Der schmale Weg
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Re: Der schmale Weg
von nusskeks am 18.04.2026 09:39Die Bergpredigt ist nicht als Leiter in das Reich Gottes gemeint, sondern als Offenlegung der Gerechtigkeit, die Gott in den Seinen wirkt. Jesus beschreibt darin nicht bloß äußere Gebote, sondern das Herz, die Gesinnung und das Verhalten von Menschen, die unter der Herrschaft des Messias stehen. In diesem Sinn ist sie eher Zustandsbeschreibung und Zielbeschreibung des erneuerten Menschen und kein Katalog von Leistungen zur Erlangung des Heils.
Interessant fand ich, dass Arnold Fruchtenbaum, ein messianischer Jude, die Schlusswarnungen in Matthäus 7 als vier Gegensatzpaare liest: zwei Wege, zwei Bäume, zwei Bekenntnisse, zwei Häuser.
Nach Herrn Fruchtenbaum läuft alles auf dieselbe Grundfrage hinaus: Welche Gerechtigkeit ist echt, und welcher Lehrer führt wirklich in Gottes Willen? Der schmale Weg steht also nicht isoliert für ein diffuses Gefühl religiöser Strenge, sondern für den einen richtigen Weg der von Jesus gelehrten Gerechtigkeit. Die beiden Häuser zeigen dann dasselbe Bild noch einmal: Man kann weiter auf der pharisäischen Auslegung bauen, dann baut man auf Sand; oder man baut auf Jesu Auslegung der Gerechtigkeit Gottes, dann baut man auf Fels.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Der schmale Weg
von Cleopatra am 18.04.2026 08:07Matthäus 7, 13-14: "Gehet ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch dieselbe eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden."
So lautet der Bibelvers.Im Vorfeld gibt es Anweisungen über das allgemeine anständige Leben.
Interessanterweise gibt es direkt danach die Warnung vor den "falschen Propheten, die in Schafskleidern kommen". Auch der Hinweis, dass nicht jeder gerettet ist, der "Herr Herr" sagte, ist im direkten Anschluss.
Das sollte wirklich ernst gemeint werden, denke ich.
Jesus warnt und nimmt es ernst:
Nicht alles, was schön kling.
Nicht einfach "Herr" sagen, aber die Gobote Gottes missachten.
Ja, der Weg ist schmal, aber es ist der richtige Weg.
Und jedes kam extra auf die Erde zu uns, um uns diesen Weg zu zeigen.
Liebe Grüße, Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Der schmale Weg
von Burgen am 18.04.2026 07:59
Geist-Licht schrieb:
Ja, warum sollte das Wort Liebe denn dort geschrieben sein?
Die ganze Heilige Schrift IST Grundlagenausdruck der Liebe Gottes zu seinem Volk im AT sowie als Weiterführung des NT. Sie, die Schrift wird zur Einladung Gottes für alle Menschen, sofern diese Jesus glauben. Es geht um Jesus.
Dabei nicht nur einfach um logisches Verständnis, sondern um 'das Leben'.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Der schmale Weg
von Geist-Licht am 17.04.2026 12:09Gott zum Gruß
Merciful
Es gab mal einen Philosophen, Zaratustra?
Der sprach:
Was du nicht willst, was man dir tuh, das füg auch keinem andern zu.
Die moderne Form ist so wie Jesus Christus es sagt:
"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
Der Psalm selbst kommt aus der alten Welt.
In den acht Versen finde ich keine ethische Tugend und das WORT Liebe fehlt.
Heute ist der Spruch:
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und unseren Himmlischen Vater über alles.
In der Liebe sind alle ethischen Tugenden enthalten und die Zehn Gebote Gottes.
Damit wird der "schmale Weg" zu einem silbern leuchtenden Pfad, der durch die Dunstwolken dieser Welt hinaus,
hinauf ins Himmelreich unseres uns liebenden Himmlischen Vates leitet.
Alles was zu Christus lenkt, bringt den Geist und lebendiges Leben.
Re: Der schmale Weg
von Merciful am 16.04.2026 08:12Re: Der schmale Weg
von Burgen am 16.04.2026 06:56
Hallo Merciful
deine obigen Ausführungen habe ich sehr gerne gelesen und danke für diese wunderbaren Erklärungen. Die Worte fallen direkt in das Herz.
In meiner Erklärungsbibel [Elberfelder] lese ich, dass er zu den acht Alphabetischen Psalmen gehört. Und in diesem Psalm sind immer acht Verse einem hebräischen Buchstaben des hebräischen Gebets zugeordnet. Das macht diesen langen Psalm gut lesbar und macht auch die Kraft der hebräischen Schriftsprache deutlich, mM.
Es liest sich als Weisheits- und Lobpreis-Psalm aufgrund des GEsetzes und der Gebote Gottes in einem feindlichen Umfeld. 22 mal wird Gott direkt mit HERR angesprochen. Lesart ist, dass das Gesetz in neun verschiedenen hebräischen Wörtern entfaltet wird:
Gesetz als Weisung, Zeugnisse, Weg im Sinne des Lebensweges - der Lebensführung, Vorschriften, Ordnungen, Gebote, Bestimmungen im Sinne der Rechtsbestimmungen, Wort, Pfad usw.
Ich kannte mal einen 22 jährigen jungen Mann, der diesen ganzen langen Psalm in der damaligen Lutherübersetzung auswendig lerne und aussprechen konnt. Er versuchte täglich nach diesen für ihn zur Einsicht gewordenen Worten zu leben.
Das hatte mich sehr beeindruckt. Soetwas war und ist mir immer noch recht neu bis heute.
Das bedeutet doch, dass diese Worte ins Herz gefallen sind und dessen Spuren lebbar geworden, völlig unverkrampft jederzeit gedanklich ausführend, und erinnerbar sind.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Der schmale Weg
von Argo am 15.04.2026 13:33Psalm 119: wenn man es genau betrachtet, ist ein Gebet eines hebräischen Autors an Gott, der eine tiefe Liebe zum Wort Gottes hatte, konnte aber dieses nicht anwenden. Der Psalm handelt von der Beziehung dieses Menschen zu Gott.
Der Psalmist ist hier stellvertretend für alle Menschen. Wie z.B. Apostel Paulus für alle gepredigt und gebetet hat und nicht für sich allein.
In fast jedem Vers werden Synonyme für das Wort Gottes verwendet.
Die Verse 33-40 z.B. darstellten ein Gebet, da der Wunsch, Gottes Wort zu lesen, sehr schwach war. Wie auch heute genau das gleiche ist. Unsere Herzen müssen sich ändern, aber wir können aus eigener Kraft keine Liebe zu Gottes Wort entwickeln. Wir müssen uns Gott zuwenden. Und Gott durch den Heiligen Geist erweckt in uns seine Gesetze die er in unsere Seele bei der Geburt gespeichert hat. Unser Herz (oder auch Gewissen) der die Gesetze Gottes kennt meldet sich bei uns. Somit machen wir das was unser Herz uns empfiehlt. Paulus in Seiner Römerbrief beschreibt genau diesen Effekt.
33 Lehre mich, HERR, den Weg deiner Anweisungen, dass ich ihn einhalte bis ans Ende.
34 Gib mir Verständnis, so will ich dein Gesetz bewahren und es befolgen von ganzem Herzen.
35 Lass mich wandeln auf dem Pfad deiner Gebote, denn ich habe Lust an ihm.
36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habgier!
37 Halte meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen; belebe mich in deinen Wegen!
38 Erfülle an deinem Knecht dein Wort, das denen gilt, die dich fürchten.
39 Wende von mir die Schmach, die ich fürchte; denn deine Bestimmungen sind gut!
40 Siehe, ich sehne mich nach deinen Befehlen; belebe mich durch deine Gerechtigkeit!
Re: Der schmale Weg
von Merciful am 15.04.2026 09:56Re: Der schmale Weg
von Argo am 14.04.2026 23:21
דֶּרֶךְ der Weg Gottes, der Weg des Lebens.
Der Psalm 119 dient in erster Linie der Verherrlichung des Gesetzes und des Wortes Gottes und stellt sie als Richtschnur für das Leben dar.
Diese besteht aus dem Prozess, das Lernen und die Erfahrungen auf dem Weg zum Ziel die wichtiger im Leben sind, als das eigentliche Endergebnis.
Der Prozess besteht aus Zusammenhängende, meist wiederkehrende Arbeitsschritte die aus den Gesetzen Gottes entstehen.
Das Lernen der Gesetzen Gottes ist wichtig.
Die Erfahrungen die man im Leben bei der Anwendung oder nicht den Gesetzen Gottes macht, ist ein Grund sich zu erfreuen oder sich zu verbessern.
Psalm 119 ist das längste Kapitel der Bibel und gilt als religiöse Hymne, die der Größe des Wortes Gottes gewidmet ist. Im hebräischen Text verwendet der Psalmist systematisch verschiedene hebräische Synonyme für Gottes Gebote, die mehrmals vorkommen.
Re: Der schmale Weg
von pausenclown am 14.04.2026 16:22Hallo Mericful.


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