Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

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StefanS

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Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von StefanS am 04.07.2024 13:30

kein Wort von irdischer Wohlfahrt
Muss denn Gott irdische Wohlfahrt verheissen, um sie zu haben?
Ich bin ehrlich gesagt irritiert, mit welcher Vehemenz Du dem wahren Christen ein Leben in Verfolgung und Pein zuschreibst.
Und es gleichzeitig suspekt findest, wenn ein Christ irdische Wohlfahrt vorweist. 

Was war denn z.B. mit den Gottesmännern David und Salomo des alten Bundes?
Sie waren Könige, waren reich und voller Macht und folgten doch Gottes Diener in allen Höhen und Tiefen.

Versteh mich nicht falsch, denn ich bin kein Anhänger des von Dir zitierten Wohlstandsevangeliums.
Trotzdem konnte ich in einem hochdierten Beruf arbeiten. Ich konnte Verantwortung tragen und finanziell sorglos leben.
Dafür war ich Gott immer dankbar, denn das war nicht meine Leistung. 

Heute bin ich fast 64 Jahre und arbeite aus Spaß weiter.
Ich passe da wohl nicht in Dein Bild und trotzdem bin ich seit 43 Jahren entschiedener Christ.
Und ich kenne (z.T. persönlich) viele christliche Unternehmer, die ihre irdische Wohlfahrt in Gottes Reich einsetzen.

LG
Stefan


So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.07.2024 13:30.

Burgen

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Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von Burgen am 04.07.2024 09:38

freilich gibt es auch die Gruppe der Wellness- und Wohlstandschristen, gerade in den USA weit verbreitet;
mich irritieren diese allerdings, lese ich doch vom Herrn in der Schrift eher Abstand zum Reichtum und auch kein Wort von irdischer Wohlfahrt, sondern ganz im Gegenteil:
Anfechtung, Angst, Armut, Hass, Schwäche, Traurigkeit, Übel, Unglück, Verfolgung begegnet den Seinen in der Welt, so wie sie ihm begegneten. 

Unser Zeichen ist ja auch nicht die Yacht im tükisblauen Meer vor strahlendem Sonnenschein, sondern das Kreuz. Und diese Welt ist das Reich des Teufels.

Wie könnten wir also hoffen, in ihr in weltlichem Frieden geruhsam zu leben, wenn wir ihr und ihrem Herrn beständig das Gift des Evangeliums eintränken, das sie nicht leiden können?
"Die Leiden, die ich jetzt ertragen muss, wiegen nicht schwer und gehen vorüber.
Sie werden mir eine Herrlichkeit bringen, die alle Vorstellungen übersteigt und kein Ende hat" (2. Kor 4,17).
Aber das eben noch nicht hier auf Erden.


sondern das Kreuz - 

Ja, jedoch in Verbindung mit der Auferstehung Jesu. 

2.Kor 4,17+18 
Denn unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist,
schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, 
uns, die wir nicht sehen auf das sichtbare, 
sondern auf das Unsichtbare. 
Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; 
was aber unsichtbar ist, das ist ewig. 

Hebr 11,1 
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, 
was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, 
was man nicht sieht. (Parallelstelle) 

Mit der Auferstehung Jesu beginnt trotz allem mMn ein 'neues Kapitel' der Weltgeschichte und jedes einzelnen lebenden Menschen. Davon ist niemand ausgenommen. 

Und jeder Christ steht vor Gott selbst in der Verantwortung, das Geschenk seiner Gerechtigkeit täglich bewusst in Jesus aus Glauben anzunehmen, oder eben nur die weltliche Schlechtigkeit in seinem Herzen voller Trauer darüber zu feiern, nachzusinnen. 

Paulus ist allerdings ein sehr gutes Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn jemand kompromisslos das gute Wort Jesu verkündet zur rechten und unrechten Zeit. Die Folge dessen ist eben Verfolgung und Mißhandlung. 
Jedoch ist es eben wichtig, Gottes Wort der Freude, Zuversicht, Durchgetragen werden, sogar Heilung und Dankbarkeit allein und in Gemeinschaft zu leben, auszuleben. 

Und ja, die Amerikaner, oftmals ursprünglich auch Europäer, Deutsche und andere, leben eine andere Kultur, und wir hier erfahren ja auch im eigenen Leben, dass viele ursprüngliche Kulturwerte einer Veränderung unterworfen sind. 

Dennoch: Gott schaut - sucht - sieht und schenkt ... Seine Augen sind überall. Und jeder - besonders auch zukünftige Christen, gegenwärtige Christen haben sein besonderes Augenmerk - trotz dessen, dass er über allem wacht und irgendwann dem ganzen Treiben ein Ende bereiten wird. 

Bis dahin dürfen wir im Glauben wachsen und seine Geschenke des Wohlbefindens, Gesundheit, Freude, Frieden, Sanftmut, Besonnenheit, Zuversicht usw. gerne annehmen. Für uns gilt doch: eine neue Kreatur zu sein, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Da kann man doch nur, auch seelisch, obwohl nur der Geist Gottes in uns erneuert ist, nur Gott dankbar sein und sich freuen und nicht runterziehen lassen. 

Besonders die Psalmen sprechen diese neue Sprache in den Tag hinein. 


Gruß 
Burgen 







was ist das Evangelium? was ist die Errettung? ...
 Beitrag von Leah

Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 

2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Plueschmors

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Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von Plueschmors am 03.07.2024 19:35

Hallo Stefan,

Es ist aber nicht so, dass der Indikator der Nachfolge Pein und Unglück ist.
NIEMALS!

freilich gibt es auch die Gruppe der Wellness- und Wohlstandschristen, gerade in den USA weit verbreitet; mich irritieren diese allerdings, lese ich doch vom Herrn in der Schrift eher Abstand zum Reichtum und auch kein Wort von irdischer Wohlfahrt, sondern ganz im Gegenteil: Anfechtung, Angst, Armut, Hass, Schwäche, Traurigkeit, Übel, Unglück, Verfolgung begegnet den Seinen in der Welt, so wie sie ihm begegneten.

Unser Zeichen ist ja auch nicht die Yacht im tükisblauen Meer vor strahlendem Sonnenschein, sondern das Kreuz. Und diese Welt ist das Reich des Teufels. Wie könnten wir also hoffen, in ihr in weltlichem Frieden geruhsam zu leben, wenn wir ihr und ihrem Herrn beständig das Gift des Evangeliums eintränken, das sie nicht leiden können?

"Die Leiden, die ich jetzt ertragen muss, wiegen nicht schwer und gehen vorüber. Sie werden mir eine Herrlichkeit bringen, die alle Vorstellungen übersteigt und kein Ende hat" (2. Kor 4,17). Aber das eben noch nicht hier auf Erden.

Ich danke Gott täglich, dass mir durch seine göttlichen Gaben (z.B. Weisheit) manches Unglück erspart blieb. Ich danke Gott täglich für alle guten Gaben und für seine Versorgung.

Natürlich. Gott hilft uns auch aus manchem Leiden heraus oder wenigstens hilft er uns im Leiden oder durchs Leiden hindurch. Grundsätzlich aber ist Leiden der Zustand, in dem wir in Christus sind: "Ich möchte nichts anderes mehr kennen als Christus: Ich möchte die Kraft seiner Auferstehung erfahren, ich möchte sein Leiden mit ihm teilen" (Phil 3,10). Warum begehrt Paulus so sehr nach der Leidensgemeinschaft in Christus? Weil das Leiden den Glauben an Jesus Christus erst ganz konkret macht. Ohne Leiden bleibt Glaube nur Theorie. 

Kein Grund also, das Leiden zu scheuen und - wie die TE - stattdessen ein "schönes Leben" zu erstreben, denn erst im Leiden lernen wir Christus richtig kennen und die Kraft des göttlichen Worts.

Und ja, ich danke auch für manches Glück (z.B. meine 4 gesunden Enkel oder für seine Versorgung). Und ja, ich weiß, das ist nicht selbstverständlich!

Gott gönnt uns natürlich auch Verschnaufpausen, Zeiten der Freude, feiern mit Freunden, so wie es Jesus ja auch erleben durfte. Hier im Thread allerdings wurde aus meiner Sicht vermittelt, daß Christen ein ewig schönes und sündloses Leben erwerben können, wenn sie sich denn an gewisse Anleitungen halten. Und das ist schlicht eine falsche Versprechung, so wie auch dem Adam und der Eva fatalerweise Falsches versprochen wurde.

Summa: Ein schönes Leben ist verdächtig. Ein erfülltes Leben kann. Leiden aber muß.

LG
Plueschmors

"Du lässest mich erfahren viele und große Angst und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde" (Ps 71,20).

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.07.2024 20:00.

StefanS

65, Männlich

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Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von StefanS am 03.07.2024 12:11

So und nicht anders.

Äääh, nein!!

Ich stimme zu, dass der Glaube kein schönes Leben verspricht.
Er verspricht ein erfülltes Leben!

Es ist aber nicht so, dass der Indikator der Nachfolge Pein und Unglück ist.
NIEMALS!

Ich danke Gott täglich, dass mir durch seine göttlichen Gaben (z.B. Weisheit) manches Unglück erspart blieb.
Ich danke Gott täglich für alle guten Gaben und für seine Versorgung.

Und ja, ich danke auch für manches Glück (z.B. meine 4 gesunden Enkel oder für seine Versorgung).
Und ja, ich weiß, das ist nicht selbstverständlich!

LG
Stefan

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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Plueschmors

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Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von Plueschmors am 30.06.2024 21:03

Stella: Bei Evangelisationen, die ich besuchte, hiess es dann, nach der Bekehrung käme Gott, respektive der Hl.Geist und würde ihnen ein neues, schönes Leben schenken. ...

Es ist allein der Teufel, der Menschen ein schönes Leben verspricht. Christen aber führen kein schönes Leben. Nie. Und wenn sie ein schönes Leben führen, dann machen sie etwas verkehrt. Gott macht bestenfalls das verfluchte Leben leichter, aber nicht schön. Ein schönes Leben ist allein den Gottlosen vorbehalten, siehe aktuell Psalm 73: "So sind sie alle, die Gott verachten; sie häufen Macht und Reichtum und haben immer Glück" (V. 12).

Und die Gerechten? "Ich werde täglich gepeinigt, ständig bin ich vom Unglück verfolgt" (V. 14).

So und nicht anders.

LG,
Plueschmors.

"Du lässest mich erfahren viele und große Angst und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde" (Ps 71,20).

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.06.2024 23:10.

Burgen

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Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von Burgen am 27.06.2024 09:51



Stella: 
Bei Evangelisationen, die ich besuchte, hiess es dann, nach der Bekehrung käme Gott, respektive der Hl.Geist und würde ihnen ein neues, schönes Leben schenken. ... 
plüschmors:
wie sieht denn Dein "getreuliches Umsetzen zu inniger Gottverbundenheit" im Alltag so aus?
Bisher habe ich auch Gott den Vater um Erlösung von dem Bösen gebeten. ... 


Hallo ihr Lieben, 

früher - in meinen 20ziger Alter bis hin in die Anno 80ziger Jahre des vorherigen Jahrhunderst, inzwischen 20-50Jahre alt - war mein Leben ua. durch Besuche in Gemeinde und ja, auch Bibelreisen, HeilungsGottesdienste, Evangelikale Gemeinde-Erneuerung, Hauskreis usw. geprägt. 

Die erste Bus-Reise ging nach Italien mit einer EC-Entschieden für Christus, Landeskirchliche Gemeinschaft, Liebenzeller Mission,  mit einer Freundin, die mich eingeladen hatte. Sie hatte mir vordem erzählt, dass es im Leben im Jesus ginge. 
Das war ganz neu für mich - und eine interessante, jedoch auch schwierige Zeit. 

In Italien wurde dann von Christus ergriffen durch Bibelarbeit des Petrusbriefes _ Christus, der Eckstein_, der alles zusammen hält, alles neu macht. Klar, mein Leben veränderte sich daraufhin, verstanden per Gehirn - 'Bahnhof'. 

Was also wurde zunächst besser? 
Allein das Wissen darum, dass Jesus nun in mir lebte - . Die Folge ua war, dass meine damaligen Bibeln ziemlich bunt wurden. Die Luther 1956 war meine erste, später folgten andere. Und inzwischen viele andere. 

Und das Leben auf Hoffnung begann. Viele Fehler und Unzulänglichkeiten, Weinen und innere Kämpfe folgten. Und genausoviele geistliche Höhepunkte. Meine Mutter litt am meisten durch meine Veränderung. Wir konnten einfach nicht mehr miteinander reden. Sie hatte angst um mich. Inzwischen ist sie schon 20 Jahre beim Herrn. 

Und mir, je länger ich lebe, geht es mir besser, obwohl sich vielleicht nach aussen hin nicht viel verändert hat - nur vielleicht dies, dass mein ständiges Umziehen beendet ist. Und die Gewissheit, dass Gott Vater in Jesus in mir lebt, mich liebt, durch das Wasserbad des Wortes und täglches Mahl reinigt, stärkt, auch heilt und Herz und Sinn auf IHN gerichtet hält. 
Natürlich lebe ich in der Welt und ihre Einflüsse sind heute stärker als früher, da früher war tot, jetzt jedoch lebe. Der Geist, der Heilige Geist in Jesus und Gott Vater sind ja mein neues Leben - und lebendig wie nie zuvor. 
Es fehlt jetzt nur noch die Wiederkunft - die Begegnung mit Jesus in den Wolken - den Geist habe ja schon - und dann wird der menschliche Mensch erneuert und Jesus von angesicht zu angesicht sehen. 

Jedoch bis es soweit ist, werde durch Gebet des Wortes Gottes und dem Geist Gottes täglich gewaschen - manchmal ist es richtig innerlich zu bemerken. Früher verstand es nicht, denn der Verstand ist ziemlich dumm und will eigene Wege gehen. Aber in IHM zu ruhen, aus lauter Gnade in Gottes Wahheit zu leben - IHN genießen, nimmt viel Stress. ZB der Augendruck ist normal geworden, Stresssituationen sind leichter erkennbar - und zu meiden. Aber auch sich nicht alles gefallen zu lassen, sondern mit IHM im Gespräch bleiben, sogar ohne ausgesprochene Worte.  

Verstehe jetzt auch, wieso der amerikanische Neurowissenschaftler im Kopf von seinen Probanten, die in Sprachen beteten, nicht die Ausgangsposition finden konnte. Denn der Geist Gottes hat nicht dort seinen Sitz ... 

Gruß 
Burgen 




was ist das Evangelium? was ist die Errettung? ...
 Beitrag von Leah

Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 

2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Plueschmors

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Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von Plueschmors am 24.06.2024 11:54

Plueschmoors, ich dachte das wäre klar.

Entschuldige, wenn mir die Lebensläufe der Neulinge hier nach 23 Beiträgen noch nicht vollkommen vertraut sind.



Ich bin nicht getauft. Aber sicherlich ein guter Mensch.

Dann bist Du ja mehr als Jesus (vgl. Lk 18,19).



Allerdings wurde mir beigebracht mich vor Christen in Acht zu nehmen, die wollen nur missionieren und trauen kann man denen auch nicht.

Allgemein soll man sich vor allen Menschen hüten, weil sie eben nicht sündlos sind, sondern zum Bösen geneigt (vgl. Mt 10,17), womit wir auch wieder beim Thema wären.

Aber das glaube ich nicht, es gibt überall Spinner und Halunken, egal welche Gruppierung man nimmt.

Was glaubst Du nicht? Meine Erfahrung ist eben, daß sich in christlichen Foren nur wenig normale Christen finden. 

Skandale in den Kirchen zeigen kein gutes Bild und sind sicher abschreckend.

Kindesmißbrauch z.B. findet überall dort statt, wo pädophile Erwachsene Zugang zu Kindern haben, nicht allein in der Kirche. Die Berufswahl fällt dann eben auch auf Berufe, wo sich solche Leute Kindern nähern können. Und ob jemand pädophil ist oder nicht, kann man (bis jetzt) noch nicht sicher feststellen. Zumindest nicht im Einklang mit der Menschenwürde. 
 
Nicht umsonst laufen die Gläubigen den Kirchen weg.

Wer da wegläuft, ist nicht gläubig, sondern sucht nur eine Ausrede, um ein paar Euro mehr in der Tasche zu haben. Jesus hat die Synagoge doch auch nicht verlassen, obwohl er allen Grund dazu gehabt hätte.

Ernsthafte Menschen zu finden ist wohl Glückssache geworden.

Einsamkeit nimmt zu, das stimmt. Viele geben sich nur noch mit ihresgleichen ab und der Toleranzbereich wird enger und enger. Was suchst Du denn genau?

Vor allem darf Ernsthaftigkeit nicht in Verbohrtheit enden. Dann ist es richtig.

Wichtig ist, für die klare Lehre des reinen Gottesworts einzustehen. Und zwar kompromisslos ohne Relativierung, denn nichts auf Erden ist wichtiger, als das gute Wort Gottes zu bewahren (vgl. Lk 8,15), sonst bleibt die Frucht nämlich aus und alles verdirbt.

"Du lässest mich erfahren viele und große Angst und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde" (Ps 71,20).

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.06.2024 12:13.

Amadeus
Gelöschter Benutzer

Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von Amadeus am 24.06.2024 11:22

Und Du bist kein Christ? Dies hier ist ein Treffpunkt für Christen laut Überschrift und kein Sammelbecken von Bibel-Kritikern und Foren-Trollen. Natürlich sind wir hier alle gegenüber jedem aufrichtig Interessierten "allezeit bereit zur Verantwortung" (vgl. 1.Petr 3,15), aber die Erfahrung lehrt nun auch einmal, daß im Internet größtenteils Spinner unterwegs sind - muß man leider so sagen -, die gar kein Interesse haben an Wahrheit und Glauben, sondern sich nur lustig machen wollen in ihrer Langeweile oder sonst üble Absichten verfolgen mit Sonderlehren etc. Ernst muß es schon zugehen, sonst wird allein sinnlos Zeit vergeudet.
 
Plueschmoors, ich dachte das wäre klar. Ich bin nicht getauft. Aber sicherlich ein guter Mensch.
Allerdings wurde mir beigebracht mich vor Christen in Acht zu nehmen, die wollen nur missionieren und trauen kann man denen auch nicht.
Aber das glaube ich nicht, es gibt überall Spinner und Halunken, egal welche Gruppierung man nimmt. Die Skandale in den Kirchen zeigen kein gutes Bild und sind sicher abschreckend. Nicht umsonst laufen die Gläubigen den Kirchen weg. Ernsthafte Menschen zu finden ist wohl Glückssache geworden. Vor allem darf Ernsthaftigkeit nicht in Verbohrtheit enden. Dann ist es richtig.

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Amadeus
Gelöschter Benutzer

Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von Amadeus am 24.06.2024 11:13

Hallo Merciful,
ich verstehe dich so, dass sich solche Vorstellungen auch wandeln. Je nach Zeit, Kultur und 'Windrichtung'.
Klingt pausibel.

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Plueschmors

47, Männlich

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Re: Alles Ablegen, was mit gelebter Liebe unvereinbar ist erlöst vom Bösen.

von Plueschmors am 24.06.2024 00:03

Hallo Amadeus,

...aber was wäre so verkehrt auch den Willen einzusetzen nicht zu sündigen?

kein Christ will sündigen, aber weil Sünde unsre Natur ist, geschieht es eben hier und da. Merciful hat die Gabe, ohne viel Schreiben das Wesentliche auf den Punkt zu bringen. Man lese seine Beiträge hier in diesem Thread, wenn man abkürzen will. Die TE stellt es aber so dar, als ob es so ganz leicht wäre, diese unsere Natur zu beherrschen wie einen dressierten Hund. Nur ein kurzer Befehl - hier aus vielzitiertem Kolosserbrief - und schon trollt sich der Teufel jaulend und devot ins Abseits für immer. Sooo leicht angeblich. Die Wirklichkeit des Glaubenslebens sieht aber anders aus. Es ist nicht leicht. Und der Teufel ist auch kein unterwürfiger Hund, sondern kluger Anwalt unserer Missetaten, die er vor Gott geltend macht mit allen Mitteln Tag und Nacht und uns auch nicht in Ruhe läßt.

Das 'Ablegen' ist doch eine Entscheidung die willentlich geschieht und willentlich beibehalten wird. Ich verstehe nicht ganz was daran verkehrt sein soll?

Die TE meint Worte Gottes ablegen zu müssen, die angeblich mit gelebter Liebe unvereinbar sind. Jesus ist hier nur Zensor des Gottesworts. Weiter nichts. Als ob Gott zu blöd gewesen sei, sich so auszudrücken, daß er verstanden werden könne. Jesus als bloßer Korrektor. Dies Wort zählt, das andere nicht. Wonach die TE da geht, ist bis heute offen. Maßstab ist offenbar allein ihr persönliches Verständnis von "gelebter Liebe", also Bibelbaukasten. Was nicht paßt, wird passend gemacht oder gleich ganz verworfen. Die Bibel hat sich nach dem Verständnis der TE zu richten. Was nicht verstanden wird, wird einfach aussortiert und als böse bezeichnet.

Der Verzicht auf Sünde ist doch Widerstand, oder nicht?

Nein, verzichten ist nicht widerstehen. Widerstand bedeutet Kampf. Verzichten bedeutet einfach lassen ohne Mühe. Ein Alkoholiker muß der Versuchung widerstehen, ein Abstinenzler verzichtet. 

Ob es nun erlöst (was heißt das eigentlich?) weiß ich nicht, aber ist Kolosser lesen und falsch verstehen nicht besser als Kolosser nicht zu lesen? Dafür sind doch die Fortgeschrittenen da, die sowas evtl. korrigieren können.

Erlöst sein heißt, nicht mehr unter der Macht der Sünde und des Bösen zu stehen, sondern unter der Gnade, mehr und mehr. Wir können frei leben, weil Christus uns zum Leben befreit hat. Die Sünde hat keine Macht mehr über uns, sondern wir dürfen kraft der Gnade Gottes auf Annahme hoffen und wissen, daß Gott uns gut ist. - Ich habe ja nichts dagegen, den Kolosserbrief zu lesen, ganz im Gegenteil, aber erstens ist es eben ein Brief an die Kolosser (ich z.B. bin kein Kolosser) und zweitens ist die von der TE angegebene Stelle wohl kaum Evangelium, denn was Paulus da schreibt, läßt sich in einem Satz zusammenfassen: "Wenn du nichts Gutes zu sagen hast, dann halte einfach die Klappe." - Das ist nicht das Evangelium, sondern einfach ein Ratschlag an die Geschwister in Kolossä. Auch für uns nützlich, wie so vieles, aber wohl kaum die Quintessenz des Leidens und Sterbens Christi, wie die TE es darstellt, als wäre dieses Wort Pauli das Zentrum der Schrift und aller Geschichte.

Ob Stella noch mal antworten wird? Ein bißchen verstehen kann ich sie schon, nachdem sie hier so hart rangenommen wurde, dass sie sich zurückzieht.

Wen die Pforten der Hölle nicht überwinden können (vgl. Mt 16,18), den wird auch ein Plueschmors nicht überwinden. Es sei denn, er glaubt gar nicht richtig und will nur wichtigtun. Dazu hat die TE sowieso nie alle Karten offengelegt, wie gebeten wurde, damit überhaupt eine ordentliche Diskussion zustanden kommen kann, sondern sie hat bestenfalls hier und da mal nur etwas unwillig raunend abgegeben und ansonsten ständig ihre Formeln wiederholt. Geduld und Mühe haben wir hier offenbar reichlich, aber mit Papageien zu "diskutieren" ist irgendwann auch sinnfrei.

Ist das auch so gewollt?

Irrlehrer und Separatisten haben mit harschem Gegenwind zu rechnen. Natürlich. Viele Foren sind schon kaputtgegangen an denen, die im Schafspelz kamen und sich dann als Gegenteil erwiesen. Wie wir wissen, genügt nämlich schon ein bißchen Sauerteig, um den ganzen Teig zu durchsäuern. In einem anderen Forum von früher dominierte plötzlich der Glaube an Reinkarnation. Diese "Christen" gaben auch vor, echte Christen zu sein. Plötzlich waren die wahren Christen aber in der Minderheit. Also immer aufmerksam sein! 

Christen fühlen sich in ihrem Glauben immer so leicht angegriffen und reagieren sauer. Das kann ich nicht gebrauchen. Was meinst du wie froh ich wäre eine Anleitung zu haben und sei es nur darum, jeden Schritt zu erklären eine Leiter hochzuklettern. Verstehst du was ich meine? Jede Erfahrung bringt doch neue Einsicht. Und die Einsicht, dass man es schaffen kann die Leiter zu erklettern, ergibt sich aus dem richtigen Gebrauch der Anleitung.

Und Du bist kein Christ? Dies hier ist ein Treffpunkt für Christen laut Überschrift und kein Sammelbecken von Bibel-Kritikern und Foren-Trollen. Natürlich sind wir hier alle gegenüber jedem aufrichtig Interessierten "allezeit bereit zur Verantwortung" (vgl. 1.Petr 3,15), aber die Erfahrung lehrt nun auch einmal, daß im Internet größtenteils Spinner unterwegs sind - muß man leider so sagen -, die gar kein Interesse haben an Wahrheit und Glauben, sondern sich nur lustig machen wollen in ihrer Langeweile oder sonst üble Absichten verfolgen mit Sonderlehren etc. Ernst muß es schon zugehen, sonst wird allein sinnlos Zeit vergeudet.

Als ich im Glauben begann, war ich auch sehr darauf aus, klare Strukturen und Sicherheit zu haben. Meine Leben war ja auch nur furchtbares Chaos. Ich fragte mich oft, was ich denn nun als Christ zu tun habe. Nichts dagegen, das diszipliniert - und bis heute habe ich noch die eine oder andere Sympathie für monastisches Leben, z.B. feste Gebetszeiten, Psalmenordnung, schweigende Stille, regelmäßig Gottesdienst -, aber ein lebendiger Glaube ist nicht allein getaktetes Dasein nach Anleitung und Struktur, die irgendwann auch erstarren kann in Gewohnheit und bloßer Routine, sondern unbedingtes Vertrauen in Gott, auch wenn es äußerst hart zugeht auf dem Lebensweg. 

Der Mensch bindet sich gern an Sicherheiten und hält verkrampft das Ruder und will den Kurs bestimmen. Ein Christ aber darf loslassen und sich vom Wind Gottes treiben lassen auf seinen wunderbaren Wegen. Manchmal steuert Gott uns auch Richtung Klippen, dann denken wir, wir müßten wieder selbst Hand anlegen. Ein Irrtum. Dafür allein ist dann die Ordnung gut, ein Wort Gottes zur rechten Zeit, auch Gebet für andere, um wieder zurück ins Vertrauen zu kommen.

Liebe Grüße,
Plueschmors.

"Du lässest mich erfahren viele und große Angst und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde" (Ps 71,20).

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.06.2024 10:40.
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