums vom Reich – im Griechischen: τὸ εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας. Hier ist nicht in erster Linie das Evangelium vom Kreuz und der Auferstehung gemeint (das wird später das Zentrum), sondern die „gute Nachricht": Der verheißene König ist da, und mit ihm ist das messianische Reich nahe.

Heilen aller Krankheiten und Schwachheiten – diese Zeichen bestätigten seine Botschaft. Sie waren nicht Selbstzweck, sondern Beweis seiner messianischen Autorität.

Die Wirkung war beachtlich: Die Kunde von ihm verbreitete sich „in ganz Syrien" (V. 24), also über die jüdischen Grenzen hinaus in die römische Provinz. Menschen kamen mit allen möglichen Krankheiten, Besessenheiten und Leiden – und er heilte sie alle. Große Volksmengen folgten ihm aus Galiläa, Judäa, Jerusalem, der Dekapolis und dem Gebiet jenseits des Jordan. Schon hier erfüllt sich, dass das Licht des Messias (vgl. Jes 9) weit über Galiläa hinausstrahlt.

Dieser Abschnitt zeigt zwei Dinge in besonderer Tiefe:

Der Ruf zur Nachfolge ist verbindlich und radikal – Jesus ruft nicht zu einer lockeren Sympathie, sondern zu einem Leben, das alles andere zurückstellt.

Die Botschaft vom Reich war die Verkündigung, dass Gottes Herrschaft in der Person des Messias angebrochen ist. Seine Heilungen und Zeichen beglaubigen diesen Anspruch und machen deutlich: Hier ist der König, der gekommen ist, um das Reich aufzurichten.

Für uns heute bedeutet das: Nachfolge heißt, dem Ruf Jesu ohne Zögern zu folgen – und zugleich zu erkennen, dass das Reich Gottes nicht eine ferne Hoffnung ist, sondern schon in Jesus mitten in die Welt hineingebrochen ist.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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